Waldrebe, Wildarten, Clematis macropetala – Steckbrief und Pflege

Waldrebe, Clematis macropetala
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Blütenfarbe
violett, blau
Standort
Schatten, Halbschatten, Sonnig
Blütezeit
April, Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober
Wuchsform
aufrecht, buschig, Kletterpflanze
Höhe
bis zu 300 Zentimeter hoch
Bodenart
sandig, kiesig
Bodenfeuchte
mäßig feucht, frisch
pH-Wert
schwach alkalisch, schwach sauer
Kalkverträglichkeit
Kalktolerant
Humus
humusreich
Giftig
Ja
Pflanzenfamilien
Hahnenfußgewächse, Ranunculaceae
Pflanzenarten
Zierpflanzen, Kletterpflanzen
Gartenstil
Ziergarten, Bauerngarten

Der triviale Name von Clematis macropetala lautet: Großblütige Alpen-Waldrebe. Und genau hier liegt die Besonderheit dieser Pflanzengattung. Die Hahnenfußgewächse sind eng mit Clematis alpina verwandt, bestechen jedoch durch ihre 10 cm großen, glockenförmigen Blüten. Mühelos berankt die Staude Zäune und Steinmauern. Mit einer Länge von über 3 m sind die Triebe ein optischer Blickfang. Passionierte Hobbygärtner müssen nur wenig Aufwand betreiben, um den Bedürfnissen der Waldrebe gerecht zu werden.

Steckbrief

  • Familie: Hahnenfußgewächse
  • lateinischer Name: Clematis macropetala
  • weitere Bezeichnungen: Großblumige Waldrebe
  • Standort: sonnig bis schattig
  • Wuchsbreite: 80 – 150 cm
  • Wuchshöhe: 150 – 300 cm
  • Wuchsform: kletternd, bildet lange Ranken aus
  • Blütezeit: April bis Oktober
  • Blütenfarben: blau bis violett
  • Laub: sommergrün, eiförmig, gezahnt
  • Giftigkeit: stark giftig
  • Kalkverträglich: geringe Mengen Kalk im Boden bzw. Wasser fügen der Pflanze keinen Schaden zu

Standort

Ungewöhnlich schnell und mühelos erklimmt die Großblumige Waldrebe Steinmauern und Holzzäune. Jede kleine Unebenheit wird von den Ranken genutzt, um sich mit einer Leichtigkeit in die Höhe zu schwingen. Die Clematis kann eine imposante Länge erreichen und lässt sich mit etwas Kreativität vielseitig im Garten einsetzen.

Waldrebe, Clematis macropetala ist stark giftig

Pergolen aus Drahtgitter verwandeln sich in wenigen Wochen mithilfe der Waldrebe in eine lauschige Oase. Am Rosenbogen hochgezogen lädt die Pflanze im Vorgarten den Besucher zum Verweilen ein. Von allen Wildarten kann sich Clematis macropetala rühmen, die größten Blüten zu besitzen.

Pflege

Die Zeit, in der sich die farbenprächtigen, glockenartigen Blüten zeigen, variiert. Ein paar Sorten, speziell Hybriden, blühen von März bis Juli. Andere Arten schmücken sich von März bis Oktober mit ihrem imposanten Schmuck. Die sommergrünen Stauden bevorzugen viel Sonnenlicht, um sich in voller Pracht zeigen zu können.

Den Standort betreffend gelten folgende Punkte:

  • sonnige Plätze sind optimal
  • Halbschatten wird von der Waldrebe toleriert
  • bedingt für schattige Stellen im Garten geeignet
  • warme Orte an der Südmauer bzw. im Steingarten sind ungeeignet

Nicht jede Pflanze braucht einen geschützten und warmen Platz, wie diese Clematis eindrucksvoll zeigt. Die Wildarten der Großblumigen Waldrebe stammen ursprünglich aus Nordchina und der östlichen Mongolei. Vereinzelt lassen sich die Rankpflanzen auch im Osten Sibiriens antreffen.

Kälte und Zugluft können dem Hahnenfußgewächs keinen Schaden zufügen. Der Standort sollte mit Rankhilfen bzw. anderen Hilfsmitteln ausgerüstet sein, an denen sich die Pflanze emporranken kann. Alternativ können Sie die Staude dekorativ vom Balkon herabhängen lassen. Vorausgesetzt, der Kübel ist ausreichend groß und stabil.

