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39 Pflanzen mit fleischigen Blättern von A-Z

39 Pflanzen mit fleischigen Blättern von A-Z - Titelbild

Dicke, fleischige Blätter sind das charakteristische Merkmal der Dickblattgewächse (Crassulaceae), die wie die Kakteen zu den Sukkulenten gehören. Wir stellen Ihnen 39 besonders schöne Arten für Garten und Zimmerkultur vor.

Auf den Punkt gebracht

  • große, sukkulente Pflanzenfamilie mit mehreren tausend Arten
  • verdickte, fleischige Blätter speichern Wasser
  • anspruchslos und sehr pflegeleicht
  • viele winterharte Arten für den Garten
  • fleischige Blätter jedoch auch bei anderen sukkulenten Pflanzenfamilien

Gewächse mit fleischigen Blättern für den Garten

Diese Gewächse sind in der Lage, genügend Wasser in ihren fleischigen Blättern zu speichern, um an trockenen Plätzen zu überleben.

Agaven (Agave)

  • auch als Jahrhundertpflanze bezeichnet
  • rosettenartiger Wuchs mit kurzem Stamm bzw. ohne Stamm
  • je nach Art kleine bis sehr große Rosetten
  • faserige, dicke, fleischige Laubblätter
  • bedornte Blattspitze (Verletzungsgefahr)

Beliebte Agaven-Arten für Topf und Gartenbeet

  • Agave parryi: kugeliger Wuchs mit bis zu 80 Zentimeter Durchmesser, bis zu 30 Zentimeter lange Blätter, verträgt kurze Frostperioden bis zu ca. minus 20 °C
  • Agave utahensis („Utah-Agave“): bis zu 40 Zentimeter Durchmesser, gelbgrüne bis bläuliche, bis zu 30 Zentimeter lange Blätter mit spitzem Enddorn, verträgt bis zu ca. minus 20 °C
  • Agave inaequidens: bildet kurzen Stamm aus, hell- bis gelbgrüne, bis zu 150 Zentimeter lange Laubblätter mit Randbezahnung
  • Agave havardiana: offene Rosetten mit bis zu 80 Zentimeter Durchmesser, bis zu 60 Zentimeter lange, kräftig gezahnte Blätter, winterhart bis ca. minus 18 °C
Agave parryi
Agave parryi

Hinweis: Das Problem bei der Überwinterung von Agaven ist ohnehin weniger die Kälte, als vielmehr die Feuchtigkeit: Agaven vertragen unsere nassen Winter nicht und gehen an einem Übermaß an Wasser zugrunde. In einem Kübel ist eine trockene Kultur besser gewährleistet.

Donarsbart (Jovibarba heuffelii)

  • auch als Fransenhauswurz bezeichnet
  • bis zu 12 Zentimeter hoch
  • rosettiger Wuchs
  • bildet Polster
  • gelbe Blütenbüschel zwischen Juni und August
Donarsbart (Jovibarba heuffelii)

Hinweis: Pflanzen Sie den Donarsbart am besten in kleinen Tuffs mit drei bis zehn Stück mit einem Pflanzabstand von 15 bis 20 Zentimetern an einer sonnigen, trockenen Stelle – etwa im Steingarten oder in Mauerfugen.

Fettblatt (Sedum)

  • auch als Mauerpfeffer bezeichnet
  • etwa 600 verschiedene Arten
  • anspruchslos, robust, winterhart und pflegeleicht
  • sowohl für den Garten als auch für die Wohnung
  • für sonnige Standorte

Beliebte Fettblatt-Arten

  • Großes Fettblatt (Sedum telephium): bis 60 Zentimeter hoch, buschiger Wuchs, rosafarbene Doldenblüten zwischen August und Oktober
  • Immergrünes Fettblatt (Sedum hybridum): bis 15 Zentimeter hoch, teppichbildend, kleine, gelbe Blüten zwischen Juni und August
  • Prächtiges Fettblatt (Sedum spectabile): bis 40 Zentimeter hoch, buschiger Wuchs, große Doldenblüten in verschiedenen Farben, Blütezeit August bis September
  • Scharfer Mauerpfeffer (Sedum acre): heimische Art für karte Böden, bis 10 Zentimeter hoch, teppichbildend, gelbe Blüten zwischen Juni und Juli
  • Teppich-Fettblatt (Sedum spurium): bis 15 Zentimeter hoch, bildet dichte Teppiche, kleine Blüten zwischen Juni und August
  • Weißer Mauerpfeffer (Sedum album): für karge Böden, bis 10 Zentimeter hoch, teppichbildend, weiße oder rosafarbene Blüten zwischen Juni und August
Großes Fettblatt (Sedum telephium)
Großes Fettblatt (Sedum telephium)

