Schnurbaum ‚Little Baby‘ Zimmerpflanze, Sophora prostrata | Pflege

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Blütenfarbe
gelb, orange
Standort
Halbschatten, Sonnig
Blütezeit
Mai, Juni
Wuchsform
aufrecht, Zwergstrauch
Höhe
bis zu 2,5 Meter hoch
Bodenfeuchte
mäßig feucht, frisch
pH-Wert
neutral
Kalkverträglichkeit
Kalktolerant
Humus
humusreich
Giftig
Ja
Pflanzenfamilien
Hülsenfrüchtler, Fabaceae
Pflanzenarten
Kübelpflanzen, Zimmerpflanzen
Gartenstil
Dachgarten, Innenhof, Terrassengarten, Wintergarten

Ein ungewöhnliches, interessantes Aussehen bietet der Sophora prostrata, besser bekannt als Schnurbaum. Die Sorte „Little Baby“ ist aufgrund ihrer üppigen und farbintensiven Blütenpracht besonders beliebt. Stark windende Zweige verleihen dem Strauch eine bizarre Optik. Als Solitärpflanze lässt sie sich prima im Garten sowie in Kübeln auf Terrassen und Balkone pflanzen. Um lange Freude an der Outdoor- und Zimmerpflanze zu haben, ist eine optimale Pflege unabdingbar.

Steckbrief

  • Name: Schnurbaum – Sorte: Little Baby
  • Wissenschaftlicher Name: Sophora prostrata
  • Alternativ-/Trivialnamen: Kowhai, Köwhai, Zickzackstrauch
  • Pflanzenfamilie: Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
  • Herkunft: südliches Neuseeland
  • Wuchshöhe/-breite: 150 bis 250 Zentimeter hoch, 75 bis 150 Zentimeter breit
  • Wuchsform: zickzackförmig
  • Blüte: Gelb-Orange von Mai bis Juni
  • Sommergrün mit attraktiver Herbstfärbung
  • Winterhart: bedingt bis minus 5 Grad Celsius

Standort

Blüte des Schnurbaums
Am richtigen Standort erfreut Sie der Schnurbaum im Frühsommer mit seiner vollen gelb-orangen Blüte.

Bei der Standortwahl ist der Schnurbaum „Little Baby“ wählerisch und reagiert zügig, wenn dieser seinen Ansprüchen nicht gerecht wird. Aus diesem Grund ist der richtige Standort eines der wichtigsten Kriterien im Bereich der Pflege.

Der Sophora prostrata gilt zwar als Zimmerpflanze, aber eine Haltung in Wohnräumen ist nicht ideal, wenn dort keine Mindest-Luftfeuchtigkeit vorhanden ist. Optimal sollten zudem die Lichtverhältnisse sein, denn zu helle oder zu dunkle Standorte nehmen einen gravierenden Einfluss auf die Gesundheit sowie das Wachstum. Folgend wird beschrieben, welche Voraussetzungen der ideale Standort erfüllen sollte:

  • Im Haus: voll- bis teilsonnig, aber geschützt vor direkter, heißer Mittagssonne
  • Im Freien: Halbschatten
  • Luftfeuchtigkeit: mindestens 50 Prozent
  • Windgeschützter Standort (dünne Zweige können bei Wind schnell brechen)
  • Im Sommer während der Blüte Platz im Freien ideal

Boden

Wird der Schnurbaum „Little Baby“ in das Gartenbeet oder einen Kübel gepflanzt, benötigt er eine Bodenqualität, die ihm optimale Bedingungen für die Versorgung bietet. Dazu zählen:

  • Humos- und nährstoffreich
  • Locker und wasserdurchlässig
  • Gern leicht kalkhaltig
  • pH-Wert: zwischen 6.5 und 7.0

Tipp: Für eine verbesserte Wasserspeicherung empfiehlt es sich, der Gartenerde etwas Tongranulat oder Kokosfasern beizufügen, damit vor allem im Sommer der Boden nicht zu schnell austrocknet. Ein wenig Sand oder Kies hält den Boden locker und fördert die Wasserdurchlässigkeit.

Substrat

Substrat - Erde
Achten Sie beim verwendeten Substrat unbedingt auf die Qualität.

