Obstbäume für jeden Garten

Frisch gepflücktes Obst schmeckt aus dem eigenen Garten besonders gut. Damit Sie für sich und Ihre Familie den passenden Baum finden, stellen wir Ihnen die besten 18 Arten für den Garten plus die beliebtesten Sorten vor.

Auf den Punkt gebracht

  • Äpfel sind das am meisten angebaute Obst in deutschen Gärten
  • zahlreiche Sorten in verschiedenen Wuchshöhen
  • fast alle Obstbäume in unterschiedlichen Wuchsformen erhältlich
  • für kleine Gärten eignen sich Zwergformen sowie auf schwache Unterlagen veredelte Varietäten gut
  • besonders viel Platz benötigen Süßkirschen und Walnussbäume, die jeweils bis zu 20 Meter hoch werden können

18 Obstbäume für jeden Garten

Apfel- und Birnbäume kennt wohl jedes Kind. Aber haben Sie schon einmal so köstliche Obst-Arten wie Mirabellen, Mispeln oder Nashi-Birnen probiert? Diese und andere für kleine wie große Gärten geeignete Obstbäume stellen wir Ihnen an dieser Stelle vor.

Kernobst

Die verschiedenen Obstbäume werden botanisch in Kern- und Steinobst unterschieden. Als Kernobst bezeichnet man Obst, das in seinem Inneren ein – meist fünfkammeriges – Kerngehäuse besitzt. Dieses enthält die Samen, die Sie wiederum zur Vermehrung des Gehölzes verwenden können.

Tipp: Viele Obstbäume können sehr hoch werden und entwickeln breite Kronen. Wer einen kleinen Garten hat oder Obst vom eigenen Balkon ernten möchte, greift daher besser zu niedrig bleibenden Sorten: Zwergobst, Säulenobst und niedrige Stammhöhen (z. B. Buschbaum, Spindel) eignen sich auch für begrenzte Pflanzflächen.

Apfel (Malus domestica)

Apfelbaum im Garten
  • Standort und Boden: sonniger Standort, lehmiger und nährstoffreicher Boden
  • Wuchs und Größe: in verschiedenen Größen erhältlich, vom kleinen Säulenbaum bis zum hochwüchsigen Hochstamm
  • Besonderheiten: beliebtestes Obst, riesige Sortenauswahl, insbesondere spät reifende Äpfel sind oft gut lagerfähig
  • Befruchtung: jeder Apfelbaum braucht eine passende Befruchtersorte, die zur gleichen Zeit blüht
  • Fruchtreife und Erntezeit: je nach Sorte zwischen August und Oktober
  • Verwendung: Frischverzehr, Lageräpfel oder zum Einkochen / Einmachen
  • Beliebte Sorten: ‚Elstar‘ (säuerlich), ‚Gravensteiner‘ (süßer, sehr aromatischer Sommerapfel), ‚Geflammter Kardinal‘ (säuerlich, sehr alte und bewährte Sorte), ‚Danziger Kantapfel‘ (auch ‚Berner Rosenapfel‘, saftig, reich fruchtend), ‚Golden Delicious‘ (Winterapfel, sehr gut lagerfähig, süß und saftig), ‚Weißer Klarapfel‘ (reift schon ab Ende Juli, säuerlich und saftig)

Birne (Pyrus communis)

Birnensorte Bunte Julibirne
  • Standort und Boden: vollsonnig und warm, humusreicher und lehmiger Boden
  • Wuchs und Größe: Birnbäume sind von Natur aus starkwüchsig und können sehr hoch werden, es gibt jedoch auch auf kleine Stammformen veredelte Varietäten für den kleinen Garten
  • Besonderheiten: Birnbäume eignen sich sehr gut für die Erziehung zum Spalier
  • Befruchtung: Befruchtersorte notwendig
  • Fruchtreife und Erntezeit: je nach Sorte zwischen August und Oktober
  • Verwendung: Birnen sind maximal vier Wochen lagerfähig, deshalb entweder Frischverzehr oder zum Einkochen / Einmachen
  • Beliebte Zuchtsorten: ‚Kaiser Alexander‘ (Winterbirne, saftig und süß), ‚Rote Williams Christ‘ (Sommerbirne, süßlich-aromatisch), ‚Albertine‘ (Herbstbirne, sehr saftig und süß)

