Physalis peruviana, Kapstachelbeere – Pflege von A-Z

Physalis peruviana Kapstachelbeere
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Blütenfarbe
gelb, rot
Standort
Sonnig, Vollsonne
Blütezeit
Juni, Juli, August
Wuchsform
einjährig, mehrjährig, Staude
Höhe
zwischen 1 und 2 m hoch
Bodenart
lehmig, kiesig
Bodenfeuchte
mäßig feucht, frisch
pH-Wert
neutral, schwach sauer, sauer
Kalkverträglichkeit
Kalktolerant
Humus
humusreich
Giftig
Ja
Pflanzenfamilien
Nachtschattengewächse, Solanaceae
Pflanzenarten
Kübelpflanzen, Nutzpflanzen, Topfpflanzen, Beetpflanzen
Gartenstil
Obstgarten, Topfgarten, Wintergarten

Die Physalis, oder Kapstachelbeere, ist einer der Stars unter den exotischen Früchten. Aufgrund der geringen Fruchtgröße kann Physalis peruviana sogar in Deutschland reifen. Wer gern exotische, leckere, süße Früchte mag, dem sei der Anbau empfohlen. Allerdings braucht die Kapstachelbeere eine gewisse Pflege, da sie auch überwintern muss und das nicht immer problemlos funktioniert. Die Früchte selbst haben eine papierartige Hülle und werden gern zur Dekoration in asiatischen Restaurants und auch hierzulande genutzt. Der Geschmack ist sehr süß und saftig, allerdings bildet die Pflanze bei unzureichender Pflege keine Früchte oder nur wenige Exemplare aus!

Steckbrief

  • ursprünglich aus den Tropen
  • mehr als 90 Arten weltweit
  • meist einjährig, auch mehrjährige Kultivierung möglich
  • gehört zu den Nachtschattengewächsen
  • in Deutschland ab 10 Grad Bodentemperatur kultivierbar
  • hoher Sonnenbedarf vorhanden
  • Früchte heißen Physalis und werden unter dem Namen verkauft
  • die Frucht gehört zu den gern genutzten Dekofrüchten
  • mit Ausnahme der Frucht giftig für Mensch und Tier
  • nicht immer eine Ernte möglich, da Physalis sehr viel Sonne braucht
  • verträgt keinen Frost und muss frostfrei durch den Winter gebraucht werden
  • Früchte wachsen im Winterquartier bei passenden Bedingungen weiter

Standort

Die Physalispflanze braucht Sonne, Sonne, Sonne! Kaum eine andere Pflanze hat einen so hohen Sonnenbedarf wie die Physalis. An einem halbschattigen Platz wird die Pflanze keine Früchte entwickelt, möglicherweise gibt es nicht einmal eine Blüte. Volle Sonne, regelmäßiges Gießen und nicht Düngen – viel mehr Ansprüche hat die Pflanze nicht.

Standortbedingungen

Physalis peruviana Kapstachelbeere
Sonne ist das Lebenselixier der Kapstachelbeere.

Schlechte Witterungsbedingungen mag die Pflanze nicht gern, Regen und Wind sind ihr zuwider und sie sollte davor geschützt werden. Im Beet dürfen 10 Grad Celsius nicht unterschritten werden, alternativ ist ein Standort im Kübel erwähnenswert. Kübelpflanzen müssen allerdings zwingend im Haus überwintern.

  • Platz in der direkten Sonne nötig
  • Schutz vor Wind und Regen muss gewährleistet sein
  • Kübelpflanzen müssen drinnen überwintern
  • Substrat muss nährstoffreich sein
  • schneiden ist nicht nötig

Als Boden eignet sich nährstoffarme Erde mit einem hohen Kalk- oder Humusgehalt. Ein Pflanzabstand von mindestens 60 Zentimetern sollte eingehalten werden, da die Pflanze buschig wächst.

Gießen und Düngen

In Sachen Wasser hat es die Tropenpflanze gern genau perfekt. Weder kann sie ein zu trockenes, noch ein zu nasses Substrat akzeptieren. Wie die Pflanze wächst ist maßgeblich abhängig vom Gießverhalten. Wenn Physalis peruviana sehr viel Wasser bekommt, trägt sie zur Erntezeit zahlreiche Früchte. Überwässern hat hingegen Fäulnis zur Folge. Kübelpflanzen brauchen mehr Wasser als Beetpflanzen.

  • Kübelpflanze braucht sehr viel Wasser
  • Pflanze darf niemals austrocknen
  • Staunässe durch Drainage verhindern
Physalis peruviana Kapstachelbeere
Beim Bewässern der Physalis ist etwas Vorsicht geboten, ansonsten erweist sich die Staude als pflegeleicht.

Es ist bei Beetpflanzen kein Düngemittel erforderlich, denn bei einer zu hohen Gabe an Dünger bildet die Pflanze zu starke Triebe aus. Durch den Nährstoffbedarf der Triebe werden dann weniger Blüten und fast keine Früchte mehr gebildet.

