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Rasen bei Regen säen

Rasen säen bei viel Regen: das ist zu beachten

Rasensamen braucht genug Feuchtigkeit, um gut anzuwachsen. Ansonsten bleibt der grüne Teppich ein Wunschtraum. Was ist aber, wenn es bei der Aussaat stark regnet? Lesen Sie hier, ob Sie Rasen bei viel Regen säen sollten.

Video-Tipp

Auf den Punkt gebracht

  • Rasensamen braucht Feuchtigkeit, Licht und Wärme
  • bei Ankündigung von Starkregen lieber mit der Aussaat warten
  • Staunässe fördert Schädlingsbefall und Krankheiten
  • einfache Maßnahmen verhindern Schäden

Rasen bei Regen säen

Ein schöner grüner Rasen ist kein Hexenwerk. Beachten Sie die Bedürfnisse der Pflanzen und wählen den Aussaattermin mit Bedacht, wird sich in Ihrem Garten bald ein grüner Teppich ausbreiten. Wenn es trocken ist und für die kommenden Tage leichte Regenfälle angesagt sind, ist der perfekte Zeitpunkt für die Aussaat gekommen.

Ist für den avisierten Termin jedoch starker Regen vorhergesagt, sollten Sie aus den folgenden Gründen davon absehen, Rasen zu säen:

  • Rasensamen wird weggespült
  • unschöne Löcher in der Rasenfläche drohen
  • kleine Pflänzchen können Druck des Regenwassers nicht standhalten
  • Schlammbildung durch Starkregen
Regen auf Erdoberfläche
Bei starken Regenfällen sollten Sie keinen Rasen säen.

Außerdem besteht die Gefahr der Entstehung von Staunässe in der Rasenfläche. Die Folgen:

  • Gefahr von Fäulnis
  • Pflanzen gedeihen schlechter
  • erhöhte Anfälligkeit für Schädlinge und Krankheiten
  • nur reduzierte Nährstoffaufnahme möglich
  • Absterben junger Rasenpflanzen droht

Hinweis: Eine Gelbfärbung der Pflanzen ist ein deutliches Zeichen für einen Stickstoffmangel.

Maßnahmen vor dem Regen

Saat mit Vlies schützen

Sollte sich nach der Aussaat Regen ankündigen, legen Sie zum Schutz der Aussaat ein Pflanzenvlies über die Fläche. Das verhindert, dass die leichten Grassamen weggespült werden. Alternativ können Sie eine wasserundurchlässige Plane verwenden.

Gräben ziehen

Ziehen Sie Gräben rund um Ihre frisch gesäte Rasenfläche. Dadurch wird das Abfließen des Wassers erleichtert.

Maßnahmen nach dem Regen

Aerifizieren

Grabegabel, um Rasen zu belüften

Stechen Sie nach dem Regen kleine Löcher in den Rasen. Das Einstechen lockert den Boden und fördert das Versickern des Regenwassers. Dazu können Sie eine ganz einfache Grabegabel verwenden.

Feinen Sand verteilen

Verteilen Sie feinen Sand, um das Abtrocknen der von Staunässe geplagten Fläche zu beschleunigen.

Achtung: Nach starken Regenfällen sollten Sie den Rasen auf keinen Fall betreten. Mit Ihrem Körpergewicht würden Sie den Boden zusätzlich verdichten, was die Belüftung erschwert und die Wasseraufnahme bei Regen verringert.

Häufig gestellte Fragen

Wie kann man bereits angewachsenen Rasen vor Schäden durch Starkregen schützen?

Sorgen Sie für eine gute Belüftung des Rasens. Regelmäßiges Vertikutieren lohnt sich. Es verhindert das Verfilzen und erleichtert das Versickern des Wassers bei starken Regenfällen.

Wann ist die beste Zeit, um Rasen zu säen?

Die Bedingungen zum Anwachsen des Rasensamens sind im Frühjahr zwischen Ende April und Anfang Mai am besten. Vorher ist es oft noch zu kalt. Rasensamen benötigen Licht und Wärme. Beachten Sie die Nachttemperaturen. Der Boden sollte 10 Grad warm sein. Alternativ können Sie zu Beginn des Herbstes Rasen säen.

Wie sollte die Fläche für das Anlegen eines Rasens vorbereitet sein?

Befreien Sie die vorgesehene Fläche von Unkraut, Wurzeln und Steinen und graben Sie sie um. Danach benötigt der Boden etwa zwei Wochen Ruhe. Harken und walzen Sie die Fläche. Prüfen Sie die Bodenqualität. Saurer Boden kann mit einer Kalkgabe optimiert werden. Düngen Sie den Boden vor der Aussaat mit Kompost.

Wie misst man die Feuchtigkeit der Rasenfläche?

Eine einfache Möglichkeit bietet das Herausstechen einer Rasenscholle mit einem Spaten. Auf diese Weise sehen Sie, ob der Boden noch tiefgründig feucht ist. Dann sollten Sie mit der Nachsaat zum Ausbessern von Löchern im Rasen noch warten. Setzen Sie nach der Prüfung die Scholle wieder ein. Sie wächst schnell wieder an. Alternativ können Sie einen Feuchtigkeitsmesser verwenden.

Autor
Mirko ist zwar studierter Anglist, beherrscht aber auch die Sprache der Pflanzen perfekt. Er wuchs quasi im Schrebergarten seiner Großeltern auf und verbringt den Großteil seiner Freizeit in der Natur, wenn er nicht gerade schreibt.

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