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Pampasgras (Cortaderia selloana)

Pampasgras Wurzeln: ist eine Wurzelsperre notwendig?

Mit seinen imposanten Wedeln zählt Pampasgras zu den prächtigsten Ziergräsern im Garten. Dabei kann es sehr groß werden. Aber wie steht es um seine unterirdische Ausbreitung? Benötigen die Wurzeln des Pampasgrases eine Wurzelsperre?

Video-Tipp

Auf den Punkt gebracht

  • bildet keine aggressiven Wurzelausläufer
  • zu starke Ausbreitung bleibt aus
  • Wurzelsperre nicht erforderlich
  • stattdessen Bildung von Horsten
  • Begrenzung durch Teilung/ Abstechen teilweise sinnvoll

Keine Wurzelsperre erforderlich

Im Gegensatz zum Bambus, der sich ohne entsprechende Wurzelsperre unkontrolliert ausbreitet, entwickeln die Wurzeln des Pampasgrases (Cortaderia selloana) keine aggressiven, weit verzweigten Ausläufer, sondern sogenannte Horste. Die wachsen zwar auch in die Breite, aber nicht unkontrolliert und nicht so stark, dass eine Rhizomsperre erforderlich wäre:

  • neue Triebe wachsen aus Mitte des Horstes
  • stehen dicht beieinander
  • auch Horste über die Jahre immer größer
  • nehmen vor allem an Umfang zu
  • je nach Sorte Ausmaße von bis zu 100 cm
  • kann Wachstum nahestehender kleinerer Pflanzen stark beeinträchtigen
Pampasgras (Cortaderia selloana)

Die umfängliche Zunahme im Laufe der Jahre kommt dadurch, dass die neuen jungen Halme die alten immer weiter nach außen drängen.

Hinweis: Im Kübel breiten sich die Wurzeln des Pampasgrases natürlich wesentlich schneller aus, weshalb dieser nicht zu klein sein und das Gras regelmäßig umgetopft werden sollte.

Begrenzung ohne Wurzelsperre

In der Regel breitet sich Pampasgras vergleichsweise langsam aus, sodass es keine großen Flächen in Beschlag nimmt. Dennoch kann es sich bis zu einem gewissen Maße ausbreiten. Um zu vermeiden, dass die Gräser zu sehr in die Breite wachsen, kann man sie ganz einfach teilen oder mit einem Spaten von außen her auf die gewünschte Größe abstechen. Eine Teilung hat darüber hinaus den Vorteil, dass man die Gräser gleichzeitig verjüngt und neue Pflanzen zur Vermehrung gewinnt.

Hinweis: Beim Abstechen muss die Wurzel lediglich etwas freigelegt und nicht komplett ausgegraben werden.

Pflanzabstände statt Wurzelsperre

Auch wenn das Pampasgras keine Wurzelsperre benötigt, ist es schnellwüchsig und seine Wurzeln bilden dichte Verzweigungen. Deshalb benötigt es entsprechend viel Platz, was wiederum ausreichend große Pflanzabstände erfordert. Das gilt auch für andere Gräserarten als Nachbarbepflanzung:

  • je nach Sorte 100 bis 200 cm Abstand
  • etwa 150 cm Platz pro Pflanze

Steht die Pflanze zu beengt sowohl im Beet als auch im Kübel, kann es vorkommen, dass sie keine Wedel ausbildet.

Pampasgras in Einzelstellung im Garten

Tipp: In Einzelstellung kommt Pampasgras in der Regel am besten zur Geltung.

Häufig gestellte Fragen

Wie tief sollte man Pampasgras pflanzen?

Das Pflanzloch sollte mindestens 45 cm tief sein und einen Durchmesser aufweisen, der mindestens doppelt so groß ist wie der Ballen. Im Kübel erreicht dieses Gras normalerweise nicht die Höhe wie im Beet. Dennoch sollte der Pflanzkübel neben einer guten Drainage ein Fassungsvermögen von mindestens 40 bis 45 Litern aufweisen. 

Wie hoch kann dieses Ziergras werden?

Die tatsächliche Wuchshöhe richtet sich nach der jeweiligen Sorte. Große Sorten können Wuchshöhen von bis zu 250 cm erreichen, bezogen auf die Höhe der Wedel, während die überhängenden Blätter etwa 100 bis 200 cm lang werden können. Mittelgroße Sorten wie ‚Mini Silver‘, ‚Pumila‘ oder ‚Compacta‘ werden 50 bis 120 cm und niedrige Sorten wie ‚Tiny Pampa‘ oder ‚Evita‘ zwischen 60 und 80 cm hoch.

Was gilt es generell bei der Pampasgras-Pflege zu beachten?

Hier ist vor allem zu erwähnen, dass die Halme dieser Gräser sehr scharf sind und viele Sorten zusätzlich über kleine Widerhaken verfügen. Die können sich in die Haut bohren und ohne Schutz erhebliche Schnittverletzungen verursachen. Folglich ist es wichtig, beispielsweise beim Schneiden oder Umpflanzen schnittfeste Handschuhe und bestenfalls generell Schutzkleidung zu tragen.

Autor
Mirko ist zwar studierter Anglist, beherrscht aber auch die Sprache der Pflanzen perfekt. Er wuchs quasi im Schrebergarten seiner Großeltern auf und verbringt den Großteil seiner Freizeit in der Natur, wenn er nicht gerade schreibt.

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