Curcuma Pflanze, Safranwurz – Standort und Pflege | Curcuma alismatifolia

Blüte des Safranwurz
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Blütenfarbe
mehrfarbig, rosa, violett, weiss
Standort
Halbschatten, Absonnig, Sonnig
Blütezeit
April, Mai, Juni
Wuchsform
aufrecht, ausladend
Höhe
bis zu 80 cm hoch
Bodenfeuchte
mäßig feucht
pH-Wert
neutral, schwach alkalisch
Kalkverträglichkeit
k.A.
Humus
humusreich
Giftig
Nein
Pflanzenfamilien
Ingwergewächse, Zingiberaceae
Pflanzenarten
Gewürzpflanzen, Zierpflanzen, Kübelpflanzen, Beetpflanzen, Topfpflanzen, Zimmerpflanzen
Gartenstil
Blumengarten, Ziergarten, Topfgarten

Aus der Familie der Ingwergewächse stammt die Safranwurz. Ihre Heimat liegt im australischen und asiatischen Raum, hierzulande kann sie jedoch auch als Zimmerpflanze oder Gartenpflanze kultiviert werden. Es handelt sich um eine Knollenpflanze, die nicht nur in die Höhe, sondern auch in die Breite wächst.

Curcuma alismatifolia – wie der botanische Name lautet – ist nicht immergrün, sie fängt an ihre Blätter spätestens zu Winterbeginn zu verlieren. Das komplette Laub wird nach und nach abgeworfen und spätestens dann ist es Zeit für die Überwinterung.

Im Frühling bilden sich dann die ersten Blütentriebe wieder aus, die Blütenfarbe ist variabel von lila, über rosa bis weiß. Curcuma ist vor allem aufgrund der großen, sattgrünen Blätter und der wunderschönen Blüten sehr beliebt unter Hobbygärtnern.

Steckbrief

  • Herkunftsländer sind Südasien und Australien
  • Anbau von Curcuma erfolgt im Beet oder Topf
  • Blütezeit ist im Frühjahr
  • die Wuchshöhe liegt bei 80 cm
  • der Safranwurz ist nicht winterhart
  • anspruchslos in der Pflege, jährlich muss umgetopft werden
  • krautige, ausdauernde Staude
  • gehört zu den Ingwergewächsen

Standort

Da sich die Safranwurz enorm in die Breite ausdehnen kann, ist er die ideale Solitärpflanze. Er kann aber auch im gemischten Staudenbeet seinen Standort finden. Optisch sehr ansprechend ist eine Kombination aus Blühpflanzen und Curcuma, da es dann zur Ausbildung eines farbenfrohen Blütenteppichs kommen kann.

Bezüglich seines Platzes hat Curcuma keine enormen Ansprüche und auch in der Pflege ist die Pflanze sehr anspruchslos. Curcuma schätzt lichtdurchflutete Plätze, sollte aber der prallen Sonne nicht ausgesetzt werden. Optimal ist ein Standort im Halbschatten, bei Kübelpflanzen mit der Option einen Schattenplatz zu finden.

Der passende Standort in der Übersicht

  • geeignet ist ein lockeres, humoses Substrat
  • die Safranwurz bevorzugt einen leichten Erdboden
  • Boden sollte leicht feucht, normal nährstoffreich und wasserdurchlässig sein
  • dichte Böden auflockern
  • lehmige Böden sollten mit Kompost anreichern
  • eine Drainage mit Kieselsteinen ist sinnvoll
  • Platz sollte sonnengeschützt aber hell sein
  • Morgen- und Abendsonne werden gut vertragen
  • Mittagshitze und starke Sonne führen zu Verbrennungen
  • trockener Boden und Zugluft sind zu vermeiden
  • Curcuma ist eine gut geeignete Zimmerpflanze
  • Kübel muss ausreichend groß und breit sein
  • Überwinterung bei Kübelpflanzen einfacher

Gießen und düngen

Safranwurz Gießkanne
Safranwurz ist leicht zu pflegen, muss aber regelmäßig gegossen werden.

Als pflegeleichte Pflanze müssen Sie Curcuma nicht besonders viel umsorgen. Dennoch ist es erforderlich, dass Sie für ein optimales Umfeld der Curcumapflanze sorgen, damit sie wachsen und gedeihen kann. Besonders auf lang andauernde Trockenperioden sind zu vermeiden , das schätzt die Pflanze überhaupt nicht. Außerdem muss gelegentlich gedüngt werden, die Dosis ist abhängig vom Nährstoffgehalt des Bodens.

