Monstera-Arten

Fensterblätter sind beliebte und bekannte Grünpflanzen für größere Räume. Sie stammen ursprünglich aus warmen und feuchten Regionen und mögen es daher auch in der Wohnung warm, mit einer erhöhten Luftfeuchtigkeit. Sie haben die Fähigkeit, die Luft von schädlichen Stoffen zu reinigen und können mit ihren Luftwurzeln sogar Aquarienwasser filtern. Fensterblatt heißt die Pflanze, weil die Blätter entweder fächerförmig geschlitzt sind oder zumindest größere Löcher aufweisen. Die schönsten Arten werden hier zusammengefasst.

Monstera adansonii

Synonyme: Monkey Mask, Monkey Leaf, Affenmaske

Diese hübsche Kletterpflanze besitzt vollständig grüne Blätter ohne helle Zeichnung. Die Blätter sind allerdings nicht geschlitzt, sondern weisen Löcher auf, die in ihrer Gesamtheit wie eine Maske wirken können. Dass erklärt die verschiedenen Synonyme. Diese Zimmerpflanze wird nicht ganz so groß wie das köstliche Fensterblatt und eignet sich daher auch für kleinere Räume.

Monstera adansonii
Photo by David J. Stang, Monstera adansonii 1zz, Zuschnitt von Plantopedia, CC BY-SA 4.0

Standort: wächst am besten im Halbschatten, Schatten wird vertragen

Pflege:

  • regelmäßig gießen, Staunässe wird kurzzeitig ebenso vertragen wie Trockenheit
  • in der Vegetationsperiode einmal pro Monat düngen
  • Luftwurzeln nicht entfernen oder verletzen
  • Standort ganzjährig warm und möglichst hohe Luftfeuchtigkeit
  • Vermehrung über Kopfstecklinge
  • robust gegen Schädlinge und Krankheiten, allerdings Blattflecken bei falscher Pflege
  • jährlich umtopfen oder oberste Erdschicht austauschen

Besonderheiten: Muss die Pflanze mit Schatten vorliebnehmen, bleiben die Blätter trotz guter Pflege und ausreichender Nährstoffversorgung klein und bekommen keine Löcher.

Monstera acuminata

Im Gegensatz zu anderen Fensterblatt-Arten bleibt diese sehr viel kleiner, dafür wächst sie verzweigter und klettert schneller. Sie kann mit einer entsprechenden Rankhilfe schnell beachtliche Höhen erreichen. Die Blätter werden nicht länger als 15 cm und verlaufen zum Ende hin spitz zu. Sie sind meist nicht geschlitzt, bekommen mit der Zeit aber Löcher.

Monstera acuminata

Standort: Halbschatten mag die Pflanze am liebsten, volle Mittagssonne sollte dagegen vermieden werden

Pflege:

  • regelmäßig gießen, dabei Staunässe vermeiden, aber auch nicht zu trocken werden lassen
  • nicht zu viel düngen, Grünpflanzendünger verwenden
  • ganzjährig bei Zimmertemperatur pflegen
  • Vermehrung über Kopfstecklinge
  • kaum Schädlinge oder Krankheiten, Lufttrockenheit wird schlecht vertragen, Blattflecken bei Pflegefehlern
  • regelmäßig zurückschneiden, Pflanze verzweigt sich dann besser
  • Umtopfen nur wenn Topf zu klein oder Erde ausgelaugt ist

Monstera deliciosa

Synonym: köstliches Fensterblatt

Dieses Fensterblatt ist die wohl bekannteste Art der Monstera, welche auch als Zimmerpflanze weit verbreitet ist. Ihre Blätter werden sehr groß und eine ältere Pflanze hat eine sehr imposante und hübsche Erscheinung. Wer dieses Fensterblatt lange pflegen will, sollte jedoch schon von Beginn an viel Platz einplanen. In der Jugend sind die Blätter meist noch nicht geschlitzt, dies geschieht erst, wenn sie älter und größer werden.

Ähnlich verhält es sich mit der Blüte. Ältere Pflanzen in gutem Pflegezustand können eine Blüte entwickeln, die einem großen Aronstab ähnlich sieht. Nach der Blüte bildet sich ein Fruchtstand mit essbaren Früchten. In ihrer Heimat wird die Monstera auch deshalb angebaut.

