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Queen Anthurium, Anthurium warocqueanum: Pflege A-Z

Queen Anthurie (Anthurium warocqueanum)
Quellen: Pajast, Anthurium waroqueanum, Bearbeitet von Plantopedia, CC0 1.0 (links); Steven Walling, Anthurium warocqueanum at Conservatory of Flowers, Bearbeitet von Plantopedia, CC BY-SA 4.0 (rechts)
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Blütenfarbe
gelb, orange, rot
Standort
Halbschatten, Absonnig
Blütezeit
Mai, Juni
Wuchsform
aufrecht
Höhe
bis zu 100 Zentimeter
Bodenart
sandig, lehmig
Bodenfeuchte
mäßig trocken, mäßig feucht
pH-Wert
schwach sauer, sauer
Kalkverträglichkeit
Kalkintolerant
Humus
humusreich
Giftig
Ja
Pflanzenfamilien
Aronstabgewächse, Araceae
Pflanzenarten
Zimmerpflanzen, Topfpflanzen
Gartenstil
Topfgarten

Die Queen Anthurium ist eine Sorte aus der über 1.000 Arten umfassenden Gattung der Anthurien, die hierzulande auch als Flamingoblume bekannt sind. Aufgrund ihrer ursprünglichen Heimat den tropischen Regenwäldern Süd- und Mittelamerikas wird sie hier überwiegend als Zimmerpflanze kultiviert.

Blütezeit und Blüte

Bei den Blüten der Anthurium warocqueanum handelt es sich um den langen Kolben, der zwischen den gefärbten Hochblättern wächst, die oftmals fälschlicherweise als Blüte angesehen werden. Die Farbe der Kolben variiert hierbei je nach Art zwischen orange, rot oder auch gelb. Die Hochblätter hingegen erstrahlen in einem leuchtenden Rot:

  • Hybriden blühen das ganze Jahr über in Zyklen
  • wenn Pflege und Haltung stimmen
  • bei allen anderen zwischen Mai und Juni
  • nach der Blüte zeigen sich unscheinbare Beeren
Blütenkolben der Anthurie

Hinweis: Da der Blütenkolben nicht immer gerade wächst, sondern auch gedreht aus den Hochblättern herausschauen kann, wird er oftmals auch wenig schmeichelhaft als „Schweineschwänzchen“ bezeichnet.

Bodenbeschaffenheit und Standort

Queen Anthurium ist Wärme und Feuchtigkeit gewohnt und wünscht sich auch in den hiesigen Breitengraden einen ähnlichen Standort. Da die Pflanze aber ursprünglich aus den Regenwäldern stammt, in denen wenig Sonneneinstrahlung in den unteren Bereichen, in denen die Pflanze in der Regel wächst herrscht, bevorzugt sie auch hier einen Platz ohne direkte Sonneneinstrahlung;

  • hell und halbschattig
  • Ost- oder Westfenster gut geeignet
  • Temperaturen zwischen 20° und 25° Celsius
  • im Winter etwas kühler
  • etwa 16° bis 18° Celsius
  • hohe Luftfeuchtigkeit ebenfalls empfehlenswert
  • Substrat gut durchlässig, locker und krümelig
  • mit hohem Humusgehalt
  • saure oder schwach saure Blumenerde gut geeignet
  • auf Kalk in der Erde unbedingt verzichten

Tipp: Für das tägliche Einsprühen sollten Sie nur zimmerwarmes und kalkfreies Wasser nutzen. Damit die Blätter das Wasser aus der Luft besser aufnehmen können, müssen diese zudem regelmäßig mit einem weichen, trockenen Tuch abgestaubt werden.

Düngen und Gießen

Da Anthurium warocqueanum absolut kalkunverträglich ist, muss beim Gießen hierauf ein besonderes Augenmerk gelegt werden. Denn gerade, wenn Leitungswasser genutzt wird, ist dieses je nach Gemeinde und Landkreis sehr kalkhaltig. Auch beim Düngen ist darauf zu achten, dass der genutzte Dünger keinen Kalk enthält:

  • aufgefangenes Regenwasser nutzen
  • alternativ Leitungswasser entkalken
  • nur abstehen lassen reicht hier nicht aus
  • nur zimmerwarmes Wasser zum Gießen nutzen
  • Erde nie vollständig austrocknen lassen
  • Staunässe hingegen muss vermieden werden
  • regelmäßig und häufig düngen
  • aber immer nur wenig Dünger nutzen
  • wöchentlich eine Gabe Flüssigdünger
  • von März bis September

Im Winter sollten Sie die Nährstoffversorgung der Pflanze reduzieren.