Hauswurz (Sempervivum)

  • heimisches Dickblattgewächs
  • auch als Dachwurz oder Steinrose bezeichnet
  • sehr robust, anspruchslos und winterhart
  • etwa 40 verschiedene Arten und über 7000 Sorten

Beliebte Hauswurz-Arten

  • Echte Hauswurz (Sempervivum tectorum): 5 bis 30 Zentimeter hoch, rosettenartiger Wuchs, teppichbildend
  • Berg-Hauswurz (Sempervivum montanum): immergrün, bis zu 20 Zentimeter hoch, bis zu 10 Zentimeter lange Ausläufer, große, rote Blüten zwischen Juli bis September
  • Dolomiten-Hauswurz (Sempervivum dolomiticum): bis zu 15 Zentimeter hoch, Rosetten bis zu fünf Zentimeter breit, rosarot bis purpurn gefärbte Blüten
  • Großblütige Hauswurz (Sempervivum grandiflorum): große, bis zu 10 Zentimeter breite Blattrosetten, bis zu 30 Zentimeter hohe Blühtriebe, gelbe, große Blüten
  • Spinnweb-Hauswurz (Sempervivum arachnoideum): immergrün, bis 10 Zentimeter hoch, spinnwebartig umsponnende Blattrosetten, kleine, rosafarbene Blüten zwischen Juni und Juli
Echte Hauswurz (Sempervivum tectorum)
Echte Hauswurz (Sempervivum tectorum)

Hinweis: Der heimische Dachwurz ist zwar extrem robust gegenüber frostigen Temperaturen, verträgt jedoch keinerlei Nässe. Deshalb sollten diese Pflanzen an nässegeschützten Standorten platziert werden.

Palmlilien (Yucca)

  • mehrjährige Pflanzen aus der Familie der Spargelgewächse (Asparagaceae)
  • rosettenartig angeordnete, schmale und lange Blätter
  • maiglöckchenartige Blütenstände
  • heimisch in Mittelamerika, vor allem in Mexiko
  • etwa 50 verschiedene Arten, manche davon frosthart

Winterharte Palmlilien für den Garten

  • Blaue Palmlilie (Yucca baccata): stammlos oder mit kurzem Stamm, bis zu 70 Zentimeter lange Blätter, kurze Blütenstände zwischen April und Juli, frosthart bis minus 20 °C
  • Fädige Palmlilie (Yucca filamentosa): bis zu 120 Zentimeter hoch, imposante Blütenstände mit großen, weißen Blüten, sehr gut winterhart und robust
  • Kerzen-Palmlilie (Yucca gloriosa): in Nordamerika heimisch, entwickelt mit dem Alter einen bis zu zwei Meter hohen Stamm, Blütezeit im Herbst, bedingt winterhart
  • Zwerg-Palmlilie (Yucca nana): bildet Rosetten mit Durchmesser bis zu 25 Zentimetern aus, bis zu einem Meter hoher Blütenstand im Mai, frosthart bis minus 20 °C
Fädige Palmlilie (Yucca filamentosa)
Fädige Palmlilie (Yucca filamentosa)

Hinweis: Ebenfalls zu den Palmlilien gehört die nicht frostharte und deshalb ausschließlich in Zimmerkultur gehaltene Yucca-Palme, die botanisch korrekt Yucca elephantipes (Riesen-Palmlilie) heißt und zwischen zwei und zehn Metern hoch werden kann.

Pflanzen mit fleischigen Blättern für die Zimmerkultur

Einige Pflanzen entzücken nicht nur durch ihre fleischigen Blätter, sondern auch durch ihre Blütenpracht. Solche werden gerne als Zimmerpflanzen gehalten.