  • kein Dünger bei Pflanzen im Beet
  • alle vier Wochen Dünger bei Kübelpflanzen
  • zu viel Dünger führt zu einem gesteigerten Triebwachstum

Schneiden

Der Rückschnitt lohnt sich nur wenn Physalis mehrjährig angebaut wird. Es ist ansonsten kein Schnitt erforderlich, auch ausgeizen ist nicht nötig. Falls ein Schnitt durchgeführt wird, dann nach folgenden Regeln:

  • Schnitt der Kapstachelbeere im Frühjahr
  • ideale Höhe ist ein Drittel der Pflanzenhöhe
  • ausgeizen nicht empfehlenswert

Vermehrung

Physalis peruviana Kapstachelbeere
Das Vermehren der Physalis ist sowohl durch Aussaat als auch durch Stecklinge problemlos möglich.

Physalispflanzen können Sie problemlos vermehren, wenn Sie sich an die notwendigen Schritte halten. Auch Hobbygärtner und Laien können das exotische Gewächs in ihrem Garten beherbergen, oftmals ist die Haltung im Kübel am erstrebenswertesten.

Durch Aussaat

  • erfolgt spätestens Ende Februar
  • Samen auf Boden legen und mit Erde bedecken
  • gleichmäßige Feuchtigkeit ist wichtig, am besten eignet sich eine Sprühflasche
  • ein warmer, heller Platz mit mindestens 25 Grad ist erforderlich
  • Minigewächshäuser eignen sich gut für die Anzucht von Physalis
  • direkte Sonneneinstrahlung bei Jungpflanzen und Keimlingen vermeiden
  • regelmäßiges Lüften bei Abdeckung
  • bei der Vermehrung beträgt die Keimzeit eine Woche
  • sobald mehr Blätter als die Keimblätter vorhanden sind, ist es Zeit zum pikieren
  • Kürzen der Wurzeln, fördert Verzweigung

Durch Stecklinge

Physalispflanzen können auch durch Stecklinge vermehrt werden. Dabei beginnt man am besten im Herbst mit der Fortpflanzung.

  • Ende September einen 10 cm. langen Seitentrieb schneiden und eintopfen
  • vergeilt der Versuch, werden im Februar neue Ableger geschnitten
  • Steckling 1/3 tief in die Erde stecken
  • konstante Feuchtigkeit des Substrats ist nötig
  • Umzug in den Kübel oder das Beet erst nach den Eisheiligen

Überwintern

Physalis Peruviana Kapstachelbeere
Sinken die Temperaturen ab Herbst merklich, muss Physalis unbedingt in das Gewächshaus oder den Wintergarten umziehen.

Die Physalispflanze ist nicht winterhart, sie muss daher vor dem Einsetzen des ersten Frosts ins Winterquartier verbracht werden. Optimale Orte sind ein Wintergarten oder ein Gewächshaus. Wenn sich noch unreife Früchte an der Pflanze befinden, wird die Entwicklung fortgesetzt und im Winter kann die Ernte erfolgen.

Allgemeine Tipps für den Winter

  • Umzug rechtzeitig vor dem ersten Frost
  • Früchte verbleiben an der Pflanze
  • bereits beerntete Triebe zurückschneiden
  • bei heller Umgebung übersteht die Pflanze den Winter grün
  • bei zu geringer Lichteinstrahlung folgt Abwurf der Blätter
  • minimale Wassergaben ausreichend

Bei Freilandhaltung von Physalis muss ein Umzug in den Kübel vollzogen werden:

  • ausgraben und in den Kübel bringen
  • überlebt den Winter bei kühler, aber nicht kalter Umgebung
  • heller Platz ist notwendig
  • beste Temperatur ist zwischen fünf und zehn Grad

Schädlinge und Krankheiten

Für die Physalis sind Krankheiten nicht von Bedeutung, allerdings kann bedingt durch Nässe Grauschimmelfäule auftreten. Es ist erforderlich die Pflanzen in entsprechendem Abstand zueinander zu pflanzen, so lässt sich das Problem umgehen.

Schädlinge sind ebenfalls sehr selten anzutreffen, wenn handelt es sich um die weiße Fliege oder um Blattläuse. Mit biologischen Mitteln lässt sich das Problem jedoch schnell beheben.

Früchte lagern

Die Früchte können nach der Ernte für mehrere Wochen aufbewahrt werden. Die optimale Lagerungstemperatur liegt zwischen 10 und 12 Grad. Ein Aufbewahren im Gemüsefach des Kühlschranks ist also möglich. Zur Lagerung sollten die schützenden Blätter in jedem Fall an der Frucht verbleiben, da diese so vor äußeren Einflüssen geschützt wird.

Tipp: Die Früchte können nach der Ernte in unzubereitetem Zustand auch eingefroren werden, um die Haltbarkeitsdauer zu verlängern. Vor dem Einfrieren allerdings unbedingt die Schutzblätter entfernen.

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