Dattelpalme, Phoenix dactylifera

Die Phönix-Palme stammt von den Kanarischen Inseln und wird daher auch als kanarische Dattelpalme bezeichnet. Sie gehört zu den meistverkauften Kübelpalmen. Das ist kein Wunder, schließlich bildet die Palme in wenigen Jahren eine dekorative Krone und schmückt jede Terrasse. Sie eignet sich ausgezeichnet für Anfänger und gilt als anspruchslos und pflegeleicht. Woran kann es liegen, wenn sich die Blätter der Phönix-Palme braun färben oder Flecken bilden? Was ist dann zu tun?

Ursachen

Wenn sich die Blätter der Phönix-Palme braun verfärben kann das verschiedene Ursachen haben. Oft sind diese dabei auf Fehler in der Pflege zurückzuführen. Die häufigsten Ursachen und die zugehörigen Maßnahmen haben wir für Sie zusammengetragen.

Der falsche Standort

Dattelpalmen wie die Phoenix canariensis benötigen einen hellen luftigen Standort. Die Heimat der Palme zeichnet sich durch Wärme, hohe Luftfeuchtigkeit und viel Sonne aus. Ähnliche Bedingungen sollte sie auf der Terrasse, dem Balkon oder im Garten finden.
Wenn die Phönix-Palme zu wenig Licht bekommt, sterben die Spitzen der Blätter ab, sie verfärben sich braun und werden trocken. Grund dafür ist, dass die Photosynthese ohne ausreichendes Sonnenlicht nicht optimal verläuft.

Abhilfe schafft ein unverzüglicher Wechsel des Standortes. Suchen Sie nach einem Platz, der folgende Bedingungen bietet:

  • sonnige bis halbschattige Lage im Sommer
  • möglichst ein Standort auf Balkon oder Terrasse an der Südseite des Hauses oder ein sonniger Platz im Garten
  • Winterruhe an einem hellen Platz im Wintergarten oder im Treppenhaus
  • ganzjährig mindestens 15 °C bei Zimmerpalmen
  • winterharte Sorten vertragen Frost

Dattelpalme, Phoenix dactylifera

Sonnenbrand

Wenn sich die Blätter der Phönix-Palme (Phoenix canariensis) braun färben, kann zu starke Sonneneinstrahlung die Ursache sein. Gerade nach der Winterruhe im dunklen Quartier ist die Pflanze empfindlich. Vor allem Jungpflanzen sind gefährdet. Wenn sie zu schnell der Frühlingssonne ausgesetzt werden, können sich zunächst gelbe, dann braune Flecken auf den Blättern zeigen. Diese bilden sich nicht wieder zurück.

Wenn Sie Flecken auf den Palmblättern bemerken und die Sonne als Auslöser vermuten, sollte schnell ein Wechsel des Standortes erfolgen. Suchen Sie nach der Winterruhe zunächst einen halbschattigen, geschützten Standort für die Palme. Nach zwei bis drei Wochen kann die Dattelpalme dann an einen sonnigen Platz auf Ihrer Terrasse umziehen.

Zu geringe Luftfeuchtigkeit

Die Luftfeuchtigkeit spielt eine entscheidende Rolle für die Entwicklung der Phönix-Palme. Eine zu geringe Luftfeuchtigkeit schädigt die Pflanze, was sich durch braune Verfärbungen der Blattspitzen zeigt. Besonders im Winter, wenn die Phönix-Palme zur Winterruhe in den Wintergarten oder in die Wohnung umzieht und der trockenen Heizungsluft ausgesetzt ist, reagiert sie schnell mit braunen Blättern.

Sobald Sie braune Spitzen bemerken, sollte die Luftfeuchtigkeit erhöht werden. Braune Spitzen entwickeln sich nicht wieder zurück, aber folgende Maßnahmen helfen:

  • Besprühen der Palmenblätter mit handwarmem Wasser
  • Luftbefeuchter oder Verdunster für den Heizkörper verwenden
  • Zimmerbrunnen aufstellen

Fehlerhafte Wasserversorgung

Auch eine fehlerhafte Wasserversorgung der Phönix-Palme muss als eine der möglichen Ursachen für eine braune Verfärbung der Blätter berücksichtigt werden. Besonders, wenn Sie die Palme in der Wohnung oder im Wintergarten kultivieren, sollten Sie auf die Wasserversorgung achten. Die Wurzeln dürfen keinesfalls austrocknen. Vertrocknete Wurzeln können kein Wasser mehr transportieren und die Pflanze stirbt ab. Bei zu hoher Wasserzufuhr und der Bildung von Staunässe im Kübel verfaulen die Wurzeln. Sowohl zu viel als auch zu wenig Feuchtigkeit zeigt sich an braunen und gelben Verfärbungen der Blätter. Folgende Maßnahmen helfen:

