Oleander blüht nicht

Man könnte den Oleander fast als eine Diva bezeichnen. Einerseits imponiert das Gewächs mit einer auffälligen rosaroten Blüte. Andererseits stellt der Rosenlorbeer hohe Ansprüche an seinen Standort und die Pflege. Kurzum, er benötigt viel Aufmerksamkeit, bei der sich der Gärtner keine Fehler erlauben darf. Eine artgerechte Haltung belohnt die Pflanze mit besagter eindrucksvoller Erscheinung. Andernfalls blüht sie jedoch nicht. Dabei ist es gar nicht so schwierig, den Oleander zum Blühen zu bringen.

Oleander blüht nicht

Wenn der Oleander nicht blüht, kann das verschiedene Ursachen haben:

  • falscher Standort
  • schlechte Witterungsverhältnisse
  • falscher Schnitt
  • Gießverhalten
  • Nährstoffmangel
  • fehlerhafte Überwinterung
  • Schädlingsbefall

Falscher Standort

  • sonnig
  • warm
  • windgeschützt

Sind diese Bedingungen nicht gegeben, verweigert die Pflanze ihre Blüte. Diese Ansprüche hat das Gewächs wahrscheinlich aus seiner Heimat, den wärmen Gefilden in China, Indien und dem Mittelmeerraum, mitgebracht. Ideal ist demzufolge ein Standort vor einer nach Süden beziehungsweise Südwesten ausgerichteten Hauswand. Ist sich der Gärtner gewiss, dass ein falscher Standort Ursache dafür ist dass die Pflanze nicht blüht, ist dieses Problem zum Glück schnell behoben. Da die Kübelhaltung für das Gewächs üblich ist, ist kein Umpflanzen erforderlich. Der Halter versetzt den Topf einfach mitsamt der Pflanze an einen sonnigeren Ort.

Hinweis: Der Standort sollte sich sowohl nach den Ansprüchen des Gewächses richten, als auch den Schutz von Kindern und Haustieren berücksichtigen. Jegliche Bestandteile des Rosenlorbeers rufen beim Verzehr eine toxische Wirkung hervor.

Oleander blüht nicht

Schlechte Witterungsverhältnisse

Kalte und verregnete Tage? Da machen es sich viele Menschen selbst im Sommer lieber im Haus bequem. Das denkt sich auch der Oleander und versteckt seine rosarote Blütenpracht. Trotz seines hohen Wasserbedarfs kann der Rosenlorbeer zu viel Feuchtigkeit nicht leiden. Ebenso missbilligt er zu niedrige Temperaturen. Fallen diese für einen längeren Zeitraum unter 18 °C, blüht der Oleander auf keinen Fall. Vielleicht tröstet es den Gärtner ein wenig, dass in diesem Fall kein Pflegefehler verantwortlich ist, sondern eine Laune der Natur.

Hinweis: Die normale Blütezeit des Oleanders ist von Mai beziehungsweise Juni bis Mitte September.

Falscher Schnitt

Wie gesagt, der Rosenlorbeer ist eine Diva. Selbst beim Rückschnitt besteht er auf eine feinfühlige Behandlung, bei der der Gärtner braune und vertrocknete Blätter mit der Hand abzupft. Einen kräftigen Rückschnitt, der bei zahlreichen anderen Pflanzen normalerweise den Neuaustrieb fördert, lehnt die Kübelpflanze strikt ab. Der Grund: Die Blüte des Oleanders bildet sich direkt an der Spitze des vorherigen Blütenstands. Daher gilt für das Schneiden des Rosenlorbeers:

  • der Schnitt erfolgt im Frühjahr vor der Blütenbildung
  • am besten bei warmen Temperaturen schneiden
  • die Blütenstände bleiben bestehen
  • ein Drittel der Triebe nahe des Bodens entfernen
  • das alte Holz gut auslichten, um das Wachstum neuer Triebe zu fördern
  • manchmal blüht der Oleander zweimal im Jahr
  • alte Blüten bleiben deshalb ebenfalls am Gewächs

Tipp: Aufgrund der Giftigkeit empfiehlt sich das Tragen von Handschuhen beim Schneiden.

Gießverhalten

Der Oleander verlangt eine intensive Wassergabe, wobei sich keine Staunässe bilden darf. Außerdem mag die Kübelpflanze kein kaltes Gießwasser. Aufgefangenes Regenwasser eignet sich daher nur bedingt. Bestenfalls erwärmt der Halter dieses vor der Wassergabe. Empfehlenswerter ist jedoch, gleich auf abgestandenes Leitungswasser zurückzugreifen.

Tipp: Im Sommer fühlt sich der Rosenlorbeer auf einem mit Wasser gefülltem Untersetzer wohl.

Nährstoffmangel

Eine üppige Blüte zu bilden, kostet Kraft. Zur Unterstützung empfiehlt es sich daher, dem Gießwasser einen flüssigen Volldünger beizugeben. Düngergabe vergessen? Kein Problem, im Notfall hilft das Verabreichen eines Sofortdüngers.

Fehlerhafte Überwinterung

Keine artgerechte Winterruhe, keine Blütenbildung im Sommer. Der Oleander hält zwar einer frostigen Nacht durchaus Stand, dauerhafte Minusgrade bedeuten jedoch den sicheren Tod der Pflanze. Daher ist es zwingend erforderlich, das Gewächs bei fallenden Temperaturen ins Haus zu holen. An die Überwinterung stellt der Rosenlorbeer folgende Anforderungen:

  • viel Licht
  • eher mäßige Temperaturen von 2 bis 10°C
  • ausreichend Luftzirkulation

Hinweis: Die Folgeschäden einer falschen Überwinterung sind leider irreparabel.

Schädlingsbefall

Aus einer falschen Überwinterung resultiert sowohl der Verbleib der Blüten im darauffolgenden Sommer als auch ein erhöhtes Risiko für Schädlinge und Krankheiten. Gerne lassen sich zum Beispiel Blattläuse auf der Pflanze nieder. Ein sicheres Zeichen für einen Befall sind deformierte Blätter, da die unliebsamen Tiere den zuckerhaltigen Saft aus den Blattadern saugen. Noch bevor es zu diesem unschönen Symptom kommt, sind die schwarzen, grünen, roten, gelben oder weißen Tierchen schon mit bloßem Auge zu erkennen. Weiterhin ziehen sie Ameisen an. Im Gegensatz zu den Folgeschäden einer falschen Überwinterung, bei der der Gärtner machtlos ist, stehen ihm in diesem Fall zahlreiche biologische Hausmittel zur Verfügung. Pestizide sollten zur Behandlung keine Anwendung finden.

gelbe Läuse am Oleander

Tipp: Hausmittel aus Wasser-Essig Lösungen oder Spülmittel lassen sich ganz einfach und kostengünstig selbst herstellen. Überdies sorgt eine gute Belüftung dafür, dass die Schädlinge fern bleiben.

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