Himalaya-Zeder, Cedrus deodara: Pflege von A-Z

Himalaya-Zeder
Steckbrief und Pflege-Infos öffnenschließen
Blütenfarbe
gelb, unscheinbar, grün
Standort
Sonnig, Vollsonne
Blütezeit
September, Oktober
Wuchsform
aufrecht
Höhe
bis zu 50 Meter hoch (freiwachsend)
Bodenart
sandig, lehmig
Bodenfeuchte
mäßig trocken, frisch
pH-Wert
neutral, schwach alkalisch, schwach sauer
Kalkverträglichkeit
Kalktolerant
Humus
humusreich
Pflanzenfamilien
Kieferngewächse, Pinaceae
Pflanzenarten
Kübelpflanzen, Nadelbäume
Gartenstil
Parkanlage, Topfgarten

Wie der Name der Himalaya-Zeder bereits vermuten lässt, stammt sie ursprünglich aus Indien, Pakistan und dem Hindukusch. Hier ist Cedrus deodara weit verbreitet. Die zu der Familie der Kieferngewächse gehörende Zedernart wird aber auch in den hiesigen Breitengraden immer beliebter, was wahrscheinlich auch Ihrer guten Winterhärte zu verdanken ist. Zudem gibt es im hiesigen Handel verschiedene Sorten, die in den Gärten und sogar im Kübel kultiviert werden können. Die Pflege der Himalaya-Zeder gestaltet sich recht einfach und der Baum ist daher auch für Hobbygärtner mit wenig Zeit gut geeignet.

Steckbrief

  • botanischer Name Cedrus deodara
  • gehört zur Familie der Kieferngehölze (Pinaceae)
  • freiwachsend bis 50 Meter hoch
  • ausladender Wuchs in Krone
  • im Winter können Nadeln abgeworfen werden
  • besitzt blaue Nadeln
  • kleine Sorten auch im Kübel kultivierbar
  • kalktolerant
  • winterhart
  • bildet Zapfen

Pflege-Anleitung

Himalaya-Zeder
Halten Sie sich an unsere Pflege-Tipps, entpuppt sich die Himalaya-Zeder als äußerst pflegeleicht.

Wird die Zedernart in Ihrem natürlichen Umfeld bis zu 50 Meter hoch, so gibt es verschiedene Sorten, die auch für die hiesigen Gärten geeignet sind und hier sogar in einem Kübel auf dem Balkon oder der Terrasse kultiviert werden können. Schön sieht es aber auch immer auf, wenn die Himalaya-Zeder als Solitär in der Mitte einer Wiese gepflanzt wird. Die Zedern schmücken hier auch oft große Parks und städtische Anlagen, was der einfachen Pflege zu verdanken ist. Bei der Kultivierung sollte jedoch bedacht werden, dass die Himalaya-Zedern sehr breit und ausladend wachsen. Wichtig bei der Anleitung zur Pflege ist noch das Folgende:

  • auch im Winter nicht austrocknen lassen
  • Baum kann Trockenschäden davontragen
  • an frostfreien Tagen gießen
  • von den Schäden erholt sich Baum nur langsam
  • regelmäßig gemäß Anleitung düngen
  • Schnitt ist nicht notwendig

Tipp: Wenn Sie sich für eine Sorte von Cedrus deodara entscheiden, dann müssen Sie bei der Pflege nur wenig Aufwand betreiben. Daher ist dies auch der geeignete Baum für Sie, wenn Sie nur wenig Zeit investieren können.

Blütezeit

In der Zeit von September bis Oktober bildet Cedrus deodara ihre kleinen, meist unscheinbaren Blüten aus. Hierbei sind die weiblichen grün-gelblich und etwa zwei Zentimeter groß. Die männlichen Blüten, die ebenfalls auf demselben Baum entstehen sind von gleicher Farbe aber etwas größer. Der eigentliche Schmuck aber sind hier die eiförmigen Zapfen, die sich aus den Blüten entwickeln. Sie werden etwa 13 Zentimeter lang und verändern ihre Farbe mit der Zeit von blau bis grün-rötlich. Sind sie vollständig ausgereift, dann bekommen sie eine dunkelbraune Farbe.

