Go to Homepage » Tiere im Garten » Krötenwanderung: wann findet sie statt?

Krötenwanderung: wann findet sie statt?

Krötenwanderung: wann findet sie statt? - Titelbild

Wenn Kröten und Frösche aus der Winterstarre erwachen, begeben sie sich in Ablaichgewässer. Während dieser Krötenwanderung können jedoch einige Dinge für sie gefährlich werden. Ihnen zu helfen, ist aber möglich.

Auf den Punkt gebracht

  • Ablaichgewässer werden instinktiv aufgesucht
  • Absperrungen schützen vor Straßenverkehr
  • Alternativen anzubieten ist wichtig für den Schutz
  • Temperatur spielt eine entscheidende Rolle
  • Zeitpunkt liegt meist im späten Frühjahr

Zeitpunkt der Wanderung

Dieser wird von der Temperatur bestimmt. Sobald auch in der Nacht mehr als 5°C herrschen, werden Frösche und Kröten wieder beweglicher und begeben sich auf den Weg.

Wann dieser Zeitpunkt eintritt, ist also abhängig von:

  • aktueller Wetterlage
  • Klima
  • Region
  • Temperatur

In milden Gegenden oder Jahren kann bereits im Februar damit gerechnet werden. Bleibt es länger kalt, tritt die Wanderung gegebenenfalls erst im April ein. Meist ist im März jedoch damit zu rechnen. Dann ist besondere Vorsicht auf den Straßen geboten.

Krötenwanderung nachts
Die Tiere wandern vor allem nachts.

Krötenwanderung: Ursache

Kröten und Frösche suchen bei sinkenden Temperaturen ein Winterquartier auf und verfallen hier in eine Winterstarre. Während dieser Zeit verbrauchen sie deutlich weniger Energie. Da sie sich nahezu nicht bewegen können, sind sie jedoch Beutetieren ausgeliefert. Durch ein schützendes und enges Quartier ist die Winterruhe weniger gefährlich.

Nach dem Winter beginnt die Fortpflanzungszeit und die Tiere suchen das Gewässer auf, in dem sie sich selbst aus Kaulquappen entwickelt haben.

Orte

Die Wanderungen finden dort statt, wo sich vergleichsweise ruhige Gewässer befinden. Von Menschen und Hunden stark frequentierte Naherholungsgebiete sowie Pools gehören nicht dazu. Dafür aber:

  • abgelegene Seen und Teiche
  • Gartenteiche
  • Tümpel
Kröten wandern
Kröten-Pärchen wandern gemeinsam

Hinweis: In Wohngebieten mit vielen Gärten und Teichen finden sich die Tiere häufiger als an einem Badesee. Gleiches gilt für Gartenvereine.

Gefahren

Während der Krötenwanderung aus dem Garten müssen sich die Tiere einigen Gefahren stellen. Dazu gehören:

  • Löcher und tiefe Gräben
  • Raubtiere
  • Straßenverkehr

Hinzu kommt, dass immer mehr Bereiche vom Menschen eingenommen und baulich erschlossen werden. Dadurch verschwinden unter anderem die Laichgewässer.

Schutzmaßnahmen

Weil auf der Wanderung einige Gefahren drohen, sind Schutzmaßnahmen sinnvoll. Diese umfassen unter anderem:

  • alternative Ablaichgewässer anbieten
  • eingegrabene Eimer
  • Graben ausheben, die täglich kontrolliert werden
  • Netze oder Zäune an Straßenrändern
Schutzwand für Kröten
Schutzwand bei Krötenwanderungen an Straßen

Der Naturschutzbund (NABU) sucht jährlich nach Helfern, die regional aktiv werden können und bei dem Schutz der Tiere unterstützend eingreifen. Wohnen Sie nahe eines Krötenwanderweges können Sie also aktiv werden und einiges zum Tierschutz beitragen.

Häufig gestellte Fragen

Warum sollten Kröten geschützt werden?

Weil es sich um Nützlinge und einen wichtigen Teil der heimischen Natur handelt. Sie beseitigen Insekten und tragen zur Artenvielfalt bei. Zudem ist es vergleichsweise einfach, Schutzmaßnahmen durchzuführen. Sie benötigen nicht viel Aufwand und nicht viel Zeit.

Was kann im eigenen Garten unternommen werden?

Ein Gartenteich und naturbelassene Bereiche im eigenen Garten sind ideal. Das gilt nicht nur für Kröten und Frösche, sondern auch für Insekten, Vögel, Igel und viele andere heimische Wildtiere. Vermeiden Sie zudem den Einsatz von Insektiziden.

Was passiert nach dem Einfangen der Kröten?

Sie werden an ein sicheres Gewässer verbracht. Ideal sind Teiche und Seen mit einem flachen Uferbereich und einer ruhigen Umgebung.

Warum sitzen kleinere Kröten auf größeren Tieren?

Bei den kleineren Exemplaren handelt es sich um Männchen. Sie „reiten“ gewissermaßen auf den größeren Weibchen. Damit sichern sie sich ihre Partnerin bis zur Fortpflanzung, sofern sie bereits eine gefunden haben.

Geben Kröten Laute von sich?

Ja, zur Paarung und bei Gefahr können sie kurze aber doch recht laute Geräusche erzeugen. Selbst bei Paarungsrufen sind sie dabei aber zurückhaltender als Frösche.

Michelle ist mit vielen Haus- und Hoftieren auf dem Bauerngut ihrer Eltern aufgewachsen. Nebenbei kümmert sich die Vegetarierin hingebungsvoll um ihre Kräuter- und Gemüsebeete. Sie notiert ihr erworbenes Wissen und teilt es gerne mit den Plantopedia-Lesern und Leserinnen.

Scroll Up