Für die Kübelpflanzung reicht Gartenerde, die oben genannte Bedingungen erfüllt, in der Regel aus. Fertigmischungen für Zimmer- und Kübelpflanzen eignen sich ebenfalls, sowie auch spezielle Bonsaierde. Wichtig ist, dass sich auf qualitativ hochwertiges Substrat beschränkt wird, weil minderwertige Produkte schnell zur Verdichtung und folglich Schimmelbildung neigen.

Pflanzen/Eintopfen

Weil der Umzug aus gewohnten Verhältnissen und der Wechsel in neue Erde immer eine Belastung für die Pflanze darstellt, ist der beste Zeitpunkt zum Einpflanzen und -topfen das Frühjahr, wenn die Wachstumsphase begonnen hat oder kurz bevorsteht. Damit Frost das Festsetzen der Wurzeln nicht stört und der durch den Umzug bereits geschwächte Pflanze zusetzt, ist bis Mitte Mai nach den Eisheiligen zu warten.

Da diese Kowhai-Sorte nur bedingt winterfest ist, sollte sie nur in Regionen mit milden Wintertemperaturen in das Gartenbeet gepflanzt werden. Herrschen raue Wintermonate, ist die Kübelpflanzung ratsam, damit der Strauch ohne ausgepflanzt werden zu müssen, in ein geeignetes Winterquartier umziehen kann. Beim Pflanzen und Eintopfen ist gleichermaßen wie folgend beschrieben vorzugehen:

  • Pflanzloch ausheben oder Kübel bereitstellen
  • Pflanzlochbreite/-tiefe: jeweils doppelte Größe des Pflanzenballens
  • Kübelgröße/-durchmesser: jeweils doppelte Größe des Pflanzenballens
  • Pflanz-/Kübelboden rund zwei Zentimeter hoch mit Kies oder Quarzsand füllen (dient der Drainage)
  • Einige Zentimeter Erde/Substrat auf Drainage verteilen
  • Pflanze einsetzen und drumherum Erde/Substrat einfüllen
  • Wurzelballen sollte circa vier Zentimeter unterhalb der Erdoberfläche liegen
  • Bei Kübeln beachten, dass mindestens zwei Zentimeter Abstand zum oberen Rand besteht (dient zur Verhinderung von Überschwemmung)
  • Erde nach der Auffüllung leicht festdrücken
  • Mäßig angießen

Umtopfen

In den ersten drei bis vier Jahren ist bei Jungpflanzen ein jährliches Umtopfen ratsam, damit sie stets mit neuem, frischen Substrat mit entsprechendem Nährstoffgehalt versorgt werden. Die ansonsten langsam wachsende Pflanze gedeiht in den ersten Jahren allerdings zügiger, sodass auch die Topf-/Kübelgröße gegebenenfalls eine Nummer größer ausfallen sollte, damit sie ausreichend Platz zur Ausbreitung der Wurzeln erhält. Ist die Garten- und Zimmerpflanze älter, reicht ein Umtopfen alle zwei bis drei Jahre, sofern der Topf/Kübel nicht früher zu klein wird.

Schnurbaum 'Little Baby'
Für ein gesundes Wachstum empfiehlt sich insbesondere in den ersten Jahren ein regelmäßiges Umtopfen.
  • Lockere Erde vorsichtig mit Hand oder Handschippe abtragen
  • Großflächig um die Wurzel herum arbeiten
  • Achtung: nach Möglichkeit keine Wurzeln beschädigen oder Wurzelballen lockern
  • Topf/Kübel seitlich legen und rundherum leicht auf die Wände klopfen (löst die Erde)
  • Vorsichtig die Pflanze aus der Erde ziehen (nur den untersten Bereich umfassen)
  • Wurzeln nur leicht von alter Erde befreien (ein geringfügiges Schütteln reicht aus)
  • Kübel/Topf vorbereiten und Pflanze in frisches Substrat einpflanzen, wie unter „Pflanzen/Eintopfen“ beschrieben

Hinweis: Bei der Topf- und Kübelwahl ist unbedingt darauf zu achten, dass ein Abflussloch im Boden vorhanden ist, damit überschüssiges Wasser ablaufen kann und sich keine Staunässe bildet. Diese führt ansonsten zügig zu einer Wurzelfäule, die ein Absterben der Pflanze zur Folge haben kann.

