Japanische Weinbeere, Rubus phoenicolasius: Pflege von A-Z

Japanische Weinbeere Rubus phoenicolasius,
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Blütenfarbe
rosa
Standort
Vollsonne
Blütezeit
Juni, Juli
Wuchsform
ausladend, Kletterpflanze, Zwergstrauch, Überhängend
Höhe
bis zu 3m hoch
Bodenart
steinig, sandig, tonig
Bodenfeuchte
mäßig feucht, frisch
pH-Wert
neutral, schwach sauer
Kalkverträglichkeit
Kalktolerant
Humus
humusreich
Giftig
Nein
Pflanzenfamilien
Rosengewächse, Rosaceae
Pflanzenarten
Beetpflanzen, Zierpflanzen, Nutzpflanzen, Beeren, Kletterpflanzen
Gartenstil
Nutzgarten, Ziergarten

Die Japanische Weinbeere hat kleine, rote Früchte, die unseren Himbeeren bzw. Brombeeren ähneln, weshalb sie auch Rotborstige Himbeere genannt wird. Das Gehölz des Strauches ist rötlich, und macht die sommergrüne Pflanze auch im Winter zu einem Hingucker im Garten. In deutschen Gärten findet man die Pflanze eher selten, obwohl der Strauch an die Pflege keine großen Ansprüche stellt.

Steckbrief

  • botanischer Name: Rubus phoenicolasius
  • Gattung: Rubus
  • gehört in die Pflanzenfamilie der Rosengewächse (Rosaceae)
  • Trivialnamen: Japanische Weinbeere, Rotborstige Himbeere
  • mehrjährig
  • Wuchshöhe: 1 bis 3 Meter
  • Wuchsbreite: 1 bis 1,8 Meter
  • Wuchsform: überhängender Strauch
  • Blätter: dreiteilig, dunkelgrün
  • Blüte: hellrosa Blüten
  • Blütezeit: Juni/Juli
  • Herkunft: China, Korea, Japan
  • Ernte: Sammelsteinfrüchte („Himbeeren“)
  • winterhart: Ältere Pflanzen sind frosthart
  • kalktolerant
  • Standort: vollsonnig
  • Bodenart: tiefgründig, durchlässig
  • pH-Wert: 6,5 bis 7,5
  • Humus: humos
  • Giftigkeit: keine Giftstoffe bekannt
  • Pflanzenarten: Beetpflanze, Zierpflanze
  • Gartenstil: Solitär im Garten, mit Rankhilfen für Hauswände, Mauern etc.

Standort

Japanische Weinbeere Rubus phoenicolasius
Für einen hohen Ernteertrag benötigt die Japanische Weinbeere viel Sonne.

Die früchtetragenden Ruten der Japanischen Weinbeere brauchen einen vollsonnigen Standort, damit die Beeren ausreifen können und richtig süß werden. Die Basis des Strauchs sollte, wenn möglich, beschattet sein. Sie eignet sich ohne Stütze als Solitärpflanze im Garten oder für die Bepflanzung von

  • Sichtschutzwänden
  • Holzzäunen
  • Spalieren

Boden

Rubus phoenicolasius bevorzugt neutrale bis kalkhaltige Böden. Der pH-Wert sollte zwischen 6,5 und 7,5 liegen. Wichtig ist, dass der Boden keinen Kies- oder Lehmanteil hat. Im Idealfall ist der Boden:

  • tiefgründig
  • durchlässig
  • leicht sauer
  • humos

Tipp: Um die Bodenqualität zu verbessern, kann etwas Moorbeeterde eingearbeitet werden.

Vorgezogene Containerpflanzen kaufen

Rubus phoenicolasius bekommen Sie im guten Fachhandel in verschiedenen Größen. Am besten kaufen Sie den Strauch im Spätsommer oder im frühen Herbst. So kann er noch im selben Jahr im Garten ausgepflanzt werden.

Pflanzen

Japanische Weinbeere Rubus phoenicolasius
Um die Japanische Weinbeere erfolgreich zu pflanzen, passen Sie unbedingt eine frostfreie Phase ab.

Wird die Japanische Weinbeere als Solitär im Garten gepflanzt, sollte der Abstand zwischen den einzelnen Pflanzen mindestens 1,5 Meter bertragen, denn die Rotborstige Himbeere breitet sich gerne aus.

Tipp: Die beste Pflanzzeit ist zwischen Oktober und April, wenn der Boden nicht gefroren ist, und frostfreie Tage zu erwarten sind.

Beim Einpflanzen gehen Sie wie folgt vor:

  • Wurzelballen der Japanischen Weinbeere in lauwarmem Wasser wässern
  • Pflanzloch mit einem Durchmesser und einer Tiefe von 30 Zentimetern ausheben
  • Pflanzloch muss mindestens die Größe des Wurzelballens haben
  • Strauch in die Mitte des Pflanzlochs setzen
  • oberer Rand des Wurzelballens darf maximal einen Zentimeter unter der Erde sein
  • mit lockerer Erde auffüllen
  • gut festtreten
  • reichlich angießen

Pflege

Die Japanische Weinbeere ist ein pflegeleichter Strauch. Die wichtigste Pflegemaßnahme ist die ausreichende Versorgung mit Wasser, da die Pflanzen viel Wasser benötigen. Das regelmäßige Entfernen von abgeernteten bzw. abgestorbenen Ruten lässt die Rotborstige Himbeere nicht nur optisch besser aussehen, sondern erhöht auch den Ernteertrag, da mehr Licht in das Innere der Pflanze kommt.

