Lebensdauer von Mücken - Titel

An einem lauen Sommerabend auf der Terrasse sitzen und dem Zirpen der Grillen lauschen, könnte so schön sein – wenn nicht die Gemeine Stechmücke (Culex pipiens) wäre. Glücklicherweise werden die lästigen Mücken nicht besonders alt.

Auf den Punkt gebracht

  • Lebensdauer Mückenweibchen: ca. sechs Wochen
  • Männchen nur bis zu zehn Tage
  • Dauer Entwicklung vom Ei bis zur schlupffähigen Puppe: ca. 20 Tage
  • Eier und Larven überdauern Zeiten mit ungünstigen Bedingungen
  • Überwinterung als Ei

Lebensdauer adulter Mücken

Viele Menschen glauben, dass Mücken den ganzen Sommer über umherschwirren und uns Menschen plagen. Tatsächlich haben die Insekten aber eine sehr geringe Lebensdauer, die sich nicht in Monaten, sondern in Tagen und Wochen bemisst. Adulte, d. h. erwachsene, Weibchen werden je nach Witterung und Lebensbedingungen bis zu sechs Wochen alt, die männlichen Mücken hingegen leben nicht einmal zehn Tage. Die Verfügbarkeit von Nahrung hat übrigens keinen Einfluss auf die Lebensdauer der Stechinsekten, denn diese ernähren sich vornehmlich von Baumsäften. Lediglich die weiblichen Tiere saugen Blut, weil sie die darin enthaltenen Proteine für die Produktion ihrer Eier benötigen.

Hinweis: Wussten Sie, dass es Stechmücken bereits zu Zeiten der Dinosaurier gab? Die Stechinsekten sind evolutionär sehr erfolgreich, da es bis heute weltweit etwa 3000 verschiedene Arten gibt.

Stechmücke
heimische Stechmücken verursachen hohen Juckreiz

Eier und Larven

Allerdings beschränkt sich die Lebenszeit einer Mücke nicht nur auf ihr Dasein als erwachsenes Insekt. Genau genommen muss man auch die Abschnitte, die sie als Ei und Larve verbringt, hinzurechnen:

  • Schlupf der Larve ca. zwei Wochen nach Eiablage
  • Überdauerung der Eier über längere Zeiträume, wenn Lebensbedingungen ungünstig
  • beispielsweise bei Trockenheit
  • häufig Überwinterung als Ei
  • dann Schlupf im Frühjahr
  • Entwicklung von Larve bis zum Schlupf der Puppe: ca. 20 Tage
  • Zeitraum jedoch temperatur- und witterungsabhängig
  • längerer Verbleib im Larvenstadium, wenn Bedingungen ungünstig

Zusammengerechnet entwickelt sich eine Mücke innerhalb von ca. fünf bis sechs Wochen vom Ei bis zum Imago, wie die erwachsenen Tiere auch genannt werden. Ist es jedoch zu trocken oder zu kühl, verbleiben Mückeneier und -larven einfach in ihrem jeweiligen Entwicklungsstadium und warten, bis sich die Bedingungen für ihre Entwicklung verbessert haben.

Häufig gestellte Fragen

Können Mücken überwintern?

In der Regel überwintern die Insekten nur als Ei, um sich dann im Frühjahr rasch zur fertigen Mücke zu entwickeln. Manchmal aber verfallen auch noch junge Mückenweibchen bei kühler werdenden Temperaturen in Winterstarre, wobei sie sich bevorzugt an geschützten Orten wie z. B. in Wohnungen, Garagen, Schuppen etc. zurückziehen. Sie erwachen bei milden Temperaturen und begeben sich dann auf die Suche nach Nahrung. Die Männchen hingegen sterben beim ersten Frost.

Stechen die Stechinsekten nur Menschen?

Da es Stechmücken nachweislich schon im Trias – also vor rund 250 bis 200 Millionen Jahren – gab, fand keine Spezialisierung auf einen bestimmten Wirt statt. Deshalb saugen die Insekten nicht nur beim Menschen, sondern auch bei verschiedenen Wirbeltieren Blut. Neben Säugetieren können dies auch Vögel, Frösche und Kröten, Reptilien und andere Tiere sein.

Wo legen Mücken ihre Eier ab?

Mückenweibchen legen zwischen 300 und 400 Eier vorzugsweise auf schwimmenden Blättern, Wasserpflanzen u. ä. in stehenden Gewässern ab. Das kann neben dem (Garten-)Teich oder Tümpel auch eine Pfütze oder die Regentonne sein. Auch die Larven entwickeln sich im Wasser und verpuppen sich dort. Bei Gefahr tauchen sie einfach unter, schließlich sind sie die Leibspeise vieler anderer Tiere wie z. B. Fische oder Frösche.