Gießen

Beim Gießen wird Hobbygärtnern und Blumenliebhabern eine Menge abverlangt, denn hier gilt es, stets auf eine kontinuierliche Feuchtigkeit zu achten, ohne zu überwässern oder es zu einer Trockenheit kommen zu lassen. Vor allem im Sommer kann dies an heißen Tagen zu einer Herausforderung führen, weil schon eine kurzfristige Trockenheit ein Absterben hervorrufen kann. Zu viel Wasser hingegen provoziert eine Wurzelfäule mit gleichem Resultat wie beim Austrocknen. An folgende Anleitung sollte sich beim Gießen gehalten werden, damit die Garten- und Zimmerpflanze eine ideale Pflege erfährt:

  • Maximale Antrocknung der Erde von 80 Prozent
  • Lieber kleinere Mengen gießen, dafür aber öfter
  • Nie in der Sonne gießen (Verbrennungsgefahr)
  • Optimale Gießzeit früh morgens und am späteren Abend (vor allem an vollsonnigen Standorten)
  • Bei hohen Temperaturen mindestens zweimal täglich Feuchtigkeitsgehalt prüfen
  • Für mehr Luftfeuchtigkeit im Sommer Pflanze täglich ein- bis zweimal mit Wasser besprühen
  • Unbedingt Staunässe vermeiden

Düngen

Im ersten Jahr nach dem Einpflanzen oder Eintopfen wird der Schnurbaum nicht gedüngt. Jungpflanzen, die in den ersten Jahren einmal pro Jahr umgetopft werden, ist ein Düngen ebenfalls nicht erforderlich. Die Düngung beginnt somit erst bei älteren Pflanzen. So sieht der Düngekalender sowie die Regeln für diese Schnurbaum-Sorte aus:

  • Empfohlenes Düngemittel: Flüssigdünger für Kübelpflanzen
  • Düngesaison: von März/April bis zum Blühbeginn und nach der Blüte bis Ende August/Anfang September
  • Während der Blütezeit nicht düngen, da sonst alle Blüten abfallen
  • Düngerhythmus: alle zwei bis vier Wochen
  • Ausnahme: Verwendung von Düngerpellets, -granulat oder Düngestäbchen nur einmal im Frühjahr verwenden

Schneiden

Gartenschere
Beim Schneiden erweist sich der Schnurbaum als recht anspruchslos und auch die Erziehung zum Bonsai ist problemlos möglich.

Die Sophora prostrata zeigt sich als sehr schnittverträglich, verlangt normalerweise aber keinen Rückschnitt, weil lediglich ein langsames Wachstum vorliegt. Soll das Hülsenfruchtgewächs mehr verzweigen und damit dichter wachsen, ist ein Rückschnitt der Triebe förderlich. Ansonsten kann ein gelegentlicher Formschnitt für ein kompakteres Aussehen sorgen. Zu beachten ist beim Schneiden wenig:

  • Idealer Schnittzeitpunkt: zu Beginn der Vegetationsperiode oder nach der Blüte bis maximal Ende September
  • Triebe maximal um ein Drittel kürzen
  • Nur junge Triebe kürzen – nicht in Altholz schneiden
  • Schnitt stets schräg ansetzen (lässt Feuchtigkeit besser abtropfen und demzufolge Schnittwunde schneller abheilen)
  • Ausschließlich gesäubertes, desinfiziertes Schneidewerkzeug benutzen

Als Bonsai erziehen

Aufgrund des langsamen Wachstums und der ungewöhnlichen Optik, ist die Erziehung des Zickzackstrauchs als Bonsai besonders beliebt und kann von Jedem auch ohne große Erfahrungen durchgeführt werden. Alles was dafür zu tun ist, ist ein regelmäßiger Schnitt der Wurzeln, um den Schnurbaum noch weiter in seinem Wachstum einzuschränken. Der optimalste Zeitpunkt zum Schneiden ist, wenn das jährliche Umtopfen ansteht. Hier werden die Wurzeln circa um ein Drittel gekürzt. Wer ihn nicht als buschig und aufrecht stehenden Bonsai wünscht, kann ihn auch kaskadenförmig erziehen, wozu ein Drahten erforderlich ist.

