Lampenputzergras überwintern – Infos für Pennisetum setaceum rubrum

Lampenputzergras richtig überwintern

Das Rote Lampenputzergras ist ein faszinierendes Ziergewächs, welches mit seiner rötlichen Pracht und den langen Ähren Farbe in den Garten bringt. In Staudenbeeten und in mediterranen Gartenbereichen kommt die bis zu 70 cm hohe Pflanze optimal zur Geltung. Pennisetum setaceum ‚Rubrum‘ ist anspruchslos in der Kultivierung, besitzt jedoch eine Schwachstelle: Das Federborstengras ist nicht winterfest. Um die mehrjährige Pflanze unbeschadet durch die kalte Jahreszeit zu bringen, sollten Sie Vorbereitungen treffen.

Voraussetzungen

Optimale Voraussetzungen für den Winter

Die sanft wiegenden Ähren von Pennisetum setaceum rubrum begeistern viele Gärtner. Vielseitig lässt sich das Lampenputzergras in Zierbeeten und als Einfassung von Wegrändern einsetzen. Im Vergleich zu anderen Arten des Federborstengrases weist die Sorte ‚Rubrum‘ nur eine geringe Wuchshöhe auf. Dadurch verschönert die Pflanze auch optimal die Terrasse und den sonnigen Balkon. Ursprünglich ist das Ziergras im Mittelmeer-Raum und in Afrika zu Hause. Dort gedeiht es bevorzugt in steinigen, trockenen Regionen. Warmer Dauerregen und Sturm kann der robusten Sorte wenig anhaben.

Tolerant zeigt sich das Lampenputzergras gegenüber Trockenheit und lang anhaltenden Hitzeperioden. An einem vollsonnigen Standort entfaltet das Ziergewächs seine faszinierenden rötlichen Farbnuancen. Die nasskalten Winter in unseren Breitgraden setzen den Exoten jedoch enorm zu. Nur in einigen Ausnahmefällen ist es möglich, die Pflanzen im Freiland unbeschadet durch die kalte Jahreszeit zu bringen.

Lampenputzergras ein faszinierendes Ziergewächs

Folgende Bedingungen sollte der Pflanzort aufweisen:

  • windgeschützt
  • warm
  • die Nähe von Steinmauern und -wänden hat sich bewährt

Wintermilde Regionen sind optimal für die Überwinterung im Freiland. Welche Region dafür geeignet ist, lässt sich nur schwer anhand einer Karte festlegen. Die pauschale Aussage, dass die Weingebiete in Süddeutschland auch in der kalten Jahreszeit gemäßigtes Wetter und Temperaturen aufweisen, trifft nur bedingt zu. Eine dicke und lang haltende Schneedecke kann die Pflanzen ebenfalls vor Kahlfrost schützen.

Im Freien überwintern

Überwinterung im Freiland

Um Pennisetum setaceum rubrum im Garten winterfest zu machen, sollten Sie im Frühherbst geeignete Vorbereitungen treffen.

Lampenputzergras kann mit Schutz im Freien überwintern

  • die langen Ähren zusammenbinden
  • eine dicke Schicht Rindenmulch ausbringen
  • alternativ auf Reisig zurückgreifen

In Gärtnereien und in Gartencentern erhalten Sie spezielle Folien und Vlies für den Winterschutz von Pflanzen. Das Lampenputzergras benötigt allerdings auch im Winter ausreichend Licht. Aus diesem Grund sollten Sie das Ziergewächs nicht komplett mit dem frostsicheren Material umwickeln. Maximal die untere Hälfte des Ziergrases kann damit zum Schutz vor Kälte und Minustemperaturen eingepackt werden.

Im Gegensatz zu immergrünen Pflanzen müssen Sie das buschig aufrecht wachsende Gewächs im Winter nicht gießen. Nasse Füße können sogar den Tod der exotischen Gräser zur Folge haben. Achten Sie bei der Wahl des Standorts auf ein leicht abschüssiges Gelände und auf eine gute Dränage im Boden. Dies kann man beispielsweise durch Blähton bzw. kleine Kieselsteine im Substrat erreichen. Dadurch fließt das überschüssige Wasser auch im Winter zügig ab und kann den Wurzeln keinen Schaden zufügen.

