Korallenbaum, Erythrina crista-galli: Pflege von A-Z

Korallenbaum Korallenstrauch Erythrina Crista-galli
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Blütenfarbe
rot
Standort
Sonnig, Vollsonne
Blütezeit
Juli, August, September
Wuchsform
Überhängend
Höhe
bis zu 5 m hoch
Bodenart
sandig
Bodenfeuchte
mäßig feucht, frisch
pH-Wert
neutral, schwach sauer
Kalkverträglichkeit
Kalktolerant
Humus
humusreich
Giftig
Ja
Pflanzenfamilien
Hülsenfrüchtler, Fabaceae
Pflanzenarten
Zierpflanzen, Topfpflanzen, Kübelpflanzen
Gartenstil
Ziergarten, Dachgarten, Topfgarten, Steingarten

Der Korallenbaum besticht durch seine leuchtend roten Blüten, die einem Hahnenkamm ähneln, jedoch viel größer sind. In Argentinien wird er unter dem Namen Ceibo als Nationalpflanze verehrt. Hierzulande ist der Korallenbaum noch weitgehend unbekannt, obwohl er an die Pflege keine großen Ansprüche stellt. Allerdings braucht er ein Winterquartier, denn winterhart ist der Südamerikaner nicht.

Steckbrief

  • botanischer Name: Erythrina crista-galli
  • Gattung: Korallenbäume (Erythrina)
  • gehört in die Pflanzenfamilie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae), Unterfamilie Schmetterlingsblütler (Faboideae)
  • Trivialnamen: Korallenbaum, Hahnenkammbaum, Gewöhnlicher Korallenbaum
  • Wuchshöhe: 3 bis 5 Meter
  • Wuchsform: überhängend
  • Blätter: dreiteilig, grün
  • Blüte: rote Rispen
  • Blütezeit: Juli bis September
  • Herkunft: Argentinien, Uruguay, Brasilien und Paraguay
  • mehrjährig
  • nicht winterhart
  • kalktolerant
  • Standort: sonnig
  • Bodenart: sandig
  • Bodenfeuchte: frisch bis mäßig feucht
  • pH-Wert: neutral bis schwach sauer
  • Humus: humusreich
  • Giftigkeit: stark giftig in allen Pflanzenteilen, auch Samen
  • Pflanzenarten: Zierpflanze, Dachgarten, Topfgarten
  • Gartenstil: Solitär im Garten, größere Steingärten

Standort

Korallenbaum Korallenstrauch Erythrina Crista-galli
Seinen Namen verdankt das Gewächs seinen charakteristischen Blüten, die in Form und Farbe der Edelkoralle ähneln.

Der Korallenbaum stammt ursprünglich aus den subtropischen und tropischen Regionen Südamerikas. Daher ist er nicht winterhart und muss hierzulande im Kübel kultiviert werden. Auf Balkon oder Terrasse sollte der Standort

  • warm
  • vollsonnig und
  • windgeschützt

sein. Am besten steht er in einer sonnigen Ecke, denn die ihn dort umgebenden Wände geben Wärme ab, und sind gleichzeitig ein Schutz in kühleren Frühjahrsnächten. Bei guter Witterung verbringt der Hahnenkammbaum so die Zeit von Frühjahr bis September im Freien.

Substrat

An das Substrat stellt Erythrina crista-galli keine besonderen Ansprüche. Wichtig ist, dass es leicht sauer ist. So reicht ihm für ein üppiges Wachstum humusreiche Gartenerde vollkommen. Im Idealfall ist die Erde:

  • locker
  • durchlässig
  • leicht feucht
  • humos

Tipp: Damit die Erde gut durchlässig ist, können Sie dem Substrat ungefähr 15 Prozent Quarzsand untermischen.

Vorgezogene Containerpflanzen kaufen

Korallenbäume bekommen Sie als vorgezogene Containerpflanzen im Fachhandel. Sie werden in Größen von 40 Zentimeter bis gut zwei Meter angeboten.

Pflege

Korallenbaum Korallenstrauch Erythrina Crista-galli
Der Korallenbaum ist eine sehr pflegeleichte Pflanze.

An die Pflege stellen Korallenbäume keine großen Ansprüche. So sind sie auch für Kübelpflanzenanfänger gute Einstiegspflanzen. Allerdings muss man etwas vorsichtig bei der Pflege mit den Pflanzen umgehen, da sie Dornen hat.

