Madonnenlilie, Lilium candidum – Pflege und Vermehrung der Weißen Lilie

Madonnenlilie, Lilium candidum
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Blütenfarbe
weiss
Standort
Halbschatten, Sonnig, Vollsonne
Blütezeit
Mai, Juni, Juli
Wuchsform
aufrecht, horstbildend, Staude
Höhe
bis zu 130 Zentimeter hoch
Bodenart
sandig, lehmig, kiesig
Bodenfeuchte
mäßig feucht, frisch
pH-Wert
neutral, schwach alkalisch
Kalkverträglichkeit
Kalktolerant
Humus
humusreich
Giftig
Ja
Pflanzenfamilien
Liliengewächse, Liliaceae
Pflanzenarten
Zierpflanzen, Beetpflanzen, Kübelpflanzen
Gartenstil
Ziergarten, Blumengarten, Topfgarten

Die Madonnenlilie (botanisch: Lilium candidum) ist eine Pflanzenschönheit mit beeindruckenden Eigenschaften, die von der außergewöhnlichen Größe über die reinweißen Blüten bis hin zum betörenden Duft reichen. Angesichts der vielen positiven Charakteristika überrascht es fast ein bisschen, dass die auffällige Lilie nicht zu den sehr anspruchsvollen Pflanzen zählt – im Gegenteil, sie kommt mit vergleichsweise geringer Pflege aus. Erfahren Sie, was es dennoch zwingend zu beachten gilt, um der Madonnenlilie optimale Lebensbedingungen zu verschaffen!

Steckbrief

  • deutsche Namen: Madonnenlilie, Weiße Lilie
  • botanischer Name: Lilium candidum
  • Bedeutung: „candidum“ = „strahlend weiß“
  • Familie: Liliengewächse (Liliaceae)
  • Herkunft: östliche Mittelmeerländer (Griechenland bis Israel, Syrien, Libanon)
  • Wuchshöhe: 50 – 130 cm
  • Blütenfarbe: weiß
  • Blütezeit: Mai bis Juli
  • Standort: halbschattig bis vollsonnig
  • Boden: feucht, aber nicht nass
  • Sonstiges: winterhart, kalktolerant, potenziell giftig

Pflege

Lilium candidum ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die eine Wuchshöhe von 50 bis zu 130 Zentimetern erreicht. Anders als bei den sonstigen Lilien sitzt die weiße Zwiebel unmittelbar unter der Erdoberfläche. Sie ist breit oval und hat einen Durchmesser von maximal neun Zentimetern. Ihre überlappenden Schuppen präsentieren sich in großer Anzahl und eiförmig.

Madonnenlilie mit strahlend weißen Blüten

Der glatte, starke Stängel, dessen Dicke am Ansatz 14 Millimeter beträgt, ist zu weiten Teilen violett überhaucht, nur zum Ende hin grüner. Wesentliche Merkmale der üppig vorhandenen Blätter sind die spiralförmige Anordnung sowie die glänzende und unbehaarte Oberfläche. Des Weiteren fällt die Lanzettlichkeit ins Auge. Die Blätter weisen eine Länge von bis zu acht Zentimetern auf und werden nach oben hin eiförmig und kürzer.

Hinweis: Im Herbst bildet die Madonnenlilie eine bodenständige Rosette, die sich aus breit lanzettlichen Laubblättern mit einer Länge von bis zu 22 Zentimetern zusammensetzt, sowie gleichzeitig auch neue Wurzeln aus – zum Zweck der Überwinterung.

Der Blütenstand kommt als Traube mit durchschnittlich zwei bis zwölf intensiv duftenden und trichter- bis schalenartig geformten Blüten daher. Manchmal übertrifft sich die Pflanze selbst und offenbart bis zu 20 dieser „Herzstücke“. Zur kurzen, verbreiterten Blütenröhre gesellen sich die grünen Blütenstiele, die circa 40 Millimeter lang sind.

Die Blütenhüllblätter zeichnen sich in erster Linie durch die umgekehrte Lanzettlichkeit aus. Sie sind im oberen Drittel stark zurückgebogen sowie gemeinhin 55 bis 65 Millimeter lang und sechs bis 13 Millimeter breit (selten bis zu 80 Millimeter lang und bis zu 20 Millimeter breit). Die unbehaarte und papillenlose Oberfläche der Blütenhüllblätter ist reinweiß. Am Ansatz und an den Spitzen kann sie allerdings auch gelb-grün überhaucht sein.

