Radieschen säen - Titel

Radieschen zu säen ist sehr einfach, solange der richtige Zeitpunkt, ein entsprechender Abstand und die korrekte Tiefe beachtet werden. Dadurch gedeihen die Pflanzen ideal und die Ernte fällt üppig aus.

Auf den Punkt gebracht

  • Radieschen können vorgezogen werden
  • Einhalten der erforderlichen Abstände stellt erfolgreiches Wachstum sicher
  • Vorbereitung des Beetes erforderlich
  • Samen dürfen nach dem Säen nur wenig mit Erde bedeckt werden
  • Einhalten der Abstände ist auch für die Ernte erforderlich

Vorbereitung

Für das Säen oder Vorziehen der Radieschen im Frühjahr wird das Beet im Idealfall bereits im Herbst vorbereitet. Dazu sind die folgenden Schritte erforderlich:

Umgraben
  1. Umgraben: Das Umgraben dient der Auflockerung des Substrats und dem Einarbeiten neuer nährstoffreicher Substanzen, wie beispielsweise Kompost. Die Erde sollte 20 bis 30 Zentimeter tief umgegraben werden.
  2. Fremdkörper entfernen: Wurzeln und Steine können das Wachstum der Radieschen einschränken und sollten daher vor der Aussaat oder dem Einpflanzen entfernt werden.
  3. Erde sieben: Durch das Sieben des Substrats werden auch kleinere Fremdkörper und Wurzeln entfernt. Zudem wird die Erde wirkungsvoll aufgelockert.
  4. Nährstoffe einbringen: Durch Kompost, Hornmehl oder speziellen Gemüsedünger kann die Erde mit Nährstoffen angereichert werden. Der Vorteil der Vorbereitung im Herbst ist, dass diese sich durch Mikroorganismen und Lebewesen im Boden gleichmäßiger verteilen und den jungen Pflanzen im Frühjahr auf diese Weise direkt zur Verfügung stehen.
  5. Glätten: Das Glattrechen verhindert, dass sich Pfützen bilden oder im Frühjahr erneut das Beet vorbereitet werden muss.

Zeitpunkt nach Sorte

Wann der richtige Zeitpunkt für das Säen der Radieschen-Samen gekommen ist, hängt von der jeweiligen Sorte ab. Unterschieden werden Frühjahressorten und Sommersorten. Bei den Varianten für den Frühling handelt es sich beispielsweise um:

  • Cyros
  • Flamboyant
  • French Breakfast
  • Korund
  • Saxa

Die frühen Sorten keimen bereits bei niedrigeren Temperaturen und eignen sich daher auch für ein raueres Klima. Radies für den Sommer benötigen wärmeres Erdreich. Zu ihnen gehören:

Radieschen wächst aus der Erde
  • Carnita
  • Champion
  • Matter
  • Olivia
  • Prinz Rotin
  • Rexe
  • Riesenbutter
  • Rondell
  • Rota
  • Sora
  • Vitessa

Hinweis: Der Vorteil an diesen späteren Sorten ist, dass sie nicht zum Schießen neigen und auch bei Hitze und Trockenheit nicht pelzig werden. Die frühen Varianten zeigen sich hingegen bei Kälte resistenter.

Frühe Sorten

Früh keimende Radieschen benötigen Temperaturen von 12 bis 15 Grad Celsius. Daher können sie in Regionen mit mildem Klima oft bereits Ende Februar oder Anfang März direkt ins Beet ausgesät werden.

Tipp: Durch das Abdecken mit einer Folie oder Vlies können das Keimen beschleunigt und später die jungen Pflanzen geschützt werden.

Sommersorten

Spätere Sorten der in der botanischen Fachsprache als Raphanus sativus var. sativus bezeichneten Radieschen benötigen Temperaturen von wenigstens 15 Grad Celsius. Sie können diese Radieschen daher etwa ab Mitte oder Ende Mai säen.

Vorziehen

Eine Alternative zu der direkten Aussaat stellt das Vorziehen dar. Die Samen werden hierzu beispielsweise in Anzuchttöpfe gegeben und in einem Gewächshaus, dem Wintergarten oder einem Treppenhaus vorgezogen. Wichtig sind lediglich die für die Sorte richtigen Temperaturen, ausreichend Licht und Wasser.
Die zu den Rettichen gehörenden Radies sind sogenannte Schwachzehrer. Das heißt, dass das Substrat keinen hohen Nährstoffgehalt aufweisen muss. Gerade für die Samen reicht daher Aussaaterde vollkommen aus. Wenn sie später in das vorbereitete Beet gesetzt werden, stehen ihnen durch das Einarbeiten von Kompost oder entsprechendem Dünger ausreichend Nährstoffe zur Verfügung.