Eimer voller Regenwasser

Tipp: Wenn Sie keinen Garten zur Verfügung haben um das Regenwasser aufzufangen, dann können Sie auch Gefäße auf den Balkon, in die Regenrinne oder aufs Dach unter ein vorhandenes Dachfenster stellen.

Krankheiten und Schädlinge

Krankheiten und Schädlinge treten an der Flamingoblume immer dann auf, wenn in der Pflege etwas falsch gemacht wurde. In manchen Fällen, wie bei einer zu geringen Düngung reagieren sie auch damit, keine Blüten zu bilden. Gerade wenn die Raumluft für Queen Anthurium zu trocken ist und sich die Blätter bereits aufrollen ist das Gewächs geschwächt und Schildläuse oder Spinnmilben können es leichter befallen:

  • Pflanze insgesamt abduschen
  • mehrere Tage wiederholen
  • Blätter mit feuchtem Tuch abwischen
  • so die Schädlinge entfernen
  • Luftfeuchtigkeit erhöhen
  • in Quarantäne stellen und von anderen Pflanzen trennen
  • zur Pflanzenstärkung auf richtige Düngung achten
  • zu viel Gießwasser führt zu Staunässe
  • kann Wurzelfäule verursachen
  • zu erkennen an vermehrt auftretenden gelben Blättern

Auch wenn der Standort sowohl im Sommer als auch im Winter zu kühl gewählt wurde, kann dies der Queen Anthurium schaden und diese verkümmert.

Pflanzen

Wenn eine Flamingoblume im Handel erworben wurde, muss die Pflanze in einen geeigneten Topf eingepflanzt werden. Denn sie benötigt sowohl frisches Substrat als auch ein wenig mehr Platz. Das Gefäß sollte jedoch nicht zu groß gewählt werden. Der Wurzelballen sollte im neuen Topf genügend Platz rundherum haben und die Seiten nicht berühren. Außerdem benötigt er Abflusslöcher, damit das überschüssige Wasser ungehindert ablaufen kann:

  • Drainage über Abflussloch anlegen
  • Tonscherben, -kugeln oder Kies nutzen
  • hierüber Pflanzenvlies geben
  • erworbene Blumenerde zur Hälfte einfüllen
  • Wurzelballen altem Topf entnehmen
  • Erde leicht von Wurzeln entfernen
  • diese vorsichtig auseinander ziehen
  • in neues Gefäß setzen
  • restliche Erde auffüllen
  • gut angießen
Anthurie umpflanzen
Alle Anthurien-Arten sollten Sie nach dem Kauf in einen größeren Topf mit frischer Erde pflanzen.

Tipp: Damit sich die aufgefüllte Erde im Kübel gut verteilt, sollten Sie diesen nach dem Pflanzen vorsichtig mehrfach gegen einen Tisch oder auf den Boden schlagen. So gelangt die Erde auch in die Zwischenräume der Wurzeln. Danach können Sie noch einen weiteren Teil einfüllen, damit der Topf bis kurz unter den Rand gefüllt ist.

Schneiden

Anthurium warocqueanum benötigt keinen Schnitt. Lediglich wenn gelbe Blätter anfallen, sollten diese direkt an der Basis entfernt werden. Dies gelingt meist durch einfaches herausziehen, alternativ kann eine scharfe sowie vorher gesäuberte und desinfizierte Haushaltsschere genutzt werden,

Überwintern

Damit der Queen Anthurium, die nur in der Wohnung kultiviert wurde, im Winter eine Ruhephase gegönnt werden kann, sollte sie in den kalten Monaten ebenfalls kühler gestellt werden. Ein durchweg beheizter Raum, in dem zudem auch trockene Heizungsluft herrscht, sollte daher vermieden werden:

  • 16° bis 18° Celsius sind ideal
  • als Standort bietet sich ein kühles Schlafzimmer an
  • auch ein helles, unbeheiztes Treppenhaus
  • unbeheizter Wintergarten
  • weniger gießen
  • Erde nicht austrocknen lassen
  • einmal im Monat Flüssigdünger mit dem Gießwasser

Anthurium warocqueanum benötigt diese Ruhephase, damit sie im nächsten Vegetationsjahr wieder weiter austreiben und ihre dekorativen Hochblätter mit der inneren Blüte bilden kann.

