Moos an Bäumen entfernen

Bei Moos an Bäumen stellen sich viele Hobbygärtner die Frage, ob der grüne Teppich dem Baum schadet. Doch sind die grünen Pflanzen wirklich schädlich und müssen entfernt werden?

Auf den Punkt gebracht

  • Entfernen von Moos nicht zwingend erforderlich
  • Moose beeinträchtigen nicht Nährstoffversorgung der Bäume
  • Moospflanzen rufen keine Schäden an Bäumen hervor
  • Entfernung meist aus optischen Gründen
  • mit Drahtbürste und wenig Druck lassen sich Moospflanzen beseitigen

Moospflanzen versorgen sich selbst

Viele Gartenbesitzer bekommen Angst um ihre Bäume, da sie eine mangelnde Versorgung mit Nährstoffen fürchten. Dabei greifen die Moospflanzen gar nicht auf die Nährstoffe der Bäume zurück. Mit kleinen Rhizoiden klammert sich das Moos an die Rinde der Bäume. Allerdings haben diese Zellfäden keine Leitungsfunktion. Dies bedeutet, dass die Moospflanzen nicht auf das Wasser und die Nährstoffe des Baumes zugreifen können. Im Gegenteil betreibt Moos Photosynthese, um sich selbst zu verpflegen, ohne andere Pflanzen in der Umgebung zu schaden.

Hinweis: Das Moos kümmert sich selbst um die Nährstoffe und das Wasser. Folglich ist Moos an Bäumen für Bäume nicht schädlich.

Vorteile von Moos

Wer Moos von den Bäumen entfernen möchte, sollte sich Gedanken über die Vorteile machen. Denn nicht von ungefähr gibt es Moos schon seit über 300 Millionen Jahren. Die folgenden Vorteile bietet Ihnen Moos, wenn Sie dieses nicht entfernen und am Baum belassen:

  • Nahrungsquelle für zahlreiche Insekten
  • geeignet für den Nestbau von Vögeln
  • guter Lebensraum für kleine Insekten
  • ggf. Funktion als Zeigerpflanze
Hirschkäfer im Moos
Hirschkäfer (Lucanus cervus) an Moos an Baum

Hinweis: Moospflanzen können als Zeiger fungieren. Dieser weist auf saure Verhältnisse, eine modrige Umgebung oder zu viel Feuchtigkeit hin.

Moos entfernen

Trotz aller Vorzüge kommt es immer wieder vor, dass Gartenbesitzer Moos von den Bäumen entfernen wollen. Meist ist dies auf optische Gründe zurückzuführen. Dann sollten Sie eine harte Drahtbürste nutzen. Führen Sie diese leicht über das Moos, sodass dieses abfällt.

Hinweis: Gehen Sie mit der Drahtbürste unbedingt drucklos vor. Andernfalls beschädigen Sie die wertvolle Rinde der Bäume.

Moos oder Flechte?

Wenn der Baumstamm von grünem Belag überzogen ist, tippen viele Gärtner auf Moos. Doch nicht zwangsläufig ist Moos der Schuldige. Die sogenannten Flechten können grün, gelb oder sogar orange sein. Dabei handelt es sich nicht um Pflanzen. Vielmehr sind Flechten eine Lebensgemeinschaft aus Pilzen und Algen. Auch ihnen können Sie mit einer weichen Bürste auf den Leib rücken.

Flechten an Baum
Baumflechten sind gut an ihren unterschiedlichen Farbtönen zu erkennen.

Hinweis: Flechten und Moospflanzen sind nicht das Gleiche. Dennoch haben beide die Gemeinsamkeit, dass sie Bäumen keinen Schaden zufügen.

Häufig gestellte Fragen

Kann Moos als Wegweiser fungieren?

Regelmäßig wächst Moos an einem Baum auf der Nord- oder Nordwestseite. Allerdings kann dies bei einem anderen Mikroklima variieren. Insbesondere in dichten Wäldern wachsen die Moospflanzen in alle erdenklichen Richtungen.

Was sind die Ursachen für Moos am Baum?

Das Moos am Baum kann auf unterschiedliche Ursachen zurückzuführen sein. Niederschlagsreiche Jahre und eine feuchte Umgebung begünstigen das Wachstum der Moospflanzen. Zugleich sind dicht gewachsene Bäume besonders anfällig. Teilweise können die Moose darauf hindeuten, dass es dem Baum nicht gut geht. Allerdings sind Moospflanzen selbst nicht schädlich und somit nie die Schadensursache.

Sind Moospflanzen giftig für Menschen?

Über Vergiftungen von Menschen durch Moose oder Flechten ist nichts bekannt. Allerdings kann Baummoos Allergien bei Menschen auslösen. Insbesondere empfindliche Menschen sind gefährdet. Einige Flechtenarten sind allerdings für Wildtiere giftig.