Mexikanische Sonnenblume, Tithonia rotundifolia – Pflege

Mexikanische Sonnenblume, Tithonia rotundifolia
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Blütenfarbe
orange, rot
Standort
Halbschatten, Sonnig, Vollsonne
Blütezeit
August, September, Oktober
Wuchsform
aufrecht, buschig, einjährig, Staude
Höhe
bis zu 200 Zentimeter hoch
Bodenart
sandig, lehmig
Bodenfeuchte
mäßig feucht, frisch
pH-Wert
neutral, schwach sauer
Kalkverträglichkeit
Kalkintolerant
Humus
humusreich
Giftig
Nein
Pflanzenfamilien
Korbblütler, Asteraceae
Pflanzenarten
Beetpflanzen, Kübelpflanzen, Sommerblumen
Gartenstil
Bauerngarten, Blumengarten, Ziergarten

Die mexikanische Sonnenblume, botanisch Tithonia rotundifolia, ist eine üppige Sommerblume. Charakteristisch sind ihre leuchtenden, orangen Blüten, die gerne mit einer Fackel verglichen werden. Von Tithonia gibt es verschiedene Sorten mit unterschiedlichen Wuchshöhen. Leider kann die mexikanische Schönheit mit leuchtender Blütenpracht nicht überwintern. Sie gehört zu den einjährigen Pflanzen. Wer sich in die Pflanze verliebt hat, muss sie leider jedes Jahr neu aussäen.

Steckbrief

  • botanischer Name: Tithonia rotundifolia
  • Gattung: Tithonia
  • Familie: Korbblütler (Asteraceae)
  • Trivialnamen: Mexikanische Sonnenblume, rundblättrige Tithonia
  • einjährig
  • Wuchshöhe: 120 bis 200 Zentimeter
  • Wuchsbreite: bis zu einem Meter
  • dunkelgrüne Blätter (ungeteilt oder dreilappig)
  • Blüte: orange
  • Blütezeit: Spätsommer (August bis September)
  • Zierpflanze
  • giftig: keine Vergiftungen bekannt
  • Herkunft: Mittelamerika, Mexiko
  • nicht winterhart bzw. frostbeständig
  • nicht kalkverträglich

Mexikanische Sonnenblume mit leuchtend orangener Blütenfarbe

Pflanzenfamilie

Der Trivialname von Tithonia rotundifolia, mexikanische Sonnenblume, ist ein kleiner „Betrug“. Zwar stammt die Pflanze aus Mexiko, aber sie ist, botanisch gesehen, keine echte Sonnenblume, denn Tithonien sind, wie die Sonnenblumen (Helianthus), eine eigene Pflanzengattung, die beide zur Familie der Korbblütler gehören.

Pflege

Die rundblättrige Tithonia ist eine pflegeleichte Pflanze. Im Gegensatz zu anderen, echten Sonnenblumen entwickelt Tithonia rotundifolia einen verzweigten Wuchs. Wer schöne, unverzweigte Pflanzen möchte, sollte bereits die jungen Pflanzen pikieren.

Ob verzweigt oder natürlich belassen, die mexikanische Sonnenblume braucht in der Regel eine Stütze. Sie schützt die Sommerblume vor Wind und vor dem Abknicken. Um das Wachstum und die Blühfreudigkeit zu fördern, sollten Sie Verblühtes regelmäßig mit sauberem Werkzeug abschneiden. Je nach Witterung und Standort blüht Tithonia auch noch im September oder Oktober. Mit dem ersten Frost stellen die Pflanzen Blüte und Wachstum ein. Da sie als einjährige Pflanzen nicht frostverträglich sind, überstehen sie kalte Temperaturen nicht.

Standort

Innerhalb der Gattung Tithonia gibt es verschiedene Sorten mit unterschiedlicher Wuchshöhe. Sie reicht von 40 Zentimetern bis zu einer stattlichen Höhe von knapp zwei Metern. Die rundbblättrige Tithonia wächst strauchartig und wird ausgepflanzt leicht über 1,5 Meter hoch. Tithonia rotundifolia stammt ursprünglich aus Mexiko. Daher ist es nicht verwunderlich, dass die Pflanze zu den Sonnenanbetern gehört.