Pflege-Tipps im Überblick:

  • Wasserbedarf steigt während der Blütezeit
  • Blätter dürfen nicht mit Gießwasser in Kontakt kommen
  • gegossen wird, wenn die oberste Schicht des Bodens angetrocknet ist
  • gießen Sie regelmäßig in normaler Menge
  • Erde sollte feucht, aber nicht nass gehalten werden
  • reduzieren Sie die Bewässerung am Ende der Blütezeit
  • arbeiten Sie eine Mulchschicht in den Boden ein, um die Feuchtigkeit zu halten
  • in heißen Wetterphasen müssen Sie verstärkt wässern
  • vermeiden Sie eine totale Austrocknung des Bodens
  • sowohl Ballentrockenheit als auch Staunässe werden nicht vertragen
  • Düngung erfolgt in Abhängigkeit von der Bodenqualität
  • nutzen Sie einmal monatlich Flüssigdünger
  • gedüngt wird zwischen April und September, nicht in der Winterzeit
  • für Topfpflanzen sind Düngerstäbchen gut geeignet

Curcuma ist anspruchslos und die Arbeiten nicht sehr aufwendig. Wichtig ist allerdings, dass Sie auf die richtige Menge an Gießwasser achten. Sowohl absolute Trockenheit, als auch Staunässe werden von den Pflanzen überhaupt nicht vertragen. Achten Sie auch darauf, dass die benötigte Wassermenge in Hitzephasen enorm ansteigt. Es kann dann mitunter möglich sein, dass Sie mehr als einmal im Tag auf die Feuchtigkeit des Substrats achten müssen.

Schnitt und Überwinterung

Es ist nicht erforderlich die Safranwurz während der Zeit von April bis September zu beschneiden. Im Spätherbst oder zu Winterbeginn ist ein Rückschnitt allerdings sinnvoll. Hierbei werden alle Blätter, die nicht von selbst abgeworfen werden, bis zur Wurzelknolle geschnitten. Wenn Sie im Herbst oder Winter zur Schere greifen, entfernen Sie das welke Laub in unmittelbarer Nähe zur Wurzelknolle.

Safranwurz Gartenschere
Auf keinen Fall dürfen Sie die Pflanze während ihrer Blütezeit beschneiden.

Als sommergrüne, nicht winterharte Pflanze müssen die Pflanzenknollen in einem Winterquartier überwintert werden. Im Frühling treiben sie, bei gut gestalteter Überwinterung, dann erneut aus.

Schritt für Schritt

  1. Bereiten Sie das Winterquartier für den Einzug der Pflanzen im November vor.
  2. Graben Sie die vorhandenen Rhizome aus dem Erdboden vorsichtig aus.
  3. Lagern Sie die Knollen an einem frostfreien, gering warmen Standort.
  4. Achten Sie auf eine Raumtemperatur von maximal 16 Grad.
  5. Sorgen Sie für vollständige Trockenheit am Lagerplatz.
  6. Bringen Sie Topfpflanzen in einen frostfreien, nicht überwärmten Raum.
  7. Bei Topfpflanzen können Sie die Knolle im Kübel belassen.
  8. Es ist kein Licht notwendig, vollständige Dunkelheit wird problemlos vertragen.

Der beste Zeitpunkt für den Umzug ist Anfang bis spätestens Mitte November. Denn wenn der erste Frost kommt, kann es bereits zu spät sein. Die vorhandenen Rhizome müssen äußerst vorsichtig aus der Erde gehoben werden. Vergessen Sie nicht, dass die Safranwurz nicht nur in die Höhe, sondern auch in die Breite wächst.

Als Lagerplatz wird ein trockener Raum benötigt, der nicht wärmer als 16 Grad werden darf. Eine zu starke Hitze verhindert die Ruhephase und die Curcumapflanze würde im kommenden Frühjahr nicht wieder austreiben. Wichtig ist ebenfalls vollständige Trockenheit, da sonst die Gefahr von Schimmelbildung besteht.

Wenn Sie eine Topfpflanze überwintern möchten ist es ausreichend, wenn Sie den Kübel in den dafür vorgesehenen Raum verbringen. Die Knollen müssen nicht ausgegraben werden, sie können an ihrem gewohnten Platz verbleiben.

Feuchtigkeitsbedarf

Charakteristisch für den Safranwurz ist seine auffallende Blütenfarbe.

Bei der Curcumapflanze handelt es sich um eine zierliche, farbenfrohe Pflanze, die sich auf jedem Balkon und in jedem Garten gut macht. Nur wenn im Winter die richtige Lagerung erfolgt, wird im Frühjahr ein erneuter Austrieb stattfinden.

