Echter Gewürzstrauch, Calycanthus floridus/fertilis – Pflege von A-Z

Echter Gewürzstrauch, Calycanthus floridus/fertilis
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Blütenfarbe
rot, braun
Standort
Halbschatten, Sonnig
Blütezeit
Mai, Juni, Juli
Wuchsform
aufrecht, ausladend, buschig
Höhe
bis zu 250 Zentimeter hoch
Bodenart
sandig, lehmig, kiesig, tonig
Bodenfeuchte
mäßig feucht, frisch
pH-Wert
neutral, schwach sauer
Kalkverträglichkeit
Kalktolerant
Humus
humusreich
Giftig
Ja
Pflanzenfamilien
Gewürzstrauchgewächse, Calycanthaceae
Pflanzenarten
Ziergehölze, Duftpflanzen
Gartenstil
Ziergarten, Wohngarten

Der Echte Gewürzstrauch Calycanthus floridus macht seinem Namen alle Ehre, denn besonders in den Abendstunden verströmen Blüten, Blätter und Rinde unterschiedliche aber sehr angenehme Düfte. Während sein Holz nach Gewürznelken duftet, wird der Blütenduft häufig als magnolien- oder erdbeerähnlich empfunden. Neben den intensiven Düften fallen vor allem die grazil geformten,  rostbraunen Blüten auf, die ihrer Form nach ebenfalls an Magnolien erinnern und auf dem grünen Laub für einzigartige Kontraste sorgen.

Steckbrief

  • Pflanzenfamilie: Gewürzstrauchgewächse (Calycanthaceae)
  • botanische Namen: Calycanthus floridus, Syn.Calycanthus fertilis, Calycanthus glaucus
  • deutsche Namen: Echter Gewürzstrauch, Nelkenpfeffer
  • Herkunft: Nordamerika
  • Wuchs: aufrecht, strauchförmig, sparrig, langsam wüchsig
  • Wuchshöhe: 120 – 250 cm
  • Blüte: einfach, vielzählig, sternförmig, dunkelrot bis rotbraun, duftend, ca. 5 cm groß
  • Blütezeit: Mai bis Juli
  • Laub: frischgrün, unterseits gräulich, glänzend, Laub abwerfend, Laub und Rinde würzig duftend
  • Frucht: Nussfrüchte
  • Kalkverträglichkeit: gut kalkverträglich
  • Giftigkeit: Frucht und Samen giftig

Pflege

Calycanthus floridus wächst als aufrechter, ausladender Strauch, wobei er Wuchshöhen von bis zu 250 cm erreichen kann. Es ist ein sehr dekoratives Gehölz, das sich sowohl für eine Pflanzung im Garten als auch für eine Kübelhaltung eignet. Seine zunehmende Beliebtheit verdankt er seinen auffallenden Blüten und den würzigen, aromatischen und süßlichen Düften des Holzes, der Blätter und der Blüten. Die Düfte variieren von Pflanze zu Pflanze sowie in ihrer Intensität.

Echter Gewürzstrauch mit besonderer, roter Blüte

Auch wenn die Düfte dieser Pflanze Schadinsekten größtenteils fernhalten können, hat sie einer unsachgemäßen Pflege kaum etwas entgegenzusetzen. Grundsätzlich ist sie aber recht robust und wenn man einige Dinge beachtet, auch leicht zu kultivieren. Einziger Wermutstropfen ist ihre Giftigkeit, denn Früchte und Samen des Echten Gewürzstrauchs sind giftig, was man besonders dann berücksichtigen sollte, wenn Kinder oder Haustiere damit in Kontakt kommen könnten.

Standort

Der Echte Gewürzstrauch mag vor allem geschützte, warme und lichtdurchflutete Standorte, wobei er sich im lichten Halbschatten am wohlsten fühlt, beispielsweise unter größeren Bäumen. Der richtige Standort ist zum einen für eine üppige Blütenbildung, zum anderen aber auch für die Duftentfaltung wichtig. Weniger empfehlenswert sind Standorte im Vollschatten, die Pflanzen würden verkümmern und deutlich weniger dieser wunderschönen tiefroten Blüten entwickeln.

