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53 Paprikasorten: Liste von A-Z | Gemüsepaprika & Co

55 Paprikasorten: Liste von A-Z | Gemüsepaprika & Co - Titelbild

Milder Gemüsepaprika, würzige Peperoni oder scharfe Chili – sie alle gehören zur Art Capsicum. Wir stellen Ihnen die 55 besten Paprikasorten jeder Gruppe vor, die sich im Garten, im Gewächshaus oder auf dem Balkon anbauen lassen.

Auf den Punkt gebracht

  • Gemüsepaprika, Chili und Peperoni gehören zu den Paprikapflanzen (Capsicum)
  • Gemüsepaprika besitzt kein Capsain und deshalb keine Schärfe
  • Messung der Schärfe in Scoville
  • schärfste Chili-Sorte: ‚Carolina Reaper‘
  • großer Reichtum an bunten Paprikasorten

Gemüsepaprika-Sorten

Paprikasorten lassen sich einfach aus Samen von gekauften Paprikas ziehen. Jedoch hat nicht jede Paprika keimfähige Samen und eine hohe Keimrate.

Blockpaprika

Die aromatisch-süßen, aber milden Blockpaprika zeichnen sich durch ihre großen, je nach Sorte zwischen 120 und 200 Gramm schweren Früchte aus. Diese Paprikasorten haben innen einen großen, in drei bis vier Kammern unterteilten Hohlraum und lassen sich deshalb gut füllen. Bewährte Sorten sind unter anderem diese:

  • ‚Ariane‘: orangerote, früh reifende Früchte mit gutem Aroma, sehr ertragreich, bestens geeignet für Kübelhaltung
  • ‚Aurelio‘: große, rote Früchte mit einem Gewicht von bis zu 380 Gramm, robust und widerstandsfähig, sehr ertragreich, frühe Ernte ab Juli
  • ‚Bendigo‘: rote, ca. 140 Gramm schwere Früchte, Dirktaussaat ab April, Erntezeit zwischen August und Oktober
  • ‚Bontempi‘: rote, mittelgroße Früchte, widerstandsfähig gegen Nässe und Kälte, resistent gegen Tomatenmosaikvirus
  • ‚Brownie‘: dunkelbraune, süß-aromatische Früchte, dickfleischig, Erntezeit zwischen Juni bis September
  • ‚California Wonder‘: rote, sehr aromatische Früchte, Erntezeit zwischen August bis November, sehr gut für Kübelhaltung (z. B. auf dem Balkon)
  • ‚Coletti‘: gelbe, zwischen 150 bis 180 Gramm schwere Früchte, süß-aromatisch, Erntezeit zwischen Juli und September, widerstandsfähig gegen Tabak-Mosaik-Virus und andere Viren
  • ‚Fiesta‘: gelbe, große Früchte, Erntezeit zwischen Juli und Oktober
  • ‚Goldflame‘: gelbe, aromatische Früchte, Erntezeit zwischen August bis Oktober
  • ‚Ice Age‘: orangerote, bis zu 150 Gramm schwere Früchte, fruchtig-süß, ertragreich, frühe Erntezeit, gut für Kübelhaltung geeignet
  • ‚Marta Polka‘: gelbe, dickfleischige und sehr ertragreiche Paprikasorte aus Polen, gut für Freilandanbau geeignet
  • ‚Mavras‘: tiefviolette bis dunkelrote Früchte, Erntezeit zwischen August und Oktober, für Gewächshaus und Freiland geeignet
  • ‚Neusiedler Ideal‘: können grün oder rot geerntet werden, Erntezeit zwischen Mitte Juli bis Oktober
  • ‚Sweet Chocolate‘: dickfleischige, schokoladenbraune Früchte, sehr gute Freilandeignung, Erntezeit zwischen August und Oktober
  • ‚Yellow California Wonder‘: gelbe, aromatische Früchte, ertragreich, Erntezeit zwischen Juli und August, gut geeignet für Gewächshaus
  • ‚Yolo Wonder B‘: rote, fleischige, bis zu 150 Gramm schwere Früchte, Erntezeit zwischen August und Oktober, für Freiland, Gewächshaus und Kübel
Paprikasorten

