Wintergrüne Ölweide, Elaeagnus ebbingei: Pflege von A-Z

Wintergrüne Ölweide - Titel
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Blütenfarbe
weiss
Standort
Halbschatten, Absonnig, Sonnig
Blütezeit
Oktober, November
Wuchsform
aufrecht, buschig
Höhe
bis zu 3m
Bodenart
sandig, lehmig
Bodenfeuchte
mäßig feucht, frisch
Kalkverträglichkeit
k.A.
Humus
humusreich
Giftig
Nein
Pflanzenfamilien
Ölweidengewächse, Elaeagnaceae
Pflanzenarten
Ziergehölze
Gartenstil
Heckengarten, Parkanlage, Ziergarten

Wintergrüne Ölweiden sind nicht nur hübsche Zierpflanzen, sondern auch einfach in der Pflege. Sie können ausgepflanzt oder in der Kübelkultur gehalten werden. Relativ selten ist hierzulande noch ihre Verwendung als Heckenpflanzen. Der süße Duft ihrer Blüten, die im Herbst erscheinen, sind eine willkommene Nahrungsquelle für Insekten. Aber auch Vögel mögen den Strauch, denn er bietet ihnen Schutz und ideale Brutplätze.

Steckbrief

  • botanischer Name: Elaeagnus ebbingei, Elaeagnus x ebbingei
  • Synonyme: Immergrüne Ölweide, Ebbings-Ölweide
  • Eltern: Großblättrige Ölweide (Elaeagnus macrophylla) und Dornige Ölweide (Elaeagnus pungens), Niederlande 1929
  • Wuchs: Strauch bis zu drei Metern hoch und breit
  • Blüte: cremeweiß, duftend
  • Blütezeit: Oktober bis November
  • Blätter: glänzend, dunkelgrün (Oberseite); silbrig schuppig (Unterseite); immergrün (in milden Gebieten)
  • Verwendung: Ziergehölz
wintergrüne Ölweide

Standort

Damit die Wintergrüne Ölweide prächtig gedeiht, braucht sie idealerweise einen

  • (wind-)geschützten
  • sonnigen bis halbschattigen

Standort.

Tipp: Da die Wintergrüne Ölweide als rauchfest gilt, eignet sie sich sehr gut für das innerstädtische Klima.

Boden

An den Boden stellt die Elaeagnus ebbingei keine besonderen Ansprüche. So kommt sie auch mit Böden, die hohe Salzwerte aufweisen, zurecht. Auch nährstoffarme Böden verträgt die Pflanze gut. Im Idealfall hat der Boden jedoch folgende Eigenschaften:

  • sandig bis lehmig
  • frisch bis mäßig feucht
  • mäßig nährstoffreich
  • humusreich
  • durchlässig

Obwohl die Wintergrüne Ölweide praktisch mit allen Böden zurechtkommt, verträgt sie stark verdichtete und/oder staunasse Böden nicht.

Pflanzen

Der ideale Zeitpunkt zum Pflanzen von Elaeagnus ebbingei ist das Frühjahr. Heben Sie ein Pflanzloch in entsprechender Größe aus und setzen Sie die Pflanze hinein. Danach füllen Sie das Pflanzloch mit Erde auf und drücken diese an. Zuletzt wird mit Wasser angegossen.

Wintergrüne Ölweide Blüten

Kübelkultur

Da Elaeagnus ebbingei Staunässe überhaupt nicht mag, sollten Sie in der Kübelkultur nur Gefäße verwenden, die mit mindestens einem Abzugsloch versehen sind. Die Größe des Topfes richtet sich nach dem Wurzelballen. Sie sollte etwa das Dreifache des Wurzelballens haben. Steht das ideale Pflanzgefäß bereit, dann gehen Sie nach folgender Anleitung vor:

  • Drainageschicht aus Kies und/oder Tonscherben am Boden des Pflanzgefäßes anlegen
  • Drainageschicht mit Erde bedecken
  • Ölweide in die Mitte des Gefäßes setzen
  • Kübel mit Erde auffüllen
  • Substrat andrücken
  • angießen
  • Umtopfen