Gießen

Japanische Weinbeere Rubus phoenicolasius
Die Japanische Weinbeere benötigt eine hohe Flüssigkeitszufuhr.

Rubus phoenicolasius ist eine sehr durstige Pflanze. So muss sie an sonnigen Standorten oft zweimal pro Tag (früh und abends) gegossen werden.

Tipp: Mulchen Sie den Boden unterhalb der Rotborstigen Himbeeren mit Laub und/oder Grasschnitt, so wird die Verdunstung am Boden reduziert.

Düngen

Um das Wachstum zu fördern, sollten Sie die Japanische Weinbeere im Frühjahr mit einem phosphat- und kaliumhaltigen Dünger düngen. Im Herbst freut sie sich über etwas Kompost. Auf eine Düngung mit Stickstoff sollten Sie verzichten, da dieser nur das Triebwachstum fördert und den Strauch nicht zur Blütenbildung anregt.

Schneiden

Die Japanische Weinbeere muss regelmäßig geschnitten werden, da sie immer nur am vorjährigen Holz Früchte trägt. Haben die Ruten ihre Arbeit getan, sterben sie ab. Deshalb empfiehlt es sich in milden Regionen, die abgeernteten Ruten im Herbst so bodennah wie möglich zu schneiden. In Regionen mit kaltem Winter sollten Sie diese erst im zeitigen Frühjahr entfernen. Junge Triebe, die noch keine Früchte getragen haben, dürfen nicht geschnitten werden, da sie erst im kommenden Jahr Früchte tragen.

Damit die jungen Ruten auch viele Früchte tragen, sollten Sie die schwächsten und stärksten möglichst bodennah abschneiden, wenn mehr als zehn Ruten pro laufenden Meter nachgewachsenen sind. Wachsen neue Ruten weit über die Obergrenze der Rankhilfe hinaus, können diese im Herbst etwas eingekürzt werden.

Giftigkeit

Rubus phoenicolasius gilt als ungiftig.

Ernte

Die orangeroten Beeren, die im Aussehen Himbeeren bzw. Brombeeren gleichen, werden, je nach Witterung, zwischen Juli und September geerntet. Sie sind sehr reich an Vitamin C und erinnern mit ihrem süß-säuerlichen Geschmack an Weinbeeren. In einem guten Sommer können Sie bis zu vier Kilogramm der leckeren Beeren ernten. Sie empfiehlt sich besonders zu Verarbeitung in Konfitüren bzw. Marmeladen.

Überwintern

Ältere Japanische Weinbeeren überwintern im Garten ausgepflanzt ohne Probleme. Hingegen sollten junge Pflanzen vor den kalten Temperaturen geschützt werden. Dazu eignet sich das Abdecken mit Reisig. Wird der Strauch im Kübel kultiviert, dann sollten Sie diesen im Winter mit einem Schutz versehen, da sonst die Gefahr besteht, dass die Wurzeln durchfrieren.

Winterpflege

Japanische Weinbeere Rubus phoenicolasius
Während der Winterzeit sollten Sie die Pflege Ihrer Japanischen Weinbeere reduzieren.

Da der der Strauch im Winter ruhen soll, darf er während dieser Zeit nicht gedüngt werden. Auch sollten Sie die Wassergaben reduzieren. Geben Sie ihm nur so viel Wasser, damit er nicht austrocknet. Sobald die Temperaturen wieder ansteigen, sollten Sie mit der Sommerpflege und dem Gießen wiederbeginnen.

Vermehren

Rubus phoenicolasius vermehrt sich praktisch von selbst. Sobald die überhängenden Ruten mit dem Boden in Berührung kommen, fangen sie an, Wurzeln zu bilden. So entstehen in der Zeit viele junge Sträucher um die Mutterpflanze herum. Diese können im nächsten Frühjahr von der Mutterpflanze getrennt und an anderer Stelle eingesetzt werden. Wer diesem Treiben Einhalt gebieten möchte, muss die Ruten rechtzeitig kürzen oder an einem Spalier hochbinden.

Die Japanische Weinbeere pflanzt sich aber nicht nur oberirdisch, sondern auch unterirdisch durch Ausläufer fort. Diese Tochterpflanzen können Sie im Herbst von der Mutter abstechen und an einem neuen Standort einsetzen.

Krankheiten und Schädlinge

Da die Japanische Weinbeere keine heimische Pflanze ist, bleibt sie von den typischen Pflanzenschädlingenund auch von Krankheiten verschont. Außerdem sondert sie zum Schutz gegen Fressfeinde ein klebriges Sekret ab, das viele Fressfeinde abhält. Leider lässt sich aber ein Schädling, nämlich die Brombeergallmilbe, davon nicht abhalten. Kommt es zu einem Befall mit der winzigen Milbe, dann reifen die Früchte nicht gleichmäßig aus und verlieren an Geschmack.

Damit sich die Schädlinge nicht einnisten, sollten Sie den Strauch im Herbst gründlich auslichten und sämtliche Fruchtmumien entfernen. Eine weitere vorbeugende Maßnahme ist, die Triebspitzen im Frühjahr mit Rapsöl zu bespritzen.

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