Kirschpaprika

Für Kirschpaprika (Capsicum annuum var. cerasiforme) sind die kleinen, lediglich zwischen zwei und vier Zentimeter im Durchmesser großen und rund fünf Gramm schweren Früchte typisch. Die Paprikasorten selbst sind sehr ertragreich und widerstandsfähig, zudem lassen sie sich sowohl im Freiland als auch im Gewächshaus oder im Kübel kultivieren. Bewährte Sorten sind unter anderem diese:

  • ‚Cherry Bomb‘: ungarische Sorte mit leicht scharfen, roten Früchten, ertragreich, gut geeignet für Gewächshaus und Kübelhaltung
  • ‚Coccinella‘: mittelscharfe Kirschchili mit vergleichsweise großen, leuchtend rot ausreifenden Früchten, robust und widerstandsfähig
  • ‚Gelbe Kirsche‘: recht scharfe Sorte aus dem Kosovo, für Freiland, Gewächshaus und Kübelkultur, ertragreich
  • ‚Hot Basket‘: mittelscharfe, dickwandige und rot abreifende Früchte, Erntezeit zwischen Juli und Oktober
  • ‚Red Cherry‘: rote, süß-pikante Früchte, robust und widerstandsfähig, ertragreich, Erntezeit zwischen Juli und Oktober
  • ‚Sweet Cherry‘: ungarische Sorte mit süßen, mild-würzigen Früchten, nicht scharf, sehr wärmeliebend, daher ideal fürs Gewächshaus
Kirschpaprika (Capsicum annuum var. cerasiforme)

Hinweis: Kirschpaprika werden auch oft als „Kirschchili“ bezeichnet. Die kleinen Früchte können, je nach Sorte, mild oder scharf sein und eignen sich zum Einlegen oder für den Vorspeisenteller zum Füllen (z. B. mit Frischkäse).

Spitzpaprika

Spitzpaprika sind, wie der Name schon sagt, spitz am unteren Ende und deutlich kleiner sowie schmaler als die großen Blockpaprika. Die verschiedenen Sorten werden zwischen acht und 15 Zentimetern lang und bringen dadurch zwischen 80 und 120 Gramm auf die Waage. Beliebte Paprikasorten für den Eigenanbau sind beispielsweise diese:

  • ‚Agio‘: ungarische Sorte mit fruchtig-aromatischem Aroma, orangerot bis rot ausgereifte Früchte, sehr gut geeignet für Freilandanbau, resistent gegen Tabak- und Tomaten-Mosaikvirus, Erntezeit zwischen August und September
  • ‚Atris‘: so genannte „Bullhorn-Paprika“ mit roten, bis zu 20 Zentimeter langen und dickfleischigen Früchten, Erntezeit zwischen Juli und September
  • ‚Coronor‘: orangefarbene, süß-aromatische Früchte
  • ‚Daisy‘: orangerote, sehr süße Snackpaprika mit wenig Kernen, ertragreich, robust und widerstandsfähig, Erntezeit zwischen August bis Oktober
  • ‚Feher‘: rot abreifende Früchte, können schon gelb geerntet werden, gut geeignet für frühen Freilandanbau, Erntezeit zwischen Juli und September
  • ‚Gypsy‘: ungarische Sorte mit würzigen, rot abreifenden Früchten
  • ‚Hunor‘: ungarischer Spitzpaprika mit süß-mildem Geschmack, Ernte ab August, sehr gut für Kübelkultur geeignet
  • ‚Luigi‘: italienische Snackpaprika mit süßen Früchten und wenig Kernen, bis zu 15 Zentimeter lang, robust und ertragreich
  • ‚Roter Augsburger‘: altbewährte, sehr robuste und bestens für den Freilandanbau geeignete Sorte mit süßen, roten Früchten, frühe Ernte ab Juli
  • ‚Toscana‘: bei Reife leuchtend rote, süß-aromatische Früchte, gut geeignet für den Kübelanbau, Erntezeit zwischen Juni bis Oktober
  • ‚Zlata‘: robuste, sehr gut für den Freilandanbau geeignete Sorte, Früchte reifen von grün nach rot ab, mild-würzig im Geschmack, Erntezeit zwischen August und Oktober
Paprikasorten: Spitzpaprika

