Gehe zur Startseite » Zimmerpflanzen » Grünpflanzen » Monstera gießen: so oft und viel Wasser pro Woche
Monstera gießen: so oft und viel Wasser pro Woche

Monstera gießen: so oft und viel Wasser pro Woche

Die Monstera ist eine echte Trendpflanze. Das Besondere an ihr sind die imposanten, durchlöcherten und je nach Sorte panaschierten Blätter. Um diese auszubilden, muss insbesondere die Wasserversorgung bedarfsgerecht erfolgen. Wie Sie Ihre Monstera richtig gießen, erfahren Sie hier.

Video-Tipp

Auf den Punkt gebracht

  • Gießen ist eine der wichtigsten Pflegemaßnahmen
  • insbesondere Zeitpunkt, Menge und Art der Bewässerung
  • schwere Schäden durch falsches Gießverhalten
  • „Water Plant“ ersetzt regelmäßiges Gießen

Zeitpunkt und Häufigkeit

Um diese Pflanze bedarfsgerecht mit Wasser zu versorgen, sollte man ihre Herkunft nicht außer Acht lassen, denn an ihren natürlichen Standorten gedeiht sie in einem feucht-warmen Klima. Wann und wie oft die auch Fensterblatt genannte Pflanzen gegossen werden muss, hängt von mehreren Faktoren ab. 

Monstera deliciosa
  • Zeitpunkt von Bodenfeuchte abhängig
  • Häufigkeit von der Größe der Pflanze
  • dem Standort bzw. dem Lichtangebot
  • der Jahreszeit und Umgebungstemperatur
  • im Sommer öfter als im Winter gießen
  • generell nicht zu viel gießen, dazu Fingerprobe machen
  • Frühjahr und Sommer etwa ein- bis zweimal die Woche
  • im Winter einmal alle zwei Wochen ausreichend

Richtige Gießmenge

Der Wasserbedarf der Monstera ist nicht sehr hoch, wobei sie Trockenheit wesentlich besser verträgt als zu viel Nässe. Dennoch sollte das Substrat nie komplett austrocknen oder längere Zeit trocken sein, denn das bedeutet Stress für die Pflanze.

Monstera adansonii im Topf mit nasser Erde

Frühjahr/Sommer

  • Boden leicht feucht halten
  • bei zu viel Nässe Gefahr von Wurzelfäule
  • Durchlüftung des Bodens wird gestört
  • geht häufig mit Schimmelbildung einher

Herbst/Winter

  • richtige Wassermenge vor allem im Winter entscheidend
  • Monstera wächst langsamer, Wasserbedarf geringer
  • viel weniger Licht und kühlere Temperaturen
  • im Winter grundsätzlich deutlich weniger gießen

Womit bevorzugt gießen?

Das Fensterblatt gehört den wenigen kalktoleranten Zimmerpflanzen. Dennoch sollte das Gießwasser nicht zu kalkhaltig sein. Um den Kalkgehalt etwas zu reduzieren, lässt man Leitungswasser am besten mehrere Tage lang stehen, damit sich der Kalk absetzen kann. Im Idealfall verwendet man Weiches, sprich Regenwasser. Auch destilliertes Wasser soll sich zum Gießen einer Monstera eignen. Unabhängig von der Art des Gießwassers sollte es auf keinen Fall zu kalt, sondern zimmerwarm bzw. der Substrattemperatur angepasst sein.

Anleitung zum Gießen

Monstera adansonii gießen

Um festzustellen, ob die Monstera wieder gegossen werden muss, sollte man zunächst die Bodenfeuchte testen. Das kann man mithilfe der Fingerprobe oder einem kleinen Holzstäbchen tun, dass man in die Erde steckt.

  • Substrat ist noch feucht, wenn dunkle Erde haften bleibt
  • haftet keine oder kaum Erde an, wieder gießen
  • Substrat bis in eine Tiefe von 2-3 cm antrocknen lassen
  • durchdringend wässern bis sich Wasser im Untersetzer sammelt
  • nach etwa zehn Minuten überschüssiges Wasser entfernen
  • im Winter Substrat nahezu austrocknen lassen
  • dann nur mäßig gießen
Monstera mit handwarmem Wasser besprühen

Tipp: Zusätzlich zur Bodenfeuchtigkeit benötigt das Fensterblatt eine hohe Luftfeuchtigkeit. Die kann man gewährleisten, indem man die Blätter regelmäßig etwa alle 2-3 Tage mit handwarmem Wasser besprüht.

Bewässerung als Wasserpflanze

An ihren natürlichen Standorten kommt die Monstera ganz ohne Erde aus, also warum sollte man sie nicht auch als Zimmerpflanze in Wasser kultivieren. Neben der herkömmlichen Hydrokultur liegen sogenannte „Water Plants“ voll im Trend. Dabei steht die Monstera in entsprechend großen und stabilen Glasgefäßen ausschließlich in Wasser, regelmäßiges Gießen entfällt. Auch die optische Wirkung ist nicht zu unterschätzen. Aber wie geht man dabei vor?

  • Glasgefäß muss Wurzeln ausreichend Platz bieten
  • mit weichem oder Mineralwasser befüllen
  • Leitungswasser nur, wenn kalkarm
  • Monstera vorsichtig einsetzen
  • Wasser nach etwa 7-10 Tagen wechseln
  • spätestens wenn es beginnt, trüb zu werden
Monstera adansonii als Hydrokultur im Glas
Monstera adansonii als Hydrokultur im Glas

Tipp: In der Regel ist es problemlos möglich, eine zuvor in Erde gehaltene Monstera auf reine Wasserhaltung umzustellen. Schimmelbildung auf dem Substrat und lästige Trauermücken sind Geschichte.

Häufig gestellte Fragen

Wie äußern sich ein Mangel oder Überschuss an Wasser?

Braune, aufgerollte oder hängende Blätter können beispielsweise ein Indiz dafür sein, dass die Pflanze zu trocken steht. Im Gegensatz dazu können braune Blattränder und/oder sich gelb färbende Blätter auf zu viel Nässe hindeuten. Allerdings können gelbe Blätter auch ein Hinweis auf Nährstoffmangel sein.

Wie bewässert man bei längerer Abwesenheit?

Bei längerer Abwesenheit beispielsweise wegen Urlaub, Krankenhausaufenthalt oder Ähnlichem, kann man die Monstera mit Wasser versorgen, indem man neben das Pflanzgefäß einen Behälter mit Wasser stellt und die Luftwurzeln hineinhängt. So kann sich die Pflanze für eine gewisse Zeit allein mit Wasser versorgen. Wer über ein Aquarium verfügt, kann auch dort die Luftwurzeln hinein hängen. So wird die Monstera nicht nur mit Wasser, sondern auch mit Nährstoffen versorgt. 

Kann man Luftwurzeln abschneiden?

Je älter diese Pflanze wird, desto mehr und längere Luftwurzeln bildet sie. Gesunde Luftwurzeln sollte man grundsätzlich nicht abschneiden, das könnte der Pflanze schaden. Anders sieht es bei abgestorbenen oder vertrockneten Luftwurzeln aus, in denen offensichtlich kein Leben mehr steckt, die kann man problemlos abschneiden. Man kann Luftwurzeln aber auch ins Substrat stecken bzw. hineinleiten.


Scroll Up