Pool-Größe - Titel

Ein Pool ist etwas Schönes. Wenn Sie Ihr Grundstück um diesen Luxus erweitern wollen, ist die richtige Pool-Größe essentiell. Mit diesen 7 Schritten ermitteln Sie die perfekten Ausmaße des Beckens.

Auf den Punkt gebracht

  • es sollte keine Größe gewählt werden, die das Budget übersteigt
  • die Pool-Größe sollte das verfügbare Grundstück nicht zu stark ausfüllen
  • die Pool-Form wirkt sich auf die endgültige Größe des
  • Anzahl der regelmäßig nutzenden Menschen bestimmt maßgeblich die Breite des Pools
  • der Verwendungszweck des Beckens sollte für die perfekte Pool-Größe beachtet werden

Vorab: Verfügbares Kapital

Wenn Sie neben dem eigentlichen Pool zusätzlich einen Whirlpool installieren wollen, sollten Sie diesen unbedingt mit in die Kostenrechnung aufnehmen. Ein Whirlpool für den Außenbereich kann den Preis für das Projekt erheblich steigern. Die Preise unterscheiden sich dabei deutlich von der Art des Pools:

  • Pool zum Aufstellen: 100 bis 2.500 Euro (abhängig von Material und Größe)
  • Einbaupool: ab 7.000 Euro
Poolwasser

Natürlich können die Preise noch deutlich stärker schwanken, da Sie sich am Ende für das Material, die Größe und Art des Pools entscheiden. Genau aus diesem Grund ist es so wichtig, dass Sie sich im Voraus Gedanken über das Budget machen. Falls Sie einen festgelegten Maximalbetrag haben, den Sie für den Pool ausgeben können, sollten Sie diesen nicht überschreiten. Bevorzugt sollten Sie diesen noch senken, damit Sie noch etwas übrighaben, falls es zu Problemen kommt.

Hinweis: Wenn Sie Probleme mit der Kostenaufstellung haben, sollten Sie einen Fachbetrieb um Rat bitten. Dieser wird Ihnen nicht nur das Becken realisieren, sondern die Kosten aufführen, die durch das Projekt entstehen werden.

Grundstücksgröße

So wie Sie Ihr Budget nicht überschreiten sollten, ist die Größe Ihres Grundstücks wichtig für die idealen Ausmaße des Pools. Da Sie wahrscheinlich nicht ewig viel Platz zur Verfügung haben, sollten Sie genau darüber nachdenken, wie groß das Becken maximal sein sollte. Wenn Ihr Garten zum Beispiel eine durchschnittliche Größe von 300 Quadratmetern hat, sollte er nicht das Volumen von 75 Kubikmetern überschreiten. Das entspricht 25 Prozent des Grundstücks, die Ihnen noch genügend Raum lassen.

Größe ermitteln: Pool-Form berücksichtigen

Um die perfekte Größe des Pools ermitteln zu können, ist eine der besten Methoden die gewünschte Form. Jede Pool-Form hat einen anderen Effekt auf die Größe, die Sie entsprechend beachten sollten, damit es zum optimalen Ergebnis kommt. Besonders häufig kommt dabei die Standortform, das Rechteck, vor. Eckig und einer großen Wanne ähnelnd, ist diese Pool-Form in einer Vielzahl von Standardgrößen vorhanden, die Ihnen auf dem Markt begegnen werden:

rechteckiger Pool
  • 600 cm x 300 cm
  • 600 cm x 400 cm
  • 700 cm x 300 cm
  • 700 cm x 400 cm
  • 800 cm x 400 cm
  • 900 cm x 400 cm
  • 1.000 cm x 400 cm

Durchschnittlich verfügen diese über ein Volumen von 20 bis 50 Kubikmetern und finden in zahlreichen Gärten Platz. Beim Rechteck handelt es sich um die einfachste und zugleich günstigste Form, da er eckig und somit ohne größeren Aufwand umzusetzen ist. Es finden sich aber noch weitere Formen, die die Pool-Größe bestimmen:

  • oval
  • rund
  • nierenförmig

Ist ein Pool oval, werden die Ecken abgerundet, was Platz spart. So können Sie immer noch einen typischen 800 x 400 Zentimeter großes Becken bestellen, das nicht mehr eckig ist. Ein Oval können Sie nutzen, wenn die Größe vom Rechteck nicht abweichen soll, die Ecken aber zu viel Platz stehlen. Ist er dagegen rund, funktionieren die Breite und Länge nicht mehr, da hier nur noch der Durchmesser entscheidend ist. Soll das Becken rund sein, wählen Sie dieses entsprechend Ihrer Wünsche aus. Anders wird es bei nierenförmigen und speziellen Pools. Diese halten sich nicht an die klassischen Formen und müssen daher ganz genau geplant werden. Ein nierenförmiger Pool zum Beispiel hat eine Kurve oder einen verengten Teil, der ihnen an einer Stelle mehr Platz spendet und an der anderen entfernt. Bahnen bis zu zehn Metern lassen sich dennoch hervorragend umsetzen.