Substrat

Die krautige Pflanze ist wuchsfreudig und verzeiht viele Fehler in der Pflege schnell. Dabei zeigt sich die Großblütige Clematis gegenüber pH-Schwankungen im Boden tolerant. Um die Widerstandsfähigkeit und die Blühfreude der Staude zu fördern, sollte der pH-Wert jedoch einen leicht basischen Wert aufweisen.

Ein hoher Kalkgehalt im Boden stört das Gewächs nicht. Es ist ratsam, die Konsistenz und Zusammensetzung des Gartenbodens alle paar Jahre überprüfen zu lassen. So lässt sich schnell herausfinden, welche Nähr- und Mineralstoffe vorhanden sind bzw. fehlen. Die wilden Waldreben bevorzugen folgende Bedingungen hinsichtlich des Erdreichs.

  • tiefgründig und locker
  • humusreich
  • eine Drainage sollte vorhanden sein

Die rankenden Gewächse reagieren empfindlich auf „heiße Füße“. Der untere Teil des Stängels und der Wurzelansatz der Clematis sollten durch benachbarte Pflanzen oder einer dicken Schicht aus Rindenmulch beschattet werden. Dies verhindert, dass die exotischen Stauden zu schnell im untenrum verkahlen. Verklebtes und schweres Erdreich wirkt sich negativ auf die Entwicklung der Waldreben aus.

Regelmäßiges Mulchen kann dem Entgegenwirken, Sie können den Boden auch auf eine andere Weise dauerhaft auflockern: Mischen Sie kleine Kieselsteine oder feine Tonscherben unter das Substrat. Das Material stört nicht bei der Gartenarbeit und verhindert wirkungsvoll, dass die obere Erdschicht zusammenklebt und keine Staunässe entstehen kann. Gleichzeitig gelangt wertvoller Sauerstoff an die Wurzeln der Pflanzen.

Waldrebe ist eine Kletterpflanze

Pflanzen

Clematis im Garten pflanzen

Die robusten Gewächse sollten nicht willkürlich und planlos in ein Zierbeet eingesetzt werden. Clematis macropetala sind winterhart und erfreuen den Betrachter im neuen Jahr erneut durch ihre großen Blüten und langen Triebe. Rankhilfen in Form von Gittern, Seilen oder Mauerwerken sollten am Standort vorhanden sein.

Mit diesen gelingt es Ihnen mühelos, die Wuchsrichtung der Waldreben zu kontrollieren. Die Pflanzung im Freiland sollte von März bis Oktober erfolgen. Im Spätherbst und Winter ist es nicht ratsam, die robusten Stauden rauszusetzen. Die Gewächse hatten noch keine Gelegenheit, sich ausreichend auf Kälte und Frost vorzubereiten.

Gekaufte Waldreben aus Gärtnereien sollten aus dem alten Kübel entfernt werden. Gönnen Sie den Wurzeln der Pflanzen ein 2-stündiges Bad in lauwarmem Wasser. Diese Methode erlaubt es den rankenden Hahnenfußgewächsen, sich ausreichend mit Feuchtigkeit vollzusaugen, was die Akklimatisierung am neuen Standort erleichtert.

  • das ausgehobene Pflanzloch muss die dreifache Tiefe und Breite als der Wurzelballen der Clematis haben
  • den Erdaushub mit Kompost und bei Bedarf mit kleinen Kieselsteinen anreichern
  • ein paar Handvoll Kompost in das Pflanzloch werfen
  • das angrenzende Erdreich ausreichend auflockern
  • die Pflanzen bis zum oberen Wurzelansatz einsetzen
  • das aufbereitete Substrat zurückfüllen
  • festdrücken und kräftig angießen

Mit einem Sisalfaden können Sie die Triebe der Gewächse an die Rankhilfen aufbinden. Die majestätisch anmutenden Waldreben bilden kleine Rankwurzeln aus, mit denen sich die Stauden alles umschlingen. Das Aufbinden ist auch bei älteren Exemplaren sinnvoll. Auf diese Weise verhindern Sie, dass der Wind und das Gewicht der Triebe die Pflanze von den Kletterhilfen lösen kann.

