Kirschlorbeer umpflanzen in 7 Schritten und Probleme vermeiden

Kirschlorbeer

Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus) ist eine beliebte Heckenpflanze. Kein Wunder,  denn Kirschlorbeerhecken wachsen sehr schnell und sehr dicht. Nur wenige Pflanzen werden für eine kompakte Hecke benötigt. Kirschlorbeer ist frostbeständig und pflegeleicht. Der Fachhandel hält eine breite Palette an Kirschlorbeerarten für kleine und große Gärten bereit. Wenn ein Umzug oder eine Umgestaltung des Grundstückes ansteht, kann es passieren, dass Sie den Kirschlorbeer umpflanzen müssen. Wir zeigen Ihnen, was dabei zu beachten ist.

Kirschlorbeer umpflanzen

Manche Pflanzen reagieren empfindlich auf das Umsetzen, anderen hingegen macht ein Umzug nichts aus. Die Lorbeerkirsche wächst sehr schnell und wird sehr groß, so dass ein Umzug oft auch aus Platzgründen erfolgen muss. Bei guter Pflege wird aus dem Kirschlorbeerstrauch ganz schnell ein Baum. Die Lorbeerkirsche gilt als sehr robust und wenn Sie unsere Hinweise beachten, wächst die dekorative Pflanze am neuen Standort ohne Probleme wieder an.

Standort

Wenn Sie einen Kirschlorbeerstrauch umpflanzen wollen, profitieren Sie von der Anspruchslosigkeit der dekorativen Pflanze. Ein guter Standort erfüllt folgende Merkmale:

  • Lage im Schatten oder Halbschatten
  • ausreichende Feuchtigkeitszufuhr
  • nährstoffreicher, durchlässiger Boden
  • sandiger bis lehmiger Boden
  • pH-Wert alkalisch bis schwach sauer
  • keine Staunässe
  • ausreichend Platz, je nach Sorte werden fünf Meter Breite und sieben Meter Höhe erreicht

Achtung: Nicht nur die kirschenförmigen Früchte, alle Pflanzenteile des Prunus laurocerasus sind giftig. Pflanzen Sie ihn daher nicht in die unmittelbare Nähe der Plätze, an denen Ihre Kinder oder Enkelkinder gern spielen.

Lorbeerkirsche, Prunus laurocerasus
Lorbeerkirsche, Prunus laurocerasus

Zeitpunkt

Die beste Zeit zum Umsetzen des Kirschlorbeers ist nach dem Frost im Frühjahr.
Alternativ können Sie ihn gut im Spätsommer oder im frühen Herbst umsetzen. Das Umpflanzen vor dem Winter hat den Vorteil, dass die herbstliche Wurzelbildung gleich am neuen Standort erfolgen kann und das perfekte Anwachsen gesichert ist.

Materialien und Werkzeuge

  • scharfe, saubere Gartenschere
  • Spaten
  • Komposterde oder Hornspäne
  • Gießkanne, Wasser
  • Stützen

Tipp: Es lohnt sich, je nach Größe der Pflanze, eine zweite Person zur Unterstützung beim Umpflanzen der Lorbeerkirsche dabei zu haben.

Lorbeerkirsche umsetzen: Anleitung

Schritt 1 – 3

1. Rückschnitt

Mit dem Rückschnitt des Kirschlorbeers erreichen Sie, dass sich die Pflanze besser transportieren lässt. Gleichzeitig reduziert der Rückschnitt die Verdunstung über die Blätter, was sich positiv auswirkt.
Der Schnitt im Herbst sollte vorsichtig erfolgen, mehr als ein Drittel sollte nicht zurückgeschnitten werden. Der Schnitt im Frühjahr kann ohne weiteres kräftiger ausfallen. Damit werden das Wachstum und die Blütenbildung angeregt.

2. Neues Pflanzloch ausheben

Nachdem der Schnitt abgeschlossen ist, können Sie mit dem Ausheben des neuen Pflanzloches beginnen. Wenn der Prunus laurocerasus lediglich um einige Meter auf dem gleichen Grundstück versetzt werden soll, empfiehlt es sich, vor dem Ausgraben der Pflanze das neue Pflanzloch auszuheben. Das Pflanzloch muss so groß sein, dass der gesamte Wurzelballen und eine Schicht Komposterde ausreichend Platz darin findet. Als Faustregel gilt, das neue Pflanzloch doppelt so breit und doppelt so tief wie den Wurzelballen zu graben.

3. Pflanze ausgraben

Beginnen Sie mit dem Ausgraben, etwa 50 bis 60 Zentimeter um den Kirschlorbeer herum. Achtung, der Wurzelumfang kann bei großen Exemplaren bis zu zwei Meter betragen. Seitlich überstehende Wurzeln können mit dem Spaten sauber abgetrennt werden. Das Wurzelwerk sollte bis zu 60 Zentimeter tief ausgegraben werden.
Um Probleme beim Anwachsen zu vermeiden, sollten bei großen Exemplaren der Lorbeerkirsche mindestens 50 Zentimeter lange Wurzeln erhalten bleiben.

Kirschlorbeer bedeckt schnell größere Flächen

Schritt 4 -7

4. Einpflanzen

Füllen Sie zunächst eine Schicht Komposterde in das Pflanzloch. Sie garantiert die Nährstoffversorgung des Strauches, die gerade in der Zeit des Anwachsens am neuen Standort gesichert sein muss. Falls Sie keine Komposterde vorrätig haben, können Sie alternativ Hornspäne verwenden.

Setzen Sie die Pflanze mit dem Wurzelballen so ein, dass die Oberkante des Wurzelballens mit dem Rand des Pflanzloches abschließt. Achten Sie darauf, den Strauch gerade auszurichten. Füllen Sie das Loch mit Erde auf. Verdichten Sie das Substrat nach dem Einpflanzen sorgfältig, indem Sie es andrücken oder mit den Füßen festtreten.
Sinnvoll ist die Einarbeitung einer Gießrinne rings um den Stamm herum.

5. Gießen

Nachdem der Kirschlorbeer umgepflanzt und der Boden verdichtet wurde, muss er gut gewässert werden. Auch in den Wochen nach dem Umsetzen ist eine ausreichende Feuchtigkeitszufuhr wichtig.

Übrigens: Die Lorbeerkirsche ist eine immergrüne Pflanze. Sie benötigt auch im Winter etwas Wasser, da über ihre Blätter viel Feuchtigkeit verdunstet. Gießen Sie die Pflanze an frostfreien Tagen.

6. Mulchen

Es empfiehlt sich, den Kirschlorbeer nach dem Einsetzen und dem Gießen zu mulchen. Denn das verhindert das Austrocknen des Wurzelballens und erleichtert das Anwachsen.

7. Stützen

Normalerweise benötigt der Kirschlorbeer nach dem Umsetzen keine zusätzliche Befestigung. Wenn Sie Ihre Pflanze jedoch im Herbst bei stürmischer Wetterlage umpflanzen oder Sie in einer windigen Gegend wohnen, geben Stützen zusätzlichen Halt.

Kirschlorbeer mit Blüten

Tipp: Wenn Sie in den ersten Tagen nach dem Umsetzen gelbe Blätter an Ihrer Lorbeerkirsche bemerken, ist das kein Grund zur Sorge. Achten Sie auf eine ausreichende Feuchtigkeitszufuhr, dann erstrahlen die Blätter bald wieder in saftigem Grün.

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