runder, ovaler Pool

Empfohlene Pool-Tiefe

Neben der Länge und Breite ist natürlich die Tiefe ein wichtiger Punkt in Bezug auf die Ausmaße. Da sich die Pool-Form nur geringfügig auf diese auswirkt, finden sich einige Maße, die für die meisten Pools auf privaten Grundstücken anbieten. Diese werden für zahlreiche Standardmodelle verwendet, die Sie auf dem Markt finden und hauptsächlich für den Schwimmbereich zum Einsatz kommen. Wollen Sie Beckenbereiche in verschiedenen Tiefen integrieren, können diese tiefer oder flacher sein. Die Standardmaße sind:

  • empfohlene Mindesttiefe: 135 cm
  • bequeme Tiefe: 150 cm

Bei diesen Maßen handelt es sich um Empfehlungen, die bei Pools zum Einsatz kommen, in denen Sie schwimmen wollen. Wenn Sie ausschließlich ein Planschbecken wünschen, reichen Tiefen von 30 bis 60 Zentimeter vollkommen aus. In den meisten Fällen müssen diese nur so tief sein, dass Kinder und Erwachsene sich hinsetzen und das Wasser zur Entspannung nutzen können. Natürlich kann das Wasser noch tiefer sein, ganz nach Ihrem Geschmack. Wenn Senioren zu Ihrer Familie gehören, die regelmäßig den Swimmingpool benutzen wollen, sollten Sie auf jeden Fall die Mindesttiefe von 135 cm überschreiten. 150 cm sind hier zu nennen, denn diese erlauben es den älteren Menschen, entspannt Zeit im Wasser zu verbringen, ohne die Gelenke zu stark zu beanspruchen.

Anzahl der Nutzer

Zu den klassischen Methoden, um die richtige Pool-Größe auszuwählen, gehört die Anzahl der Menschen, die das Becken regelmäßig zusammen benutzen werden. Hier gilt: Je mehr Menschen gleichzeitig den Pool nutzen, desto breiter sollte er sein. Auf diese Weise bieten sie den einzelnen Personen genügend Platz für eine Bahn, was vor allem in größeren Familien empfehlenswert ist. Orientieren können Sie sich hier an den folgenden Werten:

  • Breite für 1 Person: min. 250 cm
  • Breite für 2 Personen: min. 400 cm
  • Länge: ab 800 cm
nierenförmiger Pool

Diese bestimmen die empfohlene Breite für ein Becken im eigenen Garten und helfen dabei, nicht nur die Ausmaße, sondern die Pool-Form genauer zu bestimmen. Wollen Sie den Pool speziell zum Schwimmen verwenden, sind diese Maße essentiell und werden häufig für die Standardausführungen der Becken verwendet. Sollen es mehr als zwei Bahnen sein, sollten für jede Bahn noch einmal zwei Meter hinzugefügt werden. Bedenken Sie aber, dass sich die Größe dadurch schnell verändert und vielleicht nicht mehr in Ihren Garten passt. In diesem Fall wäre es empfehlenswert, nacheinander zu schwimmen, denn bereits ab sechs Metern Breite kann ein Pool ganz schön ins Geld gehen oder Platz verbrauchen. Pools, die speziell zum Entspannen oder Planschen konzipiert werden, müssen nicht so strikt an diese Werte ausgerichtet werden.

Tipp: Gerade bei einer Großfamilie ist es wichtig, auf einen deutlich breiteren Pool zu setzen. Auf diese Weise können die gesamte Familie inklusive Freunde und Bekannte das Becken nutzen, ohne das es zu Platzproblemen kommt.

Pool-Größe: Zweck

Nicht nur die Anzahl und das Alter der Personen ist entscheidend zur Bestimmung der optimalen Pool-Größe. Wichtig und viel zu häufig übersehen ist der eigentliche Zweck des Beckens. Nicht jeder baut einen Pool ausschließlich zum Entspannen, was berücksichtigt werden muss. Sie sollten aus diesem Grund speziell schauen, wofür Sie das Becken nutzen wollen. Es gibt eine Vielzahl von Verwendungszwecken, die in die Planung mit einfließen sollten:

  • Entspannung
  • zum Spielen oder für große Familien
  • als Naturpool
  • für Schwimmer oder Taucher
Schaum auf dem Teich

Wenn Sie zum Beispiel ausgiebig schwimmen, dürfen Sie die Pool-Größe nicht zu klein wählen. Für solch einen Zweck sollten Sie speziell eine sogenannte Schwimmbahn bauen. Bei dieser handelt es sich um einen Swimmingpool, der nicht so breit, dafür deutlich länger ist. Bei diesen fangen die Längen bei zehn Metern an und können je nach verfügbarem Budget und Grundstücksgröße bis zu 50 Metern reichen. Durchschnittlich werden 15, 25 oder 30 Meter gewählt. Ein Entspannungs- oder Familienpool sollte anhand der bereits genannten Schritte bemessen werden. Ein Entspannungspool kann im Vergleich zum Familienpool meist etwas kleiner ausfallen. Ganz anders ist es beim Naturpool der Fall. Bei diesem gelten folgende Punkte:

  • empfohlene Mindesttiefe: 150 bis 250 cm
  • empfohlene Größe: ab 35 m³
  • Pool-Form nur geringfügig entscheidend

Bekannt sind solche Pools ebenfalls unter dem Begriff Schwimmteich. Wenn Sie sich für diese Variante entschieden haben, sollte der Swimmingpool nicht zu klein sein, da das Gewässer sich sonst nur schwer von alleine reinigen kann. In diesem Fall müssten Sie verstärkt auf die Reinigung achten oder entsprechende Geräte installieren, die Ihnen die Arbeit abnehmen. Besonders selten ist ein Pool zum Tauchen. Da Sie diese nach unten bauen, müssen Sie sich für eine Tiefe entscheiden, die notwendig ist. Ein tieferer Tauchpool als notwendig treibt die Kosten immens in die Höhe und kann sich negativ auf die Struktur auswirken.

Nicht vergessen: Pool-Größe und Wartung

Ein wichtiger Punkt bei der Planung der idealen Pool-Größe ist die Wartung. Sie müssen Ihren Pool reinigen, für den Winter vorbereiten oder komplett neu befüllen. Ebenso ist es notwendig, Komponenten wie die Pumpe regelmäßig zu überprüfen, damit es nicht zu Problemen mit dem Wasserkreislauf kommt. Diese Punkte wirken sich auf die endgültige Größe Ihres Pools aus. Grund dafür sind der Wartungsaufwand und die Kosten, die sich durch die Größe des Beckens und der angrenzenden Terrasse ebenfalls steigern. Wenn Sie Ihren Swimmingpool ausschließlich zur Entspannung oder für die Familie nutzen, bietet sich eine kleinere Größe an, wenn Sie nicht zu viel Zeit, Geld und Aufwand in die Wartung stecken wollen. Vor allem Minipools und Schwimmteiche sind sehr wartungsfreundlich.

Häufig gestellte Fragen

Bis zu welcher Größe ist keine Baugenehmigung für den Pool erforderlich?

Wenn Sie einen Swimmingpool planen, ist eine Baugenehmigung ab einem Volumen von 50 Kubikmetern erforderlich. Das heißt, alle Größen unterhalb dieses Werts können ohne Probleme umgesetzt werden. Dabei spielt es nicht einmal eine Rolle, welche Pool-Form gewählt wird. Alle Pools ab einer Größe von 50 Kubikmetern erfordern eine Genehmigung, die Sie beim zuständigen Amt beantragen. Für die Genehmigung muss eine Gebühr gezahlt werden, deren Kosten sich in jeder Gemeinde unterscheiden.

Sollte die Tiefe des Beckens aufgrund von Kindern reduziert werden?

Hier lautet die Antwort ganz klar nein. Kinder sollten nicht ohne Aufsicht im Pool spielen oder schwimmen, zur gleichen Zeit wachsen sie sehr schnell und schon nach wenigen Jahren ist das Becken nicht mehr zu tief. Es würde sich einfach nicht lohnen, das Becken in der Tiefe zu reduzieren, denn als Teenager oder junger Erwachsener wird eine normale Tiefe benötigt, um entspannt schwimmen zu können. Vor allem wenn in Ihrem Haushalt mehrere Generationen leben, sollte eine angenehme Tiefe ausgewählt werden.

Wann bietet sich eine Gegenstromschwimmanlage an?

Bei einer Gegenstromschwimmanlage handelt es sich um ein Gerät, das eine Strömung im Pool erzeugt, die das Schwimmen auf der Stelle ermöglicht. Sie wird häufig von Schwimmern genutzt, um selbst in kleineren Becken effektiv zu trainieren. Aus diesem Grund sollten Sie über die Anschaffung einer solchen Anlage nachdenken, wenn Ihr Becken aufgrund von Platzgründen eine Länge von sechs Metern nicht überschreiten kann.

Was wirkt sich auf die Größe der Terrasse um den Swimmingpool aus?

Zu jedem Swimmingpool gehört eine Terrasse dazu, deren Größe von verschiedenen Faktoren abhängig ist. Ebenso wie für das Becken muss dieses nach Nutzen und Ausstattung angepasst werden. Dazu gehören zum Beispiel die Möglichkeit zum Sonnenbaden, zum Aufstellen von Pflanzkübeln oder einem Sichtschutz sowie das Platzieren eines Tisches für mehrere Personen. Kalkulieren Sie die Größe der Terrasse am besten bereits während der Planung des Pools ein.

Wann ist der beste Zeitpunkt für den Bau eines Pools?

Wenn Sie sich für die endgültige Pool-Größe entschieden haben, müssen Sie das Becken nur noch in Auftrag geben oder selbst bauen. Als idealer Zeitpunkt für dieses Projekt hat sich der Herbst etabliert. Gründe für diesen Termin sind das Auslaufen der Badesaison und der hauptsächlichen Arbeiten im Garten. Wird das Becken im Herbst gebaut, kann der Swimmingpool sofort zur kommenden Saison verwendet werden. Zeitdruck herrscht hier nicht.