Kultivierung im Kübel

Wer ein paar Abstriche in Kauf nimmt, kann die Hahnenfußgewächse dauerhaft in Pflanzgefäßen kultivieren. Dadurch ist es möglich, den Balkon bzw. die helle Terrasse mit den Waldreben zu schmücken. Ältere Clematis bilden im Lauf der Jahre ein dichtes und langes Wurzelgeflecht aus.

Mit diesem sind sie in der Lage, an heißen Sommertagen Wasser und Nährstoffe aus tieferen Bodenschichten heraufzuziehen. Der Pflegeaufwand minimiert sich dadurch und die Pflanzen überstehen lange Trockenphasen meist unbeschadet. Gewächse im Kübel sind dazu nicht in der Lage. Durch das geringe Volumen im Pflanzgefäß ist das Substrat nur unzureichend in der Lage, Wasser abzuspeichern.

Waldrebe, Clematis macropetala mit sommergrünem Laub

Wählen Sie einen ausreichend großen Kübel aus mit Abflusslöchern am Boden. Eine Drainage aus porösem Material sorgt zusätzlich dafür, dass überschüssiges Regen- und Gießwasser zügig abfließen kann. Ähnlich wie bei der Pflanzung im Freiland werden die Stauden in der Hauptvegetationszeit in das Gefäß eingesetzt. Der Schwerpunkt des Kübels sollte sich im unteren Bereich befinden. Auf diese Weise wird verhindert, dass die Pflanzen beim geringsten Windstoß mitsamt dem Topf umkippen können.

Es ist keineswegs ungewöhnlich, dass die „Königin der Rankpflanzen“ sich erst nach 3 oder 4 Jahren in ihrer vollen Blütenpracht zeigt. Dies gilt für Beet- und Kübelpflanzung gleichermaßen.

Unterpflanzung für die Clematis

„Das Haupt in der Sonne, den Fuß im Schatten.“ Dieser Ausspruch ist ein wichtiger Bestandteil der Pflege von Clematis. Die Waldreben trotzen problemlos dem direkten Sonnenlicht, sofern der untere Stängel und der Wurzelbereich beschattet werden. Findige Hobbygärtner greifen für diesen Zweck auf kleinwüchsige Pflanzen zurück, die den Fußbereich der Waldreben beschatten. Die Stauden sollten ähnliche Ansprüche in Bezug auf Standort und Substrat besitzen. Flach wurzelnde Gewächse sind optimal, weil sie nicht mit den Hahnenfußgewächsen um Wasser und Nährstoffe konkurrieren.

Folgende Pflanzen haben sich als optimale Unterpflanzung von Clematis bewährt:

  • japanisches Ziergras (Hakonechloa macra)
  • Silberraute (Artemisia ludoviciana)
  • Färbekamille (Anthemis tinctoria)
  • Kleine Dolden-Glockenblume (Campanula lactiflora)
  • Schleierkraut (Gypsophila Hybride ‚Rosenschleier‘)
  • Dalmatiner-Silbergarbe (Achillea ageratifolia)
  • Hängepolster-Glockenblume (Campanula poscharskyana)

Einige der oben aufgeführten Pflanzenarten sind auch für Waldreben in Gefäßen geeignet. Alternativ besteht die Möglichkeit, dass sich verschiedene Clematis-Sorten gegenseitig beschatten. Halten Sie einen Mindestabstand von ca. 60 cm zwischen den einzelnen Exemplaren hinein. Die Rankpflanzen können im Alter eine Wuchsbreite von über 100 cm erreichen. Sobald die Gewächse sich gegenseitig im Wachstum behindern, sollten Sie die Stauden ausdünnen und an einen anderen Standort umsiedeln.

Gießen

Clematis sind sommergrün. Für den Gärtner bedeutet dies, dass er in der Hauptvegetationszeit die hochrankenden Gewächse regelmäßig mit Wasser versorgen muss. Staunässe und Trockenheit sind zwei Faktoren, mit denen Waldreben nicht zurechtkommen.