Wegen des angenehmen Duftes ist ein Plätzchen in der Nähe von Sitzplätzen oder Terrassen besonders empfehlenswert, so lässt sich der Duft in vollen Zügen genießen. Diese Gewürzpflanze kann sowohl im Garten, idealerweise als Solitär, ausgepflanzt, als auch im Topf oder Kübel kultiviert werden. Vor allem in Duft- und Aromagärten ist diese Pflanze ein Muss.

Boden

Die würzigsten und intensivsten Düfte entwickelt der Echte Gewürzstrauch Calycanthus floridus auf lockeren, humosen, mäßig feuchten und nährstoffreichen Böden. Gut sind sandig-lehmige sowie lehmig-tonige Böden sowie jene mit neutralem bis leicht saurem pH-Wert. Sie sollten vor allem gut drainiert sein, um Staunässe zu vermeiden, denn die mag der Gewürzstrauch gar nicht.

Durch das Einarbeiten von Humus und grober Bestandteile wie z.B. Kies lässt sich beispielsweise die Durchlässigkeit stark lehmhaltiger Böden verbessern. Humus kann darüber hinaus reine Sandböden aufwerten. Lehm und Kompost dagegen können sandhaltige Böden verbessern. Für eine Pflanzung im Kübel eignet sich handelsübliche Blumenerde bzw. eine gute und nährstoffreiche Einheitserde, der für eine bessere Durchlässigkeit Sand oder Perlite untergemischt werden.

Calycanthus floridus ist eine dekorative Pflanze

Pflanzen

Im Garten pflanzen

Bevor es ans Pflanzen geht, sollte man bedenken, dass dieser Gewürzstrauch relativ alt werden kann und sowohl in Höhe als auch ausladend in die Breite wächst. Je nach Standort können sich seine Ableger in benachbarte Beete ausbreiten. Vermeiden lässt sich eine ungewollte Ausbreitung durch das regelmäßige Entfernen dieser Ableger. Aufgrund dessen sollte der Standort gut gewählt sein.

  • grundsätzlich Pflanzung vom zeitigen Frühjahr bis zum Spätherbst möglich
  • Boden sollte unbedingt frostfrei sein
  • besonders empfehlenswert ist eine Pflanzung dieser Gewürzpflanze im Herbst
  • so kann sie bis zum Winter gut anwachsen und im Frühjahr ohne Verzögerung austreiben
  • der Herbst ist auch bester Zeitpunkt zum Umpflanzen
  • vor dem Pflanzen den Wurzelballen gründlich und ausgiebig wässern
  • in der Zwischenzeit ein entsprechend großes Pflanzloch ausheben
  • das sollte mindestens doppelt so tief und breit sein, wie der Wurzelballen
  • bei mehreren Exemplaren Pflanzabstände von mindestens 100 cm einhalten
  • Erdaushub gegebenenfalls mit Kompost oder Hornspänen mischen
  • zur Verbesserung der Durchlässigkeit eine Schicht groben Kies im Pflanzloch verteilen
  • darauf etwas Erde und die Pflanze mittig einsetzen
  • so tief einpflanzen wie sie zuvor im Topf oder Pflanzcontainer stand
  • danach mit Erdaushub auffüllen, Erde festtreten und gründlich wässern

Nach der Pflanzung empfiehlt sich das Ausbringen einer dicken Mulchschicht auf dem Pflanzbereich. Das schützt den Boden nicht nur vor zu starker Austrocknung, sondern kann auch eine zusätzliche Düngung unnötig machen. Nach etwa einem halben Jahr sollte die Mulchschicht erneuert werden. Die ersten Blüten zeigen sich etwa ab dem zweiten oder dritten Standjahr.

Tipp: Die Gestaltungsmöglichkeiten dieser dekorativen Pflanze sind sehr vielseitig. Sie ist die ideale Solitärpflanze, lässt sich aber auch gut mit Sommerstauden kombinieren, als Hintergrundpflanze und in Hecken arrangieren, und zieht am Teichrand alle Blicke auf sich. Ihr zauberhafter Duft macht sie darüber hinaus zur perfekten Pflanze für Balkon und Terrasse.

Im Kübel pflanzen

Wer den Echten Gewürzstrauch Calycanthus floridus/fertilis dauerhaft im Kübel halten möchte, sollte auf einen ausreichend großen Kübel achten und darauf, dass das betreffende Pflanzgefäß über Abzugslöcher verfügt. Die unterste Schicht auf dem Boden des Kübels besteht aus einer Drainageschicht, beispielsweise aus Tonscherben oder grobem Kies. Ein dünnes Vlies auf der Drainage verhindert, dass sich die Erde mit der Drainage vermischt und möglicherweise die Abzugslöcher zusetzt.

