Rasen säen im Oktober und November: Voraussetzungen und Anleitung

Eine gepflegte Rasendecke ist für viele Hobbygärtner die Basis eines attraktiven Grundstücks. Doch wann ist eigentlich der richtige Zeitpunkt zum Säen gekommen? Kann Rasen noch im Herbst gesät werden oder ist es im Oktober und November schon zu spät?

Voraussetzungen

Der optimale Zeitpunkt

Im Herbst legt sich der Garten langsam zur Ruhe. Zier- und Nutzpflanzen stellen ihr Wachstum ein, auch der Rasen wächst nur noch spärlich. Dennoch können Sie auch im Oktober und November noch Rasen säen, wenn Sie einige Voraussetzungen erfüllen:

  •  Temperaturen über 8 °C
  •  ausreichend Feuchtigkeit vorhanden
  •  Boden darf nicht ausgetrocknet sein

Wenn Sie in diesem Zeitraum aussäen, haben Sie den Vorteil, dass der Rasen schnell keimt und Sie sich im Frühjahr über einen dichten Rasenteppich freuen können. Wenn Sie Ihr Saatgut erst im Frühling ausbringen, kann durch Kahlfrost das Wachstum verzögert werden.

Die Anleitung für den perfekten Rasen

Vorbereitung

Zunächst ist es wichtig, dass Sie den Standort gut vorbereiten. Entscheidend ist auch, ob Sie eine bereits existierende Rasenfläche verdichten möchten oder ob Sie komplett neu säen. Bei einer Verdichtung ist es wichtig, dass Sie das gleiche Saatgut wie zuvor wählen.

Folgende Werkzeuge benötigen Sie:

  •  Rechen und Spaten
  •  Streuwagen oder Handschuhe
  •  Rasenwalze
  •  Schlauch oder Gießkanne

Wichtig: Zwischen der Zeit der Bodenvorbereitung und der tatsächlichen Aussaat sollten Sie 14 Tage Zeit vergehen lassen.

Schritt für Schritt Anleitung:

  •  Fläche abstecken
  •  umherliegende Steine und Wurzeln sorgfältig entfernen
  •  in einer Tiefe von 20 cm das Erdreich umstechen
  •  ausgehobene Erde mit Kompost anreichern
  •  angereicherte Erde zurückgeben und glatt harken
  •  kräftig angießen

Sind noch Pflanzenreste auf dem Grundstück vorhanden, müssen Sie diese nebst Wurzelgeflecht sorgfältig ausheben. Es besteht sonst die Gefahr, dass Ihr neuer Rasen von Unkraut zersetzt ist.

Die Aussaat im Herbst

Mit der Aussaat beginnen Sie erst, wenn sich der Boden wieder gesetzt hat. Halten Sie den Wetterbericht im Auge, damit es in den Tagen nach der Aussaat keinen Frost gibt. Der Rasen benötigt eine feuchte Umgebung, Frost kann ihn an der Keimung hindern.

So gehen Sie vor:

  •  Saatgut mit einem Streuwagen oder per Hand auf der Fläche verteilen
  •  feine Samen sehr sorgfältig verteilen
  •  Fläche sorgfältig und vorsichtig mit der Rasenwalze bearbeiten
Rasensamen

Nachdem Sie das Saatgut ausgebracht haben, muss die komplette Fläche gewässert werden. Achten Sie unbedingt darauf, dass keine Staunässe entsteht und die Samen nicht vom Wasser weggeschwemmt werden. Sie müssen außerdem bedenken, dass es im Oktober und November häufig regnet, so dass Sie nicht zu stark gießen.

Am besten eignet sich ein Gartenschlauch mit einer fein eingestellten Brause. Damit können Sie die komplette Fläche wässern, ohne dass der Wasserstrahl zu hart ist.

Schonzeit für die neue Wiese

Nachdem Sie ausgesät haben, braucht die Fläche noch eine Weile Schonung. Für mindestens sechs, besser acht Wochen sollte niemand die Rasenfläche betreten. Sollte es sich nicht vermeiden lassen, legen Sie zuvor Holzbretter aus und verteilen Ihr Gewicht darauf.

Achten Sie auch darauf, dass Haustiere der neuen Rasenfläche ferngehalten werden. Insbesondere Katzen werden von neuen Rasenfeldern magisch angezogen und verrichten gern ihre Hinterlassenschaften darauf.

In den ersten sechs Wochen sollten Sie bei warmer Witterung regelmäßig gießen. Nutzen Sie hierfür die Zeiten, zu denen die Sonne nicht prall auf die Rasenfläche fällt. Wenn ausreichend Regen fällt, ist es nicht nötig dass sie manuell nachgießen.

Rasen wässern
Für die Wässerung eignet sich ein Gartenschlauch mit einer fein eingestellten Brause
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