  • die Wurzeln dürfen nicht austrocknen
  • überschüssiges Gießwasser muss schnell abfließen können
  • kalkhaltiges Wasser ist für die Pflanzen geeignet
  • gegossen wird von März bis Oktober

Beim Gießen und Düngen gilt: Weniger ist mehr. Bei der Wasserversorgung bedeutet dies, dass die oberste Substratschicht erst komplett trocken sein sollte, ehe nachgegossen wird. Machen Sie mit dem Zeigefinger den Test. Wenn sich das Erdreich um das obere Fingerglied krümelig und nicht mehr feucht anfühlt, können Sie erneut zur Gießkanne greifen. Die rankende Schönheit ist anfällig für Wurzelfäule.

Diese entsteht bei übermäßiger Nässe, wenn sich Schlauchpilze an den unterirdischen Pflanzenteilen ansiedeln und diese langsam von innen heraus zersetzen. Wirksame Gegenmaßnahmen gegen diese Krankheit gibt es kaum. Aus diesem Grund ist es wichtig, die Gewächse richtig zu gießen.

Düngen

Ein ähnliches Prinzip gilt für die Versorgung mit Nährstoffen. In der freien Natur sind die Wildarten auf den biologischen Abbau von welkem Laub und abgestorbenen Pflanzenteilen angewiesen. Im Zierbeet fehlen aus ästhetischen Gründen diese Komponenten häufig und der Gärtner muss auf andere Weise dem Erdreich Nährstoffe zuführen.

  • gedüngt wird von März bis September
  • im Freiland hat sich organischer Dünger bewährt
  • alternativ im Frühling und Spätsommer Kompost ausbringen

Waldreben sind schwach zehrende Gewächse. Dementsprechend gering ist ihr Anspruch in Bezug auf Nähr- und Mineralstoffe. Während Clematis im Garten sich mit Kompost, Humus, Rindenmulch, Reisig, Kaffeesatz und Hornspänen zufriedengeben, sieht es bei Kübelpflanzen anders aus. In den kleinen Gefäßen ist der Abbau von organischem Dünger schwierig und langwierig. Zwei Probleme können auftreten: Es kommt zu einer massiven Fäulnisbildung und die Wurzeln der Clematis sind einer zu hohen Dosis von Nährstoffen ausgesetzt. Bei Gewächsen im Topf sollte ein Flüssig- bzw. Langzeitdünger zum Einsatz kommen.

Gedüngt wird bis Ende August bzw. Mitte September. Auch wenn die Clematis zu dieser Zeit noch in voller Blütenpracht steht, bereitet sich die Pflanze langsam auf die kalte Jahreszeit vor. Mineralstoffe, die später zugeführt werden, können nur noch unzureichend verarbeitet werden und regen die Gewächse nur unnötig zum Wachstum an. Bei diesen Exemplaren kann die Frostempfindlichkeit steigen.

Waldrebe mit ihren großen Blüten

Schneiden

Die Familie der Clematis ist artenreich und vielfältig. Dabei unterscheiden sich die einzelnen Sorten und Arten nicht nur in ihrer Wuchshöhe und Blüte, sondern auch in ihrer Pflege. Clematis macropetala wird zur Kategorie der „Clematis atragene“ gezählt. Wie ihre nahen Verwandten Clematis alpina und koreana erfolgt der Rückschnitt von Ende Mai bis Mitte Juni. Wird die Schere zu einem anderen Zeitpunkt angesetzt, leidet die Blütenbildung erheblich darunter.

Überwintern

Clematis macropetala ist winterhart. Nur wenig Aufwand ist notwendig, um die majestätischen Kletterpflanzen unbeschadet durch die kalte Jahreszeit zu bringen.

  • großzügig Rindenmulch bzw. Reisig ausbringen
  • Kübelpflanzen mit einem speziellen Vlies umwickeln
  • im Winter muss weder gegossen noch gedüngt werden

Vermehren

Vermehrung durch Stecklinge

Aus vielen Ziergärten sind die wuchsfreudigen, pflegeleichten Rankkünstler nicht mehr wegzudenken. In vielen passionierten Liebhabern der schönen Clematis reift deswegen der Wunsch, diese Pflanzen zu vermehren. Spezielle Anforderungen oder tiefer gehendes botanisches Wissen sind für diesen Schritt unnötig.