Die weißen Staubfäden sind in der Regel 45 bis 50, die nierenförmigen Staubbeutel neun bis elf Millimeter lang. In strahlendem Goldgelb erscheint der Pollen. Der keulenförmige Griffel ist hellgrün gefärbt sowie normalerweise 35 bis 50, mitunter auch bis zu 60 Millimeter lang. Ebenfalls hellgrün und dazu noch dreigeteilt sowie fein papillös – das sind die Eigenschaften der Narbe. Der Fruchtknoten ist von rund-zylindrischer Form, gefurcht und grün.

Madonnenlilie, Lilium candidum mit Blütenknospen

Grundlegendes

Die Madonnenlilie unterscheidet sich in Bezug auf ihre natürlichen Vorlieben deutlich von den meisten ihrer Verwandten. Sie bevorzugt einen trockenen und heißen Sommer sowie einen kühlen und feuchten Herbst. Letzterer bietet ihr die besten Voraussetzungen, um die Blattrosette zu kreieren, um darin Reserven für die nächste Saison einzuspeichern. Gelingt das alles wie erhofft, darf sich der Hobbygärtner im kommenden Frühjahr und Sommer über wunderschöne Blüten freuen. Nicht zu vergessen: Die Pflanze ist winterhart.

Standort

Es empfiehlt sich, den Standort von Anfang an genau zu überdenken und sofort passend zu wählen. Denn Lilium candidum mag es ganz und gar nicht, umgepflanzt zu werden. Die elegante Dame will lieber jahrelang an ein und demselben Ort thronen. Nur so kann sie sich gut entwickeln und die gewünschten Horste ausbilden. Wie aber muss er sein, der perfekte Platz?

  • am besten vollsonnig und warm, dennoch geschützt vor Bodenaustrocknung
  • Halbschatten wird von der Madonnenlilie nur toleriert, wenn er licht ist
  • zu schattige Standorte lehnt Lilium candidum hingegen kompromisslos ab
  • kalter Wind und Regen wirken sich ungünstig auf die Weiße Lilie aus

Die Quintessenz aus diesen Prämissen lautet: Man sollte die Madonnenlilie durch eine Hauswand oder eine Hecke von negativen Witterungseinflüssen abschotten. Dabei ist jedoch sicherzustellen, dass die Pflanze trotzdem ausreichend Sonne zu spüren bekommt.

Tipp: Wer der Weißen Lilie direkt im Garten keinen entsprechenden Standort geben kann, hat auch die Möglichkeit, sie im Pflanzkübel zu kultivieren.

Substrat

Lilium candidum legt großen Wert auf das richtige Pflanzsubstrat. Es darf keinesfalls zu nass sein. Die Pflanze fühlt sich in einem tendenziell trockenen Boden wesentlich wohler. Doch Vorsicht: Zu trocken sollte dieser auch nicht sein.

  • insbesondere im frostigen Winter tritt bei zu viel Feuchtigkeit Fäulnis auf
  • einen zu nassen Boden verbessert man mit sandigem Lehm oder lehmigem Sand
  • alternativ sorgt auch eine Drainage für den Ablauf überschüssigen Wassers
  • ideal für die Madonnenlilie ist lockere, durchlässige und etwas kalkhaltige Erde
  • Kompost und Bodenaktivator sind nährstoffversorgend und wachstumsfördernd

Die Hinweise gelten sowohl für die Beetpflanzung als auch für die Kultur im Topf.

Tipp: An und für sich gedeiht die Pflanze in jedem guten Gartenboden. „Gut“ bedeutet in diesem Zusammenhang: weder zu nass noch zu trocken. Im Zweifelsfall ist es selbstverständlich einfacher, einen zu trockenen Untergrund durch regelmäßiges Gießen ausreichend feucht zu machen, als einen zu nassen Boden adäquat zu entwässern. In solchen Fällen hilft eine Drainage zwar, reicht häufig allerdings nicht aus – zumindest in Bezug auf die Auspflanzung im Beet. Wer sich für eine Kübelhaltung entscheidet, sollte immer eine Drainage legen.

