Glücksfeder, Zamioculcas zamiifolia – Pflege und Vermehren

Glücksfeder Zamioculcas zamiifolia
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Blütenfarbe
weiss
Standort
Schatten, Halbschatten, Absonnig, Sonnig
Wuchsform
aufrecht
Höhe
bis zu 90 Zentimeter hoch
Bodenart
sandig, lehmig
Bodenfeuchte
sehr trocken, mäßig trocken
pH-Wert
neutral, schwach sauer
Kalkverträglichkeit
k.A.
Humus
k.A.
Giftig
Ja
Pflanzenfamilien
Aronstabgewächse, Araceae
Pflanzenarten
Zimmerpflanzen
Gartenstil
Wintergarten, Wohngarten

Erst seit wenigen Jahren ist die Glücksfeder, die ursprünglich aus Ostafrika stammt, auch in unseren Breitengraden bekannt. Aufgrund ihrer Herkunft ist die Pflanze vor allem als Kübelpflanze beliebt, da sie nicht winterhart ist. Dennoch ist die Zamioculcas zamiifolia sehr pflegeleicht und nicht nur in den Wohnzimmern sondern auch in Geschäften, Praxen oder Büroräumen etabliert. Etwas Vorsicht ist allerdings geboten, wenn Kinder oder Haustiere zum Haushalt gehören, da die Pflanze leicht giftig ist.

Steckbrief

  • Herkunft: Ostafrika
  • Gattung: Aronstabgewächse
  • lat. Name: Zamioculcas zamiifolia
  • Standort: halbschattig
  • Substrat: locker und nährstoffreich
  • Höhe: zwischen 60 und 90 Zentimeter
  • Blätter: aufrecht wachsend
  • hieran bilden sich 5 bis 14 Fiedern
  • wachsen an einem waagerechten Rhizom
  • Blüte: Kolbe wächst unscheinbar aus Rhizom
  • Kalkunverträglichkeit: nicht bekannt
  • Giftigkeit: leicht giftig in allen Teilen

Pflege

Die Glücksfeder ist eine pflegeleichte Kübelpflanze, die auch bei einem Gartenanfänger Einzug halten kann. Denn auch wenn ab und zu das Gießen einmal vergessen wird, zieht sich die Pflanze die Feuchtigkeit aus den Rhizomen. Auch an das Substrat oder den Dünger stellt die Pflanze keine großen Ansprüche. Der Standort ist optimal, wenn die Glücksfeder morgens und abends ein wenig Sonneneinstrahlung erhält, ansonsten darf sie auch dunkel stehen.

Standort

Der ideale Standort für die Glücksfeder ist halbschattig bis hell. Doch auch einen dunklen Platz im Raum steckt sie leicht weg, sie wächst nur langsamer. Auch ist an dunklen Standorten das Blattgrün kräftiger und dunkler. Wem es gefällt, der kann die Pflanze daher auch in eine dunkle Ecke stellen, in die keine Sonne einfällt. Im Sommer an warmen Tagen darf Zamioculcas zamiifolia auch ins Freie auf einen geschützten Balkon oder Terrasse an einen schattigen Platz umziehen. So sind die folgenden Standorte für die dekorative Pflanze mit den kleinen unscheinbaren Blüten besonders gut geeignet:

  • auf Fensterbank an einem Nordfenster
  • an einem Ost- oder Westfenster
  • in einer Zimmerecke mit wenig Licht
  • auf einem Regal gegenüber einem Fenster
  • ein vollsonniger Platz sollte vermieden werden
  • Mittagssonne verträgt die Glücksfeder nicht

Die Glücksfeder gilt als extrem Widerstandsfähig

Wer einen beheizten Wintergarten besitzt, kann der immergrünen Pflanze auch hier einen ganzjährigen Standort bieten. Um hier genügend Schatten zu bieten, kann sie auch unter einer größeren Pflanze einen Platz finden.

Substrat und Boden

Einen großen Anspruch an das Substrat stellt die Glücksfeder nicht. Hier kann Kübelpflanzenerde genutzt werden. Auch ein spezielles Substrat für Palmen ist erlaubt. Hierin findet die Pflanze alle Nährstoffe, die sie benötigt, um gut zu gedeihen. Das Substrat sollte zudem möglichst durchlässig sein. Um dies zu erreichen, kann Sand zugemischt werden.

