Maulbeergewächse, Moraceae – Steckbrief, Merkmale und Arten

Ficus Benjamina sollte alle paar Jahre umgetopft werden

Die Maulbeergewächse (bot. Moraceae) sind eine Pflanzenfamilie in der Ordnung der Rosenartigen (bot. Rosales), die zur Gruppe der Rosiden, genauer den Fabiden (Eurosiden I), gehört. In ihr finden sich bis zu 40 Gattungen, die bis 1.400 Arten aufweisen, und für den Menschen wichtige Nutzpflanzen aufgrund ihres Einsatzes als Zierpflanze, Nahrungsmittel- und Holzlieferant. Hauptsächlich sind die Arten in der Alten Welt und Ostasien verbreitet.

Maulbeergewächse

Niedrigere Klassifizierungen

Die Maulbeergewächse lassen sich aufgrund ihrer Überschneidungen zu anderen Familien häufig nur schwer einteilen. Früher hatte die Pflanzenfamilie etwa zehn Gattungen mehr, doch gehören diese nicht mehr dazu. Aus diesem Grund kommt es immer wieder zu Schwankungen in der genauen Zahl der Arten und Gattungen, doch finden sich die folgenden Gattungen, die sicher zu den Moraceae gehören.

  • Artocarpeae: 7 Gattungen
  • Castilleae: 10 Gattungen
  • Dorstenieae: 8 Gattungen
  • Ficeae: 1 Gattung
  • Moreae: 10 Gattungen

Die folgenden Gattungen können aufgrund ihrer überschneidenden Merkmale bis jetzt nicht einem Tribus vollständig zugeordnet werden.

  • Artocarpus
  • Batocarpus
  • Brosimum
  • Castilla
  • Streblus
  • Trophis

Diese Überschneidungen kommen häufiger vor und erschweren die Bestimmung der Zugehörigkeit einzelner Arten und Gattungen. Aus diesem Grund werden Sie weiterhin erforscht, um sie direkt bestimmen zu können, was die Anzahl der Gattungen und Zugehörigkeit beeinflussen wird. Zudem ist sie die Schwestergruppe der Brennnesselgewächse (bot. Urticaceae).

Vegetative Merkmale

Aufgrund der großen Artenvielfalt ist wichtig zu sehen, wie unterschiedlich die vegetativen Merkmale innerhalb der Familie der Maulbeergewächse sind. Zudem können diese darüber aufklären, ob es sich nicht doch um eine ähnliche Pflanzenfamilie handelt, die mit den Moraceae verwechselt werden könnten. Typisch für die Gewächse ist ihre Verwendung als Nutzpflanze, da einzelne Pflanzenteile effektiv vom Menschen für unterschiedliche Zwecke eingesetzt werden können.

Die Merkmale:

  • Wuchsform: krautig, Baum, Liane, Strauch, Halbstrauch, Sukkulente, Aufsitzerpflanze
  • maximale Höhen: etwa 60 m
  • Lebenszyklus: verholzend und ausdauernd, seltener einjährig
  • verholzende Arten: meist immergrün, selten laubabwerfend, leptokaul, pachykaul
  • alle Arten bilden Milchsaft, eine Form von Latex
  • meist ist dieser weiß, einige Arten bilden farbigen Milchsaft
  • Dickenwachstum: Kambiumring
  • Laubblätter: wechselständig, zweizeilig, spiralig, seltener gegenständig
  • deutliche Unterteilung in Blattspreite- und Stiel
  • Blattspreite: ledrig, krautig, gelappt, gezähnt, ganzrandig
  • Nebenblätter: frei oder verwachsen
  • Holz vieler Arten wird für Furniere, Tropenholz und zur Papierherstellung genutzt
  • einige Arten sind giftig, vor allem in den Blättern und Trieben

Generative Merkmale

Die Familie Moraceae ist vor allem bekannt als Zierpflanze, die in Wohnräumen, Parks und öffentlichen Anlagen gehalten werden. Sie sind bekannt aufgrund ihrer Früchte, weniger für ihre Blüten, und dienen schon immer als Nahrungslieferant, vor allem in trockenen Gebieten und seltener solchen mit sauren Böden.

Die Merkmale:

  • Blütenstand: stehen in Paaren zusammen, zwittrig oder eingeschlechtlich, rispig, als Capitulum, ährig
  • seltener Scheinblüte aus zahlreichen Einzelblüten zusammengesetzt, seltener verwachsen
  • eingeschlechtliche Blüten: reduziertes Perianth, einfach, vier bis acht Blütenhüllblätter
  • männliche Blüten: 1 – 6 Staubblätter, frei, Staubfäden gebogen (nach innen) oder gerade
  • weibliche Blüten: verwachsen, 1 – 3 Fruchtblätter, meist 2, Fruchtknoten oberständig, 1 – 2 Griffel mit Narbe
  • durch Wind oder Insekten bestäubt
  • viele Arten bilden essbare Früchte (Steinfrüchte, Nussfrüchte) aus
  • Früchte stehen in Sammelfrüchten oder Fruchtständen zusammen
  • einige Arten bilden Endosperme aus, deren Früchte dadurch ölig sind
  • Früchte werden vom Menschen als Nahrungs- und Futtermittel genutzt
  • Arten werden als Zierpflanzen, meist Bäume, gehalten

