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Läuse auf Rosen bekämpfen: Natürliche Mittel

Läuse auf Rosen natürlich bekämpfen

Läuse auf Rosen sind nicht nur ein Schönheitsfehler und unangenehm. Die Schädlinge können auch andere Krankheiten übertragen und den Rosen somit massiv schaden. Daher ist es wichtig, einen Befall zu erkennen und die Läuse zu bekämpfen.

Video-Tipp

Auf den Punkt gebracht

  • Rosen werden von Blattläusen, Wollläusen und anderen befallen
  • In der Regel ist es die große Rosenblattlaus
  • Befall auf Knospen, Blättern und neuen Trieben
  • im Anfangsstadium mit Hausmitteln bekämpfen
  • alle Lausarten richten bei massivem Befall Schäden an Pflanzen an

Verschiedene Lausarten auf den Rosen

Wer einen Garten hat weiß, dass er hier immer mal wieder mit verschiedenen Lausarten auf den Pflanzen zu kämpfen hat. Und so werden auch die dekorativen Rosen im Garten oder auch im Kübel auf Balkon und Terrasse nicht verschont. Bei den hier häufig vorkommenden Läusen handelt es sich um:

  • Blattläuse
  • große Rosenblattlaus
  • Schildläuse
  • Wollläuse
Große Rosenblattlaus auf einer Roseknospe
Große Rosenblattlaus

Tipp: Alle Lausarten können mit Hausmitteln bekämpft werden, wenn der Befall frühzeitig erkannt wird.

1. Schritt – Läuse entfernen

Wurde ein Lausbefall erkannt, dann gibt es einen ersten Schritt die Schädlinge zu entfernen, bevor mit weiteren Hausmitteln hiergegen vorgegangen werden kann:

  • geringen Befall mit einem Tuch abwischen
  • alternativ weiche Handschuhe anziehen
  • über die Blätter und vorsichtig über Blüten abstreifen
  • Pflanzen mit einer starken Dusche abbrausen
  • alle Vorgänge mehrfach wiederholen
Läuse auf Gartenrosen mithilfe eines Gartenschlauchs abbrausen
Gartenrosen mit Gartenschlauch abbrausen

Hinweis: Die Läuse sitzen nicht nur meist auf den Unterseiten der Blätter und an den jungen Trieben. Der Befall ist auch auf den sich bildenden Knospen zu sehen. Diese nur vorsichtig abwischen, damit eine spätere Blüte nicht gefährdet wird.

2. Schritt – Hausmittel nutzen

Seifenlauge

Das wirklich beste Hausmittel gegen Läuse verschiedener Arten auf den Rosen ist selbst hergestellte Seifenlauge. Diese ist unschädlich für die Pflanzen wenn die richtige Seife genutzt wird, wird von den Läusen aber nicht vertragen. Hierzu Seife nutzen die keine Duft- oder Zusatzstoffe enthält wie Schmier-, Kern- oder Kaliseife:

  • 50 Gramm Seife zerkleinern
  • einen Liter warmes Wasser darüber geben
  • Seife auflösen lassen
  • in Sprühflasche geben
  • mehrmals am Tag befallene Pflanzen besprühen
  • mehrere Tage hintereinander durchführen
rote Rose mithilfe einer Sprühflasche besprühen

Sind die Läuse abgestorben, wird die Pflanze mit Wasser abgebraust um die Rückstände zu entfernen.

Tipp: Bei einem Befall von Schildläusen ist es empfehlenswert, noch einen Spritzer Spiritus zur Lösung zu geben.

Brennnessel-Jauche

Gegen Blatt- und andere Läuse auf den Rosen hat sich auch Brennnessel-Jauche zum bekämpfen bewährt. Diese Jauche ist nicht nur zu Bekämpfung diverser Schädlinge gut geeignet sondern kann auch vorbeugend wirken oder als Dünger eingesetzt werden:

  • ein Kilo frische Brennnesseln nutzen
  • in großen Eimer geben
  • mit zehn Litern Wasser übergießen
  • etwa zwei Wochen gären lassen
  • schäumt die Jauche nicht mehr ist sie fertig
  • einen Liter Jauche auf zehn Liter Wasser geben
  • in Spritzflaschen füllen
  • befallene Rosen mehrere Tage hintereinander einsprühen
gepflückte Brennnesseln im Korb

Die Jauche kann auch vorbeugend alle zwei Wochen auf die Rosen gesprüht werden.