  1. Gießen Sie mit Fingerspitzengefühl! Erst, wenn 2 Zentimeter der oberen Erdschicht trocken sind, benötigt die Dattelpalme neues Wasser.
  2. Vermeiden Sie Staunässe! Die meisten Palmen, auch die Phönixpalme, können hervorragend in Hydrokultur gehalten werden.
  3. Dattelpalmen auf der Terrasse müssen in heißen Sommern ausreichend mit Wasser versorgt werden. Sie sollten niemals in der Mittagshitze, sondern in den kühleren Abend- oder Morgenstunden gegossen werden.
  4. Schützen Sie die Palme vor starkem Regen.

Phoenix canariensis, Kanarische Dattelpalme mit braunen Blättern

Fehlerhafte Nährstoffversorgung

Als eine der Ursachen für braune Flecken auf den Blättern gilt eine fehlerhafte Versorgung mit Nährstoffen. Phönix-Palmen reagieren ebenso auf Überdüngung wie auf Unterversorgung mit den lebenswichtigen Nährstoffen. Im Fachhandel erhalten Sie den passenden Dünger für die speziellen Bedürfnisse von Palmen. Dieser ist recht preisintensiv. Alternativ können Sie handelsüblichen Grünpflanzendünger verwenden. Er ist preisgünstiger und erfüllt die Ansprüche Ihrer Palme ebenso. Die Phönixpalme sollte in der Zeit von April bis September regelmäßig gedüngt werden.

Tipp: Achten Sie unbedingt darauf, dass das Substrat nicht trocken ist, wenn Sie die Palme düngen, sonst könnte eine Schädigung der Wurzeln erfolgen. Gießen Sie die Pflanze vor der Düngung, so dass der Boden feucht ist. Mischen Sie nun das Gießwasser mit dem Flüssigdünger entsprechend der Dosierungsanleitung und gießen Sie die Pflanze damit.

Falsches Substrat

Phönixpalmen und alle anderen Dattelpalmen benötigen lockeres Substrat, um sich gut zu entwickeln. Wenn nach einem Regen und nachfolgender Hitze die Erde im Kübel stark verdichtet ist, leidet die Pflanze. Wenn Sie die Ursachen für braune Flecken auf den Blättern der Dattelpalme im falschen Substrat vermuten, pflanzen Sie Ihre Palme in spezielle Palmerde oder in Pflanzgranulat um.

Achtung: Gewöhnliche Blumenerde ist aufgrund des hohen Torfanteils ungeeignet für die Phönixpalme.

Tipp: Achten Sie bei der Palme im Pflanzkübel auf durchlässiges Substrat. Lockern Sie hin und wieder die Erde auf.

Befall durch Spinnmilben

Die kanarische Dattelpalme gilt als robust und pflegeleicht. Die häufigsten Schädlinge sind Spinnmilben, die die Pflanze vor allem im Winterquartier befallen. Die kleinen Plagegeister sind nur etwa einen halben Millimeter groß. Sie sind gelblich, braun oder auch rot und befinden sich an der Blattunterseite. Auf Grund der geringen Größe sind sie mit bloßem Auge kaum zu erkennen. Eher fallen die von den Spinnmilben gebildeten Gespinste auf.

Spinnmilben befallen die Blätter und entziehen ihnen den Pflanzensaft, wodurch eine dauerhafte Schädigung eintritt. Diese zeigt sich durch gelbliche und bräunliche Flecken am Blatt. Wenn Sie Spinnmilben bemerken, sollten Sie umgehend Abhilfe schaffen.

  • Isolieren der befallenen Pflanze
  • kräftiges Abduschen der Palme, bei kleineren Pflanzen kopfüber
  • gründliches Entfernen der Milben mit einem in Alkohol getränkten Lappen

Spinnmilben-Befall

Erkrankung am Phönix-Brandpilz

Eine Erkrankung, die hauptsächlich an Phönixpalmen auftritt und sich durch Knötchen auf den Palmblättern und braune Verfärbungen zeigt, ist der Phönix-Brandpilz. Wenn Sie die Symptome erkennen, müssen Sie schnell handeln. Schneiden Sie betroffene Blätter großzügig ab. Entfernen Sie bei starkem Befall ganze Palmwedel. Nutzen Sie im Fachhandel erhältliche Fungizide, um die Pflanze zu retten.

Achtung: Werfen Sie die erkrankten Pflanzenteile auf keinen Fall auf den Kompost, sondern verbrennen Sie diese oder entsorgen sie im Restmüll.

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