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Kürbis ernten

Kürbis ernten: wann ist ein Kürbis reif?

Wann ein Kürbis erntereif ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. So haben die einzelnen Kürbissorten beispielsweise unterschiedliche Wachstumszeiten. Lesen Sie hier, wann Sie einen Kürbis ernten sollten.

Video-Tipp

Auf den Punkt gebracht

  • brauner, verholzter Stiel als untrügliches Zeichen für die Vollreife
  • Haupterntezeit im Herbst bzw. Spätherbst
  • frühere Ernte möglich
  • unreife Kürbisse drinnen nachreifen lassen

Reifen Kürbis erkennen

Als untrügliches Zeichen für einen reifen Kürbis gilt unabhängig von der Sorte sein Stiel. Dieser sollte

  • verholzt
  • äußerst hart
  • schrumpelig
  • nicht mehr flexibel
  • braun

sein.

Kürbisstiel
Schneiden Sie den Stiel auf keinen Fall zu kurz ab! Sonst reduzieren Sie die Haltbarkeit der Kürbisse merklich.

Neben dem Stiel gibt es noch andere Merkmale wie die Farbe oder die Härte der Schale. Diese sind jedoch sortenabhängig. So ist beispielsweise bei grünen Kürbissorten eine Farbveränderung schwer zu erkennen. Des Weiteren hören sich reife Exemplare dumpf und hohl an, wenn Sie mit einem Fingerknöchel gegen den Kürbis klopfen. Dieses Kennzeichen erfordert jedoch etwas Fingerspitzengefühl, da die Größe des Hohlraums je nach Sorte schwankt. Zudem ist bei kleineren Exemplaren das hohle Geräusch oft schwer zu erkennen.

Erntereife bekannter Kürbissorten

Der Erntezeitpunkt ist bei Kürbissen nicht genau zu anzugeben, da er von der Aussaat/Pflanzzeitpunkt und der Witterung abhängig ist. Ein besseres Indiz ist die Reifezeit („Wachstumstage“), die sich auf den Zeitraum zwischen Fruchtansatz und Vollreife bezieht.

Hinweis: Unabhängig von der Reifezeit der Kürbissorte sollte die letzte Ernte vor dem ersten Frost erfolgen, damit die Früchte keinen Schaden nehmen.

Butternut (Butternuss)

Butternut-Kürbisse
  • Reifezeit: 90 Tage
  • Farbe: sattes Hellbeige
  • unreifer Butternut: grüne Streifen, bleich
  • Erntezeit: ab September

Halloween (Laternenkürbis St. Martin)

  • Reifezeit: 90 Tage
  • Farbe: kräftiges Orange
  • Erntezeit: September bis Oktober

Hokkaido

Hokkaido-Kürbis im Garten
  • Reifezeit: 95 bis 120 Tage
  • Schale lässt sich nicht mehr einritzen (Fingernagelprobe)
  • Farbe: leuchtendes Orangerot ohne grüne Stellen
  • Erntezeit: September bis November (Haupternte)

Hinweis: Die Haupterntezeit von Winterkürbissen liegt im Herbst und Spätherbst.

Mikrowellenkürbis (Butter Cream, Lil-Pump-Ke-Mon)

  • Reifezeit: etwa 80 bis 90 Tage
  • Farbe: gelb-orange-weiß
  • unreifer Butter Cream: grün-weiß
  • Erntezeit: Juli bis September

Muskatkürbis (Muscade de Provence)

Muskatkürbis 'Muscade de Provence'
  • Reifezeit: 160 Tage
  • Farbe: hellbraun
  • unreifer Muskatkürbis: dunkelgrün
  • Erntezeit: August bis Oktober

Napoli (Langer von Neapel)

  • Reifezeit: 160 Tage
  • Farbe: dunkelgrün, leicht geflammt
  • Erntezeit: September bis Oktober (Haupternte)

Spaghettikürbis

Spaghettikürbis im Garten
  • Reifezeit: etwa 100 Tage
  • Farbe: sonnengelb oder hellgrün-gelblich (sortenabhängig)
  • Erntezeit: zwischen August und Oktober

Häufig gestellte Fragen

Was mache ich mit einem unreifen Kürbis?

Hat es der Kürbis im Garten wegen Nachtfrösten nicht mehr bis zur Vollreife geschafft, können Sie ihn nach der frühzeitigen Ernte nachreifen lassen. Dazu lagern Sie ihn für zwei bis drei Wochen an einem luftigen und warmen Ort bei ungefähr 20 Grad Celsius. Achten Sie auf einen guten Luftaustausch und wenden Sie den Kürbis alle paar Tage.

Kann ich einen frostgeschädigten Kürbis noch ernten?

Kürbisse, die eine oder mehrere Frostnächte draußen verbracht haben, können noch geerntet werden. Wichtig ist, dass Sie die Früchte innerhalb einer Woche verarbeiten, da sie ihre Haltbarkeit verloren haben. Kürbissuppe, eingelegter Kürbis oder Kürbispüree sind Beispiele, wie Sie den frostgeschädigten Kürbis verwenden und haltbar machen können.

Kann ich geerntete Kürbisse draußen lagern?

Das ist möglich, aber nicht empfehlenswert. Drohen keine Nachtfröste und ist es tagsüber warm, halten sich geerntete Kürbisse draußen ein paar Tage. Werden sie Frost ausgesetzt, beginnen sie binnen weniger Tage zu faulen.

Autor
Mirko ist zwar studierter Anglist, beherrscht aber auch die Sprache der Pflanzen perfekt. Er wuchs quasi im Schrebergarten seiner Großeltern auf und verbringt den Großteil seiner Freizeit in der Natur, wenn er nicht gerade schreibt.

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