Hinweis: Da die Sorten kleiner sind, reifen Spitzpaprika schneller aus als die eher großfrüchtigen Blockpaprika. Zudem enthalten sie weniger Samen.

Tomatenpaprika

Äußerlich erinnern Tomatenpaprika an Tomaten, da die Früchte ebenfalls flachrund und gerippt sind. Die meisten Sorten schmecken, wie für Gemüsepaprika typisch, süß-aromatisch und saftig. Daneben gibt es einige Varietäten mit einer milden Schärfe. Bekannte und beliebte Paprikasorten der Tomatenpaprika sind etwa:

  • ‚Pritavit‘: ungarische Sorte mit roten, dickwandigen Früchten, mildfruchtiger und süßer Geschmack, robust und resistent gegen Paprikamosaikvirus, gut für Freilandanbau geeignet, Erntezeit Juli bis Oktober
  • ‚Szuszanna‘: ungarische Sorte mit roten, saftig-süßen Früchten, Fruchtgewicht ca. 100 Gramm, robust und ertragreich, Erntezeit zwischen Juli und August
  • ‚Topgirl‘: rot ausreifende, mittelgroße Früchte mit dickwandigem Fruchtfleisch und leicht würzigem, süßem Geschmack, robust und sehr widerstandsfähig, Erntezeit zwischen August und Oktober
  • ‚Yellow Stuffer‘: gelbe, sehr große Früchte mit wenig Kernen, Erntezeit zwischen Juli und Oktober
Tomatenpaprika
Quelle: Kobako, Tomatenpaprika, bearbeitet von Plantopedia, CC BY-SA 3.0

Tipp: Eine seltene Besonderheit ist die historische Sorte ‚Paradeise‘, die schon im 17. Jahrhundert gezüchtet wurde und sich daher durch einen süßen, apfelähnlichen Geschmack auszeichnet.