Wenn die Überwinterung nicht sorgfältig genug durchgeführt wird, kann kein neuer Blütenstand entstehen und die Curcumapflanze blüht nicht. Erste Triebe zeigen sich normalerweise bereits wenn die Temperaturen die 20-Grad-Marke knacken. Gelangt Feuchtigkeit oder Nässe ins innere der Blüten sterben sie jedoch ab.

Bei dieser Pflanzenart ist es wichtig, auf eine angemessene Luftfeuchtigkeit in der Umgebung zu achten. Dies trifft insbesondere zu, wenn die Curcuma alismatifolia an einem sonnigen Platz steht. Daneben ist es sehr hilfreich eine Schüssel mit Wasser neben den Pflanzen zu positionieren.

Weitere Informationen

  • Austrieb erfolgt zu Beginn des Frühjahrs bei rund 22 Grad
  • die Blütenfarbe ist lila, weiß oder rosa
  • Blüten vor direkter Wassereinwirkung schützen
  • Blütezeit ist im Frühjahr, danach sollte weniger Wasser gegeben werden
  • kein Gießen im Winterquartier nötig
  • Wuchshöhe beträgt, je nach Pflegeintensität, zwischen 50 und 80 cm.

Pflanzen und Vermehrung

Die Safranwurz kann selbstständig vom Hobbygärtner vermehrt werden. Hierfür wird die Pflanze im Frühjahr ausgesetzt, alternativ wird die Wurzel geteilt. In asiatischen Supermärkten ist die Gelbwurzknolle erhältlich. Die Einpflanzung dieser kann im Frühjahr erfolgen. Vorhandene Gelbwurzpflanzen sind aber ebenfalls zur Vermehrung geeignet, wenn die Rhizome geteilt werden.

Richtig einpflanzen

  • Vermehrung erfolgt durch Rhizomteilung
  • richtiger Zeitpunkt ist mit Beginn des Austriebs
  • einmal jährliches Umtopfen der Knollen
  • ausgepflanzt wird die Pflanze im Frühling
  • Ende Februar sollte die Vorbereitung für die Umpflanzung erfolgen
  • zu diesem Zeitpunkt wird die Knolle an einen hellen Platz gebracht
  • ab März wieder mäßig gießen

Lebens- und Heilmittel

Safranwurz Gewürz
Safran ist ein beliebtes Gewürz.

Die Safranwurz ist eine ungiftige Pflanze mit einem bitteren und scharfen Eigengeschmack. Sie wird sowohl als Gewürz, als auch als Heilmittel verwendet. Nachgewiesen ist eine entzündungshemmende Wirkung der Pflanze, außerdem soll sie eine verdauungsfördernde Wirkung haben.

Menschen verwenden die Pflanzenart deshalb schon seit der Urzeit als Heilmittel und vor allem im asiatischen Bereich wird sie auch als Gewürz sehr gern genutzt.

Krankheiten und Schädlinge

Durch die wunderschöne Blüte wird so mancher Hobbygärtner zu einer übermäßigen Wassergabe verleitet. Allerdings kann zuviel Wasser den Befall mit Schädlingen oder die Entwicklung von Krankheiten begünstigen. Sind die Blüten über einen längeren Zeitraum nass, fangen sie rasch an zu faulen. Dabei kann es zum Befall mit Spinnmilben kommen, der dann dringend behandelt werden muss.

Pilze bei Curumapflanzen

  • Pilz wird durch langfristige Staunässe verursacht
  • zur Vorbeugung immer nur mäßig gießen, wenn die Erde leicht getrocknet ist
  • bei Pilzbefall muss die betroffene Pflanze isoliert und umgetopft werden

Blütenfäulnis durch falsche Pflege

  • Fäulnis entsteht, wenn die Blüten nass werden
  • Gießwasser immer direkt in die Erde geben, nicht die Blüten benetzen

Spinnmilben – Befall

  • Farbton der Blätter wird hell und fahl, sie sterben ab und trocknen aus
  • zu heißes und trockenes Klima locken Spinnmilben an
  • Erhöhung der Luftfeuchtigkeit zur Vorbeugung
  • Laub immer leicht mit Wasser besprühen, nicht die Blüten
  • Isolation betroffener Pflanzen zwingend nötig
  • Spinnmilben können mit Raubmilben eliminiert werden
  • Akarizid ist als chemisches Mittel geeignet

Die Safranwurz ist nicht sehr anfällig für Krankheiten und bei der richtigen Pflege lässt sich ein Schädlingsbefall auch problemlos umgehen. Ein Hauptrisikofaktor ist allerdings falsches Gießverhalten. Mit entsprechender Umsicht bekommt die Pflanze jedoch ausreichend Wasser, ohne dass es zu faulen Blüten kommt.

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