Kreuzblume, Polygala myrtifolia – Pflege von A-Z + Überwintern

Kreuzblume - Polygala myrtifolia
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Blütenfarbe
violett
Standort
Sonnig, Vollsonne
Blütezeit
April, Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober
Wuchsform
Zwergstrauch
Höhe
bis zu 150 Zentimeter hoch
Bodenfeuchte
mäßig feucht
Kalkverträglichkeit
Kalktolerant
Humus
k.A.
Giftig
Ja
Pflanzenfamilien
Kreuzblumengewächse, Polygalaceae
Pflanzenarten
Blütensträucher, Kübelpflanzen
Gartenstil
Terrassengarten, Topfgarten, Wintergarten

Die Myrten- oder myrtenblättrige Kreuzblume, auch kurz Kreuzblume genannt, gehört von Frühjahr bis Herbst zu den Dauerblühern. Sie gilt als pflegeleicht, reagiert jedoch äußerst empfindlich auf zu viel Nässe.

Steckbrief

  • botanischer Name: Polygala myrtifolia
  • Pflanzengattung / -familie: Kreuzblumen (Polygala) / Kreuzblumengewächse (Polygalaceae)
  • Heimat: Südafrika
  • Wuchs: Kleinstrauch, 100 bis 150 Zentimeter hoch und breit
  • Blüten: traubenförmiger Blütenstand, violette Blüten in Paaren gegenüberstehend
  • Blütenfarbe: lila
  • Blütezeit: April bis Oktober
  • Blätter: immergrün, oval, drei bis fünf Zentimeter lang

Standort

Kreuzblume - Polygala myrtifolia
Die Kreuzblume mag es sonnig.

Die Kreuzblume kann als Balkon- oder Zimmerpflanze gehalten werden. Der optimale Standort auf Balkon oder Terrasse ist:

  • vollsonnig
  • in den heißesten Stunden vor praller Sonne geschützt
  • idealerweise mit südlicher bzw. südwestlicher Ausrichtung
  • Dauer der Freiluftsaison: etwa von April bis Oktober
  • Umzug ins Winterquartier: vor dem ersten Frost

Außerdem sollte der Standort die Pflanzen vor Dauerregen schützen. Denn Staunässe vertragen die Dauerblüher nicht.

Wird sie als Zimmerpflanze gehalten, kann sie ganzjährig an ihrem Standort bleiben. Als Standorte kommen in Frage:

  • sonnige Plätzchen
  • beheizbare Wintergärten
  • sehr helle Büro– oder Wohnräume

Substrat

An das Substrat stellen Kreuzblumen keine besonderen Ansprüche. In der Regel reicht normale Blumen- oder Kübelpflanzenerde aus. Allerdings sollte sie

  • torffrei
  • durchlässig

sein. Damit die Erde strukturstabil bleibt, können Sie grobkörnige Bestandteile hinzufügen, wie zum Beispiel

  • Quarzsand,
  • Vulkansplitter oder
  • Kies.

Alternativ können Sie auch folgende Mischung verwenden:

  • Einheitserde oder sandige Laub- / Komposterde
  • grobe Rasenerde
  • Sand oder Perlite (Beimischung von 15 bis 20 Prozent)

Pflanzen

Für Kreuzblumen sollten Sie nur Pflanzgefäße verwenden, die über mindestens ein Abflussloch verfügen. Außerdem sollten Sie am Boden des Topfes eine Drainageschicht gegen Staunässe anlegen. Dazu eignen sich Tonscherben und/oder Kies.

Pflanznachbarn

Kreuzblume - Polygala myrtifolia
In Einzelpflanzung erregt der Blühstrauch die größte Aufmerksamkeit.

Der kleinwüchsige Strauch kommt am besten als Solitär zur Geltung.