Calycanthus floridus mit roter Blütenknospe

Das verwendete Substrat sollte locker und durchlässig sein. Es sollte Wasser und Nährstoffe gut speichern können. Zudem sollte überschüssiges Wasser jederzeit gut ablaufen können. Um diesen Ansprüchen gerecht zu werden, kann man handelsübliche Kübelpflanzen- oder Blumenerde mit groben Anteilen wie Blähton, Perlite oder Lavagrus mischen. Die Pflanze wird mittig in den Topf eingesetzt und bis maximal 2 – 3 cm unter den Topfrand mit Erde aufgefüllt. Dieser Rand ist wichtig, um zu verhindern, dass Gießwasser über den Topfrand abläuft. Nach dem Einpflanzen die Erde andrücken und reichlich wässern.

Tipp: Damit das üppige Wurzelwerk dieses Gewürzstrauches sich ungehindert ausbreiten kann und nicht eingeengt wird, sollte er etwa alle 2-3 Jahre in einen größeren Kübel und frisches Substrat umgetopft werden. In der Regel ist die Erde dann auch entsprechend ausgelaugt.

Gießen

Calycanthus floridus gehört zu den feuchtigkeitsliebenden Gewächsen, umso wichtiger ist eine gute Speicherfähigkeit des Bodens. Mit kurzen Trockenperioden kommt er wesentlich besser zurecht als mit Staunässe.

  • Boden sollte nicht komplett austrocknen und jederzeit gleichmäßig feucht sein
  • Wasserbedarf direkt nach der Pflanzung und in den ersten Wochen danach erhöht
  • dementsprechend während dieser Zeit regelmäßig wässern
  • später vor allem im Sommer in regelmäßigen Abständen gießen
  • Gießverhalten immer den natürlichen Regenmengen anpassen
  • vor allem während der Blütezeit auf ausreichend Feuchtigkeit achten
  • Kübelpflanzen benötigen grundsätzlich immer etwas mehr Wasser
  • hier trocknet der Ballen deutlich schneller aus als im Garten
  • während der warmen Jahreszeit das Substrat täglich auf ausreichend Bodenfeuchte überprüfen

Was die Gießmenge betrifft, ist es besser regelmäßig und durchdringend zu wässern. Gießt man zwar häufig aber nur in kleinen Mengen, kann es passieren, dass die untersten Wurzeln absterben, da das Gießwasser aufgrund der geringen Mengen nicht bis zum Topfboden durchdringt und die Wurzeln schließlich vertrocknen. Ein vermehrter Blattverlust kann beispielsweise ein Indiz auf Trockenheit im Wurzelbereich sein.

Düngen

Was den Nährstoffbedarf betrifft, kann bei ausgepflanzten Exemplaren im Garten, die im Frühjahr und Sommer mit einer frischen Mulchschicht aus Kompost oder Humus versorgt wurden, auf eine zusätzliche Düngung verzichtet werden. Eine Überdüngung ist damit ausgeschlossen. Anders sieht es bei Pflanzen in Kübelhaltung aus.

Wie beim Wasserbedarf ist auch der Bedarf an Nährstoffen hier etwas höher, denn der Raum im Wurzelbereich ist begrenzt. So ist auch die Gefahr einer Überdüngung entsprechend größer. Frisch gepflanzte Exemplare benötigen im Jahr der Pflanzung keinen zusätzlichen Dünger, handelsübliche Blumen- oder Kübelpflanzenerden sind normalerweise bereits vorgedüngt. Erst ab dem zweiten Jahr kann in regelmäßigen Abständen ein sofort wirksamer Volldünger oder im März ein geeigneter Langzeitdünger verabreicht werden.

Schneiden

Auslichten

Zum Ende des Winters, vor dem neuen Austrieb sind häufig kleinere Schnittmaßnahmen an diesem Gewürzstrauch erforderlich, um die Pflanze in Form und gesund zu erhalten. Auf stärkere Rückschnitte sollte man bei dieser Pflanze möglichst verzichten, denn sie würden die Blütenbildung beeinträchtigen.