In der Kübelkultur ist der März die ideale Zeit, um die Wintergrüne Ölweide umzutopfen. Diese Pflege-Maßnahme ist jedoch nur notwendig, wenn das Substrat sehr stark durchwurzelt ist bzw. die Wurzeln bereits aus dem Abzugsloch herauswachsen. Der neue Topf sollte im Durchmesser etwa drei bis fünf Zentimeter größer als der alte sein. Idealerweise verwenden Sie als Substrat hochwertige Kübelpflanzenerde mit grobkörnigen Anteilen. So können Wasser und Nährstoffe gespeichert werden.

Pflanznachbarn

Die Wintergrüne Ölweide eignet sich für Gruppenpflanzungen. Kommt sie als Hecke zum Einsatz, sollten Sie zwei bis drei Pflanzen pro laufendem Meter einplanen. Sie kann aber auch als Solitär gepflanzt werden.

Pflege

An die Pflege stellt die Immergrüne Ölweide keine besonderen Ansprüche. Wichtig ist, dass der Boden über lange Zeit nicht austrocknet. Außerdem freut die Pflanze sich über eine Düngergabe im Frühjahr.

wintergrüne Ölweide

Gießen

Muss Elaeagnus ebbingei lange Zeit ohne Wasser auskommen, wirft die Pflanze ihre Blätter ab. Deshalb sollten Sie darauf achten, dass der Boden nicht vollständig austrocknet. In der Kübelkultur sollten Sie die Pflanze regelmäßig mäßig gießen. Der optimale Zeitpunkt für die Pflege ist, wenn das Substrat an der Oberfläche abgetrocknet ist.

Hinweis: Achten Sie in der Kübelkultur darauf, dass stets das gesamte Substrat beim Gießen durchfeuchtet wird. Dringt das Wasser nur wenige Zentimeter ein, dann kann die Pflanze aufgrund des Wassermangels ihre Blätter abwerfen.

Düngen

Um das Wachstum zu fördern, sollten Sie die Wintergrüne Ölweide im Rahmen der Pflege im Frühjahr mit Kompost düngen. Wird die Immergrüne Ölweide im Kübel gehalten, dann sollten Sie die Pflanze alle zwei Wochen düngen.

Schneiden

Elaeagnus ebbingei ist sehr gut schnittverträglich. Sie verzeiht sogar einen Rückschnitt bis ins alte Holz. Wie Sie die Wintergrüne Ölweide schneiden, hängt von ihrer Verwendung ab. So genügt es in der Kübelkultur oder bei Solitärpflanzen im Garten, wenn Sie

  • zu lange,
  • abgestorbene oder
  • störende Triebe

einfach regelmäßig herausschneiden. Bei Heckenpflanzen ist hingegen ein jährlicher Schnitt notwendig, damit die Hecke ihre Form behält. Der ideale Zeitpunkt für den Schnitt ist im Spätwinter vor dem Neuaustrieb. Haben Sie diesen Zeitpunkt versäumt, dann sollten Sie mit dem Schnitt bis Anfang August warten, da die Wintergrüne Ölweide vielen Vögeln als Brutplatz dient.

Als Kugelbaum schneiden

Elaeagnus ebbingei sieht auch als Hochstamm hübsch aus. Diese Form können Sie mit einem gezielten Schnitt erreichen. Gehen Sie dazu nach folgender Anleitung vor:

  • kräftigen, geraden Trieb auswählen
  • diesen mit einem Stab stabilisieren
  • Seitenzweige bis auf wenige dünne Triebe entfernen
  • Seitenäste nach und nach herausschneiden

So entsteht im Laufe der Zeit ein Stämmchen. Damit der Kugelbaum seine Form behält, werden alle störenden Triebe regelmäßig geschnitten.

