Drachenbaum, Dracaena surculosa – Pflege-Anleitung von A-Z

Dracaena surculosa Drachenbaum Titelbild
Steckbrief und Pflege-Infos öffnenschließen
Blütenfarbe
weiss, grün
Standort
Halbschatten, Absonnig
Blütezeit
Mai, Juni, Juli, August
Wuchsform
aufrecht, ausladend, buschig
Höhe
150 bis 250 cm hoch
Bodenart
sandig, lehmig
Bodenfeuchte
mäßig feucht, sehr feucht
pH-Wert
neutral, schwach sauer
Kalkverträglichkeit
Kalktolerant
Humus
humusreich
Giftig
Ja
Pflanzenfamilien
Spargelgewächse, Asparagaceae
Pflanzenarten
Topfpflanzen, Zimmerpflanzen, Mediterrane Pflanzen
Gartenstil
Topfgarten, Parkanlage, Wintergarten, Terrassengarten

Der sogenannte Drachenbaum gehört sicherlich zu den dankbarsten und optisch eindrucksvollsten Zimmerpflanzen. Er kann eine beeindruckende Größe erreichen und erinnert dann nicht selten an eine Palme. Dabei ist er genau genommen noch nicht einmal ein richtiger Baum, sondern ein Spargelgewächs. Zum Glück für alle Pflanzenfreunde ist der Drachenbaum äußerst genügsam und bedarf keines großen Pflegeaufwands. Dracaena surculosa gilt sogar als äußerst pflegeleicht. Auch Anfänger kommen mit dieser Zimmerpflanze ganz wunderbar zurecht.

Steckbrief

  • botanischer Name: Dracaena, Dracaena surculosa
  • Gattung: Dracaenae
  • gehört zur Pflanzenfamilie der Spargelgewächse (Asparagaceae)
  • Trivialnamen: Drachenbaum, kanarischer Drachenbaum
  • ausladend und aufrecht wachsende Blattschmuckpflanze
  • Wuchshöhe: 1,5 bis 2,5 Meter
  • Blätter: lange, schmale, an Lanzetten erinnernde, zugespitzte Blattform in grüner bis blaugrüner Farbe
  • Blüten: grünlich-weiß, in Rispen zusammengefasst
  • Blütezeit: Mai bis August
  • Herkunft: Kanarische Inseln
  • nicht winterhart, frostempfindlich
  • kalktolerant

Standort

Dracaena surculosa ist eine Zimmerpflanze und eignet sich in unseren Breiten nicht für die Kultivierung im Freien. Sie passt allerdings perfekt in Wintergärten. Den Sommer kann sie auch auf der Terrasse verbringen. Allerdings sollte man sich im Klaren darüber sein, dass sie eine Höhe von bis zu 2,5 Meter erreichen und sehr ausladend werden kann. Bei der Standortwahl muss deshalb zwingend darauf geachtet werden, dass genügend Platz vorhanden ist. Ideal ist ein ganzjährig heller, nicht zugiger Standort. Direkte Sonneneinstrahlung gilt es jedoch unbedingt zu vermeiden. Sorgen Sie im Sommer also für eine leichte Beschattung.

Pflanzsubstrat

Dracaena surculosa
Bei der richtigen Pflege erstrahlen die Blüten in voller Pracht.

Die wichtigste Voraussetzung beim Pflanzsubstrat für den Drachenbaum ist, dass es möglichst grobkörnig, locker und gut durchlässig ist. Außerdem sollte es von Hause aus nicht zu humus- und nährstoffreich sein, da Dracaena surculosa nur einen sehr geringen Nährstoffbedarf hat. Grundsätzlich können Sie herkömmliche Blumenerde verwenden. Vermischen Sie diese allerdings mit Sand, Kies oder auch Blähton. Auch die Kultivierung als Hydrokultur ist problemlos möglich. Weil der Drachenbaum ausgesprochen kalktolerant ist, muss man sich in Sachen pH-Wert keine großen Gedanken machen. Als ideal hat sich allerdings ein pH-Wert von sechs erwiesen, was dem neutralen Bereich entspricht.

Gießen

Wie bereits angedeutet, ist der Drachenbaum ausgesprochen pflegeleicht. Das gilt explizit auch für das Gießen. Die Pflanze kommt mit erstaunlich wenig Wasser aus. Als Faustregel gilt, dass das Erdreich durchgehend leicht feucht gehalten werden sollte. Es darf auf gar keinen Fall über längere Zeit hinweg nass sein. Auch Staunässe gilt es unbedingt zu vermeiden, da diese schnell zum Faulen der Wurzeln führen würde. Trocknet hingegen mangels Wasserzufuhr der Wurzelballen aus, hat dies meist unschöne braune Blattränder zur Folge. Durch regelmäßiges, aber eben auch verhältnismäßig sparsames Gießen lässt sich das freilich relativ leicht vermeiden.

Düngen

Auch wenn Dracaena surculosa wirklich genügsam ist und nur sehr wenige Nährstoffe benötigt, um wachsen und gedeihen zu können, sollte dennoch in den Monaten März bis September gedüngt werden. Eine Düngegabe pro Woche reicht dabei vollkommen aus. Am besten verwendet man dafür herkömmlich Grünpflanzendünger aus dem Fachhandel. Er sollte allerdings flüssig sein, mit dem Gießwasservermischt und dann einfach beim Gießen verabreicht werden. Bei der Dosierung hält man sich an die Angaben des Herstellers. Empfehlenswert ist bei dieser Zimmerpflanze lieber etwas weniger als zu viel zu düngen.