Experten raten dazu, nur kranke, abgestorbene, verkümmerte, nach innen wachsende und sich kreuzende Äste bzw. Triebe an der Basis herauszuschneiden. Dieses Gehölz entwickelt aufgrund der gegenständig angeordneten Knospen häufig sogenannte Gabelungen, bestehend aus zwei gleich stark wachsenden Trieben. Von diesen beiden Trieben entfernt man immer den, der nach oben oder innen wächst.

Echter Gewürzstrauch ist in seinen Pflanzenbestandteilen giftig

Verjüngen

Eine Ausnahme bilden längere Zeit vernachlässigte und bereits vergreiste Sträucher, bei denen ein radikaler Verjüngungsschnitt meist unvermeidlich ist. Dabei können die dicksten und ältesten Triebe  bodennah herausgeschnitten werden. Sobald  der Gewürzstrauch wieder ausreichend Jungtriebe gebildet hat, lässt man die gewünschte Anzahl stehen und entfernt die anderen. Hat sich in diesem Jahr kein ausreichender Neuaustrieb gebildet, wartet man bis zum nächsten.

Bis zum Sommer werden dann überlange Triebe etwa um die Hälfte eingekürzt. Unterhalb der Schnittstellen bilden sich wieder neue Triebe. Diese werden im darauf folgenden Jahr verschlankt. Bei einem derartigen Verjüngungsschnitt bleibt die Blüte in den nächsten Jahren aus. Verzichtet man derartigen Pflanzen auf einen stärkeren Rückschnitt, leidet die Blütenbildung auf jeden Fall und nimmt nach und nach immer mehr ab.

Tipp: Soll eine unkontrollierte Ausbreitung verhindert werden, können einzelne Ableger problemlos beispielsweise mit einem Spaten abgestochen werden.

Überwintern

Der Echte Gewürzstrauch verfügt in unseren Gefilden über eine gute Winterhärte und kann problemlos im Garten überwintern. An geschützten Standorten toleriert er Temperaturen von bis zu minus 20 Grad, ohne Schaden zu nehmen. Jungpflanzen sollten jedoch in den ersten Jahren noch einen Winterschutz erhalten, vor allem in besonders kalten Lagen.

  • den Wurzelbereich bis an den Stamm heran mit einer dicken Schicht Mulch abdecken
  • oberirdische Pflanzenteile zum Schutz mit Vlies oder Jute umwickeln
  • sobald die Temperaturen nicht mehr unter minus 10 Grad fallen, kann Vlies entfernt werden
  • ältere Exemplare kommen in der Regel komplett ohne Schutz durch den Winter
  • den Boden auch im Winter nicht vollständig austrocknen lassen
  • gedüngt wird in der kalten Jahreszeit nicht

Kübelpflanzen sind grundsätzlich etwas empfindlicher, was die Winterhärte betrifft. Dennoch kann dieser Gewürzstrauch auch im Kübel im Freien überwintern. Allerdings sollte man sie entweder auf Füße oder eine Styroporplatte stellen, um den Wurzelbereich vor dem Durchfrieren zu schützen. Da der Gewürzstrauch im Winter sein Laub verliert, muss er nicht vor Frosttrocknis geschützt werden. Wer möchte, kann sie auch in einem kühlen aber frostfreien Raum im Haus überwintern.

Tipp: Das Substrat sollte bei ausgepflanzten Gewürzsträuchern und im Kübel auch im Winter nicht vollständig austrocknen und leicht aber gleichmäßig feucht gehalten werden. Nur an frostfreien Tagen gießen.

Vermehren

Der Echte Gewürzstrauch vermehrt sich auf natürliche Weise, indem er Ableger bildet. Über diese Ableger lässt er sich auch manuell vermehren, genauso wie durch eine Aussaat oder durch Steckhölzer. Beim Hantieren mit Früchten und Samen sollten aufgrund der Giftigkeit Handschuhe getragen werden. Ein längerer Hautkontakt sollte möglichst vermieden sowie Kinder und Haustiere ferngehalten werden.

Aussaat

Das Saatgut für eine Vermehrung kann man im Fachhandel kaufen oder von bereits vorhandenen Pflanzen ernten. Dazu wartet man, bis die Samenkapseln, die sich nach der Blüte entwickeln, vertrocknet bzw. braun geworden sind. Dann können sie vom Strauch geerntet und die Samen entnommen werden. Handschuhe tragen nicht vergessen, die Samen sind sehr giftig. Die frisch geernteten Samen sollten möglichst sofort ausgesät werden.