Arten

  • Brotfruchtbaum (bot. Artocarpus altilis)
  • Jackfruchtbaum (bot. Artocarpus heterophyllus)
  • Papiermaulbeerbaum (bot. Broussonetia papyrifera)
  • Banyan-Feige (bot. Ficus benghalensis)
  • Birkenfeige (bot. Ficus benjamina)
  • Echte Feige (bot. Ficus carica)
  • Gummibaum (bot. Ficus elastica)
  • Geigen-Feige (bot. Ficus lyrata)
  • Großblättrige Feige (bot. Ficus macrophylla)
  • Pappel-Feige (bot. Ficus religiosa)
  • Maulbeer-Feige (bot. Ficus sycomorus)
  • Milchorangenbaum oder Osagedorn (bot. Maclura pomifera)
  • Färbermaulbeerbaum (bot. Maclura tinctoria)
  • Weiße Maulbeere (bot. Morus alba)
  • Schwarze Maulbeere (bot. Morus nigra)
  • Rote Maulbeere (bot. Morus rubra)
  • Khoi-Baum (bot. Streblus asper)
  • Upasbaum (bot. Antiaris toxicaria)
  • Amerikanischer Kuhbaum (bot. Brosimum utile)
  • Trophis montana
  • Gummibaum, Ficus elastica, Pflege-Anleitung

    Noch bis in die 1970er Jahre hinein war der Gummibaum eine häufig anzutreffende Zierpflanze in deutschen Wohnzimmern. Er macht sich auch wunderbar als Kübelpflanze in Treppenhäusern oder Bürogebäuden. Ausgestattet ist der Ficus elastica, so seine botanische Bezeichnung, mit großen, gummiartigen, dunkelgrünen und glänzenden Blättern. Der tropische Zierbaum ist eine sehr robuste und pflegeleichte Pflanze, an der man lange Freude hat.

  • Ficus microcarpa Ginseng – Pflege von A-Z

    Die Chinesische Feige ist immer häufiger in den Wohnräumen zahlreicher Pflanzen- und vor allem Bonsai-Freunde zu entdecken. Mit seinen freiliegenden Luftwurzeln und der geringen Höhe wird er vor allem als Bonsai oder kleine Palme angeboten, doch wächst er in seiner tropischen Heimat in Südostasien als staatlicher Baum, dessen Krone Ausmaße von fast 300 Metern annehmen kann. Anspruchslos in der Pflege bietet er sich perfekt für deutsche Wohnzimmer und Wintergärten an.

  • Birkenfeige, Ficus Benjamina – Pflege von A-Z – ugs. F. Benjamini

    Die aus subtropischen und tropischen Regionen der Erde stammende Birkenfeige Ficus Benjamina ziert viele heimische Wohnzimmer und öffentliche Gebäude. Dieser attraktive kleine, strauchartige Baum wird fast ausschließlich als Zimmerpflanze kultiviert und beeindruckt je nach Sorte mit kleinen rein grünen, gelbgrünen oder weiß marmorierten Blättern. Die Form der Blätter ähnelt denen einer Birke, daher auch die Bezeichnung Birkenfeige, ugs. Ficus Benjamini. Die schlanken, herabhängenden Äste verleihen dem Ficus ein elegantes Erscheinungsbild.

  • Ficus Ginseng als Bonsai – Pflege und Schneiden

    Der Ficus Ginseng lässt sich gut als Bonsai kultivieren, da dieser relativ pflegeleicht ist. Selbst Anfänger in diesem Bereich werden mit dem zierlichen Bäumchen zurechtkommen, außerdem ist der Kaufpreis überschaubar. Der kleine Bonsai ist sehr dekorativ und passt sowohl ins Wohnzimmer als auch in ein Büro. Wichtig ist das Einhalten von bestimmten Pflegeschritten bezüglich der Standortbedingungen und der Gießeinheiten, damit sich der Besitzer viele Jahre an dem exotischen Gewächs erfreuen kann.

  • Feigenbaum im Kübel – alles zur Pflege von Ficus carica im Garten

    Der aus Kleinasien stammende Feigenbaum, auch Echte Feige genannt, ist in den hiesigen Breitengraden gerade als Kübelpflanze besonders beliebt. Denn Ficus carica ist nur bedingt winterhart und sollte daher die kalten Monate vor allem in den ersten Jahren nicht im Freien verbringen. Nicht nur die dekorativen Blätter verleihen dem Baum ein exotisches Aussehen, auch die süßen grünen oder violetten Früchte sind ein Hingucker und zudem auch noch sehr schmackhaft. Bis auf die fehlende Winterhärte sind die Feigenbäume recht pflegeleicht.

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