Überwinterung

Wirklich winterhart ist der Schnurbaum nicht. Er kann lediglich für eine kurze Dauer Minustemperaturen bis maximal fünf Grad Celsius überstehen, ohne Erfrierungserscheinungen davon zu tragen. Während er in milden Regionen durchaus im Freien überwintern kann, ist er in kalten Klimazonen rechtzeitig in ein frostfreies Winterquartier umzusiedeln.

Freilandüberwinterung

Am besten übersteht der Schnurbaum den Winter auch in milderen Gebieten, wenn er eingepflanzt ist. Die Wurzeln werden durch die Erde vor der Kälte geschützt, während diese in einem Kübel ungefiltert auf die Wurzeln trifft. Aber dennoch können auch hier Kälteschutzmaßnahmen getroffen werden, die teilweise auch vor allem bei Jungpflanzen im Gartenbeet nicht fehlen sollten.

  • Erde/Substrat mit Stroh, Laub oder Tannennadeln dickschichtig abdecken
  • Kübel mit dicker Folie, Pappkarton, Jute oder Reisig ummanteln
  • Kübel auf isolierende Unterlage stellen (beispielsweise Holz- oder Styroporplatten)
  • Auf windgeschützten Standort achten beziehungsweise nachträglich dafür sorgen

Winterquartier

Zur Überwinterung der Schnurbaum-Sorte „Little Baby“ ist nicht jeder Standort im Innenbereich geeignet. Aufgrund der Herkunft, ist die Pflanze an kühlere Temperaturen während der Wintersaison gewöhnt und sollte diese dementsprechend auch erhalten. Auch die Licht- und Feuchtigkeitsverhältnisse entscheiden darüber, ob und wie gut sie über die Wintermonate hinweg kommt. Folgende Eigenschaften machen einen Standort zum idealen Winterquartier:

  • Umgebungstemperatur: zwischen fünf und zehn Grad Celsius (kälter kann es zu einem immensen Blattfall kommen)
  • Lichtverhältnisse: hell, aber kein direkt direktes Sonnenlicht oder Mittagssonne
  • Luftfeuchtigkeit: mindestens 30 Prozent
  • Gießen: Erde nicht vollständig abtrocknen lassen
  • Ideale Standorte: Treppenhaus, unbeheizter/s Wintergarten, Gewächshaus, Gartenhaus oder Garage mit Fenstern
  • Ende der Winterzeit: März/April
  • Möglicher Umzug ins Freiland: ab Mitte Mai

Pflanznachbarn

Zylinderputzer - Callistemon
Auch bei der Wahl der Pflanznachbarn ist der Schnurbaum genügsam. Zusammen etwa mit dem Zylinderputzer bringt er exotisches Flair in den Garten.

Der Schnurbaum zählt zu den Schwachzehrern und kann als Gartenpflanze dementsprechend prima mit nahezu allen Pflanzenarten als Nachbarn harmonieren. Als Kübel- und Zimmerpflanze bietet er eine ideale Ergänzung zu einigen Exoten, wie beispielsweise dem australischen Zylinderputzer oder mediterranen Zitronenbaum, mit denen er gemeinschaftlich für ein Urlaubsgefühl sorgt.

Vermehrung

Wer aus vorhandenen Pflanzen eine Vermehrung vornimmt, spart nicht nur Geld für eine teilweise teure Anschaffung, sondern weiß auch genau, was herangezogen wird. Zudem ist eine eigene Aufzucht von Jungpflanzen immer ein Erlebnis. Die Sophora prostrata „Little Baby“ lässt sich auf zwei verschiedene Weisen vermehren:

Aussaat

Die Vermehrung mittels Aussaat erfordert ein wenig Geduld, ab dem Zeitpunkt, wenn Samen aus einer bestehenden Pflanze gesammelt wird. Alternativ kann Samen natürlich auch im Fachhandel gekauft werden, aber je nach dem, wie alt dieser bereits ist und wie er gelagert wurde, können die Erfolgschancen für eine Keimung deutlich niedriger liegen, als mit einem „frischen“ Samen aus einer Mutterpflanze.

