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Paprika pflanzen: wie viel Abstand notwendig ist

Beim Anbau von Paprika kommt es immer wieder zu einem Fehler. Die Paprikapflanzen werden nicht mit dem richtigen Abstand gesetzt. Bei einem zu geringen Pflanzabstand kommt es jedoch zu weniger Erträgen im schlimmsten Fall zu Krankheits- oder Schädlingsbefall.

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Auf den Punkt gebracht

  • Die Paprikapflanzen dürfen sich am Standort gegenseitig nicht stören
  • benötigten Abstand der ausgewachsenen Pflanzen bei der Pflanzung beachten
  • Pflanzabstand im Gewächshaus und Gartenbeet ist unterschiedlich
  • Zu dicht stehende Pflanzen reagieren mit Kümmerwuchs

Pflanzabstand im Gartenbeet

In einem Gartenbeet mit Reihen von Paprika (Capsicum) ist es wichtig, hier verschiedene Abstände beim Pflanzen zu beachten. Denn hier geht es nicht allein darum, dass die Gewächse mit Kümmerwuchs reagieren, wenn sie in der Reihe zu dicht stehen. Auch die  Abstände zwischen den einzelnen Reihen müssen groß genug sein, um zwischen den Reihen bequem Laufen zu könne. Stehen die Pflanzen zu eng, können beim Durchgehen Zweige und Blüten abgebrochen werden. Achten Sie ebenfalls darauf:

Paprika im Gartenbeet
  • einen Meter zwischen den einzelnen Reihen einhalten
  • mindestens jedoch 80 Zentimeter
  • Paprika wachsen in die Breite
  • Abstand in den Reihen 50 Zentimeter bis 60 Zentimeter

Tipp: Setzen Sie Ihre Paprikapflanzen einzeln in große tiefe und breite Kübel und stellen Sie diese auf die Terrasse oder den Balkon, dann können Sie die Töpfe auseinanderziehen und den Abstand vergrößern, wenn die Pflanzen anfangen größer zu werden und mehr Platz benötigen.

Pflanzabstand im Gewächshaus

Die Gewächshäuser für den eigenen Bedarf im Garten sind in der Regel nicht so groß. Daher müssen die Abstände zwischen den einzelnen Paprikapflanzen hier anders geplant werden. Hier ist meist kein Platz, um einzelne Reihen anzulegen:

  • Pflanzabstand 50 Zentimeter
  • im Zick-Zack setzen
  • eine Pflanze hinten
  • die nächste diagonal nach vorne
  • die dritte wieder diagonal nach hinten
  • so kann auch bequem geerntet werden
  • die Pflanzen selbst behindern sich nicht
Paprikapflanzen vorziehen

Tipp: Säen Sie die Paprikas selbst aus, sollten diese immer vorgezogen werden. In einem Gewächshaus können Sie die Samen auch direkt in die Erde geben. Achten Sie schon hierbei auf den Abstand, sonst müssen Sie später pikieren.

Pflanznachbarn

Es gibt viele Pflanznachbarn, die gut für die Entwicklung der Paprikapflanzen sind. Doch auch hier sollte darauf geachtet werden, dass ein bestimmter Abstand eingehalten wird. Im Gartenbeet ist es daher hilfreich, eine Reihe Paprika und eine Reihe andere Pflanzen zu setzen. Denn viele der hier vorgestellten guten Pflanznachbarn sind kleinwüchsiger als die Paprika und könnten daher aufgrund fehlender Sonne oder Helligkeit verkümmert bis gar nicht wachsen:

  • Tagetes (Tagetes)
  • Borretsch  (Borago officinalis)
  • Zwiebeln (Allium cepa)
  • Thymian (Thymus vulgaris)
  • Basilikum (Ocimum basilicum)
Tagedes (Tagedes)

Diese Pflanznachbarn können Insekten für die Bestäubung der Paprikablüten anlocken oder vertreiben mit ihrem Duft lästige Schädlinge.

Ein Gemüsegarten kann mit Erbsen (Pisum sativum), Kohl (Brassica), Tomaten (Solanum lycopersicum),  Möhren (Daucus carota ), Zucchini (Cucurbita pepo) und Auberginen (Solanum melongena) neben den Paprikapflanzen angelegt werden.

Hinweis: Da ein Gewächshaus ein geschlossener Bereich ist, können Sie hier auf der einen Seite die Paprikapflanzen setzen und auf der gegenüberliegenden Seite ein Beet mit den gewünschten Pflanznachbarn. So unterstützen sich die Gewächse auch hier gegenseitig.

Häufig gestellte Fragen

Wie hoch werden die Paprika-Gewächse?

Es gibt zwar viele verschiedene Sorten von Chili bis hin zum Gemüsepaprika. Die Sorten unterscheiden sich zwar in der Größe ihrer Früchte, allerdings wachsen die meisten Gewächse nicht sehr hoch. In der Regel werden die Paprikapflanzen nur bis zu einem Meter hoch. Durch das Gewicht der Verzweigung und der Früchte im Sommer sollten Sie diese aber immer auch windgeschützt stellen und mit einem Stab stabilisieren.

Wie viele einzelne Paprikapflanzen sollte ich kultivieren?

Das kommt auf die Anzahl der Personen an, die die Früchte ebenfalls ernten wollen. Je nachdem wie viel von dem schmackhaften Gemüse in Ihrer Familie verzehrt wird ist es ratsam, für eine ausreichende Ernte im Sommer mit drei bis fünf Gewächsen pro Person zu rechnen. Besteht Ihr Haushalt daher aus Großeltern, Eltern und zwei Kindern, dann dürfen Sie gerne zwischen 18 und 30 Paprikapflanzen kultivieren.

Gibt es Tipps für das Einhalten der Abstände?

Graben Sie das erste Loch am Anfang einer Reihe. Von hier setzen Sie einen entsprechenden Abstandshalter in der passenden Länge zum nächsten Loch an und bereiten dieses vor. So verfahren Sie bis zum Ende einer Reihe. Damit Sie die Reihen im richtigen Abstand entsprechend gerade setzen, können Sie am Anfang und Ende der Reihe kurze Pfähle setzen und ein Seil spannen, an dem entlang Sie die Pflanzlöcher ausheben.

Gibt es einen Unterschied zwischen roten und grünen Paprika?

Nein den gibt es nicht. Die Früchte werden erst grün und wechseln dann später zu rot, gelb oder orange. Es gibt aber Unterschiede in der Größe, der Länge und der Dicke der Paprikafrüchte. Diese wechseln die Farben aber alle.


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