Gießen

Korallenbäume brauchen während der Wachstumsphase regelmäßige Wassergaben. Gießen Sie die Pflanzen zu Frühjahrsbeginn mäßig und steigern Sie die Wassergaben mit zunehmendem Wuchs. Ab September beginnen Sie damit, die Wassergaben zu reduzieren, damit sich die Pflanze auf die Winterruhe vorbereiten kann.

Tipp: An sehr heißen Tagen im Sommer, kann es durchaus sein, dass Sie den Hahnenkammbaum in der Früh und am Abend gießen müssen.

Auch wenn Korallenbäume sehr durstig sind, Staunässe bzw. nasse Füße vertragen sie nicht. Sie können sie jedoch von unten gießen, indem sie den Untersetzer mit Wasser befüllen.

Düngen

Damit sich Korallenbäume gut entwickeln, müssen sie regelmäßig gedüngt werden. Düngen Sie die Plfanzen von Mitte April bis Ende August. Während dieser Zeit bekommen sie alle sieben bis zehn Tage eine Portion Flüssigdünger. Alternativ können Sie auch auf einen Langzeitdünger zurückgreifen. Hier erfolgt die erste Düngergabe Anfang April und die zweite Anfang Juli.

Umtopfen

Korallenbaum Korallenstrauch Erythrina Crista-galli
In Südamerika genießt der Korallenbaum als Symbol für Mut, Stärke, Stolz und Würde einen hohen Stellenwert.

Korallenbäume sollten alle zwei bis vier Jahre umgetopft werden. Der beste Zeitpunkt für das Umtopfen ist zwischen März und Mai, bevor die Pflanze nach draußen kommt. Damit sie gut weiterwächst, sollte der neue Topf nur wenig größer als der alte sein. Achten Sie darauf, dass der neue Kübel über Abzugslöcher verfügt und vergessen Sie nicht eine Drainageschicht am Boden des Pflanzgefäßes anzulegen.

Tipp: Kürzen Sie beim Umtopfen die Randwurzeln des Bäumchen etwas ein. So verzweigen Sie sich stärker und wurzeln im neuen Substrat besser an.

Schneiden

Korallenbäume sind keine immergrünen Pflanzen und verlieren im Herbst ihre Blätter. Außerdem trocknen im Herbst die Triebspitzen des Korallenbaums ein. Dieser Umstand mag manche Hobbygärtner erschrecken, er ist jedoch ein natürlicher Vorgang, auch wenn er gewöhnungsbedürftig ist.

Der ideale Zeitpunkt für den Rückschnitt ist im Frühjahr, bevor die Pflanze Knospen bildet. Geschnitten werden nur die älteren Triebe, da die Blüten an neuen Trieben entwickelt werden. Muss die Pflanze ausgelichtet werden, dann kann dies noch bis Ende Mai erfolgen.

Tipp: Verwelkte Blüten können die ganze Freilandsaison über abgeschnitten werden. Diese Pflegemaßnahme regt die Blütenbildung an.

Herbstschnitt

Ein starker Rückschnitt im Herbst sollte nur erfolgen, wenn der Hahnenkammbaum nicht mehr ins Winterquartier passt. Muss die Pflanze nur leicht verkleinert werden, dann können Sie diesen Schnitt auch im Herbst durchführen.

Giftigkeit

Korallenbaum Korallenstrauch Erythrina Crista-galli
Achten Sie beim Umgang mit der Pflanze neben der starken Toxizität auch auf ihre Dornen.

Erythrina crista-galli ist in allen Pflanzenteilen stark giftig. Hauptwirkstoffe sind Isochinolin-Alkaloide, die ähnlich wie das Pfeilgift Curare wirken sollen.

Überwintern

Zwar gehört der Hahnenkammbaum zu den einfach zu pflegenden Kübelpflanzen, aber Sie sollten vor der Anschaffung bedenken, dass er die kalte Jahreszeit nicht im Freien verbringen kann und daher ein Winterquartier braucht. Obwohl Korallenbäume leichten Frost vertragen, sollten sie trotzdem bereits Ende September in das Winterquartier umziehen.

