Pflanzerde für Rasen: die beste Erde für die Aussaat

Rasen

Jeder Grundstücksbesitzer hat eine Idealvorstellung von einem schönen Rasen. Der optimalen Rasensaat wird daher besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Auch das Wässern nach der Aussaat wird gewissenhaft erledigt. Doch ein weiterer Erfolgsfaktor wird häufig unterschätzt und vernachlässigt: die Pflanzerde für Rasen. Aus ihr ziehen die Gräser Wasser und werden mit den notwendigen Nährstoffen versorgt. Doch kaum eine Erde  bietet von vornherein ideale Voraussetzungen für Rasen. Sie muss vor dem Säen mit den richtigen Komponenten aufgewertet werden.

Erde für Rasen

Es ist egal, ob der Rasen sattgrün und dicht werden soll, oder eine bunte Wiese gewünscht wird. Die Erde, in der die Grassamen keimen, entscheidet immer über das weitere Gelingen des Rasens. Die Gräser haben Ansprüche, die zufriedenstellend erfüllt werden müssen, damit sie prächtig gedeihen. Da ist zum einen das Lebenselixier aller Gewächse: Wasser. Und die unentbehrliche Wachstumsgrundlage: Nährstoffe. Der Boden sollte daher folgende Eigenschaften haben:

  • Fähigkeit Wasser aufzunehmen und zu speichern
  • Nährstoffreichtum in erforderlicher Konzentration
  • einen pH-Wert von 5,5 bis 6

Damit das Gras gut wurzelt und im Boden eine gute Sauerstoffversorgung herrscht, sollte der Boden zudem locker und durchlässig sein.

Fähigkeit Wasser zu speichern

Die natürliche Wasserversorgung durch Regen erfolgt ungleichmäßig. Sowohl die Niederschlagsmengen als auch die zeitlichen Abstände variieren und sind nicht planbar. Bei Hitze kann und muss der Gartenbesitzer mit dem Wasserschlauch nachhelfen. Doch darüber hinaus sollte der Rasen ohne zusätzliche Versorgung klarkommen. Deswegen ist es wichtig, dass die Erde Wasser gut aufnehmen und speichern kann. Doch die Graswurzeln dürfen auch nicht zu lange im Wasser stehen.

  • Lehmanteile speichern Wasser
  • zu hoher Lehmanteil macht den Boden jedoch zu nass
  • Staunässe aber schädigt die Graswurzeln
  • Sand lässt das Wasser gut durchfließen und verhindert Nässe
  • der Boden ist locker und wird gut durchlüftet
  • bei zu hohem Sandanteil wird jedoch kaum Wasser gespeichert

Rasen

Hinweis: Lehmanteile halten zudem die Nährstoffe, während diese in einem sandigen Boden leicht ausgeschwemmt werden.

Angebot an Nähstoffen

Die Saat muss auf fruchtbaren Boden fallen, damit das junge Gras optimal starten kann. Es sollten die Elemente Kalium, Phosphat und Stickstoff in ausreichender Menge und in der richtigen Zusammensetzung vorhanden sein. Denn sie sind für jede Grasart wichtig. Doch der Rasentyp entscheidet über die notwendige Konzentration. Eine bunte Wiese beispielsweise benötigt einen mageren Boden. Während Zierrasen den höchsten Nährstoffbedarf hat. Bevor Sie säen, sollten Sie daher zwei Punkte abklären:

  • die Bedürfnisse der gewählten Saatmischung
  • die aktuelle Nährstoffzusammensetzung im Boden

Vor der Aussaat sollten Sie eine optimale Nährstoffversorgung sicherstellen. Gegebenenfalls indem Sie der Erde Dünger hinzufügen.

Ausgangslage analysieren

Ein sog. lehmiger Sandboden oder ein sandiger Lehmboden sind ideal für die Aussaat. Doch sie sind nicht immer gegeben. Reine Lehmböden bzw. Sandböden müssen daher mit der fehlenden Komponente angereichert werden. Entscheidend ist die oberste Schicht von ca. 25 cm.

Tipp: Eine Bodenanalyse vor der Aussaat ist unbedingt zu empfehlen. Sie liefert exakte Werte zur Ist-Situation. Sie erfahren die Bodenart und die aktuelle Nährstoffkonzentration. Daran sollten Sie sich bei der Bodenvorbereitung bzw. Bodenverbesserung orientieren.

Die beste Pflanzerde für Rasen

Auf den Mutterboden sollte laut Experten zusätzlich eine Schicht sog. Rasenerde verteilt werden. Sie begünstigt das schnelle Keimen der Aussaat und sorgt für gutes Wachstum. Die Erde für die Rasenaussaat, egal ob für eine Rasenneuanlage oder Nachsaat, besteht aus folgenden drei Komponenten:

  • Kompost 50 %
  • Humus 30-40 %
  • Sand 10-20 %

Sie können die Pflanzerde vor dem Säen selbst zusammenmischen. Viel bequemer ist es natürlich, die Erde für den Rasen im Fachhandel zu kaufen. Diese ist zumeist noch mit Dünger angereichert. Doch diese spezielle Erde hat ihren Preis. 40 l kosten etwa 10 Euro.

frisches Rasenstück
frisches Rasenstück

Tipp: Je lehmhaltiger der Boden ist, desto höher sollte der Sandanteil der Pflanzerde ausfallen.

Bodenvorbereitung

Die beste Pflanzerde ist nur dann nützlich, wenn sie auf einen gut vorbereiteten Boden trifft.

  • Boden lockern, einebnen und ggf. entfeuchten
  • Boden absetzen und rückverdichten lassen

Kurz bevor Sie den Rasen säen, sollten Sie das Saatbeet vorbereiten. Dazu zählt das Herausrupfen von zwischenzeitlich gewachsenem Unkraut. Auch Wurzelwerk, Steine und grobe Erdklumpen müssen Sie entfernen. Erst darauf können Sie die spezielle Rasenerde etwa 0,5 bis 1,5 cm dick ausstreuen. Anschließend beseitigen Sie die letzten Unebenheiten  und planieren den Boden erneut. Danach dürfen Sie die Samen ausbringen.

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