Drachenbaum, Dracaena massangeana – Pflege von A-Z

Drachenbaum, Dracaena massangena
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Standort
Halbschatten
Wuchsform
aufrecht, buschig, mehrjährig
Höhe
bis zu 250 Zentimeter hoch
Bodenart
sandig, tonig
Bodenfeuchte
mäßig feucht, frisch
pH-Wert
schwach sauer
Kalkverträglichkeit
Kalktolerant
Humus
humusreich
Giftig
Ja
Pflanzenfamilien
Spargelgewächse, Asparagaceae
Pflanzenarten
Zierpflanzen, Zimmerpflanzen
Gartenstil
Wintergarten, Wohngarten

Der Drachenbaum trägt den Beinamen Drachenlilie und gehört zur Familie der Spargelgewächse. Die Verbreitung der Zimmerpflanze ist enorm, von Australien bis zu den Kanarischen Inseln kann sie gefunden werden. In ihrer ursprünglichen Heimat erreicht die Pflanze eine Höhe von mehreren Metern. Es gibt bis zu 150 verschiedene Arten des Drachenbaums, die leichte Giftigkeit haben sie alle gemeinsam.

Steckbrief

  • gehört zur Ordnung der spargelartigen (Asparagales)
  • gehört zur Familie der Spargelgewächse (Asparagaceae)
  • ist schwach giftig für Katzen, Hunde und Kleintiere
  • gehört zur Unterfamilie Nolinoideae
  • gehört zur Gattung Dracaena
  • stammt ursprünglich aus zahlreichen Regionen rund um Afrika, Australien und Europa

braucht zwischen Mai und September folgende Pflege:

  • Standort im Freien ab acht Grad
  • braucht einen Platz im Halbschatten
  • hat nur einen mäßigen Wasserbedarf
  • braucht ca. alle vier Wochen Dünger
  • benötigt eine hohe Luftfeuchtigkeit

braucht zwischen Oktober und April folgende Pflege:

  • Standort innen ab minus acht Grad
  • heller Standort bei maximal zehn Grad
  • geringe Mengen Wasser
  • kein Dünger
  • Winterruhe

Standort

Bei der Wahl des richtigen Standorts für einen Drachenbaum gibt es eine Faustregel: Je weniger Grün an Ihrem Dracaena massangeana vorhanden ist, desto mehr Licht benötigt er. Eine direkte Sonneneinstrahlung schätzt die Pflanze aber nicht, auch wenn er lernen kann sie zu tolerieren.

Dracaena massangeana genießt einen halbschattigen Standort. Im Sommer, sobald die Außentemperaturen über acht Grad steigen, kann die Pflanze in freier Natur aufgestellt werden. Bestens geeignet ist ein Terrassenplatz oder ein Standort in einem geschützten Wintergarten.

Wichtig ist, dass Sie Dracaena massangeana vor direkter Sonne schützen, denn sonst kann er sehr schnell braune Blätter bekommen, weil er verbrennt.

Substrat

Dracaena massangeana ist im Punkt Substrat überhaupt nicht anspruchsvoll. Mit einer handelsüblichen Blumenerde sind die Pflanzen ebenso zufrieden wie mit Palmensubstrat. Wichtig ist allerdings, dass Sie Dracaena massangeana regelmäßig umtopfen, da die Pflanze stark wächst. Wie häufig Sie umtopfen müssen hängt unter anderem an der Größe Ihres Drachenbaums.

Der Drachenbaum braucht regelmäßig Wasser

Folgende Tipps sind zu beachten:

  • kleine Exemplare brauchen im Abstand von zwei bis drei Jahren einen neuen Topf
  • große Pflanzen brauchen jährlich einen neuen Topf
  • im ersten Schritt wird die Erde vom Topfrand gelockert
  • im zweiten Schritt wird der Drachenbaum massangeana vorsichtig aus dem Topf gehoben
  • achten Sie darauf die empfindlichen Wurzeln von Dracaena massangeana nicht zu beschädigen
  • der neue Topf sollte zu einem Drittel mit Substrat gefüllt sein
  • setzen Sie den Wurzelballen in den neuen Topf
  • füllen Sie den Topf mit Substrat auf und drücken dieses leicht an
  • mit einer geringen Menge Wasser wird nun angegossen

Düngen und gießen

Dracaena massangeana braucht regelmäßig Wasser, aber nicht in übermäßiger Menge. Er sollte jedoch immer in feuchtem Substrat stehen. Vorsicht ist vor Staunässe geboten, denn hiervon bekommt der Drachenbaum schnell faule, braune Blätter.

Dürreperioden sind für Drachenbäume erträglich, allerdings werden sie schnell ihre Blätter ab. Während der Wintermonate ist der Wasserbedarf sehr gering, die Wassergabe sollte höchstens alle drei Tage erfolgen.