Umtopfen

Die junge Anthurium warocqueanum sollte jedes Jahr im Frühjahr umgetopft werden, damit sie sich mit den Jahren zu einem ausgewachsenen Exemplar entfalten kann. Gehen Sie dabei beim Umtopfen wie unter dem Punkt „Pflanzen“ beschrieben vor. Gleichzeitig kann die Flamingoblume auch während des Umtopfens geteilt werden und benötigt in einem solchen Fall kein größeres Gefäß, nur neues Substrat. Ist die Pflanze ausgewachsen und hat die Endgröße erreicht, reicht hier ein Topf von 25 Zentimetern Durchmessern aus:

  • Pflanze im Topf belassen
  • anstatt des Umtopfens im Frühjahr nur Erde wechseln
  • hier oberste Erdschicht abtragen
  • neues Substrat auffüllen
  • in Hydrokultur kultiviert muss kaum umgetopft werden
Umtopfen
Bei älteren Exemplaren ist kein komplettes Umtopfen mehr nötig.

Vermehren

Während des Umtopfens ist es möglich, Queen Anthurium durch Teilen zu vermehren, da der Wurzelballen der Erde entnommen wird und somit eine Teilung gut durchgeführt werden kann. Hierbei sollte wie folgt vorgegangen werden:

  • nur Teilstücke mit ausgebildeten Wurzeln
  • es sollte mindestens ein Blatt vorhanden sein
  • per Hand abtrennen
  • alternativ scharfes Messer nutzen
  • in neuen kleinen Topf pflanzen
  • warm und hell stellen
  • transparente Plastikfolie überstülpen
  • so bleibt Luftfeuchtigkeit hoch
  • regelmäßiges Lüften nicht vergessen
  • sonst bildet sich Schimmel

Tipp: Vor dem Teilen sollten Sie die Schnittfläche des Werkzeugs gründlich reinigen und desinfizieren. Ansonsten könnten Bakterien, Viren oder Pilze über die Teilstücke in die neuen Pflanzen gelangen und diese so schädigen.

Häufig gestellte Fragen

Wie kann ich meiner Flamingoblume die gewünschte Luftfeuchtigkeit bieten?

Damit um die Pflanze herum eine hohe Luftfeuchtigkeit herrscht, bieten sich verschiedene Verfahren an. Zunächst sollten Sie Queen Anthurium nicht nur an den Wurzeln gießen, sondern regelmäßig auch die Blätter einsprühen. Daneben helfen oft schon mit Wasser gefüllte Schalen, die Sie in direkter Nähe der Pflanze aufstellen. Alternativ können Sie auch einen elektrischen Luftbefeuchter nutzen. Dekorativ aber ebenso effektiv wirkt ein Tischspringbrunnen, der neben der Flamingoblume aufgestellt wird.

Ist eine Kultivierung in Hydrokultur für Anthurium warocqueanum empfehlenswert?

Hydrokultur ist gerade für Pflanzen wie die Flamingoblume gut geeignet, die eine hohe Luftfeuchtigkeit wünschen. Denn das in den Topf gefüllte Wasser kann so besser nach oben verdunsten. Allerdings müssen Sie hierbei auf eine ausreichende Düngung achten, um die Nährstoffversorgung

Ist die Flamingoblume giftig?

Ja, und zwar in allen Pflanzenteilen. Damit Sie keine Hautreizungen davon tragen, sollten Sie während der Pflege, zum Beispiel beim Abstauben der Blätter, sicherheitshalber immer Handschuhe tragen um Hautreizungen vorzubeugen. Wohnen kleine Kinder oder auch freilaufende oder -fliegende Haustiere mit im Haushalt, sollten Sie auf eine Kultivierung der dekorativen Pflanze besser verzichten.

Wie groß wird die ausgewachsene Queen Anthurium?

Die ausgewachsene Flamingoblume kann bis zu einem Meter Wuchshöhe erreichen. Dies gelingt jedoch nur, wenn Sie die Pflanze jährlich in einen neuen, leicht größeren Kübel umtopfen und diese hier ihre Wurzeln weiter ausbreiten kann. 

Schadet zu wenig Licht der Zimmerpflanze?

Bekommt Anthurium warocqueanum zu wenig Licht, etwa an einem Nordfenster oder im Inneren eines Zimmers, dann führt dies schnell wie bei vielen anderen Pflanzen auch, zu einem sparrigen Wachstum. Hierbei wachsen die neuen Triebe auf der Suche nach Licht sehr dünn und lang, was vermieden werden sollte, da es dem dekorativen Aussehen der Pflanze sehr schadet.


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