Schneiden

Drachenbaum Dracaena surculosa Blätter schneiden
Mit einem regelmäßigen Schnitt der Dracaena surculosa kann zweierlei bewirkt werden.

Zum einen lässt sich der Drachenbaum damit in die jeweils gewünschte Form bringen. Zum anderen können aus den abgeschnittenen Trieben neue Pflanzen gewonnen werden. Um den Schnitt von Dracaena surculosa richtig angehen zu können, muss man wissen, dass die Pflanze gerade an lichtärmeren Standorten häufig sehr lange, weitgehend kahle Triebe ausbildet. Derartige Triebe sind ein deutlicher Hinweis darauf, dass der Standort gewechselt werden muss. Gleichzeitig gilt es, die Pflanze ordentlich zurückzuschneiden. Dabei sind zwei Dinge besonders wichtig:

  • alle langen Triebe mit einer scharfen, sauberen Gartenschere abschneiden
  • anschließend die Schnittstellen sofort mit Baumwachs verschließen, um ein Austrocknen zu verhindern

Unter normalen Umständen wird der Drachenbaum bereits wenige Wochen nach dem Schnitt kurz unter der Schnittstelle Verdickungen Ausbildung, aus denen heraus sich dann neue Triebe entwickeln. Grundsätzlich ist die Pflanze übrigens in der Lage, in Höhe jedes alten Blattansatzes neue Triebe auszubilden.

Vermehren

Wie bereits erwähnt, lassen sich die abgeschnitten Triebe perfekt dazu nutzen, um Dracaena surculosa zu vermehren, wenn man das möchte. Dazu werden zunächst die Blattschöpfe komplett abgeschnitten. Je nach Größe der Schnittflächen sollten diese dann wiederum mit handelsüblichem Baumwachs verschlossen werden. Anschließend steckt man die Triebe ganz einfach in ein mit Wasser gefülltes Glas. Schon nach wenigen Wochen bilden sich daran Wurzeln. Auch die ersten neue Triebe können sich bereits ausbilden. Anschließend wird die junge Pflanze einfach in ein eigenes Gefäß gepflanzt – entweder alleine oder mit mehreren zusammen.

Umtopfen

Dracaena surculosa ist ausgesprochen wachstumsfreudig. Deshalb kommt man auch nicht umhin, die Pflanzen in regelmäßigen Abständen umzutopfen. In der Regel dürfte das in einem Rhythmus von zwei bis drei Jahren der Fall sein. Von besonderer Bedeutung ist dabei, jeweils ein ausreichend großes Pflanzgefäß zu wählen, das dem Wurzelwerk des Drachenbaums genügend Platz bietet – und zwar sowohl in der Tiefe als auch in der Breite. Bevor es ans Einpflanzen geht sollte er Wurzelballen unbedingt von eventuell vorhandenen fauligen Stellen befreit werden. Dazu verwendet man am besten ein sauberes, scharfes Messer.

Überwintern

Drachenbaum Dracaena surculosa Blätter
Auch im Winter mag Dracaena surculosa es nicht zu kalt.

Auch in den Wintermonaten (Oktober bis Februar) mag es Dracaena surculosa gerne hell. Allerdings bevorzugt der Drachenbaum dann etwas kühlere Temperaturen. Wichtig: Die Temperatur darf eine Grenze von zehn Grad Celsius nicht unterschreiten. Als ideale Raumtemperatur haben sich für die Überwinterung 18 Grad Celsius erwiesen. In dieser Ruhephase können sowohl die Wasser- als auch die Düngergaben reduziert werden. Auf beides ganz zu verzichten ist jedoch nicht möglich. Außerdem sollte die Pflanze einmal pro Woche mit kalkarmem Wasser besprüht werden.

Krankheiten und Schädlinge

Dracaena surculosa ist nicht nur sehr genügsam und pflegeleicht, sondern auch noch überaus robust gegenüber Krankheiten und Schädlingen. Krankheiten treten praktisch nur auf, wenn der Wurzelballen austrocknet, Staunässe vorhanden ist oder die Temperatur zu gering ist. Alle drei Faktoren lassen sich logischerweise relativ leicht korrigieren. In Sachen Schädlingen kann dem Drachenbaum praktisch nur die Spinnmilbe gefährlich werden, die dann natürlich bekämpft werden muss. Entsprechende Mittel dafür gibt es im Fachhandel. Um einen möglichen Befall zu entdecken, empfiehlt sich die regelmäßige, peinlich genau Kontrolle der Pflanze.

Weitere Tipps: Der Drachenbaum mag es ausgesprochen hell. Auch wenn er kein Freund direkter Sonneneinstrahlung ist, neigt er dennoch dazu, sich stets in Richtung der Lichtquelle auszurichten. Das kann kann relativ schnell dazu führen, dass er krumm wächst, was sein Erscheinungsbild erheblich beeinträchtigen kann. Um diesen krummen Wuchs zu verhindern, sollte die Pflanze deshalb regelmäßig gedreht werden. Steht Dracaena surculosa im Sommer auf der Terrasse muss zudem für eine Beschattung gesorgt werden. Dabei sollte man auch eine mögliche Bodenkälte während der Nächte berücksichtigen. Auf der sicheren Seite ist man definitiv, wenn das Pflanzgefäß auf deiner möglichst dicken Styroporplatte steht. Das gilt im Übrigen auch bei der Überwinterung.

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