Tipp: In einem Garten kann in einer Ecke ein Beet mit Brennnesseln angelegt werden, dann haben Sie immer die Pflanzen zur Herstellung der Jauche zur Verfügung und müssen nicht an Wegesrändern hiernach suchen gehen.

Ackerschachtelhalm-Jauche

Die Ackerschachtelhalm-Jauche wird genauso hergestellt wie die Brennnessel-Jauche. Sie wirkt entsprechend. Bei der Anwendung ist jedoch folgendes zu beachten:

  • zwei Liter Jauche auf zehn Liter Wasser geben
  • erst dann in Sprühflasche geben
  • genau wie Brennnessel-Jauche anwenden

Andere Brühen

Auch andere Pflanzen sind zur Herstellung von Brühen gut geeignet. Hierzu gehören:

  • Bohnenkrautsud
  • Farnbrühen aus Rainfarn, Adlerfarn oder Wurmfarn
  • Rainfarn Blüten verwenden
  • Wurm- und Adlerfarn Blätter verwenden

Tipp: Werden diese Mittel zur Anwendung gebracht hat dies den Vorteil, dass sie nicht so lange ziehen müssen wie die Jauche aus Brennnesseln oder Ackerschachtelhalmkraut. Denn sie sind spätestens nach einem Tag fertig zur Anwendung.

Knoblauch zur Vorbeugung

Blatt- und andere Läuse mögen keinen Knoblauch. Daher muss hieraus nicht unbedingt ein Sud zur Vorbeugung hergestellt werden. Die Knoblauchzehen werden hierzu einfach leicht zerdrückt und um die Rosen in die Erde gesteckt. Wen der Geruch nicht stört, kann so die Läuse von den Rosen gezielt fernhalten.

Knoblauch auf einem Holzbrett

Hinweis: Knoblauch allein reicht zum bekämpfen von Läusen auf Ihren Rosen meist nicht aus. Versuchen Sie eine Vielfalt verschiedener Hausmittel zu kombinieren.

Häufig gestellte Fragen

Gibt es vorbeugende Maßnahmen gegen einen Befall von Blattläusen und Co.?

In erster Linie ist zu sagen, dass geschwächte Rosenpflanzen schneller und häufiger von verschiedenen Schädlingen und somit auch den Blattläusen befallen werden. Daher ist die beste Vorbeugung gegen einen Befall eine gut gepflegte und starke Rosenpflanze. Denn stimmen Düngung, Wassergaben, Standort und Schnitt dann kann sich die Pflanze besser gegen einen Befall wehren.

Warum sollte ich auf chemische Mittel wie Insektizide zur Bekämpfung verzichten?

Gerade ein Garten lebt von seiner Natürlichkeit. Daher ist der Einsatz von chemischen Mitteln, die dieses natürliche Verhältnis stören, nur bedingt zu empfehlen. Durch den Einsatz werden auch Nützlinge wie zum Beispiel Marienkäfer geschädigt. Verzehrbare Pflanzen im Umkreis der Rosen könnten ebenfalls von dem Mittel benetzt werden. Das gesamte ökologische Gleichgewicht kann so durch den Einsatz von chemischen Mittel in Mitleidenschaft gezogen werden und sich nur langsam wieder erholen.

Warum sind die Läuse so gefährlich für die Rosen und auch andere Pflanzen?

Da die Läuse einen Saugrüssel besitzen, saugen sie den Pflanzensaft überwiegend aus den Blättern aber auch den jungen Trieben der Pflanzen. Dies führt zu einer Schwächung. Gleichzeitig können durch dieses Anstechen aber auch andere Krankheiten wie Bakterien, Pilze oder Viren auf die Rosen übertragen werden und diese somit massiv von innen schädigen. Deswegen sollten Sie die Läuse und andere Schädlinge auf Rosen sofort bekämpfen.


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