Lampenputzergras wächst bis zu 70 Zentimeter hoch

Auf die Versorgung mit Nährstoffen können Sie verzichten. Nur wenige Stauden sind in der kalten Jahreszeit in der Lage, Dünger ausreichend zu verarbeiten. In einigen Fällen regt die überschüssige Gabe von Mineralstoffen die Pflanzen zu einem starken Wachstum an. Der Nachteil: Die Gewächse werden dadurch geschwächt, die Triebe sind schwach und wuchern unkontrolliert.

  • den Winterschutz erst im warmen Frühjahr entfernen
  • bringen Sie eine Schicht Kompost aus
  • der Rückschnitt sollte erst nach dem Winter erfolgen

Anstelle von Kompost können Sie ganzjährig Rindenmulch verwenden. Dieses Material verrottet langsam. In der Hauptvegetationszeit wird der Boden auf diese Weise mit Nährstoffen angereichert. Im Winter wärmen die hölzernen Stücke das Substrat und die unterirdischen Pflanzenteile.

Im Kübel überwintern

Im Kübel auf den Frühling warten

Trotz intensiver Vorarbeit und hochwertigen Materialien kann niemand das Wetter in der kalten Jahreszeit vorhersagen bzw. beeinflussen. Regen und lang anhaltende Minustemperaturen können zum Tod der Zierpflanze führen. Pennisetum setaceum rubrum lässt sich jedoch problemlos in ausreichend großen Kübeln kultivieren. Dadurch ist ein Standortwechsel fast mühelos möglich. Der optimale Zeitpunkt für den Umzug ist angebrochen, sobald die Temperaturen im Freiland dauerhaft in den einstelligen Bereich absinken.

Lampenputzergras ist ein exotisches Gras

  • gießen Sie die Pflanze vor dem Umstellen ausreichend
  • gedüngt wird bis Ende August
  • entfernen Sie störendes Unkraut aus dem Blumenkübel

Wenn Sie das Ziergras vor die Umsiedlung ins Winterquartier zurückschneiden, können Sie die Pflanze in einem dunklen Raum überwintern. Direktem Sonnenlicht sollte das rote Lampenputzergras nicht ausgesetzt sein.

Folgende Punkte haben sich bewährt:

  • direktes Sonnenlicht meiden
  • die Umgebungstemperatur sollte zwischen 8° – 12° C liegen
  • frostfreie Keller sind ebenso geeignet wie der Treppenaufgang bzw. die Garage
  • eine hohe Luftfeuchtigkeit ist nicht zwingend notwendig
  • Schädlinge können dem Gewächs im Winter keinen Schaden zufügen

Lampenputzergras erst nach dem Winter schneiden

Auf eine Pflege in der kalten Jahreszeit können Sie verzichten. Bis zum März bzw. April sollte Pennisetum setaceum rubrum im kältesicheren Raum verbleiben. Erst danach ist der ideale Zeitpunkt gekommen, um das Ziergras an seinen gewohnten Standort im Garten umzusetzen. Im ersten Schritt wird das Substrat kräftig angegossen und der Pflanze Flüssigdünger verabreicht.

Pflanzgefäß

Das Pflanzgefäß im winterlichen Garten

Abhängig vom Alter und Umfang des exotischen Grases kann der Blumentopf ein enormes Gewicht aufweisen. Eine Möglichkeit, um die Gewächse winterfest im Haus zu überwintern, ist im Herbst die Verjüngung der Pflanze. Dafür wird der Wurzelballen mit einem scharfen Spaten in gleich große Stücke zerteilt. Eine andere Möglichkeit: Überwintern Sie das Gefäß mit dem roten Lampenputzergras im Garten. Umwickeln Sie den gesamten Kübel großzügig mit Sackleinen und decken Sie das Substrat mit Rindenmulch ab. Ähnlich wie bei der ganzjährigen Kultivierung im Zierbeet ist diese Variante speziell für milde Regionen geeignet.

Lampenputzergras ist nicht winterfest

Pennisetum setaceum rubrum ist ein faszinierendes Gewächs, welches sich mit anderen Ziergräsern und hohen Stauden kombinieren lässt. Bei einer Pflanzung im Kübel ist die Gestaltungsmöglichkeit häufig eingeschränkt. Mit einem Trick können Sie Abhilfe schaffen: Graben Sie große Gefäße, beispielsweise Mörtelwannen aus dem Baumarkt, in den Boden ein. Diese Löcher fallen aus der Ferne nicht auf und Sie können das Lampenputzergras im Herbst ohne größeren Aufwand entnehmen.

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