Quitte (Cydonia oblonga)

Quitte, Cydonia oblonga
Quitte, Cydonia oblonga
  • Standort und Boden: vollsonnig und warm, Boden durchlässig und humusreich, frisch bis feucht
  • Wuchs und Größe: je nach Sorte und Stammhöhe kleiner bis mittelgroßer Baum, kann recht ausladend wachsen
  • Besonderheiten: gehört zu den selten kultivierten Obst-Arten, Obstbäume liefern sehr vitaminreiche und aromatisch duftende Früchte
  • Befruchtung: fast alle Sorten selbstfruchtbar, Befruchterbaum bringt jedoch höheren Ertrag
  • Fruchtreife und Ernte: Obst reift sehr spät zwischen Oktober und November
  • Verwendung: rohe Früchte ungenießbar, sehr gut geeignet zum Einkochen und Einmachen (Quittengelee, Quittenlikör etc.)
  • Beliebte Zuchtsorten: Apfelquitte, Birnenquitte

Steinobst

Im Gegensatz zum Kernobst haben Steinobst-Arten nicht mehrere, sondern nur einen einzigen, größeren Samenkern.

Tipp: Für den, der sich nicht zwischen verschiedenen Bäumen entscheiden kann, sind Duo-Bäume mit zwei bis drei verschiedenen Sorten an einem Baum eine gute Lösung.

Aprikose/Marille (Prunus armeniaca)

Aprikose/Marille (Prunus armeniaca)
Quelle: apple2000, Apricot tree05, Bearbeitet von Plantopedia, CC BY-SA 3.0
  • Standort und Boden: vollsonnig und warm, Boden locker, gut durchlässig und humusreich
  • Wuchs und Größe: kleiner Baum mit etwa fünf bis sechs Metern Höhe, rundliche Krone
  • Besonderheiten: gut für kleine Gärten mit viel Sonne und einem geschützten Standort geeignet
  • Befruchtung: selbstfruchtbar, zweiter Befruchterbaum erhöht jedoch den Ertrag
  • Fruchtreife und Erntezeit: August
  • Verwendung: Frischverzehr oder zum Einkochen / Einmachen, saftige und süße Früchte
  • Beliebte Zuchtsorten: ‚Bergeron‘ (große Früchte), ‚Armi-Col‘ (Säulenaprikose), ‚Orangered‘ (süß und aromatisch)

Mirabelle/Gelbe Zwetschge (Prunus domestica subsp. syriaca)

Mirabelle
  • Standort und Boden: sonnig bis halbschattig, Boden nährstoffreich, locker und feucht
  • Wuchs und Größe: starkwüchsiger Baum
  • Besonderheiten: eng verwandt mit Pflaumen und Zwetschgen, jedoch runde, gelbe Früchte
  • Befruchtung: in der Regel selbstfruchtbar, jedoch erhöht ein zweiter Befruchterbaum den Ertrag deutlich
  • Fruchtreife und Ernte: Anfang bis Mitte September
  • Verwendung: Frischverzehr und Verarbeitung (z. B. Kompott, Marmelade, Likör)
  • Beliebte Zuchtsorten: ‚Mirabelle von Nancy‘ (sehr alte Sorte mit hohem Ertrag), ‚Ruby‘ (rote Säulenmirabelle)

Pflaume und Zwetschge (Prunus domestica)

