Kahle Stellen im Rasen ausbessern und nachsäen | Anleitung

kahle Stellen im Rasen ausbessern

Kahle Stellen im Rasen sind sehr ärgerlich, da sie das Gesamtbild stören und das Grün ungepflegt wirken lassen können. Allerdings kommen „Löcher“ im besten Rasen vor und können sich selbst dann zeigen, wenn sorgsam gehegt und gepflegt wird. Hier helfen nur ausbessern und nachsäen. Wie dabei vorgegangen werden muss, verrät unsere Anleitung. Und damit kahlen Stellen vorgebeugt werden kann, geben wir zusätzlich die passenden Tipps zur Pflege.

Ursachen

Kahle Stellen im Rasen können sich aus verschiedenen Gründen zeigen. Zu diesen gehören unter anderem:

1. Alter der Pflanzen

Auch Gras altert und kann mit der Zeit absterben. Vor allem im Winter halten ältere Pflanzen dem Frost oft nicht mehr Stand. Spätestens im Frühjahr zeigen sich dann vergilbte und braune Bereiche oder sogar kahle Stellen. Das lässt sich auch mit der besten Pflege nicht vermeiden und es hilft nur das Nachsäen.

2. Fehlende oder falsche Pflege

Fehlen dem Gras Wasser und Nährstoffe, ist es geschwächt. Das beeinträchtigt nicht nur das Wachstum, sondern macht es auch anfälliger für Schäden, beispielsweise durch Frost oder Trockenheit. Eine regelmäßige Düngung, angepasste Wässerung und häufiges Mähen von Frühjahr bis Herbst beugen vor und halten den Rasen gesund und kräftig.

3. Verbrennungen durch die Sonne 

Kahle Stellen im Rasen können sich auch bilden, wenn das Gras verbrennt. Wichtig ist, es ausreichend zu Wässern und den richtigen Zeitpunkt zum Mähen zu wählen.

4. Gartenmöbel

Gartenmöbel aber auch andere Fremdkörper auf dem Gras hinterlassen nicht nur Druckstellen. Stehen sie lange an der gleichen Stelle, verfärbt sich das Gras in diesem Bereich zunächst Gelb oder gar weißlich und stirbt schließlich ab.
Die Standflächen von Blumenkübeln, Bänken, Stühlen und Tischen aber beispielsweise auch liegengelassenes Schnittgut von Sträuchern und Bäumen, kann derlei Flecken erzeugen. Es ist daher sinnvoll, die Standorte immer wieder zu ändern und Schnittgut schnellstmöglich zu entfernen.

Rasenlücken können beim Rasen säen entstehen

Rasen reparieren – Schritt für Schritt

Wenn sich kahle Stellen auf dem Rasen zeigen, lassen sich diese vergleichsweise einfach ausbessern. Dazu müssen lediglich die folgenden Punkte beachtet werden:

1. Wenn die Außentemperatur durchgängig etwa 10 °C beträgt und keine starken Nachtfröste mehr zu erwarten sind, ist der ideale Zeitpunkt für das Nachsäen gekommen. Es sollte eine widerstandsfähige Rasensorte gewählt werden, die farblich zum Rest des Rasens passt. Ideal wäre es natürlich, bei dem nachträglichen Säen wieder die gleichen Samen zu verwenden, wie beim Rest des Grases. So entstehen keine auffälligen Unterschiede.

2. An den kahlen Stellen werden zunächst abgestorbene Pflanzenteile und Wurzeln entfernt. Auch Moos und Unkräuter sollten beseitigt werden.

3. Die Erde wird leicht aufgehakt beziehungsweise aufgeraut, damit die Samen gut in den Erdboden eindringen können. Wichtig ist, dass das Nachsäen auch über die Grenze der kahlen Stelle hinaus erfolgt. Ansonsten könnten sich klar sichtbare Abstände ergeben.

4. Bei Bedarf wird die Saat leicht angegossen, um das Keimen und Anwachsen zu begünstigen. Zudem kann dem Wachstum mit Dünger auf die Sprünge geholfen werden. Günstig ist es auch, den neu ausgesäten Bereich mit einem sehr engmaschigen Netz abzudecken, damit die Samen vor Vögeln und anderen Tiere geschützt werden.

Richtig Aussäen

Bei der Aussaat kommt es nicht nur auf den richtigen Zeitpunkt, sondern auch auf die Art des Säens an. Also sowohl auf das Wann, als auch das Wie. Denn um das Loch im Gras zu reparieren, muss die Saat möglichst gleichmäßig verteilt werden. Hierzu gibt es zweierlei Varianten.

Bei größeren Flächen sollte ein Streuwagen zum Einsatz kommen. Bei kleineren Lücken wird einmal breit und einmal längs gestreut – also aus zwei verschiedenen Richtungen mit einem Unterschied von 90 Grad. Auf diese Weise lässt sich eine besonders dichte und gleichmäßige Verteilung erzielen.

Saatgut beim Rasen säen gleichmäßig verteilen

Kahlen Stellen vorbeugen

Kahlen Stellen lässt sich zwar nicht immer vorbeugen, das Risiko dafür kann mit dem richtigen Vorgehen jedoch erheblich reduziert werden. Notwendig dafür ist jedoch das Berücksichtigen der folgenden Faktoren:

Versorgung

Die Graspflanzen benötigen für ein gesundes und kräftiges Wachstum ausreichend Wasser und eine gelegentliche Düngung. Wer sich das Wässern einfach machen möchte, verwendet einen Rasensprenger. Zur Düngung bietet sich spezieller Rasendünger an, der mit einem Streuwagen ausgefahren wird. Auch Eisendünger kann verwendet werden.

Belüftung

Wenn die Graspflanzen schwächeln, haben Moos und Unkraut leichtes Spiel. Je mehr diese wachsen und sich ausbreiten, umso mehr schwächen sie das Gras und können in der Folge den Rasen regelrecht ersticken. Abhilfe schafft hier das regelmäßige Vertikutieren. Das Moos wird entfernt und der Boden belüftet.

Mähen

Regelmäßiges Rasenmähen kommt nicht nur der gepflegten Optik zugute. Die Pflegemaßnahme sorgt auch dafür, dass sich die Pflanzen stärker verzweigen und damit dichter werden. Dadurch haben störendes Unkraut und Moos eine geringere Chance, sich auszubreiten. Es sollte aber darauf geachtet werden, dass das Mähen nicht in der prallen Sonne erfolgt. Anderenfalls könnten die Schnittflächen verbrennen.

Druckstellen

Pflanzkübel, Gartenmöbel und Schnittgut können Druckstellen und verfärbte Flecken erzeugen, da sie das Gras anhaltend beschatten. Ratsam ist es daher, häufiger ihren Standort zu wechseln. So werden Druck und Schatten gleichmäßiger verteilt und kahlen Stellen wird vorgebeugt.

Tipp: Spezieller Rasendünger ist eine einfache Möglichkeit, das Gras mit Nährstoffen zu versorgen. Er stellt jedoch nicht das Optimum dar. Besser ist es, wenn zunächst eine Bodenprobe analysiert und im Anschluss das Düngemittel darauf abgestimmt wird.

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