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Pilzsaison 2023: diese Pilze wachsen jetzt schon

Pilzsaison 2023 - Frau sammelt Pilze in Korb

Da Pilze feucht-warmes Klima mögen, startet auch die Pilzsaison 2023 schon im Spätsommer. Wir verraten Ihnen in diesem Beitrag, welche Pilze jetzt schon wachsen. Bitte beachten Sie beim Pilzesammeln, dass jeder essbare Pilz meist auch einen giftigen Doppelgänger besitzt. Nehmen Sie daher nur Pilze mit, die Sie auch wirklich kennen oder zeigen Sie Ihre Sammlung vor dem Verzehr einem Pilzberater. Giftige Pilze können schwere Vergiftungen hervorrufen, die bis zum Tod führen können.

Korb voll mit Pilzen

Das Wachstum der Pilze wird von der Wetterlage sehr stark beeinflusst. Daher weichen auch die Angaben, wann welcher Pilz zu finden ist, leicht ab. Welche Pilzarten derzeit tatsächlich wachsen, können Sie daher nur durch Ihre eigene Suche herausfinden. Um Ihnen die Pilzsuche zu erleichtern, haben wir Ihnen eine Übersicht der aktuellen Pilze zusammengestellt.

Birkenpilz

Der Birkenpilz (Leccinum scabrum) wird meist, sein Name lässt es schon erahnen, in der Nähe von Birken gesichtet. Er besitzt nach dem Kochen einen milden bis leichten säuerlichen Geschmack. Meist wird nur die Kappe beim Kochen verwendet, da der Stiel bei älteren Exemplaren eher holzig schmeckt.

  • Speisepilz
  • Bundesland: Baden-Württemberg
  • Vorkommen: an und unter Birken; Juni bis Oktober
Birkenpilz  (Leccinum scabrum)
Birkenpilz (Leccinum scabrum)

Weißer Anis-Champignon

Der Weiße Anis-Champignon (Agaricus arvensis) riecht, wie der Name schon vermuten lässt, nach Anis. Auch sein Geschmack ist anisartig und leicht nussig. Dieser weiße Pilz wird gerne mit dem Wiesenchampignon verwechselt.

  • Essbar
  • Bundesland: Bremen
  • Vorkommen: Waldrand, Wege, Wiesen, Parks; Frühling bis Herbst
  • Verwechslungsgefahr mit giftigen Pilzen: Rissigschuppiger Champignon, Karbolegerling, Weißer Knollenblätterpilz (tödlich), Weißer Trichterling, Falscher Wiesenegerling
Weißer Anis-Champignon (Agaricus arvensis)
Weißer Anis-Champignon (Agaricus arvensis)

Dünnfleischiger Anis-Egerling

Der Geruch des Dünnfleischigen Anis-Egerlings (Agaricus silvicola) erinnert an Anis, Bittermandel und Weihnachtsplätzchen. Der Geschmack dieser Champignonart ist hingegen eher mild. Er gilt in der Naturheilkunde als Vitalpilz (Heilpilz).

  • Essbar
  • Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Vorkommen: Mischwald; Sommer bis Spätherbst
  • Verwechslungsgefahr mit giftigen Pilzen: Karbolegerling, Weißer Knollenblätterpilz (tödlich), Grüner Knollenblätterpilz (tödlich)
Dünnfleischiger Anis-Egerling (Agaricus silvicola)
Dünnfleischiger Anis-Egerling (Agaricus silvicola)

Zweisporiger Egerling

Der Kulturchampignon, wie der Zweisporige Egerling (Agaricus bisporus) auch genannt wird, zeigt sich von April bis November und wurde auch in der Pilzsaison 2023 schon gefunden. Er zählt zu den beliebtesten Speisepilzen und wird auf kompostiertem Pferdemist kultiviert.