  • Samen trocken und dunkel bis Frühjahr bei circa zehn Grad Celsius überwintern
  • Vor Aussaat Oberfläche anrauen und circa 24 Stunden in lauwarmem Wasser aufweichen
  • Gefäß mit Anzuchterde füllen
  • Samen auf Oberfläche verteilen und leicht mit Erde bedecken (Dunkelkeimer)
  • Anzuchterde mäßig mit Wasser besprühen
  • Transparente Folie über den Topf ziehen
  • Standort: hell ohne direktes Sonnenlicht
  • Ideale Umgebungstemperatur: 21 Grad Celsius
  • Täglich Folie öffnen und gegebenenfalls Erde gießen/sprühen
  • Zeigt sich erfolgreiche Keimung, Folie entfernen
  • Pikierung: ab einer Größe von fünf Zentimeter
  • Wenn erste Blattbildungen zu sehen sind, kann in normalen Topf und Substrat gepflanzt werden
  • Unbedingt ersten Winter frostfrei überwintern lassen

Stecklinge

Um die Vermehrung mit Stecklingen erfolgversprechend vornehmen zu können, ist eine gesunde Mutterpflanze gefragt. Von dieser werden Triebe mit einer Länge zwischen zehn und 15 Zentimeter abgetrennt. Die Triebe dürfen nicht stark verholzt sein, sonst klappt die Vermehrung nicht. Bei der Anzucht ist folgendermaßen vorzugehen:

  • Vermehrungszeitpunkt: Frühling
  • Untere Blätter der Stecklinge entfernen
  • In mit Anzuchterde gefüllten Topf stecken
  • Gießen: gleichmäßig feucht halten ohne zu überwässern
  • Umgebungstemperatur: 15 Grad Celsius
  • Lichtverhältnisse: hell, aber nicht sonnig
  • Sind neue Blattansätze gebildet, umpflanzen in geeignete/s Gartenerde/Substrat
  • Im ersten Jahr nicht düngen
  • Muss im ersten Jahr unbedingt frostfrei gestellt werden

Krankheiten und Schädlinge

Der Schnurbaum der Sorte „Little Baby“ zeigt sich enorm widerstandsfähig gegenüber Krankheiten und Schädlingen. Erhält die Pflanze eine Pflege, wie sie hier beschrieben ist, sind Erkrankungen und ein Schädlingsbefall nur in den seltensten Fällen zu erwarten. Lediglich von einer Wurzel- und/oder Stammfäule ist öfter beim Schnurbaum zu hören, die aber meist darauf zurückzuführen ist, weil zu viel gegossen und/oder Staunässe hervorgerufen wurde. Wenn die Fäulnis schnell erkannt und ebenso zügig gehandelt wird, bestehen gute Chancen, dass der Zickzackbaum zu retten ist.

Rettungsmaßnahme

  • Sofort auspflanzen (egal welche Jahreszeit)
  • Erde leicht vom Wurzelballen abschütteln
  • Wurzel für 24 Stunden an der Luft abtrocknen lassen
  • Wurzelenden leicht kürzen
  • Pflanze in neues, trockenes Substrat setzen
  • Einige Tage nicht gießen
  • Zukünftig Staunässe und/oder Überwässerung vermeiden

Vorsicht, Verwechslungsgefahr!

Schnurbaum und Zickzackstrauch
In der Wuchsform ähnelt der Schnurbaum dem ebenfalls vorwiegend in Neuseeland vorkommenden Zickzackstrauch.

Um die richtige Pflege den jeweiligen Pflanzenarten und -sorten zukommen zu lassen, ist es natürlich erforderlich, diese auch zu kennen. Beim Kauf sorgt in der Regel die Produktbeschreibung für diese Kenntnis, aber wer eine Pflanze beispielsweise als Geschenk erhält, muss sich nachträglich informieren. Hier besteht bei der „Little Baby“ schnell die Gefahr, dass sie mit dem Strauch „Corokia cotoneaster“ aus der Pflanzenfamilie „Saifragaceae“ verwechselt wird. Bei diesem handelt es sich ebenfalls um einen zickzackförmigen Strauchwuchs. Ein eindeutiges Unterscheidungsmerkmal ist an den Blättern zu erkennen. Die Little Babys besitzen gefiederte Blätter, während der Zickzackstrauch Corokia cotoneaster breite, eiförmige, circa 1.5 Zentimeter lange, dunkelgrüne Einzelblätter aufweist.