Pflaume und Zwetschge (Prunus domestica), Obstbäume
  • Standort und Boden: sonnig und warm, Boden nährstoffreich, humos und feucht
  • Wuchs und Größe: abhängig von Sorte und Veredelungsunterlage, Wuchshöhen zwischen vier und acht Metern
  • Befruchtung: Pflaumen sind zumeist Selbstbefruchter, Ertrag ist aber mit zweiter Befruchtersorte besser
  • Fruchtreife und Erntezeit: je nach Sorte zwischen Juli und Oktober
  • Verwendung: Pflaumen und Zwetschgen sind nicht lagerfähig, Frischverzehr oder zum Einkochen / Einmachen (z. B. für Pflaumenmus)
  • Beliebte Zuchtsorten: ‚Katinka‘ (früh reifend, sehr aromatisch), ‚Cacaks Schöne‘ (mittelfrüh, säuerlich im Geschmack, sehr ertragreich), ‚Hanita‘ (süß, sehr robust, reift ab Ende August)

Pfirsich und Nektarine (Prunus persica)

Pfirsichbaum, Prunus persica, Obstbäume
  • Standort und Boden: sonnig und warm, Boden humusreich und gut durchlässig
  • Wuchs und Größe: kleiner Baum mit lockerer Krone, etwa bis zu fünf Metern Wuchshöhe
  • Besonderheiten: gedeiht am besten im Weinbauklima, Nektarinen sind eine unbehaarte Variante des Pfirsichs
  • Befruchtung: in der Regel selbstfruchtbar
  • Fruchtreife und Ernte: je nach Sorte August bis September
  • Verwendung: Frischverzehr und Verarbeitung (z. B. Kompott, Marmelade etc.)
  • Beliebte Zuchtsorten: ‚Kernechter vom Vorgebirge‘ (leicht säuerlich, aromatisch), ‚Revita‘ (süß), ‚Tellerpfirsich‘ (plattgedrückte Früchte, kleinwüchsige Bäume)

Sauerkirsche/Weichselkirsche (Prunus cerasus)

Prunus cerasus, Sauerkirsche, Obstbäume
Prunus cerasus, Sauerkirsche
  • Standort und Boden: sonnig bis halbschattig, Boden locker und nährstoffreich
  • Wuchs und Größe: bleiben deutlich kleiner als Süßkirschen, durchschnittliche Wuchshöhe zwischen vier und sechs Metern
  • Besonderheiten: sind robuster und weniger anspruchsvoll als Süßkirschen
  • Befruchtung: die meisten Sorten sind selbstfruchtbar
  • Fruchtreife und Ernte: je nach Sorte zwischen Ende Mai und Anfang August, Erntezeitraum wird in Kirschwochen angegeben
  • Verwendung: Frischverzehr oder zum Einkochen / Einmachen, nicht lagerfähig
  • Beliebte Zuchtsorten: ‚Karneol‘ (süß-säuerlich, große Früchte), ‚Jade‘ (mild-säuerlich, ertragreich)

Süßkirsche (Prunus avium)

Prunus avium, Vogel-Kirsche, Süßkirsche
Prunus avium, Vogel-Kirsche, Süßkirsche
  • Standort und Boden: vollsonnig und warm, Boden nährstoffreich, locker und leicht sandig
  • Wuchs und Größe: können bis zu 20 Meter hoch und sehr ausladend werden, in kleinen Gärten auf Sauerkirschen oder Säulenkirschen ausweichen
  • Besonderheiten: sind hinsichtlich Klima und Standort sehr empfindlich, brauchen viel Platz
  • Befruchtung: benötigen Befruchtersorte
  • Fruchtreife und Erntezeit: je nach Sorte zwischen Ende Mai und Ende Juli / Anfang August, Reifezeitpunkt wird in Kirschwochen angegeben (zwischen 1 und 8 – sehr früh bis spät)
  • Verwendung: Frischverzehr oder zum Einkochen / Einmachen, nicht lagerfähig
  • Beliebte Zuchtsorten: ‚Burlat‘ (dunkelrote, süße Frühsorte), ‚Regina‘ (spät reifend, süße und sehr große Früchte), ‚Buttners Rote Knorpelkirsche‘ (spät, gelb-rote Früchte, sehr alte Sorte), ‚Hedelfinger Riesenkirsche‘ (dunkelrote, sehr große Früchte, aromatisch)