Gießen

Beim Gießen muss ein wenig vorsichtig vorgegangen werden. Denn zu viel Wasser und Feuchtigkeit ist eher schädlich für Zamioculcas zamiifolia, ihr gefällt es leicht trocken. So kann sich die Pflanze die benötigte Menge Wasser aus den Rhizomen ziehen, wenn sie zu wenig gegossen wurde. Wird sie jedoch Staunässe ausgesetzt, dann kann dies zu einem grobem Pflegefehler führen, der der Glücksfeder sehr schaden kann. So sollte beim Gießen außerdem auf das Folgende geachtet werden:

  • im Sommer mehr gießen
  • Erde vor dem nächsten Gießvorgang abtrocknen lassen
  • nur wenig Wasser geben
  • oberer Teil des gefiederten Blattes wird abgeworfen
  • der Pflanze ist es zu trocken
  • das ist nicht tragisch
  • sie treibt wieder aus
  • im Winter weniger gießen
  • vor allem in dieser Zeit werden Blätter abgeworfen

Zeigen sich an der Glücksfeder viele gelbe Blätter, dann heißt das in der Regel, dass es der Trockenheit liebenden Pflanze im Topf zu nass ist. Dann muss sofort gehandelt werden, damit die Pflanze keinen Schaden nimmt. Die nasse Erde sollte in einem solchen Fall sofort ausgetauscht und durch trockene ersetzt werden. In der Folgezeit muss dann weniger gegossen werden.

Düngen

Zamioculcas zamiifolia sollte über die Vegetationsphase von März bis Oktober regelmäßig gedüngt werden. Allerdings ist diese Düngung nur einmal im Monat notwendig. In der Winterruhe werden die Düngergaben ganz eingestellt. Es reicht, wenn herkömmlicher Flüssigdünger aus dem Handel mit dem Gießwasser gegeben wird. Niemals sollte der flüssige Dünger direkt auf die trockene Erde gegeben werden, dies führt zu Verbrennungen an den Wurzeln. Auch ein Langzeitdünger in Form eines Düngerstäbchens kann der Pflanze durchaus genügen.

Pflanzen

Glücksfedern werden im gut sortierten Gartenfachhandel im Kübel angeboten. Doch bei diesen Töpfen handelt es sich meist um billige Plastiktöpfe ohne Drainage. Auch kann die Erde bereits älter sein. Daher sollte die Pflanze, wenn sie zu Hause einzieht, zeitnah in einen neuen Topf mit frischen Substrat eingepflanzt werden. Dabei sollte immer bedacht werden, dass es die Wurzeln der Pflanze gerne eng mögen, der Topf sollte daher nicht zu groß gewählt werden. Beim Pflanzen der Glücksfeder muss auf das Folgende geachtet werden:

  • gegen Staunässe Drainage anlegen
  • über Abflussloch Steine, Kies oder Tonscherben auffüllen
  • hierüber kommt Pflanzenvlies
  • jetzt wird die Hälfte des gewählten Substrats eingefüllt
  • Glücksfeder vorsichtig dem Topf entnehmen
  • in neues Gefäß setzen
  • restliche Erde auffüllen
  • leicht andrücken
  • leicht angießen
  • nach einer halben Stunde Wasser aus Teller abschütten

Glücksfeder benötigt nur wenig Wasser

Umtopfen

Glücksfedern und deren Wurzeln mögen es gerne eng im Topf. Daher muss die dekorative Pflanze auch nicht jedes Jahr umgetopft werden. Doch wenn die Wurzeln bereits aus dem Abflussloch herauswachsen, dann besteht die Gefahr, dass dieses verstopft wird und dadurch Staunässe entsteht. Daher ist es in einem solchen Fall sinnvoll, dann doch ein größeres Gefäß zu wählen. Beim Umtopfen ist noch das Folgende zu beachten:

  • neuen Topf nicht zu groß wählen
  • ideale Zeit ist das Frühjahr
  • auch ein Umtopfen im Sommer ist möglich
  • vorgehen wie unter dem Punkt „Pflanzen“

Schneiden

Vor allem wenn sich gelbe Blätter bilden, was bei der Zamioculcas zamiifolia häufiger vorkommt, dann sollten diese entfernt werden. Ansonsten ist das Schneiden der Glücksfeder nicht notwendig

Vermehren

Zamioculcas zamiifolia lassen sich aufgrund ihrer Rhizome ganz einfach vermehren. Der passende Zeitpunkt hierfür ist, wenn die Pflanze umgetopft werden muss. Denn dann wird sie dem Pflanzgefäß entnommen. Wer hierauf nicht warten will, nimmt einzelne Fiederblätter als Stecklinge.