Scharf und schärfer: Chili- und Peperoni-Sorten

  • ‚Anaheim‘: stammt aus New Mexico, sehr ertragreich, große, längliche und dickfleischige Schoten, rot abreifend, mild-aromatisch scharf, Scoville-Wert 100 bis 500
  • ‚Elefantenrüssel‘: bis zu acht Zentimeter lange, dünne Früchte mit leuchtend gelber Ausfärbung, mittelscharf, gut geeignet für den Freilandanbau
  • ‚Gelber Feuerkuss‘: alte Sorte mit gelb abreifenden Früchten, mittelscharf, gute Eignung für Kübelkultur oder geschützten Standort im Freien
  • ‚Georgia White Pepper‘: ungewöhnliche weiße Früchte, reifen sehr spät erst grün, dann rot aus, ertragreich und frühreif, mild würzig bis leicht scharf
  • ‚Hungarian Hot Wax‘: ungarische Sorte, Früchte reifen von gelb nach rot ab, Scoville-Wert zwischen 5000 und 10.000
  • ‚Jalapeno‘: bekannte mexikanische Sortengruppe mit fleischigen, mild-scharfen roten oder gelben Früchten, schmackhaft auch in grünem Zustand, ertragreich, Scoville-Wert zwischen 2500 und 5000
  • ‚Joe’s Long‘: mit bis zu 30 Zentimeter langen Früchten eine der längsten Peperoni-Sorten, rot ausreifend, würzig-scharf im Geschmack
  • ‚Lemon Drop‘: fruchtig-scharfe Chili mit Scoville-Werten zwischen 15.000 und 30.000 und leichtem Zitrusaroma
  • ‚Leutschauer Schotenpfeffer‘: alte, sehr scharfe Paprikasorte aus der Slowakei mit roten Früchten, gut zum Einlegen geeignet, Scoville-Wert 1000 bis 1500
  • ‚Lombardo‘: rot ausreifende, bis zu zehn Zentimeter lange Früchte, mild-würzig im Geschmack, ideal für Kübelhaltung
  • ‚Orange Thai‘: bis zu sechs Zentimeter lange, dünne Schoten mit orangefarbener Ausfärbung, aromatisch und sehr scharf, sehr gut geeignet zum Trocknen
  • ‚Poblano‘: Gemüsechili mit Scoville-Wert zwischen 1000 und 1500, mexikanische Sorte mit von grün über rot bis dunkelbraun ausreifenden Früchten, dickfleischig und bis 14 Zentimeter lang
  • ‚Peperoncini‘: alte italienische Sorte, ca. drei Zentimeter lange, rot ausreifende Früchte, gut zum Trocknen geeignet, Scoville-Wert 100 bis 500
  • ‚Sweet Cayenne‘: ca. 15 Gramm schwere, rot ausreifende Früchte mit mild-aromatischem Geschmack, gut geeignet für Frischverzehr, ideal für Kübelhaltung
  • ‚Thai Yellow‘: gelbe, bis zu zehn Zentimeter lange Früchte mit einer aromatischen Schärfe, für Gewächshaus oder Wintergarten, ertragreich
Paprikasorten: Hungarian Hot Wax
‚Hungarian Hot Wax‘

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Chili- und Peperoni-Sorten?

Peperoni und Chili gehören beide, wie die milde Gemüsepaprika, zur Gattung der Paprika (Capsicum) und sind eng miteinander verwandt. Während es sich bei Chili meist um sehr scharfe Früchte mit einem Scoville-Wert von mehr als 500 handelt, sind Peperoni eher leicht bis mittelscharf. Sie sind daher milder im Geschmack, zudem bilden Peperoni-Paprikasorten oft auch die größeren Früchte aus. Oft werden die beiden Begriffe jedoch synonym gebraucht.

Sind Pfefferoni und Peperoni dasselbe?

Tatsächlich gibt es zwischen „Pfefferoni“ und „Peperoni“ keinen Bedeutungsunterschied, da es sich um dieselben Pflanzen handelt. Nur, dass „Pfefferoni“ der eingedeutschte Begriff für das spanische „Peperoni“ ist und dieselbe Bedeutung hat – nämlich „Pfefferschote“.

Wie scharf sind die schärfsten Chilis?

Mit einem Scoville-Wert von deutlich mehr als 1.000.000 ist die Sorte ‚Carolina Reaper‘ seit 2013 die schärfste Chili der Welt. Sie stammt von dem amerikanischen Züchter Ed Currie. Einzelne Schoten erreichten sogar Werte von mehr als 2,2 Millionen Einheiten. Diese Sorte kann auch in Deutschland angebaut werden, ist jedoch aufgrund ihrer extremen Schärfe nicht empfehlenswert. Auf dem zweiten Platz befindet sich übrigens die Sorte ‚Trinidad Moruga Scorpion‘, deren Früchte etwa so groß wie ein Golfball werden.

Michelle ist mit vielen Haus- und Hoftieren auf dem Bauerngut ihrer Eltern aufgewachsen. Nebenbei kümmert sich die Vegetarierin hingebungsvoll um ihre Kräuter- und Gemüsebeete. Sie notiert ihr erworbenes Wissen und teilt es gerne mit den Plantopedia-Lesern und Leserinnen.

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