Schalenobst/Nüsse

An dieser Stelle wird so mancher Leser verwundert die Augen reiben, doch tatsächlich zählen Schalenfrüchte und Nüsse botanisch gesehen ebenfalls zu den Obstbäumen.

Esskastanie/Maronen (Castanea sativa)

Esskastanie/Maronen (Castanea sativa), Obstbäume
Quelle: Dinkum, Chataignier – Loire et Cher 2, Bearbeitet von Plantopedia, CC0 1.0
  • Standort und Boden: sonnig bis halbschattig, Boden nährstoffreich mit saurem pH-Wert, kalkunverträglich
  • Wuchs und Größe: Esskastanienbäume werden bis zu 25 Meter hoch, nur für große Gärten mit ausreichend Platz
  • Befruchtung: stets 2 bis 3 Bäume zusammen pflanzen, da männliche und weibliche Blüten eines Baumes zeitversetzt blühen
  • Fruchtreife und Erntezeit: September bis November
  • Verwendung: beliebt als geröstete Nüsse, für Suppen und Füllungen
  • Beliebte Zuchtsorten: ‚Marlhac‘ (sehr robuste Neuzüchtung), ‚Marsol‘ (kräftig, robust), ‚Marigoule‘, ‚Bouche de Bétizac‘, ‚Tisenser‘ (österreichische Züchtung)

Haselnuss (Corylus avellana)

Haselnuss schneiden
  • Standort und Boden: sonnig bis halbschattig, Boden locker und nährstoffreich
  • Wuchs und Größe: als Strauch oder kleiner Baum, bis zu sieben Meter hoch und ebenso breit
  • Besonderheiten: einheimisches, sehr robustes Obst, sehr gut für Heckenpflanzung
  • Befruchtung: benötigt zweite Befruchtersorte
  • Fruchtreife und Ernte: September bis Oktober
  • Verwendung: Haselnüsse sind sehr gut lagerfähig
  • Beliebte Zuchtsorten: ‚Englische Riesen‘, ‚Hallesche Riesennuss‘ (starkwüchsig, sehr ertragreich), ‚Wunder aus Bollweiler‘ (aromatisch)

Mandel (Prunus dulcis)

Mandel (Prunus dulcis), Obstbäume
Quelle: Michelangelo-36, Almendras en el arbol, Bearbeitet von Plantopedia, CC0 1.0
  • Standort und Boden: sonnig bis halbschattig und warm, Boden nährstoffreich, humos und eher trocken
  • Wuchs und Größe: kleiner, reich verzweigter Baum, durchschnittliche Wuchshöhe bis sechs Meter
  • Besonderheiten: sehr gut für kleine, sonnige Gärten geeignet
  • Befruchtung: in der Regel selbstfruchtbar, ein anderer Mandel- oder auch Pfirsichbaum als Befruchter erhöht jedoch den Ertrag
  • Fruchtreife und Ernte: Ende September bis Anfang Oktober
  • Beliebte Zuchtsorten: ‚Pfälzer Fruchtmandel‘ (weiches, süßes Fruchtfleisch), ‚Dürkheimer Krachmandel‘ (große Früchte)

Walnuss (Juglans regia)