Wichtige Tipps zum Düngen und gießen:

  • Topf muss unten mit Löchern versehen sein, damit überschüssiges Wasser abfließt
  • achten Sie darauf, dass kein Gießwasser im Untersetzer steht
  • gießen Sie Ihren Dracaena massangeana jeden Tag und sprühen Sie jeden zweiten Tag die Blätter feucht ab
  • einmal pro Monat wird der Drachenbaum mit Grünpflanzendünger gedüngt
  • im Winter (Oktober bis Januar) gießen Sie nur alle drei Tage mäßig
  • einmal pro Woche sollten im Winter die Blätter abgesprüht werden
  • verwenden Sie kalkarmes Wasser, gut geeignet ist Regenwasser
  • während der Winterphase müssen Sie die Pflanze nicht düngen

Schneiden

Um eine bessere Verzweigung und ein stärkeres Wachstum zu erreichen, sollten Sie den Drachenbaum regelmäßig kürzen und schneiden. Die Pflanze wächst schnell, was einen Schnitt gerade bei Zimmerpflanzen nötig machen kann.

Doch ein starkes Wachstum ist nicht immer ein Zeichen von Gesundheit. Drachenbäume die unter Lichtmangel leiden, schießen oft dünn und kümmerlich in die Höhe. Hier müssen Sie dann nicht nur schneiden, sondern auch den Standort wechseln.

Drachenbäume faulen bei zu viel Feuchtigkeit

Der Schnitt im Überblick:

  • der beste Zeitpunkt für den Schnitt ist das Frühjahr, da Schnittwunden besser heilen
  • die Krone wird in der Regel komplett abgeschnitten
  • wenn Ihnen ein Komplettschnitt zu viel ist, können Sie den Drachenbaum einfach kürzen
  • der richtige Schnittpunkt ist oberhalb einer Triebknospe
  • nachdem Sie geschnitten haben, verschließen Sie die Wundstelle mit Kerzenwachs
  • der erneute Austrieb findet nach zwei bis drei Wochen statt
  • ältere Exemplare dürfen Sie nicht zu stark kürzen, sie treiben dann nicht mehr aus
  • die Pflanzenteile sind giftig, achten Sie darauf dass Katzen und andere Tiere nicht davon fressen

Vermehren

Es gibt zwei Arten wie Sie Ihren Dracaena massangeana vermehren können: Kopfstecklinge und Stammstecklinge. Die Handhabung ist ähnlich, kleine Unterschiede gibt es aber doch.
Vermehren durch Kopfstecklinge:

Wenn Sie den Drachenbaum vermehren möchten, ist der Zeitpunkt des Schnitts ideal geeignet. Da Sie zu diesem Zeitpunkt ohnehin überflüssiges Schnittgut erhalten, können Sie die Pflege mit dem Nützlichen verbinden. Und so geht’s:

  • ein Kopfsteckling sollte eine Länge von 20 – 30 cm. betragen
  • schneiden Sie ausschließlich mit scharfem, desinfizierten Werkzeug
  • achten Sie auf eine möglichst kleine Schnittwunde
  • je größer die Schnittwunde, desto höher die Gefahr einer Keimbesiedelung
  • die Schnittstelle muss mit Holzkohlepulver oder Kerzenwachs versiegelt werden
  • entfernen Sie nun an Ihrem Steckling die unteren Blätter komplett
  • der Kopfsteckling muss nun für einen Tag trocknen

Vermehrungsarten

Nach den oben genannten Schritten können Sie wählen, ob Sie die weitere Vermehrung im Wasserglas oder in einem Gefäß mit Substrat vornehmen. Für beide Arten gibt es verschiedene Schritte zu befolgen.

Gelbe blätter sind ein Hinweis von Schädlingsbefall

Die Weitervermehrung im Wasserglas:

  • diese Art kommt besonders bei großen Kopfstecklingen zum Einsatz
  • stecken Sie den Steckling in ein Glas mit Wasser, welches Sie täglich austauschen
  • achten Sie darauf, dass die Blätter nicht immer Wasser hängen
  • wenn Sie erste Wurzeln erkennen, ist ein heller, warmer Platz nötig
  • die Temperatur sollte zwischen 21 und 24 Grad betragen
  • nach vier Wochen können Sie den Kopfsteckling vorsichtig ins Substrat setzen

Die Weitervermehrung in Substrat:

  • der 24 Stunden getrocknete Steckling wird in ein Gefäß mit feuchtem Substrat gesteckt
  • eine Mischung aus Sand und Erde ist gut geeignet
  • stülpen Sie eine durchsichtige Plastiktüte über den Topf
  • ein warmer, halbschattiger Standort ist optimal geeignet
  • besprühen Sie das Substrat täglich mit Feuchtigkeit
  • entfernen Sie den Plastikbeutel jeden Tag mehrfach, um den Steckling zu lüften
  • bis zur Bewurzelung dauert es etwa sechs Wochen

Die Vermehrung über Stammstecklinge

Eine weitere Methode der Vermehrung ist die Gewinnung von Stammstecklingen. Diese sollten möglichst jung sein, damit sie auch tatsächlich Wurzeln bilden. Bei dieser Art der Vermehrung gibt es einige Fehlerquellen zu beachten, die eine Bewurzelung verhindern können.