Pflanzen

Beim Pflanzen muss zwischen der Setzung im Beet und jener im Kübel unterschieden werden. Beides ist möglich und lässt Lilium candidum gut gedeihen, wenn man den Akt korrekt angeht. Berücksichtigung muss vor allem die Pflanzzeit finden. Davon hängt die Entwicklung der Madonnenlilie maßgeblich ab.

Madonnenlilie blüht von Mai bis Juli

Im Beet

Nach der kurzen Ruhepause, die man ihnen unbedingt gönnen muss, werden die jungen Zwiebeln im August ausgepflanzt. Es gilt den Boden gut mit verrottetem Dung oder Kompost vorzubereiten. Daraufhin pflanzt man die Zwiebeln so, dass die Spitze jeweils circa fünf Zentimeter unter der Erdoberfläche liegt.

Wichtig: Lieber etwas zu tief als zu hoch pflanzen!

Je nachdem, wie groß die einzelnen Zwiebeln sind, sollte der Abstand zwischen ihnen stets 30 bis 50 Zentimeter betragen. Die eingepflanzten Zwiebeln werden angegossen und mit einer Schicht Mulch versehen. So schützt man den Boden vor dem Austrocknen und die Zwiebeln im Winter vor tiefem Frost.

  • niemals nach August pflanzen, ansonsten überstehen die Zwiebeln den Winter nicht
  • die Zwiebeln sind nur mit einer sehr dünnen Haut ausgestattet und trocknen schnell aus, was zu einem Totalschaden führen kann, aus diesem Grund sollte man sie erst spät kaufen und dann zeitnah einpflanzen

Im Topf

Wer die Madonnenlilie im Topf oder Kübel züchten will, sollte an die Drainage denken, damit das überschüssige Wasser gut ablaufen kann. Zudem braucht jedes Gefäß mindestens ein Abzugsloch. Auf ebendieses legt man am besten eine Tonscherbe, ehe der Kübel mit einer Kiesschicht und dem Pflanzsubstrat aufgefüllt wird.

Tipp: Lilium candidum lässt sich nicht nur im Winter, sondern auch ganzjährig im Haus kultivieren. In diesem Fall blüht die Pflanze früher und braucht in der kalten Jahreszeit keinen Frostschutz. Die übrigen Pflegemaßnahmen sind dieselben wie bei einer Madonnenlilie, die draußen im Beet gedeiht.

Gießen

In Anbetracht der Anforderungen, die Lilium candidum an den Boden stellt, ist beim Gießen der Pflanze etwas Fingerspitzengefühl erforderlich. Der Untergrund sollte leicht feucht, nicht aber nass sein. Zu trockenes Substrat wirkt sich jedoch ebenso schädlich aus wie zu wässriges.

ABER: Im Sommer kommt die Madonnenlilie mit stärkerer Trockenheit gut zurecht. Den Ausgleich für diese Trockenperiode braucht sie dann im Herbst. In dieser Saison ist eine ordentliche Bewässerung elementar. Sie unterstützt die Pflanze beim Anlegen der Reserven fürs nächste Jahr.

Die wichtigsten Aspekte im Überblick:

  • regelmäßig ausreichend gießen, aber nicht zu oft und nicht zu stark
  • gleichbleibende Feuchte ohne extreme Schwankungen ist essenziell
  • Staunässe ist bei der Pflanze unter allen Umständen zu vermeiden
  • Lilium candidum immer ausschließlich im Wurzelbereich gießen
  • zum Gießen verwendet man am besten Teich- oder Regenwasser
  • alternativ kommt auch abgestandenes Leitungswasser infrage

Daraus folgt, dass man die Madonnenlilie am besten zweimal täglich – morgens und abends – mäßig gießt. Vorsicht: Niemals bei sehr intensiver Sonnenbestrahlung gießen – Stichwort Verbrennungsgefahr!

Madonnenlilie wächst bis zu 130 Zentimeter hoch

Düngen

Als organische Dünger empfehlen sich beispielsweise gut verrotteter Rinderdung oder Kompost. Wer lieber Flüssigdünger aus dem Gartenfachmarkt einsetzen will, sollte ein Produkt kaufen, das nicht zu stickstoffhaltig ist. Praktisch: Wurde bei der Pflanzung bereits mit Dung oder Kompost versetzte Gartenerde verwendet, muss man die Weiße Lilie erst im kommenden Frühjahr wieder düngen. Kurzum reicht es also absolut, den Boden der Pflanze einmal jährlich mit einem geeigneten Düngemittel zu pflegen.