Vermehren durch Rhizomentrennung

Wird die Pflanze umgetopft, dann wird diese dem alten Gefäß entnommen. Unter der Erde hat sie bereits viele Wurzelausläufer gebildet, die ebenfalls Fiederblätter gebildet haben, die Ableger. Diese werden nun einfach abgetrennt. So wird bei der Vermehrung durch die Rhizomentrennung Idealerweise wie folgt vorgegangen:

  • scharfes und desinfiziertes Werkzeug nutzen
  • ein Küchenmesser reicht hier aus
  • mit dem Messer die Rhizomen abtrennen
  • hieran sollte sich bereits ein Fiederblatt befinden
  • so können mehrere neue Pflanzen gewonnen werden
  • alle in ihre jeweiligen neuen Töpfe einsetzen
  • hierbei vorgehen, wie unter Punkt „Pflanzen“

Vermehren durch Stecklinge

Wird die Pflanze in der nächsten Zeit nicht umgetopft, dann können auch Stecklinge für die Vermehrung gewonnen werden. Doch bei dieser Vorgehensweise ist ein wenig Geduld gefragt, denn es dauert deutlich länger, bis der Ableger zu einer fertigen Pflanze herangewachsen ist. So wird bei der Vermehrung durch Stecklinge wie folgt vorgegangen:

  • einzelne Fiederblätter abschneiden
  • hierzu desinfiziertes und scharfes Küchenmesser nutzen
  • alternativ eine Schere
  • in einen Topf durchlässiges Substrat geben
  • Erde mit Sand mischen
  • Fiederblätter einstecken
  • untere Fiedern entfernen
  • zum Bewurzeln werden mindestens 20° Celsius benötigt
  • ein Zimmergewächshaus ist ideal
  • alternativ durchsichtige Plastiktüte überstülpen

Die Erde muss leicht feucht gehalten werden, doch Staunässe ist unbedingt zu vermeiden. Die Plastikfolie täglich kurz entfernen, damit sich die Feuchtigkeit hier nicht staut, dann würde der Ableger verfaulen. Zeigen sich erste Wurzeln, was sehr lange dauern kann, dann kann die Pflanze an den gewünschten Standort umziehen und die normale Pflege erhalten.

Überwintern

Eine spezielle Überwinterung, in der die Glücksfeder an einen anderen, zum Beispiel kühleren Standort verbracht werden muss, gibt es nicht. Einzig ist darauf zu achten, dass die Düngung eingestellt wird und die Wassergaben geringer werden, die Pflanze also noch trockener steht, als im Sommer. Auch wenn sie über den Winter gar nicht gegossen wird, trocknet sie bis zu den Blattstielen zurück und verliert die Fiederblätter, aber sie nimmt hiervon keinen Schaden. Im Frühling mit neuen Wassergaben und Dünger wird sie wieder neu austreiben, was dann allerdings ein wenig länger dauern könnte.

Glücksfeder sollte man nicht in der prallen Sonne stehen lassen

Schädlinge

Regelmäßig sollte die im Zimmer kultivierte Pflanze vor allem auch im Winter auf Schädlinge kontrolliert werden, die aufgrund von trockener Heizungsluft gerne auftreten. Hierzu gehören vor allem die Spinnmilben, die die Pflanze gerne befallen. Hiergegen kann wie folgt vorgegangen werden:

  • Blätter vorsichtig abwaschen
  • Raubmilben aus dem Fachhandel einsetzen
  • alternativ Insektizide
  • auch Befall von Roter Spinne möglich
  • Blätter zeigen dann weiße oder gelbe Flecken
  • nach und nach werden Blätter braun
  • Pflanze könnte bei Nichtbehandlung eingehen
  • auch hier mit Raubmilben vorgehen
  • vorher Zamioculcas zamiifolia abduschen
  • abschließend Blattober- und Unterseiten gründlich reinigen

Krankheiten

Bei den Krankheiten der Zamioculcas zamiifolia handelt es sich in der Regel in erster Linie um Pflegefehler. Zeigen sich daher gelbe Blätter an der Pflanze, dann steht diese zu nass und muss sofort der nassen Erde entnommen und in neue, trockene gesetzt werden.

Weitere Krankheiten sind bei der dekorativen Pflanze bislang nicht bekannt.

Giftigkeit

Leider gehört die Glücksfeder zu den leicht giftigen Pflanzen. Daher kann sie für kleine Kinder und freilaufende Haustiere gefährlich werden. Vor allem auch Katzen oder freifliegende Vögel, die gerne an den Blättern von Pflanzen knabbern, könnten sich hier vergiften. Wer daher dennoch nicht auf die dekorative Zamioculcas zamiifolia verzichten möchte, sollte diese so stellen, dass weder die Kinder noch die Haustiere die Möglichkeit haben, diese anzufassen oder anzuknabbern. Daher ist auch ein hohes Regal bei Katzen oder Vögeln nicht der ideale Standort. Besser wird die Glücksfeder dann in einem Raum kultiviert, zu dem weder die kleinen Kinder noch die Haustiere einen Zugang haben.

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