Echter Gewürzstrauch mit frischgrünem Laub

  • Aussaat grundsätzlich ganzjährig möglich
  • sollte vorzugsweise aber im Herbst/Winter erfolgen
  • gekauftes Saatgut vor dem Säen vorbehandeln bzw. einer Kältebehandlung unterziehen
  • dazu die Samen zunächst mit heißem Wasser übergießen
  • danach etwa 24 Stunden vorquellen lassen
  • vorgequollene Samen mit etwas feuchtem Sand in eine Plastiktüte geben
  • das Ganze für 4 – 6 Wochen in den Kühlschrank
  • im Anschluss daran kann ausgesät werden
  • für die Anzucht handelsübliche Anzuchterde oder Kokohum mit Sand oder Perlite mischen
  • Samen etwa 1 cm tief aussäen, Substrat leicht andrücken und befeuchten
  • bis zur Keimung gleichmäßig feucht halten, jedoch nicht zu nass
  • das Aussaatgefäß an einen hellen Platz mit konstanten Temperaturen von 18 bis 20 Grad stellen

Bis zur Keimung kann es bis zu 12 Wochen dauern. Die ersten beiden Jahre nach der Keimung sollten die jungen Pflänzchen bei Temperaturen zwischen null und fünf Grad im Haus überwintern. Erst wenn sie älter sind, sind sie robust und widerstandsfähig genug, um in den Garten ausgepflanzt zu werden und dort dauerhaft bleiben zu können.

Steckhölzer

Etwas unkomplizierter ist eine Vermehrung über Steckhölzer. Die können im Sommer, sobald die Triebe ausgereift bzw. komplett verholzt sind, von der Mutterpflanze geschnitten werden. Sie sollten ca. 15 – 20 cm lang sein und über 4 – 5 Knospen verfügen. Das untere Ende schneidet man schräg an und das obere gerade, sodass man sie später nicht mit dem falschen Ende in die Erde steckt. Bestenfalls liegt der Schnittstelle eine Knospe bzw. ein Auge gegenüber.

Nach dem Schnitt können die Steckhölzer an einem halbschattigen Plätzchen im Garten in die Erde gesteckt werden, und zwar nur tief, dass das oberste Auge aus der Erde herausschaut. Aus den im Boden befindlichen Knospen entwickeln sich nach und nach Wurzeln. Der Boden im Pflanzbereich sollte immer gleichmäßig feucht sein. In einem kühlen Sommer können die Stecklinge mit Plastikhauben abgedeckt werden, um ein für die Bewurzelung günstiges Klima zu schaffen.

Ableger

Eine Vermehrung durch Ableger findet unmittelbar an der Mutterpflanze statt. Im Sommer wählt man dazu einen jungen, seitlichen und kräftigen Trieb aus, der an der Pflanze verbleibt und entweder in einen Topf mit Erde oder direkt auf den Boden heruntergebogen, mit Erde bedeckt und gegebenenfalls mit kleinen Drähten oder einem Stein beschwert wird.

Die Triebspitze sollte dabei aus der Erde herausschauen. Die Erde wird wieder befeuchtet und bis zur Wurzelbildung gleichmäßig feucht gehalten. Bis zum nächsten Frühjahr sind die Ableger in der Regel bewurzelt. Sie können von der Mutterpflanze getrennt und an ihrem endgültigen Standort eingepflanzt werden.

Echter Gewürzstrauch wird auch Nelkenpfeffer genannt

Krankheiten

Wegen seines Duftes wird der Echte Gewürzstrauch Calycanthus floridus von den meisten Schadinsekten und Pilzerregern weitestgehend gemieden. Allerdings kann zu viel Nässe Wurzelfäule hervorrufen. Um das zu vermeiden, sollte grundsätzlich immer auf bestmögliche Standortbedingungen geachtet und das Gießverhalten den Witterungsverhältnissen und dem Bedarf dieser Pflanze entsprechend angepasst werden. Wird diese Krankheit frühzeitig bemerkt, sollten betroffene Pflanzen unverzüglich in trockeneres Substrat umgepflanzt werden. So kann man sie möglicherweise vor dem Absterben bewahren.

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