Tithonia rotundifolia ist eine einjährige Pflanze

Ein weiteres Charakteristikum der Pflanze ist ihre natürliche Verzweigung und ihr schnelles Wachstum. So kann die mexikanische Schönheit auch als Hecke dienen. Da sie allerdings zu den einjährigen Pflanzen gehört, ist sie kein dauerhafter Sichtschutz. An den Standort stellt die mexikanische Sonnenblume keine großen Ansprüche.

Der ideale Standort für Tithonia ist:

  • sonnig bis vollsonnig
  • windgeschützt

Neben dem Gartenbeet eignet sich Thithonia rotundifolia auch für Rabatte. Zudem kann sie auch im Kübel kultiviert werden.

Tipp: Kombinieren Sie die rundblättrige Tithonia im Beet mit niederen, flächig wachsenden Pflanzen. Auch höher wachsende Pflanzen passen gut zu der Sommerblume. Als Nachbarn eignen sich zum Beispiel Studentenblumen oder gelber Sonnenhut.

Boden

An den Boden stellt die mexikanische Sonnenblume keine großen Ansprüche. Er sollte auf keinen Fall zu nass sein oder zu Übernässung neigen. Zu trocken sollte der Boden aber auch nicht sein.

  • normale Gartenerde
  • frischer Boden ist ideal
  • Bodenbeschaffenheit: neutral

Mexikanische Sonnenblume ist ein pflegeleichtes Gewächs

Besonders anregend für das Wachstum der mexikanischen Sonnenblume ist ein fruchtbarer und humusreicher Boden. Damit die Pflanze prächtig gedeiht, sollten Sie das Erdreich im Frühjahr mit Kompost oder organischem Dünger anreichern.

Pflanzen

Im Fachhandel werden zumeist nur die Samen der rundblättrigen Tithonia angeboten. Achten Sie beim Kauf auf die genaue botanische Bezeichnung, damit Sie keine Überraschungen beim Wuchs erleben.

Ins Beet kann die leuchtend blühende Sommerblume erst Ende Mai, frühestens nach den Eisheiligen. Ausgesät wird im Haus im März. Für die Aussaat und optimale Entwicklung sollte die Temperatur nicht unter 18 Grad Celsius liegen. Bedecken Sie die Samen mit nur wenig Erde. Die mexikanische Sonnenblume ist ein Lichtkeimer. Je nach Region kann auch eine Aussaat direkt ins Beet erfolgen, allerdings erst dann, wenn keine Bodenfröste mehr zu erwarten sind.

Tipp: Soll die Sommerblume in der Gruppe gepflanzt werden, sollten Sie nicht mehr als neun Pflanzen pro Quadratmeter setzen. Optimal ist ein Abstand von gut 30 Zentimetern.

Kübelkultur

Tithonia rotundifolia kann auch im Kübel kultiviert werden. Am besten setzen Sie stabile Jungpflanzen in das Pflanzgefäß, die in Anzuchterde gezogen worden sind.

  • lockere, durchlässige Pflanzenerde
  • Drainageschicht anlegen
  • bereits Jungpflanzen stützen

Für die Drainageschicht legen Sie beispielsweise Tonscherben auf den Boden des Pflanzgefäßes. Zudem sollte das Gefäß Abzugslöchern besitzen, damit überschüssiges Wasser gut ablaufen kann. Achten Sie auch darauf, dass kein Wasser im Untersetzer stehen bleibt. Die Freiluftsaison für Pflanzen in Kübelkultur beginnt, wie für ihre Kollegen im Beet, nach den Eisheiligen.

Tithonia rotundifolia bevorzugt einen neutralen Boden

Gießen

Tithonia rotundifolia muss regelmäßig gegossen werden. Dies gilt auch für Beetpflanzen, wenn der der Regen ausbleibt. Zwar übersteht die Pflanze auch kurze, trockene Perioden, trotzdem sollten Sie für ausreichende Feuchtigkeit sorgen. Denn die mexikanische Schönheit braucht reichlich Wasser. Aber Vorsicht: Staunässe verträgt die Pflanze nicht. Achten Sie besonders bei Kübelpflanzen darauf, dass überschüssiges Wasser abfließen kann. Auch sollte kein Wasser im Untersetzer stehen bleiben. Bei Beetpflanzen sorgen Sie für ein durchlässiges Erdreich.

