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Pilzsaison 2022: diese Pilze wachsen jetzt schon

Pilzsaison

Da Pilze feucht-warmes Klima mögen, startet die Pilzsaison meist schon im Spätsommer. Wir verraten Ihnen in diesem Beitrag, welche Pilze Sie jetzt schon wachsen. Bitte beachten Sie beim Pilzesammeln, das jeder essbare Pilz meist auch einen giftigen Doppelgänger besitzt. Nehmen Sie daher nur Pilze mit, die Sie auch wirklich kennen oder zeigen Sie Ihre Sammlung vor dem Verzehr einem Pilzberater. Giftige Pilze können schwere Vergiftungen hervorrufen, die bis zum Tod führen können.

Das Wachstum der Pilze wird von der Wetterlage sehr stark beeinflusst. Daher weichen auch die Angaben, wann welcher Pilz zu finden ist, leicht ab. Welche Pilze derzeit tatsächlich wachsen, können Sie daher nur durch Ihre eigene Suche herausfinden. Um Ihnen die Pilzsuche zu erleichtern, haben wir Ihnen eine Übersicht der aktuellen Pilze zusammengestellt.

Birkenpilz

Der Birkenpilz (Leccinum scabrum) wird meist, wie der Name schon erahnen lässt, in der Nähe von Birken gesichtet. Er besitzt nach dem Kochen einen milden bis leichten säuerlichen Geschmack. Meist wird nur die Kappe beim Kochen verwendet, da der Stiel bei älteren Exemplaren eher holzig schmeckt.

  • Speisepilz
  • Bundesland: Baden-Württemberg
  • Vorkommen: an und unter Birken; Juni bis Oktober

Weißer Anis-Champignon

Der weiße Anis-Champignon (Agaricus arvensis) riecht, wie der Name schon vermuten lässt, nach Anis. Auch sein Geschmack ist anisartig und leicht nussig. Dieser Pilz wird gerne mit dem Wiesenchampignon verwechselt.

  • Essbar
  • Bundesland: Bremen
  • Vorkommen: Waldrand, Wege, Wiesen, Parks; Frühling bis Herbst
  • Verwechslungsgefahr mit giftigen Pilzen: Rissigschuppiger Champignon, Karbolegerling, Weißer Knollenblätterpilz (tödlich), Weißer Trichterling, Falscher Wiesenegerling
Weißer Anis-Champignon

Dünnfleischiger Anis-Egerling

Der Geruch des dünnfleischiger Anis-Egerlings (Agaricus silvicola) erinnert an Anis, Bittermandel und Weihnachtsplätzchen. Sein Geschmack ist hingegen eher mild. Er gilt in der Naturheilkunde als Vitalpilz (Heilpilz).

  • Essbar
  • Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Vorkommen: Mischwald; Sommer bis Spätherbst
  • Verwechslungsgefahr mit giftigen Pilzen: Karbolegerling, Weißer Knollenblätterpilz (tödlich), Grüner Knollenblätterpilz (tödlich)
Dünnfleischiger Anis-Egerling (Agaricus silvicola)

Zweisporiger Egerling

Der Kulturchampignon, wie der zweisporiger Egerling (Agaricus bisporus) auch genannt wird, zeigt sich von April bis November und wurde auch in der Pilzsaison 2022 schon gefunden. Er zählt zu den beliebtesten Speisepilzen und wird auf kompostiertem Pferdemist kultiviert.

  • Guter Speisepilz
  • Bundesland: Hamburg
  • Vorkommen: Wiesen, Weiden, Gärten; Sommer bis Spätherbst
  • Verwechslungsgefahr mit giftigen Pilzen: Karbolegerlingen, Knollenblätterpilzen (tödlich), Kompostegerling
Zweisporiger Egerling

Flockenstieliger Hexen-Röhrling

Den flockenstieliger Hexen-Röhrling (Neoboletus erythropus) kann man von Mai bis November in Laub-und Nadelwäldern antreffen. Auch in der Pilzsaison 2022 wurde er schon des Öfteren gesichtet. Wird der Pilz verletzt, abgeschnitten oder gedrückt, verfärbt sich die Stelle stark blau.

  • Sehr guter Speisepilz, Edelpilz
  • Bundesland: Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Sachsen
  • Vorkommen: Mischwald; Frühling bis Spätherbst
  • Verwechslungsgefahr mit giftigen Pilzen: Schwarzblauender Röhrling, Schönfußröhrling, Satansröhrling
Flockenstieliger Hexen-Röhrling

Netzstieliger Hexen-Röhrling

Der netzstielige Hexen-Röhrling (Boletus luridus) hat seinen Namen von seinem markantesten Merkmal, dem rotbräunlichen bis dunkelbräunlichen Netz auf dem orangelblichen Stiel. Bei größeren und älteren Pilzen ist es meist sehr deutlich zu erkennen, wo hingegen es bei ganz jungen Exemplaren auch fehlen kann. Zudem kann der Hut des netzstielige Hexen-Röhrling einen Durchmesser von bis zu 20 Zentimetern erreichen.

  • Guter Speisepilz
  • Bundesland: Berlin
  • Vorkommen: Laubwälder; Frühling bis Spätherbst
  • Verwechslungsgefahr mit giftigen Pilzen: Schwarzblauender Röhrling, Satansröhrling, Schönfußröhrling, Wurzelnder Bitterröhrling
Netzstieliger Hexen-Röhrling

Steinpilz

Steinpilze (Boletus edulis) gehören zu den beliebtesten Speisepilzen und wurden in der Pilzsaison 2022 schon häufig gesichtet. Sie besitzen einen angenehmen pilzigen Geruch und ihr Hut kann einen Durchmesser von 25 Zentimetern erreichen.

  • Sehr guter Speisepilz, Edelpilz
  • Bundesland: Baden-Württemberg, Bayern, Sachsen
  • Vorkommen: Mischwald, Nadelwald, Fichten; Sommer bis Spätherbst
  • Verwechslungsgefahr mit giftigen Pilzen: Gallenröhrling
Steinpilz (Boletus edulis)

Weißer Steinpilz

Der weiße Steinpilz (Boletus edulis var. alba) riecht sehr angenehm pilzig und ist mild im Geschmack. Er ist einer der wenigen Pilze, die auch im rohen Zustand verzehrt werden können.

  • Sehr guter Speisepilz, Edelpilz
  • Bundesland: Berlin
  • Vorkommen: Mischwald, Nadelwald, Fichten; Sommer bis Spätherbst
  • Verwechslungsgefahr mit giftigen Pilzen: Gallenröhrling
Weißer Steinpilz

Echter Pfifferling

Echter Pfifferling (Cantharellus cibarius) fallen mit ihrer leuchtenden eidottergelben und trichterförmigen Kappe auf. Ebenfalls typisch für Pfifferlinge ist der aromatische, pilzig-süßliche Geruch, der auch als obstartig beschrieben wird. Nach dem Kochen besitzt er einen pfeffrigen und leicht scharfen Geschmack.

  • Beliebter Speisepilz
  • Bundesland: Baden-Württemberg
  • Vorkommen: Mischwald; Frühling bis Herbst
  • Verwechslungsgefahr mit giftigen Pilzen: Falscher Pfifferling, Ölbaumpilz, Löwengelber Schleierling
Echter Pfifferling

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