Hinweis: Es ist ratsam, stets im Frühling zu düngen. Keinesfalls darf man im Herbst zur Tat schreiten. Ansonsten wächst Lilium candidum weiter, was die Pflanze bei der Vorbereitung auf den Winter stört. Diese sollte sie jedoch ungehindert vornehmen können, um die kühle Jahreszeit gut zu überstehen.

Schneiden

Die Schneidearbeiten halten sich bei der Madonnenlilie in Grenzen. Nach der Blütezeit beginnt sie zu verdorren und wird braun. Die Zwiebel zieht alle Kraft aus den Blättern und dem Stängel und speichert die gewonnene Energie. Aus diesem Grund verblüht der oberirdisch sichtbare Teil.

Der Schnitt erfolgt optimalerweise schon nach dem anfänglichen Welken der Blüten. Man schneidet den Blütenstiel so tief wie möglich – also dicht über dem Boden – ab. Die Blätter hingegen werden erst abgeschnitten, wenn sie komplett vergilbt oder braun sind, was in der Regel im Herbst der Fall ist. Schneidet man sie zu früh ab, wirkt sich das unter Umständen negativ auf den Energiespeicherungsprozess der Zwiebel aus.

Tipp: Nur scharfe und vor allem saubere Gartenscheren oder Messer verwenden. Verschmutzte Geräte können eventuelle Krankheitserreger von einer Pflanze zur anderen tragen.

Überwintern

Sobald die Schneidearbeiten abgeschlossen sind, kann man mit dem Auflegen des Winterschutzes beginnen. Denn obwohl die Madonnenlilie winterhart und demnach nicht besonders empfindlich ist, sollten Vorkehrungen getroffen werden, damit sie in der neuen Saison wieder prächtig blüht.

Eine ausgepflanzte Lilie freut sich über eine dicke Schicht Tannenreisig oder Stroh. Einfach eines der beiden Elemente nehmen und die Pflanze abdecken. So braucht sie sich weder vor kaltem Wind und Frost noch vor zu viel Nässe zu fürchten.

Wichtig: Gerade der Schutz vor zu viel Nässe hat eine enorme Bedeutung. Kommt die Zwiebel mit großen Wassermengen in Berührung, fängt sie an zu faulen. Und ist der Prozess einmal in Gang gesetzt, lässt er sich nicht mehr aufhalten – die Zwiebel stirbt. Maximal gelingt es den Tochterzwiebeln, zu überleben.

Eine im Topf oder Kübel gezogene Pflanze überwintert man besser im Haus. Das Gefäß muss rechtzeitig – nämlich dann, wenn sich der Herbst zunehmend von seiner nasskalten Seite zeigt – nach innen geholt werden. Optimal ist ein heller und tendenziell kühler Raum.

Tipp: Bei der internen Überwinterung gießt man die Madonnenlilie vergleichsweise selten – circa ein- bis zweimal pro Woche. Dabei gilt: Je kühler das Winterquartier, desto weniger Wasser braucht die Pflanze.

Madonnenlilie ist eine sehr dekorative Pflanze

Vermehren

Es gibt drei Möglichkeiten, Lilium candidum zu vermehren: durch Samen, durch Brutzwiebeln oder durch Zwiebelschuppen. Jede Variante ist einfach umzusetzen und in der Regel auch erfolgreich. Den wesentlichen Unterschied zwischen den Methoden bildet die Blütezeit: Die frisch entstehenden Pflanzen blühen je nach Vermehrungsart früher oder später.

Samen

  • im zeitigen Frühjahr oder im Herbst aussäen
  • bei Temperaturen zwischen zwölf und 15 Grad Celsius
  • Pflanzen blühen erst nach drei bis vier Jahren
  • Nachkommen im August auspflanzen (Mindestgröße 20 Zentimeter)

Die aus den Samen resultierenden Pflanzen sind nicht garantiert sortenrein. Abweichungen wie eine veränderte Blütengröße oder gar andere Formen kann man nicht ausschließen.