Dunkle Überwinterung

Da der Korallenbaum nach der Blüte seine Blätter abwirft, kann er auch dunkel überwintern. Für die dunkle Überwinterung eignet sich ein Keller mit wenig Licht oder eine dunkle Garage. Wichtig ist, dass das Winterquartier schön kühl ist, denn schließlich soll er die Winterruhe einhalten.

Bei der dunklen Überwinterung ist zu beachten, dass sich die Pflanze erst langsam wieder an das Licht gewöhnen muss. Deshalb muss sie vor dem Ausräumen bereits an einem hellen, wenn möglich kühlen, Ort in der Wohnung gestellt werden.

Helle Überwinterung

Korallenbäume müssen nicht zwangsläufig den Winter im dunklen Keller verbringen. Sie können die Pflanzen auch in einem kühlen Wintergarten oder einem anderen hellen Raum überwintern. Auch hier gilt, kühl muss es sein.

Unabhängig davon, wie der Korallenbaum überwintert hat, er kommt erst wieder ins Freie, wenn keine Fröste mehr zu erwarten sind. Das ist hierzulande in der Regel Mitte Mai nach den Eisheiligen der Fall. Zum Ausräumen wählen Sie am besten einen trüben Tag, denn auch dieser Sonnenanbeter muss sich erst an die direkte Sonnen wieder gewöhnen.

Winterpflege

Da der Korallenbaum im Winter ruhen soll, darf er während dieser Zeit nicht gedüngt werden. Auch sollten Sie sich beim Gießen zurückhalten. Geben Sie ihm nur so viel Wasser, damit er nicht austrocknet.  Erst wenn er wieder in Licht und Wärme kommt, erhöhen Sie langsam die Wassergaben.

Vermehren

Korallenbaum Korallenstrauch Erythrina Crista-galli
Die Vermehrung von Korallenbäumen ist kinderleicht möglich.

Junge Korallenbäume können aus Samen gezogen, oder durch Stecklinge vermehrt werden.

Samen

Bei der Vermehrung mit Samen brauchen Sie etwas Geduld, denn die ersten Blüten am neuen Korallenbaum zeigen sich erst nach ungefähr vier Jahren. Die Anzucht selbst gestaltet sich jedoch einfach.

  • bohnenähnliche Samenkörner über Nacht in lauwarmen Wasser quellen lassen
  • am nächsten Tag in Anzuchterde lege
  • Pflanztiefe: 1 Zentimeter
  • stets leicht feucht halten

Damit die Samenkörner gut keimen, brauchen sie eine Umgebungstemperatur von 20 bis 25 Grad Celsius. Dann sollten Sie nach zwei bis vier Wochen die ersten Keimlinge sprießen sehen. Nach weiteren fünf bis acht Wochen können Sie die kleinen Pflanzen pikieren.

Tipp: Die Samenkörner des Korallenbaums sind giftig.

Stecklinge

Beim Vermehren mit Stecklingen können Sie sich bereits früher über die Blüten am neuen, jungen Korallenbaum freuen. Stecklinge werden am besten im April genommen, wenn die Pflanze bereits frisch ausgetrieben hat. Schneiden Sie einen Steckling mit drei Blättern unterhalb eines Knotens ab. Danach setzen Sie ihn in einen kleinen Topf mit feuchter und lockerer Erde. Damit sich der Steckling gut entwickeln kann, braucht er

  • einen hellen Standort ohne direkte Sonneneinstrahlung
  • gleichmäßig warme Temperaturen über 20 Grad Celsius

Da eine hohe Luftfeuchtigkeit das Wachstum des Stecklings fördert, können Sie in unter einen Glassturz stellen, oder ihn mit einer Haube aus durchsichtigem Plastik umhüllen. Achten Sie aber bei beiden Varianten darauf, dass Haube oder Sturz nicht mit dem Steckling in Berührung kommen. Außerdem sollten Sie die Pflanze einmal pro Tag lüften. Dies beugt der Schimmelbildung vor.

Schädlinge

Der beste Schutz vor Schädlingen ist, dass der Korallenbaum im Herbst seine Blätter abwirft. So können sich Schädlinge nur schwer längerfristig einnisten. Ist es im Sommer sehr heiß, können Spinnmilben Erythrina crista-galli befallen. Auch finden Blattläuse Gefallen an der Pflanze. Beide Schädlinge treten jedoch eher selten auf.

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