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Rasen im Herbst säen in 5 einfachen Schritten

Rasen säen im Herbst

Eine schöne Rasenfläche beginnt am besten mit einer gelungenen Rasenaussaat. Hier erfahren Sie, wie Sie in 5 Schritten ganz einfach Rasen säen und warum der Herbst der beste Zeitpunkt dafür ist.

Rasenaussaat im Herbst

Neben dem Frühjahr finden Rasensamen auch im Herbst ideale Bedingungen für eine schnelle und erfolgreiche Keimung vor:

  • Boden noch warm
  • Temperaturen von mind. 8° Celsius
  • ausreichend Feuchtigkeit
Halten Sie sich an unsere Tipps, bleibt Ihnen ein solcher Anblick erspart.

Beachten Sie, dass es auch nicht zu kalt sein darf. Etwaige Bodenfröste können schnell für eine unvollständig oder ungleichmäßig auflaufende Rasensaat sorgen. Möchten Sie also Rasen im Herbst säen, sollten Sie die Samen allerspätestens Anfang Oktober ausbringen.

01 Boden vorbereiten

Eine optimale Bodenvorbereitung ist das A und O für eine erfolgreiche Rasenaussaat. Dazu graben Sie den Boden zunächst bodentief um. Für größere Flächen empfiehlt sich der Einsatz einer Motorhacke oder -fräse. Entfernen Sie dabei alles, was nicht in den späteren Rasen gehört, also z. B. Unkräuter und Steine. Denken Sie daran, dass Sie mit den Vorbereitungen am besten schon einige Monate bevor Sie den Rasen im Herbst säen beginnen. So hat der Boden genug Zeit sich abzusetzen und Sie können die verschiedenen Bodentypen vorbereiten bzw. ggf. verbessern.

Schweres technisches Gerät wie etwa Bodenfräsen oder Motorhacken können Sie oftmals auch in einem lokalen Baumarkt ausleihen.
  • Normale Böden: organischen Dünger ausbringen, z. B. Bodenaktivator; auch Kompost oder Stallmist gut geeignet
  • Sehr schwere und lehmige Böden: Sand, Blähton oder Lava einbringen
  • Verdichtete Böden: profitieren von Gründüngung oder Aerifizierung; abschließend Sand und organischen Dünger einbringen
  • Sehr leichte Böden: Gründüngung sowie hohe Kompost- oder Stallmistgabe empfehlenswert

Vergessen Sie auch nicht, im Sommer einen pH-Test zur Ermittlung des Boden-pH-Werts durchzuführen. So können Sie diesen bei Bedarf durch gezieltes Düngen oder Kalken anpassen.

02 Richtige Rasensaat wählen

Richtig gelagert, sind Rasensamen mindestens 3 Jahre lang haltbar.

Für welche Rasensaat Sie sich am Ende entscheiden, ist stark von der zukünftigen Nutzung der zukünftigen Rasenfläche abhängig. So gibt es beispielsweise unterschiedliche Saatgutmischungen für

  • Spiel- und Sportrasen
  • Schattenrasen
  • Trockenrasen

Um Rasen im Herbst zu säen, empfehlen wir den Einsatz eines qualitativ hochwertigen Saatguts, da die dort enthaltenen Samen oftmals robuster sind.

03 Samen richtig ausbringen

Für die Rasenaussaat im Herbst wählen Sie am besten einen warmen, jedoch nicht heißen Tag. Der Boden sollte feucht, oberflächlich aber abgetrocknet sein und der Blick in den Wetterbericht für die nächsten Tage leichte Niederschläge verkünden – sonst greifen Sie zum Rasensprenger.

Wir empfehlen die Streustärke des Wagens vor dem Ausbringen des Samens zu testen.

Ausbringen können Sie die Samen

  • per Hand (für kleinere Flächen; in Längs- und Querreihen säen) oder
  • mit dem Streuwagen (für größere Flächen; Samen kreuzweise ausbringen)

Achten Sie dabei unbedingt auf die richtige Saatgutmenge, sonst droht Ihnen langfristig ein ungleichmäßiges Rasenbild. Halten Sie sich deshalb unbedingt an die meist auf der Saatgutmischung angegebene Menge pro Quadratmeter.

Haben Sie die Rasensaat erfolgreich ausgebracht, decken Sie sie dünn mit spezieller Rasenerde ab oder arbeiten Sie mit Hilfe einer Harke etwa 1 cm tief in den Boden ein. Abschließend gehen Sie nun mit einer leichten Walze oder mit Trittbrettern über die Fläche, um den Bodenschluss herzustellen. Der Samen ist jetzt so weit mit dem Boden in Kontakt, damit er Wasser aufnehmen kann. So gelingt die Keimung.

04 Rasen nach Aussaat wässern

Damit die Rasensamen keimen, müssen sie regelmäßig gewässert werden. Bleiben natürliche Niederschläge aus, empfiehlt es sich den Rasen mehrmals täglich für einen bestimmten Zeitraum zu gießen. Bewährt haben sich dabei für die ersten drei bis vier Wochen nach der Rasenaussaat im Herbst folgende Gießintervalle und -mengen:

  • 2x bis 3x für etwa 10 bis 15 Minuten
  • 3x bis 6x für etwa 5 bis 10 Minuten (für trockene, sonnige Tage)
  • 2 bis 2,5 Liter Wasser pro Quadratmeter Rasen
  • 5 oder mehr Liter an heißen, trockenen Tagen
Rasensprenger versorgen den Rasen in angemessener Intensität und über einen langen Zeitraum gleichmäßig mit Wasser.

Achten Sie dabei darauf, den Boden nicht komplett unter Wasser zu setzen, denn das schadet den Samen. Bei Starkregenperioden entfallen die zusätzlichen Wassergaben. Unter Umständen erfolgt hier bereits eine Nachsaat, wenn die Samen ausgespült wurden. Wählen Sie deshalb auch bei Bewässerungssystemen, Beregnungsanlagen o. Ä. nur feine Einstellungen.

05 Rasenpflege nach Aussaat

Um den Rasen nach erfolgreicher Aussaat auch schön grün zu halten, kommt es auf die richtige Pflege an. So sollten Sie den neugesäten Rasen nach etwa vier Wochen bzw. bei einer Wuchshöhe von etwa 8 bis 10 cm erstmals mähen. Dadurch lassen sich ggf. auch kahle Stellen entdecken, die durch eine Nachsaat beseitigt werden können. Achten Sie beim Mähen nach der Rasenaussaat im Herbst unbedingt auf die richtige Länge:

  • mindestens 5 cm Rasen stehenlassen: sonst kein Bodenschutz mehr gegeben; Frost kann Wurzelbereich angreifen
  • Halme nicht zu lang werden lassen: brechen bei Frost ab; stören darunter liegende Gräser im Wachstum
Eine geeignete Düngegabe im Herbst stärkt den Rasen für den kommenden Winter.

Auch ein frisch gesäter Rasen benötigt im Herbst Nährstoffe. Ein organischer Dünger auf Kaliumbasis stärkt die Pflanzenzellen und macht die Gräser so robuster und widerstandsfähiger gegenüber Frost und Krankheiten. Die letzte Düngergabe sollte spätestens Anfang November erfolgen. Im Anschluss daran wässern Sie den Rasen noch einmal ausgiebig, so dringen die Wirkstoffe in den Boden ein.

Da Rasen bei niedrigen Temperaturen das Wachstum einstellt, entfällt das Mähen sowie alle weiteren Pflegemaßnahmen bis die Natur im Frühjahr wieder erwacht.


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