Tipp: Wer sich für eine Herbstaussaat im Haus entscheidet, hat gute Chancen, dass sie im zeitigen Frühling aufgeht.

Brutzwiebeln

  • werden beim Umpflanzen alter Zwiebeln gewonnen
  • bilden sich allerdings erst nach drei bis vier Jahren
  • können separat gepflanzt werden
  • blühen mit etwas Glück schon im darauffolgenden Jahr
  • sortenrein

Tipps

  • Tochterzwiebeln von Madonnenlilien im Kübel lassen sich leichter ausgraben als die von Pflanzen im Staudenbeet, wiederum ist der August der beste Zeitpunkt dafür
  • bei genauerer Betrachtung der „eigentlichen“ Zwiebel erkennt man die daran wachsenden Brutzwiebeln, diese werden mit einem scharfen Messer vorsichtig abgetrennt und in ein vorbereitetes Pflanzsubstrat gesteckt
  • zum Vermehren mittels Brutzwiebeln sind kleine Töpfe, Schalen oder Holzkisten gut geeignet

Zwiebelschuppen

  • mit einem Ansatz des Zwiebelbodens abtrennen
  • auf feuchten Sand legen und mit einer dünnen Torfmoosschicht bedecken
  • daraufhin bilden sich allmählich sogenannte Adventivknospen
  • Pflanzen blühen nach zwei bis drei Jahren
  • sortenrein

Krankheiten

Krankheiten und Schädlinge

Die am häufigsten auftretende Krankheit ist die bei zu viel Nässe entstehende Fäulnis der Zwiebeln. Glücklicherweise kann man dem Szenario jedoch leicht vorbeugen – durch richtiges Gießverhalten und die Schaffung eines funktionierenden Wasserabzugs.

Was tun bei einem dringenden Verdacht auf Fäulnis?

  • schnellstmöglich die Erde austauschen
  • nasse Erde auch von der Zwiebel entfernen
  • neue Erde deutlich trockener halten

Aber: Weist die Zwiebel bereits faulige Stellen auf, ist sie leider nicht mehr zu retten.

In Bezug auf die Schädlinge stellt das Lilienhähnchen – auch Lilienkäfer genannt – den schlimmsten und häufigsten Feind dar. Dabei muss man beachten, dass es die Larven des leuchtend roten Insekts sind, die den Schaden anrichten. Sie fressen die Blätter der Madonnenlilie, manchmal bis zum Kahlschlag.

Was tun bei einem Befall der Pflanze mit den Lilienhähnchen?

  • Gelege der Larven suchen
  • diese sehen aus wie Erdreste oder kleine Kothäufchen und sitzen an den Blattunterseiten
  • Gelege entfernen (am besten durch gezieltes Abbrausen mit dem Gartenschlauch)

Im Zuge der hausinternen Überwinterung können auch Schildläuse oder Spinnmilben als Schädlinge in Erscheinung treten. Auch hier empfiehlt es sich, die Blätter abzuspritzen, um die Insekten loszuwerden. Alternativ kann man ein geeignetes Bekämpfungsmittel im Handel kaufen.

Ist die Madonnenlilie giftig?

Viele Hobbygärtner fragen sich, ob die Pflanze giftig ist. Die Antwort: Eigentlich zählt Lilium candidum zu den Heilpflanzen. Dennoch kann es bei empfindlichen Menschen zu gesundheitlichen Problemen kommen.

  • der ziemlich intensive Geruch der Weißen Lilie führt bei manchen Personen zu Übelkeit
  • durch den Verzehr von Pflanzenteilen sind Vergiftungserscheinungen möglich (Durchfall, Erbrechen, Fieber, Schüttelfrost, Krämpfe)

Madonnenlilie im Gartenbeet

Bei unzurechnungsfähigen Kleinkindern und Haustieren sollte man demnach besonders achtsam sein, was den Umgang mit der schönen Lilie betrifft.

Bedeutung/geschichtliches Hintergrundwissen

Aufgrund ihrer weißen Trichterblüten gilt die Madonnenlilie seit jeher als Sinnbild der Unschuld und Reinheit. Zudem handelt es sich bei ihr um die älteste Zierpflanze, die schon bei den Griechen und Römern sehr beliebt war. Früher baute man sie vor allem in Kloster- und Bauerngärten an.

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