Gießen

Da Polygala myrtifolia nicht austrocknen sollte, muss das Substrat stets mäßig feucht gehalten werden. Trotzdem darf der Kleinstrauch nicht zu viel gegossen werden, da er Staunässe nicht verträgt. Als Faustregel gilt: Kürzere Trockenperioden werden verziehen, Staunässe nicht. Als Gießwasser können Sie Regen- oder Leitungswasser verwenden, da Kalk den Pflanzen nicht schadet.

Tipp: Ein Feuchtigkeitsmesser zeigt Ihnen an, wann Sie den Kleinstrauch gießen müssen.

Düngen

Damit die Kreuzblume ihre Blütenpracht entwickeln kann, sollten Sie sie regelmäßig düngen. Ideal sind spezielle Blühpflanzendünger oder Balkon- und Kübelpflanzendünger, mit welchem die Pflanze alle 10 bis 14 Tage gedüngt wird. Die Düngezeit ist von Frühling bis September. Alternativ können Sie die Pflanzen im Frühjahr auch mit einem Langzeitdünger düngen.

Schneiden

Das Schneiden des Kleinstrauchs dient in der Regel dazu, die Form zu halten. Der Formschnitt erfolgt im zeitigen Frühjahr. Dabei können Sie auch abgestorbene Triebe entfernen. Während des Sommers sollten Sie lange Triebe einkürzen, damit die Form erhalten bleibt. Ist ein Rückschnitt von älteren Pflanzen erforderlich, sollte dieser im Herbst stattfinden. Schneiden Sie im Frühjahr zurück, verschiebt sich die Blüte nach hinten, da die Kreuzblume an den Triebspitzen blüht.

Überwintern

Wintergarten
In einem Wintergarten fühlt sich die Kreuzblume auch in der kalten Jahreszeit wohl.

Die Freiluftsaison endet im Herbst deutlich vor dem ersten Frost. Allerdings sollte die Pflanze auch nicht zu früh umziehen. Der genaue Zeitpunkt nach dem Kalender ist schwer zu bestimmen, da sich die Übergangszeit, je nach Region, bis in den November ziehen kann. Am besten Sie behalten die Wetterprognose im Blick, da der Dauerblüher Temperaturen um den Gefrierpunkt nur sehr kurze Zeit verträgt. In jedem Fall sollte das Winterquartier folgende Bedingungen erfüllen:

  • frostfrei
  • hell
  • Temperatur: zwischen vier und zehn Grad Celsius

Tipp: Im Gewächshaus oder Wintergarten sollten die Temperaturen zwischen acht und zwölf Grad Celsius liegen.

Der Knackpunkt beim Überwintern von Polygala myrtifolia ist die Helligkeit. Bekommt die Pflanze zu wenig Licht, wirft sie die Blätter ab, und Verkahlung setzt ein. Daher sollte die Kreuzblume

  • möglichst nah an einer Tageslichtquelle stehen
  • von mehreren Seiten Licht bekommen

Tipp: Können Sie der Kreuzblume im Winterquartier nicht die idealen Lichtverhältnisse bieten, können Sie einen Lichtmangel mit einer Pflanzenlampe ausgleichen.

Der Beginn der Freiluftsaison richtet sich nach der Frostgefahr. Der früheste Zeitpunkt für den Umzug nach draußen ist im April. In Regionen mit späten Frösten sollten Sie jedoch bis nach den Eisheiligen, also bis Mitte Mai, warten.

Winterpflege

Während der Überwinterung wird die Pflege von Polygala myrtifolia drastisch reduziert. So braucht die Pflanze im Winterquartier nur wenig Wasser. Deshalb sollte es ausreichen, wenn Sie den Kleinstrauch nur sporadisch bzw. in größeren Abständen gießen. Das Düngen wird während der Überwinterung komplett eingestellt.

Tipp: Die Gefahr von Wurzelfäule besteht auch im Winter, da die Wurzeln in der kalten Jahreszeit gleichermaßen empfindlich auf Nässe reagieren.

Umtopfen

Umtopfen
Beim Umtopfen sollten Sie unbedingt auf die richtige Topfgröße achten.

