Kriebelmückenstich: was tun? | So bekämpfen Sie Kriebelmückenstiche

Kriebelmückenstiche bekämpfen

Sie sehen eher aus wie kleine Fliegen und erinnern nur ansatzweise an Mücken. Dennoch sind die sogenannten Kriebelmücken genau das. Folglich stechen bzw. beißen sie auch Säugetiere und den Menschen, um deren Blut zu saugen. Die Körperreaktionen darauf sind mehr oder weniger identisch mit herkömmlichen Mückenstichen. Darum lässt sich ein Kriebelmückenstich ganz ähnlich behandeln, um vor allem den Juckreiz zu lindern. Über den Biss können aber auch Krankheiten übertragen werden.

Kriebelmücke

Die Kriebelmücke, deren zoologischer Name Simuliidae lautet, gehört zur großen, schier unüberschaubaren Familie der Zweiflügler. Auch wenn das Tier selbst nicht unbedingt so aussieht, ist es eindeutig eine Mücke. An folgenden Merkmalen lässt es sich relativ einfach erkennen:

  • gedrungene, etwas pummelige Körperform
  • erinnert eher an eine Fliege
  • 2 bis 6 mm lang
  • rötlich-gelbe bis schwarze Färbung

Die Kriebelmücke ist ausschließlich in der Nähe von stehenden Gewässern zu finden, in denen ihre Larven heranwachsen. Dabei kann es sich ebenso um einen Gartenteich handeln wie etwa um eine gefüllte, unverschlossene Regentonne. Das Insekt ernährt sich grundsätzlich von Pflanzennektar. Die Weibchen dieser speziellen Mückenart benötigen während der Brutablage jedoch Blut, das für die Entwicklung der Eier nötig zu sein scheint. Sie stechen bzw. beißen deshalb Warmblüter, darunter auch den Menschen.

Kriebelmücke, Simuliidae

Kriebelmückenstich

Der Stich der Kriebelmücke kann sehr schmerzhaft sein. Meist kommt es in der Folge zu erheblichen Hautreaktionen. Typisch sind ein Erröten der betroffenen Hautpartie, Schwellungen und Juckreiz. Darüber hinaus können je nach Veranlagung auch Blutergüsse und allergische Schockzustände auftreten. Grund dafür ist, dass bei einem Biss über den Speichel der Mücke Gerinnungshemmer und Histamin ins Blut gelangen. Da die Tiere in der Regel in größeren Schwärmen auftreten, hat man meist mit mehreren Stichen auf einmal zu kämpfen – und das kann dann extrem unangenehm sein.

Tipp: Um die Gefahr, gestochen zu werden, wenigstens etwas zu minimieren, sollte man sich im Frühjahr und im Sommer Wasserstellen nur mit langer Kleidung (Ärmel und Hosenbeine) nähern. Oder man meidet diese ganz.

Stiche bekämpfen

Ist man von einer Kriebelmücke gestochen worden, empfiehlt es sich, die betreffende Hautstelle umgehend mit kaltem Wasser zu kühlen. Dadurch lassen sich die Symptome zumindest kurzzeitig etwas lindern. Die eigentlichen Probleme, nämlich die Gerinnungshemmer und Histamine in der kleinen Wunde, die die körperlichen Reaktionen auslösen, sind damit aber noch nicht gelöst. Um einen Kriebelmückenstich wirklich effektiv zu behandeln, hilft meist nur ein elektrischer Stichheiler. Dabei handelt es sich um kleine, batteriebetriebene Geräte, die an ihrer Spitze eine konzentrierte Wärme von circa 50 °C erzeugen. Diese Spitze wird kurzzeitig auf die Wunde aufgesetzt. In der Folge zersetzen sich die Proteine der Gerinnungshemmer und Histamine und es kommt schnell zu einer dauerhaften Linderung.

Alternativen

Ganz ähnlich wie ein Stichheiler funktioniert auch ein Teelöffel, der in kochendem Wasser oder über einer Flamme aufgeheizt wird. Er ist dabei allerdings weitaus weniger effektiv. Außerdem lässt sich auf diesem Weg die Temperatur nicht wirklich regulieren. Ist der Löffel aber zu heiß, kann es zu schmerzhaften Verbrennungen auf der Haut kommen. In der Apotheke gibt es zudem eine ganze Reihe von Mitteln, die auch bei Kriebelmückenstich eine Linderung versprechen. Meist werden sie als Salbe, Gel oder Spray angeboten. Sie werden direkt auf die durch den Stich verursachte Wunde aufgetragen.

Juckreiz durch Insektenstich

Vorbeugung

Wer einem Biss von Kriebelmücken vorbeugen möchte, sollte den Tiere am besten aus dem Weg gehen bzw. sich ihnen nur mit der passenden, hochgeschlossenen Kleidung nähern. Da Simuliidae immer in der Nähe von Gewässern oder Wasserstellen zu finden sind, dürfte dies nicht allzu schwierig sein. Regenfässer oder Wasserbecken im Garten sollten immer abgedeckt werden, um den Tieren keinen Ablageraum für ihre Eier zu bieten. Außerdem empfiehlt es sich, eine Regentonne nicht unbedingt unterhalb des geöffneten Schlafzimmerfensters zu platzieren. Vorbeugende Insektensprays, die auf die Haut aufgetragen werden, helfen meist nur kurzzeitig und bieten keinen durchgehenden Schutz.

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