Monstera deliciosa

Standort: Halbschatten ist am besten geeignet, eine ungenutzte, helle Zimmerecke eignet sich gut

Größe:

  • Pflanze je nach Zimmerhöhe bis zu 7 m
  • Blätter bis zu 50 cm

Pflege:

  • Erde stets feucht aber nicht nass halten
  • Luftfeuchtigkeit erhöhen
  • Blätter ab und an abwischen oder einsprühen, damit die Pflanze nicht verstaubt
  • alle zwei Wochen mit Grünpflanzendünger düngen
  • Luftwurzeln nicht entfernen oder zurückschneiden
  • können in Aquarium oder Eimer mit Wasser geleitet werden, um die Pflanze im Urlaub mit Feuchtigkeit zu versorgen
  • eher warm stellen, nicht unter Zimmertemperatur
  • Vermehrung über Stecklinge oder Samen möglich
  • bei zu trockenem Stand anfällig für Spinnmilben oder Läuse, ansonsten robust
  • junge Pflanzen jährlich Umtopfen, in späteren Jahren sehr schwierig, dann nur oberste Erdschicht austauschen
  • Triebe festbinden und an Rankhilfe aufleiten

Besonderheit: Diese Monstera kann im Sommer auch im Freien gepflegt werden.

Sorten:

‚Borsigiana‘

  • am weitesten verbreitet
  • Blätter eher schmal und kleiner bleibend
  • weniger durchbrochen
  • Pflanze wächst insgesamt langsamer, für kleinere Räume geeignet

‚Salt&Pepper‘

  • panaschierte Blätter wie ‚Variegata‘
  • Flecken kleiner bleibend, deshalb der Name Salz und Pfeffer

‚Marmorata‘

  • Synonym: ‚Aurea‘
  • ebenfalls panaschierte Blätter
  • hübsche gelbe, statt weiße Flecken

‚Variegata‘

Monstera deliciosa variegata
Mokkie, Fruit Salad Plant (Monstera deliciosa ‚Albo-Variegata‘), Zuschnitt von Plantopedia, CC BY-SA 3.0
  • Blätter panaschiert, d. h. sie sind grün mit weißen Flecken
  • wächst langsamer als andere Sorten
  • ist etwas empfindlicher
  • wärmebedürftiger
  • benötigt mehr Licht, damit Blätter nicht die helle Färbung verlieren

Monstera obliqua

Synonym: Monstera expilata, schiefes Fensterblatt

Diese grüne Kletterpflanze bleibt etwas kleiner als das köstliche Fensterblatt. Sie bildet aber ebenso wie diese unter guten Bedingungen eine Blüte aus, die einer Calla ähneln. Bei im Zimmer gepflegten Pflanzen geschieht dies jedoch sehr selten. Die nach der Blüte eventuell entstehenden Früchte sind essbar und erinnern mit ihrem Geschmack an Ananas. Die großen, vollständig grünen Blätter sind meist gelöchert, selten geschlitzt.

Monstera obliqua
Mokkie, Window-Leaf Monstera (Monstera obliqua) 2, Zuschnitt von Plantopedia, CC BY-SA 3.0

Standort: wächst am besten im Halbschatten, verträgt zwar Schatten aber keine pralle Mittagssonne

Pflege:

  • feucht aber nicht nass halten, sonst droht Wurzelfäule
  • Blattpflanzendünger in der Wachstumsperiode regelmäßig geben
  • Standort nicht unter Zimmertemperatur, Kälte wird schlecht vertragen
  • Vermehrung über Kopfstecklinge oder Teilstücke der Pflanze
  • kaum anfällig für Schädlinge oder Krankheiten, Blattflecken deuten auf Wurzelfäule hin
  • Umtopfen nach Bedarf, wenn Topf zu klein wird

Hinweis: Diese Zimmerpflanze mag keine Bodenkälte, deshalb den Topf eventuell gegen aufsteigende Kälte isolieren. Geeignet dafür sind Holz- oder Styroporunterlagen.