Aloen (Aloe)

  • Pflanzen aus der Unterfamilie der Affodillgewächse (Asphodeloideae)
  • über 500 verschiedene Arten
  • verschiedene Wuchsformen: stammlos, strauchartig oder baumförmig
  • Blätter oft lang, dreieckig und bezahnt bzw. mit Stacheln besetzt
  • heimisch vor allem in Süd- und Ostafrika

Beliebte Aloe-Arten für die Zimmerkultur

  • Echte Aloe (Aloe vera): bis zu 50 Zentimeter lange, graugrüne, bezahnte Blätter, rosettenartiger Wuchs ohne bzw. mit kurzem Stamm, bekannte Heilpflanze
  • Ewige Aloe oder Baum-Aloe (Aloe arborescens): bildet Stamm aus, verzweigt sich stark, bis zu drei Meter hoch, auffällig gezahnte Blätter
  • Fächer-Aloe (Aloe aculeata): bildet mehrere Stämme und verzweigte Krone aus, ausladender, fächerartiger Wuchs, sehr schmale Blätter ohne Zähne
  • Kugelige Aloe (Aloe aristata): wächst in Gruppen von mehreren Rosetten, Zwergform mit bis zu 15 Zentimetern langen Blättern mit weißem Fleckenmuster, giftig
  • Spiral-Aloe (Aloe polyphylla): markante Rosette mit spiralförmig angeordneten fleischigen Blättern, häufig mit farbiger Spitze, giftig
  • Stachelige Aloe (Aloe aculeata): bis zu 60 Zentimeter lange, fleischige Blätter in großer Blattrosette, auffällige rote Bezahnung an Blatträndern und Blattflächen
  • Tiger-Aloe (Aloe variegata): Zwerg-Aloe mit gescheckten Blättern, nur bis ca. 15 Zentimeter hoch
  • Wilde Aloe oder Kap-Aloe (Aloe ferox): aus Südafrika, stammbildend, mattgrüne bis rötliche, bis zu 100 Zentimeter lange Blätter
Wilde Aloe oder Kap-Aloe (Aloe ferox)
Wilde Aloe oder Kap-Aloe (Aloe ferox)

Hinweis: Besonders bekannt und beliebt ist wahrscheinlich die als Heilpflanze genutzte Aloe vera. Doch Vorsicht: Diese wird gern mit anderen, jedoch giftigen Arten verwechselt. Achten Sie daher beim Kauf auf den korrekten Pflanzennamen.

Echeverien (Echeveria)

  • mehrjährige, immergrüne, sukkulente Dickblattgewächse
  • besonders große, fleischige Blätter
  • große Rosetten, meist stammlos
  • heimisch in Mittel- und Südamerika, viele Arten aus Mexiko
  • etwa 150 verschiedene Arten

Beliebte Echeverien für die Zimmerkultur

  • Echeveria agavoides:  bis zu 15 Zentimeter hoch, Blattrosetten bis 35 Zentimeter im Durchmesser, bis zu sieben Zentimeter lange Einzelblätter
  • Echeveria elegans: Rosetten bis zu 10 Zentimeter im Durchmesser, hellgrüne, fleischige Blätter mit transparenten Rändern
  • Echeveria derenbergii: bildet kugelförmige, bis zu 17 Zentimeter breite Rosetten auf einem Stamm, blaugrüne Blätter, blüht orangerot im Spätsommer
  • Echeveria leucotricha: Halbstrauch mit hellgrünen, sehr dickfleischigen Blättern und roten Blüten
  • Echeveria gibbiflora: Halbstrauch mit graugrünen Blättern und hellroten Blüten, selten
  • Echeveria harmsii: bildet lockere Rosetten mit kräftig grünen Blättern aus, scharlachrote oder gelbe, einzeln stehende Blüten
  • Echeveria pulvinata: bildet lockere Rosetten mit weiß behaarten Blättern aus, verkahlt mit der Zeit von unten (Stammbildung), scharlachrote Blüten
Echeveria elegans
Echeveria elegans

Eidechsenhaut-Dickblatt (Crassula tecta)

  • heimisch in Südafrika
  • Blätter mit weißen, kleinen Papillen (Noppen) überzogen
  • zwergig wachsende Rosettenpflanze
  • Blätter bis 25 Millimeter lang
Eidechsenhaut-Dickblatt (Crassula tecta)
Quelle: Michael Wolf, Crassula tecta 03, bearbeitet von Plantopedia, CC BY-SA 3.0

Tipp: Dieses aparte Dickblattgewächs benötigt ein mineralisches Substrat und darf nur sehr sparsam gewässert werden. Eine Düngung ist lediglich einmal im Jahr erforderlich.