Walnussbaum mit grünen Früchten
  • Standort und Boden: sonnig bis halbschattig und warm, Boden tiefgründig, feucht und leicht sandig
  • Wuchs und Größe: Walnussbäume können bis zu 20 Meter hoch und ebenso breit werden
  • Besonderheiten: nur als Solitär in großen Gärten, braucht viel Platz
  • Befruchtung: Sämlinge benötigen einen zweiten Befruchterbaum in der Nähe, Zuchtsorten häufig selbstfruchtend
  • Fruchtreife und Ernte: zwischen Ende September und Ende Oktober
  • Verwendung: Walnüsse sind sehr gut lagerfähig
  • Beliebte Zuchtsorten: ‚Seifersdorfer Runde‘ (bleibt recht niedrig, wird ca. 10 Meter hoch), ‚Jupiter‘ (selbstfruchtend), ‚Nr. 139‘ (selbstfruchtend)

Leckeres Wildobst

Wenn Sie einmal etwas Neues probieren möchten, seien Ihnen diese einheimischen Obstbäume ans Herz gelegt: Schon unsere Großmütter kochten aus Eberesche, Kornelkirsche und Co. leckere, vitaminreiche Aufstriche oder bereiteten köstliche Liköre. Die Natur bietet schließlich einen reich gedeckten Tisch, zudem freuen sich Insekten und Vögel über die Pflanzung eines solchen Baumes – dieser ernährt die Tiere ebenso wie uns Menschen.

Eberesche/Vogelbeere (Sorbus aucuparia)

Vogelbeere, Sorbus aucuparia
Vogelbeere, Sorbus aucuparia
  • Standort und Boden: sonnig bis halbschattig, Boden frisch bis nass
  • Wuchs und Größe: schlanke, oft mehrstämmige Obstbäume mit Wuchshöhen zwischen acht und zwölf Metern
  • Besonderheiten: wertvolles Vogelnährgehölz, sehr schnellwüchsig
  • Befruchtung: selbstbefruchtend
  • Fruchtreife und Ernte: ab August
  • Verwendung: Obst ist roh ungenießbar, kann jedoch zu Marmeladen oder Kompott verkocht werden
  • Beliebte Zuchtsorten: ‚Edulis‘ (eigens für den menschlichen Verzehr gezüchtet)

Kornelkirsche (Cornus mas)

Kornelkirsche, Cornus mas, kleine Bäume
Kornelkirsche, Cornus mas
  • Standort und Boden: sonnig bis schattig, bezüglich Boden anspruchslos, kalkliebend
  • Wuchs und Größe: großer Strauch oder kleiner, oft mehrstämmiger Baum, bis ca. fünf Meter hoch werdend
  • Besonderheiten: heimisches Gehölz, wertvolle Insektenweide und Vogelnährgehölz
  • Befruchtung: selbstfruchtend
  • Fruchtreife und Ernte: ab August
  • Verwendung: als Gelee, Marmelade, Fruchtsaft oder Likör
  • Beliebte Zuchtsorten: ‚Jolico‘ (besonders große Früchte), ‚Schönbrunner Gourmet Dirndl‘ (ertragreich), ‚Kasanlaker‘ (kleinwüchsig, nur ca. 2 Meter hoch)

Mispel (Mespilus germanica)

Mispel (Mespilus germanica)
Quelle: AnRo0002, 20180918Crataegus germanica2, Bearbeitet von Plantopedia, CC0 1.0
  • Standort und Boden: sonnig bis halbschattig, Boden nährstoffreich, kalk- und lehmhaltig, eher trocken
  • Wuchs und Größe: kleine Obstbäume mit Wuchshöhen zwischen vier und sechs Metern
  • Besonderheiten: Früchte sind nach dem ersten Frost auch roh essbar, waren schon bei den germanischen Völkern sehr beliebt
  • Befruchtung: selbstbefruchtend, ein zweiter Befruchterbaum sorgt jedoch für einen höheren Ertrag
  • Fruchtreife und Erntezeit: nach dem ersten Frost
  • Verwendung: Frischverzehr und Verarbeitung (z. B. Gelee, Marmelade)
  • Beliebte Zuchtsorten: ‚Nottingham‘ (beliebte englische Sorte)

Speierling (Sorbus domestica)