Bodenbeschaffenheit & Standort

Die Himalaya-Zeder ist ein Flachwurzler und kann sich trotz Ihrer Größe im Boden nicht so gut verankern. Daher ist es bei der Wahl des Standortes wichtig daran zu denken, dass der Baum bei einem starken Sturm durchaus auch umfallen könnte. Daher ist ein windgeschützter Platz, der nicht in direkter Nähe zu einem Gebäude liegt, die passende Wahl. Auch vollsonnig und warm sollte der gewählte Standort sein. Dies gilt auch für die in hiesigen Breitengraden im Handel angebotenen Sorten, die nicht ganz so groß werden. Der Boden sollte wie folgt beschaffen sein:

  • tiefgründig und leicht trocken
  • Staunässe unbedingt vermeiden
  • hoher Nährstoffgehalt
  • vor dem Pflanzen mit Kompost anreichern
  • Kalk wird vertragen
  • leicht saurer, sandiger Lehmboden ist ideal

Tipp: Da in den hiesigen Breitengraden in der Regel nicht die hohen Sorten der Himalaya-Zeder kultiviert werden, ist ein passender Standort recht einfach zu finden. Denn gerade als Solitär auf einer Wiese oder im Kübel in einem Stein- oder Vorgarten entfaltet der Baum seine dekorative Wirkung.

Düngen und Gießen

Zapfen und Nadeln der Himalaya-Zeder
Die Nährverstoffversorgung von Cedrus deodara erfordert besonderes Feingefühl des Hobbygärtners.

Auch wenn der Boden nicht feucht sein muss, sollte die Himalaya-Zeder in trockenen Perioden im Sommer sowie auch im Winter zugegossen werden. Denn von einem Trockenschaden erholt sich der Baum nicht so schnell und bleibt lange unansehnlich. Daher muss die Zeder vor allem auch rechtzeitig gegossen werden. Es wird empfohlen, mit aufgefangenem Regenwasser zu gießen. Da der Baum jedoch kalktolerant ist, kann auch Leitungswasser genutzt werden. Staunässe sollte jedoch ebenfalls vermieden werden. Beim Gießen und Düngen sollte auf das Folgende geachtet werden:

  • am Abend oder frühen Morgen gießen
  • nur auf die Wurzeln
  • Kübelpflanzen benötigen mehr Dünger
  • wird durch Gießvorgang schneller ausgeschwemmt
  • einmal im Jahr im Frühling düngen
  • Kompost unterheben
  • rund um Wurzeln mulchen
  • bietet ganzjährige Nährstoffversorgung

Krankheiten & Schädlinge

Krankheiten und Schädlinge sind bei Cedrus deodara bislang nicht bekannt, denn der Baum ist sehr robust. Dennoch gibt es Pflegefehler, die der Zeder schaden können. Hierzu gehört zum einen eine Austrocknung in trocknen Perioden. Zum anderen sollte immer darauf geachtet werden, dass die flach und lang wachsenden Wurzeln nicht mit Streusalz im Winter in Berührung kommen.

Kübelkultivierung

Die kleinen Sorten von Cedrus deodara können auch in einem Kübel kultiviert werden. Dann finden sie einen Platz auf dem Balkon oder der Terrasse sowie auch in einem sonnigen Hauseingang. Hierbei ist zu beachten, dass der Topf eher breit als hoch ist, damit die flachen Wurzeln Platz zu allen Seiten haben. Bei der Pflanzung im Kübel sollte gemäß der folgenden Anleitung vorgegangen werden:

  • Blumenerde für Nadelhölzer nutzen
  • Drainage im Kübel anlegen
  • Kies oder Tonscherben über Abflussloch
  • darüber Pflanzenvlies
  • einen Teil der Erde einfüllen
  • Zeder einsetzen
  • restliche Erde einfüllen
  • gut angießen

Tipp: Für die Kübelkultivierung können Sie kleine Sorten wählen, die teilweise nur bis zu 40 Zentimeter hoch werden. Aber auch kleine Bäume, die zwischen einem und zwei Meter hoch werden, können je nach passendem Standort in einem Kübel kultiviert werden.

Pflanzen

Hornspäne
Hornspäne liefern der Himalaya-Zeder benötigte Nährstoffe.

Die Himalaya-Zeder sollte idealerweise im Frühjahr eingepflanzt werden, damit sie bis zum nächsten Winter gut anwurzeln kann. Damit der feste Stand gewährleistet wird, sollte beim Pflanzen ein Stützpfahl für die ersten Jahre mit eingesetzt werden. Beim Pflanzen sollte dann wie folgt vorgegangen werden:

  • Pflanzloch ausheben
  • doppelt so tief und breit wie Wurzelballen
  • auf den Boden Drainage anlegen
  • Steine ins Pflanzloch geben
  • Erde mit Kompost mischen
  • Baum einsetzen
  • auf geraden Stand achten
  • Stützpfahl direkt mit ins Loch geben
  • vorbereitete Erde einfüllen

Nachdem die Erde rund um den Baum ein wenig festgetreten wurde, sollte gut angegossen werden. Danach können noch Hornspäne sowie Rindenmulch verteilt werden. Die Hornspäne dienen der Düngung, der Mulch verhindert das Austrocknen der Erde und gibt ebenfalls regelmäßig Nährstoffe in die Erde ab.