Flammendes Käthchen (Kalanchoë blossfeldiana)

  • bis 40 Zentimeter hoch
  • ausdauernde, üppige Blüte in den Wintermonaten
  • viele Blütenfarben: rot, rosa, violett, orange, gelb, weiß
  • pflegeleicht, für sonnige Fensterbänke
  • mehrjährig, kann immer wieder zum Blühen gebracht werden
Flammende Käthchen (Kalanchoë blossfeldiana)

Hinweis: Die beliebte Zimmerpflanze wird nach der Blüte häufig weggeworfen, lässt sich jedoch durch einen Trick immer wieder zum Blühen bewegen. Hierzu die Pflanzen im Herbst für mehrere Wochen täglich für 12 bis 14 Stunden abdunkeln, z. B. durch das Überstülpen eines Kartons.

Geldbaum (Crassula ovata)

  • wird bis zu 100 Zentimeter hoch
  • buschiger bis baumartiger Wuchs
  • pflegeleicht und sehr genügsam
  • für sonnige bis halbschattige Standorte
Geldbaum (Crassula ovata)

Hinweis: Es ist kaum bekannt, aber im Freien übersommerte Exemplare des Geldbaums können zwischen Februar und April blühen. Die kleinen Blütenrispen sind rosafarben oder weiß und duften leicht.

Pfennigbaum (Crassula arborescens)

  • baumartiger, stark verzweigter Wuchs
  • bis zu 150 Zentimeter Wuchshöhe, Stammdicke bis sechs Zentimeter
  • verdickte, graugrüne Blätter mit rötlichen Rändern und puderartigem Überzug
  • heimisch in Südafrika
Pfennigbaum (Crassula arborescens)

Häufig gestellte Fragen

Warum haben Dickblattgewächse so fleischige Blätter?

Die dickfleischigen Blätter sind ein charakteristisches Merkmal der Dickblattgewächse. In ihnen speichern die in trockenen Regionen der Erde lebenden Gewächse Wasser, weshalb sie wie auch Kakteen zu den Sukkulenten gezählt werden. Übrigens handelt es sich bei den Dickblattgewächsen (Crassulaceae) um eine Pflanzenfamilie, die mehrere tausend Arten umfasst und mit Ausnahme der Antarktis überall auf dem Erdball vorkommt. Doch nicht alle Pflanzen mit fleischigen Blättern gehören zu den Dickblattgewächsen – auch andere Sukkulenten weisen dieses Merkmal auf, etwa Aloen oder Agaven.

Worauf muss man bei der Pflege von Dickblattgewächsen achten?

Diese Familie von Sukkulenten zeichnet sich nicht nur durch eine immense Formen- und Farbenvielfalt aus, sondern auch durch ihre anspruchslosen und pflegeleichten Eigenschaften. Diese machen die Dickblattgewächse zu beliebten Zierpflanzen fürs Gartenbeet und für Pflanzgefäße. Sie brauchen nur wenig Wasser, müssen nur selten (oder gar nicht) gedüngt werden und bevorzugen zumeist ein mineralisches Substrat. Achten Sie vor allem darauf, mit Wasser sparsam umzugehen und die Pflanzen keinesfalls zu feucht oder gar in Staunässe zu halten.

Wo wachsen Dickblattgewächse?

Dickblattgewächse kommen – mit Ausnahme der Antarktis – in nahezu allen Erdregionen vor, sofern es dort trocken ist. Aufgrund der Fähigkeit, Wasser in ihren fleischigen Blättern zu speichern, bewältigen die Überlebenskünstler trockene Bedingungen, die andere Pflanzenarten dahinraffen. Je nach Herkunft sind viele Arten sogar winterhart und können daher in den Garten gepflanzt werden. Andere hingegen vertragen nur kurzzeitig Frost bzw. sollten im Winter hauptsächlich vor Feuchtigkeit geschützt werden.

Michelle ist mit vielen Haus- und Hoftieren auf dem Bauerngut ihrer Eltern aufgewachsen. Nebenbei kümmert sich die Vegetarierin hingebungsvoll um ihre Kräuter- und Gemüsebeete. Sie notiert ihr erworbenes Wissen und teilt es gerne mit den Plantopedia-Lesern und Leserinnen.

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