Düngen

Das Düngen von Tithonia rotundifolia erfordert etwas Fingerspitzengefühl und ist nur in kargen Boden notwendig. Zwar fördert eine gute Düngung das Wachstum in die Höhe und Breite. Es kann aber auch dazu führen, dass die Sommerblume das reiche Nährstoffangebot in die Entwicklung von Blättern steckt. Und dies geht leider zu Lasten der Blüte.

Tipp: Wurde die rundblättrige Tithonia in nährstoffreicher Erde ausgepflanzt, muss sie nicht zusätzlich gedüngt werden.

Schneiden

Wird die mexikanische Fackel in einer Gruppe gepflanzt, sollten die einzelnen Pflanzen regelmäßig ausgeschnitten werden. Da sich die Sommerblumen stark verzweigen, können sie sich gegenseitig Licht und Platz wegnehmen. Wer das natürliche Verzweigen der Sommerblume verhindern will, muss die Pflanze, am besten schon als Jungpflanze, pikieren.

Mexikanische Sonnenblume mit dunkelgrünen, länglichen Blättern

Giftigkeit

Über Vergiftungen durch die mexikanische Sonnenblume ist nichts bekannt. Sie wird in der Regel als nicht giftig beschrieben. Trotzdem ist von einem Verzehr abzuraten.

Überwintern

Tithonia rotundifolia ist eine einjährige Pflanze, sie kann leider nicht überwintern und muss jedes Jahr neu ausgesät werden. Ist der erste Frost gekommen, schneiden Sie alle Teile der Pflanze auf Bodenhöhe ab. Damit für die kommende Saison wieder Platz für die mexikanische Sonnenblume ist, graben Sie den Wurzelballen aus.

Vermehren

Da die rundblättrige Tithonia eine einjährige Pflanze ist, kann man sie nicht überwintern. Trotzdem müssen Sie in der nächsten Saison nicht auf die Sommerblume verzichten, denn Sie können die Pflanze vermehren.

  • reife Samen im Herbst ernten
  • Ende März aussäen
  • nur leicht mit Erde bedecken (Lichtkeimer)
  • bei 18 bis 20 Grad Celsius auf Fensterbank stellen
  • Keimdauer: zwei bis drei Wochen
  • Jungpflanzen regelmäßig auf Schädlinge überprüfen
  • Mitte bis Ende Mai (nach dem letzten Frost) auspflanzen

Mexikanische Sonnenblume ist eine aparte Zierpflanze

Krankheiten

Krankheiten und Schädlinge

Krankheiten oder Schädlingsbefall kommen bei der mexikanischen Sonnenblume eher selten vor.

Blattläuse

Blattläuse lieben besonders die jungen Pflanzen der Sommerblume. Haben sie sich eingenistet, kräuseln sich die Blätter. In diesem Fall, im Idealfall schon vorher, sofort Gegenmaßnahmen einleiten, damit die jungen Sommerblumen nicht zu stark geschädigt werden.

Tipp: Gerade bei großen Pflanzen ist ein einsammeln der Blattläuse nur schwer möglich. Hier hilft das Abspritzen mit einem scharfen Wasserstrahl.

Mexikanische Sonnenblume ist nicht winterhart

Schnecken

Während andere Schädlinge die Pflanze eher meiden, sind sie bei Schnecken sehr beliebt. Damit die Pflanzen durch den Schneckenfraß nicht zu sehr geschädigt werden, müssen die Tiere sofort entfernt werden. Kontrollieren Sie das Beet täglich auf Schnecken. Und Vorsicht: Schnecken machen auch vor Kübelpflanzen auf der Terrasse nicht halt.

Pflanzenwuchs

An manchen Stellen wird vor einem invasiven Wachstum der Pflanze gewarnt. Ja, sie wird manchmal sogar als Unkraut bezeichnet. Dies mag seinen Ursprung im schnellen Wachstum der Pflanze haben. Aber keine Sorge, eine Selbstvermehrung der Pflanze findet in Deutschland nicht statt. Dazu sind unsere Winter, auch die milden, zu kalt.

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