Radieschen pikieren - Titel

Radieschen pikieren ist ein wichtiger Schritt, um den Ertrag des leckeren Gemüses zu maximieren. In diesem Artikel finden Sie 5 Tipps zum Vereinzeln der Pflänzchen.

Auf den Punkt gebracht

  • Radieschen mit Pinzetten vereinzeln
  • pikiert wird nach Bildung eines Blattpaares
  • schwache und platzraubende Keimlinge aussortieren

Notwendiges Werkzeug

Um Radieschen zu pikieren, benötigen Sie das richtige Werkzeug. Die Pflanzen sind sehr empfindlich und werden ungern gestört, was durch den Einsatz der geeigneten Werkzeuge verhindert wird. Sie benötigen auf jeden Fall eine Pinzette, mit der Sie die Keimlinge aus der Erde ziehen können. Weiterhin ist ein Pikierstab notwendig, damit Sie das für die weitere Kultivierung ausgewählte Exemplar wieder in der Erde fixieren können.

Radieschen säen

Bester Zeitpunkt

Neben den Utensilien ist der richtige Zeitraum wichtig, um die Radieschen zu pikieren. Da es keinen direkten Termin für das Pikieren der Radies gibt, müssen Sie die auf die Keimlinge achten. Nachdem sie ausgesät wurden, müssen Sie abwarten, bis die ersten Keimblätter gebildet wurden. Idealerweise handelt es sich um ein Blattpaar. Im Durchschnitt werden die ersten Blattpaare nach 10 bis 14 Tagen gebildet, was die Wartezeit erträglich macht. Manche Sorten brauchen etwas länger zum Keimen als andere.

Hinweis: Falls Sie auf Nummer sicher gehen und die Keimlinge nicht beschädigen wollen, können Sie diese ruhig noch zwei Wochen wachsen lassen. Sie werden zwar etwas größer, doch ist das Wurzelsystem noch nicht zu stark ausgeprägt, was das spätere Pikieren möglich macht.

Radieschen pikieren: Anleitung

Waren die Radieschen fröhlich am Keimen, geht es nun ans Vereinzeln. Um Ihnen das Radieschen pikieren zu erleichtern, finden Sie in diesem Tipp eine übersichtliche Anleitung:

  • Keimlinge auf Vitalität und Größe überprüfen
  • platzraubende Keimlinge pikieren
  • ebenso zu kleine und schwache
  • geeignete Exemplare stehen lassen
  • ungeeignete Keimlinge vorsichtig herausziehen
  • Pinzette an Basis ansetzen
  • danach die guten Keimlinge wieder andrücken
  • dafür den Pikierstab nutzen
pikieren

Alternative Keimmethode nutzen

Sie können sich bereits im Voraus das mühselige Vereinzeln der Radieschen im Substrat vereinfachen. Die Pflänzchen keimen nämlich problemlos auf einem Küchentuch vor, was einen großen Vorteil bietet: Sie werden automatisch vereinzelt. Da Sie die Samen nicht in eine Rille schütten, sondern mit der Hand einzeln auf das Küchentuch legen, müssen Sie im Idealfall überhaupt nicht vereinzeln. Alle gesunden Samen haben durch diese Variante nämlich ausreichend Platz. Das Vorkeimen gelingt wie folgt:

  • 3 bis 4 Blätter Küchenpapier nutzen
  • übereinanderlegen
  • gut anfeuchten
  • vorsichtig ausdrücken
  • Samen mit ausreichend Abstand platzieren
  • noch einmal 3 bis 4 Blätter Küchenpapier anfeuchten
  • auf die Samen legen
  • nicht zusammendrücken
  • in einen Gefrierbeutel legen
  • am geeigneten Standort platzieren
  • regelmäßig auf Feuchtigkeit und Keimlinge überprüfen

Vorgekeimte Radieschen pflanzen

Falls Sie die im vorherigen Absatz vorgestellte Variante zum Keimen benutzen, müssen Sie die Radieschen anschließend einpflanzen. Nachdem die Blätter zu sehen sind, können Sie überprüfen, ob Sie besonders schwache Exemplare erkennen. Diese sollten Sie aussondern, da sie meist nicht kräftig genug sind. Die anderen werden entweder ins Freiland oder Pflanztöpfe mit einem geeigneten Substrat gesetzt. Da die Samen nicht zusammen ausgesät wurden, ist es bei dieser Variante nicht notwendig, die Radieschen aufgrund von Platzgründen zu pikieren. Wenn Sie sich fürs Freiland entscheiden, bereiten Sie das Beet wie folgt vor:

Radieschen im Gartenbeet anbauen
  • einzelne Rinnen anlegen
  • Tiefe: 1 cm
  • Abstand zur nächsten Rinne: 10 cm
  • gut auflockern
  • Erde sollte locker-krümelig beschaffen sein

Falls Sie stattdessen Pflanztöpfe nutzen, benötigen Sie ein passendes Pflanzsubstrat. Bedenken Sie aber, dass Radieschen deutlich besser im Freiland wachsen. Folgend die wichtigsten Punkte zur Kübelhaltung:

  • klassische Pflanzerde wählen
  • sollte humos sein
  • Quarzsand einarbeiten
  • Kübel sollte über Abzugslöcher verfügen
  • Freiland-Rinnentiefe beachten

Hinweis: Pflanzen Sie die Jungpflanzen zwischen Erdbeeren, Gartenbohnen, Karotten, Erbsen, Salate oder Schnittlauch, um die Erträge zu steigern. Bei diesen handelt es sich um hervorragende Nachbarn für die Knollen.

Häufig gestellte Fragen

Welche Sorten liefern die größten Erträge?

Wenn Sie die Erträge Ihrer Radieschen-Aussaat erhöhen wollen, sollten Sie bevorzugt auf Sorten setzen, die zur Gruppe der Frühjahres- oder Herbst-Varietäten gehören. Sie benötigen weniger Sonne, wodurch die Knollen nicht so holzig und der Geschmack intensiver wird. Falls Sie eine frühe Ernte anstreben, bieten sich Sorten wie ‚Saxa 2‘ oder ‚Flamboyant an. Im Herbst säen Sie schnellwachsende Sorten wie ‚Celesta‘ aus.

Lassen sich die aussortierten Keimlinge noch nutzen?

Ja, Sie müssen die Keimlinge nicht entsorgen. Radieschen-Keimlinge sind eine leckere Zutat für Salate und können nach dem Pikieren einfach direkt ins Essen gegeben werden. Vergessen Sie nur vorher nicht, sie zu waschen. Natürlich können Sie die Keimlinge auf den Kompost geben und sie auf diese Weise verwenden. Für den Biomüll sind sie jedoch zu schade.

Was sind schlechte Nachbarn für Radieschen?

Nach dem Vereinzeln ist es wichtig, die Jungpflanzen nicht in die Nähe schlechter Nachbarn zu setzen. Radieschen vertragen sich mit einer Vielzahl verschiedener Gewächse, doch sollten sie niemals zusammen mit Gurken gepflanzt werden. Ebenso problematisch sind Melonen und andere Gurkenpflanzen. Der Grund dafür ist der Durst der Gurkenpflanzen, wodurch die Radies schnell austrocknen und holzig werden.