Halten Sie folgende Komponenten bereit:

  • mageres Substrat
  • kleine Kübel
  • scharfes Messer bzw. Schere
  • optional Bewurzelungspulver

Die Vermehrung mit Stecklingen funktioniert bei Waldreben folgendermaßen:

  • schneiden Sie im Frühling 10 bis 15 cm lange Triebe
  • der Schnitt sollte zwischen zwei Blattknoten erfolgen
  • bis auf 2 Blattpaare oben das gesamte Laub entfernen
  • Anschnittstelle mit Bewurzelungspulver benetzen
  • 2/3 tief in die vorbereiteten Pflanzgefäße einsetzen
  • kräftig angießen

Nicht immer bilden alle Stecklinge zuverlässig Wurzeln aus. Es ist nicht ungewöhnlich, dass ein geringer Teil davon verkümmert. Aus diesem Grund ist es ratsam, mehrere Triebe zu schneiden. Vollsonnige Standorte können die Vermehrung der Hahnenfußgewächse negativ beeinflussen. Wählen Sie für die Anzuchtgefäße einen Platz im lichten Halbschatten aus. Für die Pflege der Stecklinge ist wichtig, dass das Substrat nicht austrocknet. Eine kurzzeitige Trockenphase kann den Tod der jungen Pflanzen zur Folge haben.

Der Zeitpunkt der Wurzelbildung variiert und kann bis zu 21 Tage dauern. Sie müssen die Pflanzen nicht ausgraben, um einen Blick auf den aktuellen Entwicklungsstand zu werfen. Nach der erfolgreichen Wurzelbildung zeigt sich dies im Wachstum von neuem Laub. Die Stecklinge können, sofern es die Außentemperaturen erlauben, an ihren endgültigen Standort umsiedeln.

An den ersten Tagen im Freiland ist es ratsam, die jungen Clematis langsam an das UV-Licht der Sonne zu gewöhnen. Sonst können schnell Verbrennungen an den Blättern entstehen, von denen sich die Gewächse nicht mehr erholen. Erst das neue Laub wird wieder in seiner vollen grünen Pracht erstrahlen.

Waldreben durch Absenker vermehren

Absenker sind Pflanzenteile, die während der Bewurzelungsphase mit der Mutterpflanze verbunden bleiben. Diese Methode ist erfolgsversprechend, da der Ableger die gesamte Zeit mit wichtigen Nährstoffen und Wasser versorgt wird. Alles, was man für diese Art der Vermehrung braucht, sind ein langer, biegsamer Trieb, ein Messer und Geduld.

Der Trieb wird in Richtung Boden hinabgebogen und an der Stelle, wo er Kontakt mit dem Erdreich hat, leicht angeritzt. An dieser Stelle bilden sich später Wurzeln. Bedecken Sie die tiefste Stelle des Absenkers mit Substrat. Unter Umständen kann es notwendig sein, den Trieb an dieser Stelle mit einem kleinen Stein zu beschweren. Das Erdreich darf wie beim Steckling nicht austrocknen.

Sobald sich neue Triebe und Blätter am Absenker zeigen, kann die Verbindung zur Mutterpflanze gekappt werden. Erfolgt die Vermehrung im Garten, müssen keine speziellen Vorkehrmaßnahmen ergriffen werden, um die Gewächse an das Leben im Beet vorzubereiten. Ab März sollten Sie die Clematis wie ihre großen Verwandten mit Dünger versorgen. Absenker können Sie ganzjährig ziehen. Erfolgversprechend ist diese Vermehrungsart im Frühjahr, noch bevor die Waldreben im vollen Saft stehen.

Waldrebe ist ein Hahnenfußgewächs

Krankheiten

Großblumige Waldreben, unabhängig ob Wildarten oder Hybriden, sind überaus robust und widerstandsfähig. Schadhafte Insekten sind kaum auf den Stauden anzutreffen. Lediglich Pflegefehler können Krankheiten fördern, wie beispielsweise Wurzelfäule und Mehltau. Diese Problematik lässt sich mit der richtigen Gießtechnik umgehen bzw. auf ein Minimum reduzieren.

Während sich Mehltau durch Hausmittel, wie beispielsweise einer Milch-Wasser-Mischung, schnell in den Griff kriegen lässt, sieht es bei Wurzelfäule anders aus. Fungizide wirken bei diesen Pilzerregern nicht. Die einzige Möglichkeit: Setzen Sie die befallene Pflanze unverzüglich in frisches Substrat um. Sofern die Krankheit die Wurzeln noch nicht vollständig befallen hat, kann sich die Staude von der Infektion erholen.

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