Beere der immergrünen Ölweide

Überwintern

Die Immergrüne Ölweide ist winterhart bis minus 17,8 Grad Celsius (WHZ 7). Trotzdem sollten Sie junge Pflanzen vor Frost und Kälte schützen, denn die Frostbeständigkeit entwickelt sich erst im Laufe der Zeit.
In der Kübelkultur braucht die Wintergrüne Ölweide immer einen Schutz gegen die Kälte, da diese durch die Wände des Pflanzgefäßes bis zu den Wurzeln eindringen kann. Damit die Immergrüne Ölweide im Kübel die kalte Jahreszeit gut übersteht, gehen Sie nach folgender Anleitung vor:

  • Kübel mit einem Pflanzenschutzvlies ummanteln
  • gegen die Kälte „von unten“ Pflanze auf eine Styroporplatte oder auf ein dickes Holzbrett stellen
  • gegen die Kälte „von oben“ Erdreich mit einem speziellen Kälteschutzvlies abdecken

Tipp: Da die Immergrüne Ölweide in der Kübelkultur auch im Winter Wasser braucht, sollten Sie beim „Verpacken“ der Pflanze daran denken, dass Sie sie gießen können.

Alternativ kann die Wintergrüne Ölweide auch im Haus überwintern. Dazu braucht sie ein frostfreies Winterquartier. Des Weiteren sollte der Standort hell sein, denn an zu dunklen Standorten wirft die Pflanze die Blätter ab, und es braucht im Frühjahr ziemlich lange, bis die Ölweide wieder austreibt.

Winterpflege

Da im Winter nicht gedüngt wird, beschränkt sich die Pflege der Immergrünen Ölweide in der kalten Jahreszeit auf das Gießen. Ausgepflanzte Exemplare oder Hecken müssen gegossen werden, wenn der Regen im Winter ausbleibt. In diesem Fall sollten Sie die Wintergrüne Ölweide einmal pro Woche an einem milden, frostfreien Tag gießen, wenn der Boden aufgetaut ist. In der Kübelkultur kommt es auf die „Verpackung“ und die Witterung an. Ist die Pflanze „von oben“ vor der Kälte gut geschützt, dann muss an milden, frostfreien Tagen regelmäßig gegossen werden. Kann Regen in das Substrat eindringen, dann braucht die Pflanze nur Wassergaben, wenn dieser ausbleibt.

Vermehren

Am einfachsten ist es, die Wintergrüne Ölweide mit Stecklingen oder Absenkern zu vermehren.

Wintergrüne Ölweide

Vermehrung mit Stecklingen

Ideale Stecklinge fallen in der Regel beim Schneiden an. Deshalb sollten Sie beim Schnitt auch an die Gewinnung von Stecklingen denken. Optimal für diese Form der Vermehrung sind Triebe mit einer Länge von ungefähr 30 Zentimetern. Ist der Steckling geschnitten, dann gehen Sie nach folgender Anleitung vor:

  • Blätter im unteren Drittel entfernen
  • Steckling am gewünschten Standort in die Erde stecken
  • alternativ in einen Topf mit Kübelpflanzenerde stecken

Tipp: In den ersten Jahren sollten Sie die junge Pflanze vor Frost und Kälte schützen.

Vermehrung mit Absenkern

Für das Vermehren mit Absenkern gehen Sie nach der folgenden Anleitung vor:

  • Zweig bzw. Ast, der sich auf den Boden ziehen lässt, auswählen
  • an der entsprechenden Stelle eine Furche mit fünf bis zehn Zentimetern Tiefe ausheben
  • Absenker in die Furch ziehen
  • mit Erde bedecken
  • Triebspitze ragt aus der Furche heraus
  • mit Steinen beschweren
  • vorsichtig angießen

Ist der Absenker angewurzelt, dann kann er von der Mutterpflanze getrennt und an seinem neuen Standort eingepflanzt werden.

Krankheiten und Schädlinge

Die Immergrüne Ölweide ist äußerst robust gegenüber Krankheiten und Schädlingen. Ab und zu wird sie von Schildläusen befallen. Die größte Gefahr droht der Pflanze durch Pflegefehler, v.a., wenn sie zu lange Trockenperioden überstehen muss.