Die Kreuzblume braucht einen neuen Topf, wenn der alte vollständig durchwurzelt ist. Beim Umtopfen sollten Sie in Bezug auf die Topfgröße in kleinen Schritten vorgehen. Wird der neue Topf zu groß gewählt, geht dies zulasten der Blüten. Denn die Kreuzblume steckt dann den größten Teil ihrer Energie in die Wurzelbildung. Gehen Sie folgendermaßen vor:

  • Topf mit Abflussloch wählen
  • neue Topfgröße: etwa vier Zentimeter größerer Durchmesser
  • Drainageschicht aus Kies und/oder Tonscherben am Topfboden anlegen
  • einen Teil des Substrats über die Drainage geben
  • Pflanze mittig einsetzen
  • Topf auffüllen
  • angießen

Der ideale Zeitpunkt ist im Frühjahr vor der Blüte. Da das frische Substrat viele Nährstoffe enthält, brauchen Sie die Pflanze in den ersten sechs Wochen nach dem Umtopfen nicht zu düngen. Durch das Angießen bekommt die Pflanze reichlich Wasser, deshalb sollten in den ersten Wochen genau prüfen, ob zusätzliche Wassergaben notwendig sind.

Vermehren

Kreuzblumen können durch Aussaat und Stecklinge vermehrt werden. Allerdings bildet die Kreuzblume nur Samen aus, wenn die Bestäubung durch spezielle Insekten erfolgt. Da diese hierzulande eher selten vorkommen, werden in der Regel nur wenige Samen gebildet. Daher empfiehlt sich die Vermehrung mit Stecklingen.

Stecklinge

Für die Vermehrung mit Stecklingen gehen Sie nach folgender Anleitung vor:

  • Zeitpunkt: Frühjahr
  • 10 bis 15 oder 5 bis 6 Zentimeter lange Triebspitzen abschneiden
  • untere Blätter entfernen
  • Stecklinge in Töpfe mit Blumenerde stecken
  • Stecklinge bis zur Wurzelbildung feucht halten

Giftigkeit

Schön, aber giftig.

Polygala myrtifolia enthält Inhaltsstoffe, die die Pflanze vor Insekten und Pilzinfektionen schützt. Dazu gehören auch Triterpensaponine, die für den Menschen giftig sind. Obwohl Polygala myrtifolia in verschiedenen Verzeichnissen von Giftpflanzen nicht als solche aufgeführt wird, handelt es sich um eine reine Zierpflanze, die nicht zum Verzehr geeignet ist.

Krankheiten und Schädlinge

Krankheiten und Schädlingsbefall treten bei der Kreuzblume selten auf. Allerdings machen falsche Pflege und Witterungseinflüsse den Pflanzen zu schaffen. Bei übermäßiger Sommerhitze kann es sein, dass die Kreuzblume eine Blühpause einlegt. Außerdem können sich die Blätter bei starker Hitze rötlich verfärben. Ist dieses Auftreten von kurzer Dauer, brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen.

Dauerregen schadet den Pflanzen, da dieser zu Staunässe führen kann. Es kommt zu Wurzel- oder Stängelfäule, die die Pflanze eingehen lässt. Diese Krankheiten können auch auftreten, wenn Sie den Pflanzen zu viel Wasser geben.

Häufig gestellte Fragen

Kann meine Kreuzblume im Schlafzimmer überwintern?

Das Schlafzimmer ist kein idealer Platz zum Überwintern, da es zu warm und oft zu dunkel ist.

Sind die Blüten der Kreuzblume essbar?

Nein. Der Kleinstrauch ist eine reine Zierpflanze, der Stoffe enthält, die für den Menschen giftig sind. Weder die ober- noch die unterirdischen Teile sind für den Verzehr geeignet.

Wie oft soll ich Kreuzblumen während der Überwinterung gießen?

Da die Pflege im Winterquartier reduziert wird, sollten Sie den Kleinstrauch erst sparsam gießen, wenn die Erdoberfläche abgetrocknet ist.