Speierling (Sorbus domestica), Obstbäume
Quelle: Haeferl, Forchtenstein – Naturdenkmal MA-026 – Speierling – Blätter und (unreife) Früchte, Bearbeitet von Plantopedia, CC BY-SA 3.0 AT
  • Standort und Boden: sonnig bis halbschattig, Boden nährstoffreich und gut durchlässig, frisch, kalkliebend
  • Wuchs und Größe: mittelgroßer Baum mit bis zu zehn Metern Wuchshöhe und rundlicher Krone
  • Besonderheiten: selten gepflanzte Obst-Art, säuerlich schmeckende Früchte werden gern zu Birnen- oder Apfelmost bzw. -kompott gegeben
  • Befruchtung: selbstfruchtbar
  • Fruchtreife und Ernte: September bis Oktober, geerntete Früchte 20 Tage lagern, werden erst dann genussreif
  • Verwendung: Rohverzehr und Verarbeitung, können wie Rosinen getrocknet werden

Seltene/exotische Arten

Tipp: Essen Sie gerne Orangen, Mandarinen, Grapefruits oder Kumquats? Grundsätzlich ist der Anbau von Zitrusfrüchten auch bei uns möglich, allerdings sind die verschiedenen Arten nicht winterhart und sollten deshalb stets im Kübel kultiviert werden.

Nashi-Birne/Asiatische Apfelbirne (Pyrus pyrifolia)

Nashi-Birne/Asiatische Apfelbirne (Pyrus pyrifolia), Obstbäume
Quelle: Sage Ross, Shinseiki Asian pears at Lyman Orchards 2, 2009-08-30, Bearbeitet von Plantopedia, CC BY-SA 3.0
  • Standort und Boden: sonnig bis halbschattig, Boden frisch bis feucht
  • Wuchs und Größe: kleinbleibend, Wuchshöhe lediglich bis etwa vier Meter, wird jedoch ebenso breit
  • Besonderheiten: exotische, aber auch bei uns sehr gut winterharte Obstbäume mit köstlichem, süßem Obst
  • Befruchtung: selbstfruchtend
  • Fruchtreife und Ernte: August bis Oktober
  • Verwendung: Frischverzehr
  • Beliebte Zuchtsorten: ‚Kosui‘ (robuste Sorte), ‚Nijiseiki‘ (reich tragend), ‚Chojuro‘ (große Früchte)

Häufig gestellte Fragen

Kann ich Obstbäume auch noch im Frühjahr pflanzen?

Wurzelnackte Obstbäume von robusten Arten wie Apfel und Birnen pflanzen Sie idealerweise zwischen Herbst und Frühjahr, Containerware können Sie sogar ganzjährig in den Garten setzen. Empfindliche Sorten wie Pfirsich und Nektarine, die viel Wärme brauchen, sollten Sie erst im späten Frühjahr oder sogar im Sommer auspflanzen.

Welcher Obstbaum wächst schnell?

Besonders schnellwüchsig sind Süßkirschen und Ebereschen. Andere Obstbäume wachsen hingegen eher langsam und vor allem, wenn es sich noch um kleine Bäume oder gar aus Samen gezogene Sorten handelt, kann es bis zur ersten Ernte mitunter einige Jahre dauern. Wählen Sie daher ältere Bäume oder Veredelungen, diese fruchten schneller.

Was ist Spalierobst und welche Bäume eignen sich dafür?

Spalierobst sind Obstbäume, die an speziellen Gerüsten entlang von Zäunen oder Mauern gezogen werden. Diese Kulturform eignet sich sehr gut für kleine Bäume, da sie platzsparender ist als ein einzelner Baum. Besonders gut eignen sich hierfür Birnen, Sie können aber auch Äpfel, Pflaumen, Zwetschgen und viele andere Arten zum Spalier erziehen. Voraussetzung ist lediglich eine schwachwüchsige Veredelungsunterlage.