Hinweis: Wundern Sie sich nicht, wenn Ihre Zeder nach dem Pflanzen die Nadeln abwirft, dies kommt oft vor, ebenso auch nach einem langen, strengen Winter. Hierbei handelt es sich um eine ganz natürliche Eigenart des Baumes. Die Nadeln wachsen nach kurzer Zeit wieder nach.

Pflanznachbarn

Als Flachwurzler benötigt die Himalaya-Zeder rund um den Stamm viel Platz. Zudem werfen die großen Sorten viel Schatten. Daher sind Pflanzen in direkter Nähe zum Baum nicht zu empfehlen, da diese hier von den Wurzeln verdrängt würden. Wurde die Zeder jedoch in einem Kübel kultiviert, können alle Pflanzen, die gut schattenverträglich sind, in eigenen Kübeln rund um die Zeder gestellt werden.

Schneiden

Einen Schnitt benötigt die Himalaya-Zeder in der Regel nicht. Nur wenn einzelne Äste trocken oder geschädigt sind, sollten diese entfernt werden. Die beste Zeit hierfür ist das zeitige Frühjahr sowie der frühe Herbst. Um die Krone schöner zu gestalten, kann der Baum auch aufgeastet werden. Hierbei wird wie folgt vorgegangen:

  • Zweige direkt am Stamm entfernen
  • vom Boden anfangend bis zur Hälfte des Stammes
  • möglichst stammnah schneiden
  • hierbei Stamm aber nicht verletzen
  • nur scharfes Werkzeug nutzen
  • vor dem Schneiden desinfizieren
  • ansonsten könnten Bakterien, Viren oder Pilze in Wunde gelangen

Sorten

Himalaya-Zeder "Aurea"
Die Sorte „Aurea“ zeichnet sich durch ihr helles Nadelkleid aus.
Quelle: Photo by David J. Stang, Cedrus deodara Aurea 1zz, Bearbeitet von Gartenlexikon.de (MKr), CC BY-SA 4.0

Bereits im Altertum war das Holz der Himalaya-Zeder sehr begehrt. Denn die Bäume sind langlebig und robust, und so ist das Holz ebenfalls. Zudem verströmt es einen angenehmen Duft, der auch nach dem Schlagen und der Verwertung nur langsam verfliegt. Für die hiesigen Breitengrade sind vor allem kleine Sorten interessant, denn diese können im Garten auf einer Grünfläche oder in einem Kübel kultiviert werden. So wurden unter anderem die folgenden Hybride gezüchtet:

  • „Aurea“
  • drei bis fünf Meter, kegelförmig wachsend
  • „Blue Dwarf“
  • kugelförmige Zwergform
  • „Eisregen“
  • aufrecht wachsend
  • „Klondyke“
  • säulenförmig und aufrecht wachsend
  • „Silver Mist“
  • kegelförmige kleine Zeder

Tipp: Die Anleitung zur Pflege gilt für alle Sorten der Himalaya-Zeder, unerheblich, ob diese einen hohen und ausladenden Wuchs oder aber eher klein wachsend und im Kübel kultiviert sind.

Überwintern

Die Himalaya-Zeder ist in den hiesigen Breitengraden gut winterhart und benötigt in der Regel auch keinerlei Winterschutz. Dennoch sollte das Folgende im Winter beachtet werden:

  • junge Bäume mit Vlies abdecken
  • gerade in den kalten Klimazonen zu empfehlen
  • Kübelpflanzen schützen
  • Kübel mit Reisigmatten umwickeln
  • auf Holz- oder Styroporplatte setzen
  • in geschützte Ecke schieben

Tipp: Wenn Sie nicht ganzjährig mulchen, dann sollten Sie im Winter auf der Erde rund um die Wurzeln Rindenmulch verstreuen. Mulchen Sie ganzjährig, sollten Sie immer darauf achten, dass dieser nicht verfault und schimmelt und daher gelegentlich austauschen. 

Vermehren

Zapfen der Himalayazeder
Auch wenn es viele Möglichkeiten zur Vermehrung der Himalaya-Zeder gibt, sollten Hobbygärtner doch davon Abstand nehmen.

Zwar gibt es die Möglichkeit des Vermehrens zwischen Aussaat, Steckling oder Veredelung, doch die Himalaya-Zeder lässt sich nur sehr schwer selbst vermehren. Auch eignen sich die selbst gesammelten Samen in der Regel nicht für eine eigene Aussaat und auch mit gekauften Samen gelingt die Vermehrung oft nicht. Für Stecklinge und die Veredelung sollten die diesjährigen Triebe genutzt werden. Doch auch hier ist die Vermehrung meist nicht erfolgversprechend, die gewonnenen Triebe gehen ein, bevor sie wurzeln oder im Stamm anwachsen. Daher sollte auf eine Vermehrung verzichtet werden und ein neuer, fertiger kleiner Baum im Handel erworben werden.