  • Guter Speisepilz
  • Bundesland: Hamburg
  • Vorkommen: Wiesen, Weiden, Gärten; Sommer bis Spätherbst
  • Verwechslungsgefahr mit giftigen Pilzen: Karbolegerlingen, Knollenblätterpilzen (tödlich), Kompostegerling
Zweisporiger Egerling (Agaricus bisporus)
Zweisporiger Egerling (Agaricus bisporus)

Flockenstieliger Hexen-Röhrling

Den Flockenstieligen Hexen-Röhrling (Neoboletus erythropus) kann man von Mai bis November in Laub- und Nadelwäldern finden. Auch in der Pilzsaison 2023 wurde er schon des Öfteren gesichtet. Wird der Pilz verletzt, abgeschnitten oder gedrückt, verfärbt sich die Stelle stark blau.

  • Sehr guter Speisepilz, Edelpilz
  • Bundesland: Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Sachsen
  • Vorkommen: Mischwald; Frühling bis Spätherbst
  • Verwechslungsgefahr mit giftigen Pilzen: Schwarzblauender Röhrling, Schönfußröhrling, Satansröhrling
flockenstieliger Hexen-Röhrling (Neoboletus erythropus)
Flockenstieliger Hexen-Röhrling (Neoboletus erythropus)

Netzstieliger Hexen-Röhrling

Der Netzstielige Hexen-Röhrling (Suillellus luridus) verdankt seinen Namen dem rotbräunlichen bis dunkelbräunlichen Netz auf dem orangegelblichen Stiel. Bei größeren und älteren Pilzen ist es meist sehr deutlich zu erkennen, wo hingegen es bei ganz jungen Exemplaren auch fehlen kann. Zudem kann der Hut des Netzstieligen Hexen-Röhrlings einen Durchmesser von bis zu 20 Zentimetern erreichen.

  • Guter Speisepilz
  • Bundesland: Berlin
  • Vorkommen: Laubwälder; Frühling bis Spätherbst
  • Verwechslungsgefahr mit giftigen Pilzen: Schwarzblauender Röhrling, Satansröhrling, Schönfußröhrling, Wurzelnder Bitterröhrling
Netzstielige Hexen-Röhrling (Boletus luridus)
Netzstieliger Hexen-Röhrling (Suillellus luridus)

Steinpilz

Steinpilze (Boletus edulis) gehören zu den beliebtesten Speisepilzen und wurden in der Pilzsaison 2023 schon häufig gesichtet. Sie besitzen einen angenehmen pilzigen Geruch und ihr Hut kann einen Durchmesser von 25 Zentimetern erreichen.

  • Sehr guter Speisepilz, Edelpilz
  • Bundesland: Baden-Württemberg, Bayern, Sachsen
  • Vorkommen: Mischwald, Nadelwald, Fichten; Sommer bis Spätherbst
  • Verwechslungsgefahr mit giftigen Pilzen: Gallenröhrling
Steinpilz (Boletus edulis)
Steinpilz (Boletus edulis)

Weißer Steinpilz

Der Weiße Steinpilz (Boletus edulis var. alba) riecht sehr angenehm pilzig und ist mild im Geschmack. Er ist einer der wenigen Pilze, die auch im rohen Zustand verzehrt werden können.

  • Sehr guter Speisepilz, Edelpilz
  • Bundesland: Berlin
  • Vorkommen: Mischwald, Nadelwald, Fichten; Sommer bis Spätherbst
  • Verwechslungsgefahr mit giftigen Pilzen: Gallenröhrling
Weißer Steinpilz (Boletus edulis var. alba)
Weißer Steinpilz (Boletus edulis var. alba)

Echter Pfifferling

Echte Pfifferlinge (Cantharellus cibarius) fallen mit ihrer leuchtenden eidottergelben und trichterförmigen Kappe auf. Ebenfalls typisch für Pfifferlinge ist ihr aromatischer, pilzig-süßlicher Geruch, der auch als obstartig beschrieben wird. Nach dem Kochen besitzt er einen pfeffrigen und leicht scharfen Geschmack.

  • Beliebter Speisepilz
  • Bundesland: Baden-Württemberg
  • Vorkommen: Mischwald; Frühling bis Herbst
  • Verwechslungsgefahr mit giftigen Pilzen: Falscher Pfifferling, Ölbaumpilz, Löwengelber Schleierling
Echter Pfifferling (Cantharellus cibarius)
Echter Pfifferling (Cantharellus cibarius)
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