Stammstecklinge zur Vermehrung abschneiden

Und so geht’s:

  • der Stamm wird in Teile von zehn bis 20 cm. Länge geschnitten
  • beachten Sie unbedingt die Ober- und Unterseite
  • falschrum ins Substrat gesetzte Stammstecklinge werden keine Wurzeln entwickeln
  • jedes Stammstück braucht mindestens eine Triebknospe
  • die Bewurzelung ist wahlweise im Wasserglas oder in Substrat möglich
  • sobald sich erste Triebe zeigen, dürfen Sie vorsichtig düngen
  • entwickelt sich ein Blattschopf, ist es Zeit für den Drachenbaum umgetopft zu werden

Krankheiten

Grundsätzlich gelten Drachenbäume als sehr robuste Pflanzen. Durch falsche Pflegemaßnahmen oder einen falschen Standort kann es jedoch zu Krankheiten kommen. Auch der Befall mit Schädlingen ist möglich. Die folgenden Krankheiten sind bei Drachenbäumen am häufigsten zu finden:

  • Wurzelfäule
  • Pilzbefall

Die Wurzeln des Drachenbaums faulen vor allem dann, wenn er zu viel Wasser bekommt oder Staunässe ausgesetzt wird. Braune Blätter sind das Endstadium, zunächst aber fällt die Krankheit kaum auf.

Die Erde beginnt mit der Zeit unangenehm zu riechen und es kann sich Schimmel bilden. Da dieser auf die Wurzeln übergreift, müssen Sie im Ernstfall schnell handeln. Alle betroffenen Wurzelteile müssen entfernt werden, manch eine Pflanze ist nicht mehr zu retten.

Pilzinfektionen

Die Pilzinfektion beim Drachenbaum ist meist das Resultat einer nicht entdeckten Wurzelfäulnis. Der Stamm weicht von innen auf, die Krankheit kann sich bis zur Krone ausbreiten.

Hier können Sie nur mit einem Fungizid Abhilfe schaffen, allerdings sind viele Drachenbäume nicht mehr zu retten.

Schwächung durch Blüte und Standort

Die Pflanze wird durch falsche Umweltbedingungen anfälliger für Krankheiten. Ein Risikofaktor ist der falsche Standort. Werden Drachenbäume der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt, bilden Sie schnell gelbe Blätter – ein Sonnenbrand hat sich eingestellt. Der Drachenbaum braucht nun viel mehr Energie und wird anfälliger für Krankheiten.

Die Blüte ist bei vielen Pflanzen ein gern gesehenes Highlight, beim Drachenbaum hingegen eine Seltenheit. Hierzulande blüht kaum ein Exemplar und passiert es doch, tritt die Blüte überraschend auf. Bei alten, geschwächten Bäumen sollte diese entfernt werden, da sie der Pflanze Nährstoffe entzieht.

Schneiden Sie den Drachenbaum regelmäßig

Schädlinge

Es gibt drei Hauptarten von Schädlingen, die dem Drachenbaum gefährlich werden können:

  • Spinnmilben
  • Schmierläuse
  • Thripse

Spinnmilben:

Durch die trockene Heizungsluft entsteht für Spinn

milben ein ideales Klima und sie machen sich gern auf Zimmerpflanzen breit. Bei Drachenbäumen sind sie auf der Unterseite der Blätter zu finden, dort hinterlassen sie ihre weißen Gespinste. Gelbe Blätter sind ein Hinweis für den Befall.

Schmierläuse:

Es sieht von weitem aus, als hätten sich Wattebausche auf den Blättern gebildet. Tatsächlich handelt es sich um einen Befall mit Schmierläusen. Die Schädlinge siedeln sich auf der Blattoberseite an, dadurch sind sie relativ gut zu erkennen und zu behandeln.

Thripse:

Wenige Millimeter lang, dunkelbraun und gefährlich sind Thripse, eine Schädlingsart die die Blattunterseite des Drachenbaums befällt. Die Insekten saugen Nahrung aus dem Inneren der Blätter, so dass diese langsam absterben, wenn Sie nicht dagegen vorgehen.

Spinnmilben und Thripse behandeln:

Der Befall mit Spinnmilben und Thripsen kann in jedem Fall mit Insektiziden behoben werden. Sie können jedoch auch ein Hausmittel anwenden, was sich bewährt hat. Hierfür duschen Sie Ihren Drachenbaum kräftig und stellen Ihn anschließend in eine Plastiktüte. Er braucht nun für einige Tage einen hellen Standort ohne Sonne. Nach vier Tagen sind die Insekten in der Regel verschwunden.

Schmierläuse behandeln:

Schmierläuse lassen sich durch eine kräftige Dusche mit Seifenlauge und Spiritus relativ simpel beseitigen. Gefahr droht allerdings durch die Eier, die im Substrat abgelegt werden. Bei einem Befall ist es daher immer ratsam das komplette Substrat zu tauschen.

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