Araliengewächse, Araliaceae – Steckbrief, Merkmale und Arten

Efeu - Hedera helix

Bei den Araliengewächsen (bot. Araliaceae) handelt es sich um eine Pflanzenfamilie, deren hauptsächliches Verbreitungsgebiet in den Tropen liegt. Jedoch finden sich sehr wenige der Arten in Mitteleuropa und anderen Gebieten der gemäßigten Zone. In kühlen Regionen fehlten sie ursprünglich, haben sich jedoch immer weiter in diesen angesiedelt. Besonders in Südostasien, Ozeanien und den Tropen des amerikanischen Kontinents sind die die Araliaceae zu finden. Sie gehören mit ihren etwa 1.450 Arten zur Ordnung der Doldenblütlerartigen (bot. Apiales) innerhalb der Gruppe der Asteriden, genauer der Untergruppe der Campanuliden (Euasteriden II). Am häufigsten werden die Arten dieser Familie als Zierpflanze, seltener zu medizinischen Zwecken oder als Nahrungsmittel.

Araliengewächse

Niedrigere Klassifizierungen

Aufgestellt wurden die Araliengewächse durch Antoine Laurent de Jussieu, einem französischen Botaniker, der damals den Namen Araliae für sie verwendet hat. Unterteilt wird die Familie in die folgenden Unterfamilien.

  • Aralioideae: bis 50 Gattungen, um die 1.275 Arten
  • Hydrocotyloideae: 4 Gattungen, 190 Gattungen

Insgesamt verfügt die Familie demnach über bis zu 54 Gattungen. Die Gattung der Fiederaralien (bot. Polyscias) innerhalb der Aralioideae wurde innerhalb der Familie mit den Arten der folgenden früheren Gattungen erweitert und kommt somit auf eine Artenvielfalt von etwa 173 Arten.

  • Arthrophyllum
  • Cuphocarpus
  • Gastonia
  • Munroidendron
  • Reynoldsia
  • Tetraplasandra

Sie ist jedoch nicht die größte Gattung. Dieser Titel gebührt den Strahlenaralien (bot. Schefflera), die über bis zu 1.100 Arten verfügt. Jedoch kann sich die Forschung nicht wirklich auf diese Angabe eignen, denn einige Forscher führen nur etwa 500, während andere gerade einmal 125 Arten angeben. Ebenfalls ist die Zugehörigkeit der Gattung Tupidanthus, die monotypisch ist, noch umstritten, da diese entweder in die Schefflera eingegliedert werden oder einzeln innerhalb der Familie zu finden sind. Aus diesem Grund kann sich die Aufteilung der Pflanzenfamilie und deren Größe jederzeit ändern, je nachdem, welche Ergebnisse die Forschung bringt. Die Typusgattung ist Aralia, die häufig für die Beschreibung der übergreifenden Merkmale der Araliaceae genutzt wird.

Vegetative Merkmale

Trotz des großen Artenreichtums der Pflanzenfamilie lassen sich die vegetativen Merkmale der Araliengewächse einfach zusammenfassen. Die morphologischen Eigenschaften helfen, die Pflanzen der Familie zuzuordnen.

  • Wuchsform: meist verholzende Sträucher oder Bäume, krautiger Wuchs und Lianen selten, terrestrisch, seltener Epiphyten, Kletterpflanze, Bodendecker
  • Lebenszyklus: ausdauernd, laubabwerfend, immergrün
  • Laubblätternarben deutlich an Stämmen zu erkennen
  • Stacheln an Ästen und Stämmen bei einigen Arten
  • einige Arten Wurzelkletterer
  • Laubblätter: einfach, zusammengesetzt, wechselständig,
  • Blattstiele meist lang
  • Blattbasis: breit
  • Blattspreite: zusammengesetzt, 1- bis 4-fach gefiedert, geteilt, gelappt (handförmig)
  • Fiedern: 3 – 20, dreiteilig
  • Rhachis: gegliedert
  • Blattrand: glatt, gesägt, gekerbt, gewellt
  • Nebenblätter werden ausgebildet, meist 2, seltener mehr
  • Behaarung (Trichome) der einzelnen Arten äußerst unterschiedlich, entscheidendes Erkennungsmerkmal
  • duften stark
  • viele Arten sind stark giftig
  • Inhaltsstoffe: Triterpensaponin, Falcarinol

Generative Merkmale

Die generativen Merkmale der Araliengewächse sind nicht so stark ausgeprägt wie die vegetativen.

Die Merkmale im Detail:

  • Blütenstand: doldig, in Bündeln, endständig, seitenständig, zusammengesetzt, rispig, schirmrispig, verzweigt, viele Blüten, seltener einzeln
  • Teilblütenstände: kopfig, doldig, traubig
  • Blütenstandsschaft vorhanden
  • Tragblätter vorhanden
  • Deckblätter vorhanden
  • Blütenstiele: gegliedert, bei wenigen Taxa ungegliedert
  • Blüten: klein, vier- bis zwölfzählig, meist fünfzählig, meist zwittrig, selten eingeschlechtlich, diözisch, Andromonözie, Gynomonözie, Polygamomonözie, radiärsymmetrisch
  • Staubblätter: je nach Art unterschiedlich, zwischen 2 – 100, angeordnet in einem oder mehreren Kreisen
  • Fruchtblätter: 2 – 5, in seltenen Fällen bis zu 100
  • Fruchtknoten: meist unterständig, 3 – 12 Kammern
  • Griffel mit Griffelpolster
  • Frucht: seltener Spaltfrüchte, meist Beeren oder Steinfrüchte

Arten

  • Reispapierbaum (bot. Tetrapanax papyrifer)
  • Efeuaralie (bot. Fatshedera lizei)
  • Ginseng (bot. Panax ginseng)
  • Baumaralie (bot. Kalopanax septemlobus)
  • Zimmeraralie (bot. Fatsia japonica)
  • Gewöhnlicher Efeu (bot. Hedera helix)
  • Hahnenfußähnlicher Wassernabel (bot. Hydrocotyle ranunculoides)
  • Gewöhnlicher Wassernabel (bot. Hydrocotyle vulgaris)
  • Amerikanischer Wassernabel (bot. Hydrocotyle verticillata)
  • Queensland-Strahlenaralie (bot. Schefflera actinophylla)
  • Kleine Strahlenaralie (bot. Schefflera arboricola)
  • Japanische Aralie (bot. Aralia elata)
  • Devil’s Walkingstick (bot. Aralia spinosa)
  • Amerikanische Aralie (bot. Aralia racemosa)
  • Elk Clover (bot. Aralia californica)
  • Natalse Boskiepersol (bot. Cussonia sphaerocephala)
  • Borstige Taigawurzel (bot. Eleutherococcus senticosus)
  • Meryta pastoralis
  • Amerikanischer Ginseng (bot. Panax quinquefolius)
  • Panax japonicus
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