Radieschen säen

Pflanzabstand

Zwischen den Reihen sollte ein Abstand von wenigstens 15 Zentimetern bestehen. Zu berücksichtigen ist dabei, dass ausreichend Platz für eine einfache Ernte gegeben ist.
Schmale Gehwegplatten in die Mitte der Reihen zu legen hat den Vorteil, dass auch Unkraut ferngehalten wird.
Zwischen den einzelnen Samen beziehungsweise vorgezogenen Gewächsen sollte ein Pflanzabstand von acht bis zwölf Zentimetern bestehen. Hierdurch wird sichergestellt, dass jedes Radies ausreichend Wasser und Nährstoffe erhält. Hinzu kommt, dass eine ausreichende Belüftung gegeben ist. Schädlinge und Krankheiten, wie beispielsweise Pilze, haben dadurch eine geringere Chance sich schnell auszubreiten.

Tiefe

Raphanus sativus var. sativus müssen Sie nur leicht mit Erde bedecken. Eine Schicht von ein bis zwei Zentimetern auf den Samen reicht vollkommen aus. Ideal und einfach ist es, eine Rille in das Beet zu ziehen und die Saat in den entsprechenden Abständen einzeln einzubringen.
Im Anschluss bringen Sie die Erde in einer dünnen Schicht auf und klopfen sie leicht fest. Abschließend wird die Saat gut angegossen und gegebenenfalls mit Folie oder Vlies abgedeckt.
Bei vorgezogenen Radieschen gilt der gleiche Pflanzabstand. Diese können jedoch direkt mit dem Substrat in vorbereitete Löcher eingesetzt werden.

Pikieren

Wenn Sie die Samen zu dicht setzen oder keine speziellen Anzuchttöpfe verwenden, müssen Sie die jungen Pflanzen pikieren. Das bedeutet, dass Sie die Gewächse einzeln aus der Erde nehmen und in einem größeren Abstand zu einander neu einsetzen müssen.
Diese Maßnahme ist möglich, wenn die Keimblätter sichtbar und etwa zwei bis drei Zentimeter hoch sind.

pikieren

Entfernung zu Pflanzpartnern

Einige Pflanzpartner können in einer Mischkultur dazu beitragen, dass das Risiko für einen Befall mit Schädlingen und dadurch auch die Gefahr für die Übertragung von Krankheiten so gering wie möglich gehalten wird. Dazu gehören unter anderem:

Während zwischen den Radieschen eine Entfernung von 15 Zentimetern pro Reihe und acht bis zwölf Zentimetern zwischen den Gewächsen ausreicht, sollten Sie bei größeren Pflanzen, wie beispielsweise Tomaten oder Liebstöckel, darauf achten, dass kein zu starker Schatten entsteht.
Mehr Platz zwischen den Gewächsen ist angeraten. Diesen sollten Sie von den jeweilig größeren Pflanzen abhängig machen.

Häufig gestellte Fragen

Können Radieschen auch auf Balkon und Terrasse gezogen werden?

Ja, die Kultivierung ist sogar im Haus möglich. Wichtig sind dabei nur ausreichend große Pflanzgefäße und die passenden Temperaturen. Zudem sollte auf eine entsprechende Versorgung mit Wasser und Nährstoffen geachtet werden, da in Kübeln und Kästen weniger Erde und damit auch ein kleinerer Speicher zur Verfügung steht.

Können mehrere verschiedene Sorten in Folge gepflanzt werden?

Da es sich bei der Rettich-Art um einen Schwachzehrer handelt, ist es möglich innerhalb von wenigen Wochen im gleichen Beet mehrere verschiedene Sorten zu säen. Auf diese Weise wird nicht nur für geschmackliche Vielfalt gesorgt, sondern es sind auch häufige und fortlaufende Ernten während der gesamten Saison garantiert.

Warum ist die Wahl der Radieschen-Sorte passend zum Säen wichtig?

Wie bei allen anderen Pflanzen auch, finden sich verschiedene Sorten beziehungsweise Zuchtformen. Diese sind an unterschiedliche Temperaturen angepasst. Wird beispielsweise eine frühe Sorte gewählt, kann diese bei zu hohen Temperaturen schießen und mehr Energie in das Wachstum der Blätter leiten als in das Ausbilden der Knollen.