Rasenpflege

Eine gründliche Rasenpflege ist auch gegen Ende der Vegetationsperiode nötig, damit der Rasen gut durch den Winter kommt. Alles was dazu wichtig ist, finden Sie hier.

Laufende Rasenpflege

Im Herbst fällt, abhängig von den Bäumen auf oder um den Rasen herum, mehr oder weniger viel Laub auf die Grünfläche. Entfernen Sie die Blätter regelmäßig von der Wiese. Bleibt das Laub liegen, bekommen die Grashalme zu wenig Licht. Außerdem können sich unter verdichtetem, nassem Laube leicht Faulstellen bilden, das Gras stirbt ab und es entstehen kahle Stellen. Sie können das Laub auch beim Rasenmähen entfernen, allerdings sollte es nicht gemulcht werden und dann auf der Grünfläche verbleiben.

Hinweis: Werfen Sie Laub nicht weg. Geben Sie es auf den Kompost, es wird zu ausgezeichnetem Dünger.

Stehen auf Ihrer Rasenfläche Obstbäume, vergessen Sie nicht, regelmäßig das Fallobst zu entfernen. Das ist nicht nur gut für den Rasen, sondern auch für die Obstbäume.

Unkraut

Wenn das Gras das Wachstum einstellt, wächst meist auch Unkraut nicht mehr viel. Dennoch lohnt es sich, Wildkräuter noch vor dem Winter aus dem Rasen zu entfernen. Sie bekommen damit gar nicht erst die Chance, im Frühling neu auszutreiben. Unkraut mit Pfahlwurzeln wird mit einem Unkrautstecher entfernt, der die Gräser schont, aber die gesamte Wurzel aus dem Boden holt.

Rasenunkräuter bestimmen und richtig bekämpfen

Hinweis: Wenn Sie bei der Rasenpflege das ganze Jahr über gründlich sind, gibt es im Herbst nicht mehr viel Unkraut, was noch entfernt werden sollte.

Mähen

Im September oder Oktober muss der Rasen nicht mehr so oft wie im Sommer gemäht werden. Trotzdem sollte er weiterhin auf die bevorzugte Höhe geschnitten werden. Erst wenn die Temperatur dauerhaft unter 10 Grad bleibt, erfolgt der letzte Schnitt des Jahres. Das Gras wächst dann nicht mehr. Schneiden Sie den Rasen zum Überwintern nicht zu kurz. Das schützt besser vor dem Eindringen von Frost in den Boden.
Schnitthöhen nach Rasensorte:

  • Gebrauchsrasen: 3 bis 4 cm
  • Schattenrasen: etwas länger, bis 5 cm
  • Zierrasen: nur bis zu 2,5 cm

Der Rasenschnitt sollte im Oktober nicht mehr als Mulch auf der Fläche verbleiben. Das Gras nimmt nicht mehr so viele Nährstoffe auf und Verrottungsprozesse verlangsamen sich. Besser ist es, den Rasenschnitt zu sammeln und auf dem Kompost oder unter Hecken, Büschen und Bäumen zu entsorgen.

Belüften

Vertikutiert wird häufig während der Rasenpflege im Frühjahr, da dann das Gras zu wachsen beginnt. Bei starken Verfilzungen verschafft es dem Rasen jedoch auch im Herbst Erleichterung. Dabei sollte jedoch nicht zu tief geschnitten werden, damit die Wurzeln nicht zu stark beschädigt werden. Alles was beim Vertikutieren zu Tage gefördert wird, wird von der Rasenfläche entfernt. Elektrische Vertikutierer besitzen häufig einen Fangkorb, der diese Aufgabe erleichtert. Beim Vertikutieren wird Moos entfernt, es können also kahle Stellen im Rasen bleiben. Diese können noch im September oder Oktober beseitigt werden.

Rasen vertikutieren
Rasen vertikutieren

Hinweis: Für diese Arbeit benötigen Sie nicht unbedingt einen Vertikutierer, eine scharfe Harke tut es auch bei kleinen Flächen.

Nachsaat

Kahle Stellen frisch einzusäen gelingt nicht nur im Frühjahr. Der September ist dafür durchaus günstig, da der Boden häufig noch warm genug ist und viel Regen zu erwarten ist. Dieser kann eine Bewässerung überflüssig machen. Kahle Stellen im Rasen sollten ab einem Durchmesser von etwa 10 cm frisch eingesät werden. Ist der Fleck kleiner, wächst er von selbst wieder zu.

Rasen nachsäen

Anleitung

1. Schritt: Verwenden Sie geeignetes Saatgut. Es sollte sich um die gleiche Art von Rasen handeln, mit der die Fläche bei der Anlage eingesät wurde. Am einfachsten ist es, wenn gleich bei der Neuanlage von Rasen etwas von dem verwendeten Saatgut für spätere Zwecke in einem dicht schließenden Behälter aufgehoben wird.

2. Schritt: Bereiten Sie die kahlen Stellen im Rasen vor. Wenn Sie die gesamte Fläche schon vertikutiert haben, müssen Sie nicht mehr tun. Wenn nicht, lockern Sie die oberste Bodenschicht mit einer Harke auf und entfernen dabei Steine, Unkraut, Wurzeln und abgestorbene Graspflanzen.

3. Schritt: Verteilen Sie den Samen auf der vorbereiteten Fläche gleichmäßig. Dafür reichen etwa 15 bis 30 g pro Quadratmeter.

4. Schritt: Harken Sie den Samen leicht in die Erde und drücken Sie ihn gut an. Sie können dafür auch eine Rasenwalze benutzen, die gerade bei großen Flächen sehr effektiv ist.

5. Schritt: Halten Sie die Fläche 4 Wochen feucht und betreten Sie sie nicht.

6. Schritt: Vor dem Winter wird der Rasen nicht noch einmal geschnitten. Der erste Schnitt der neuen Halme erfolgt erst im folgenden Frühling.

Herbstdüngung

Zur Rasenpflege im September oder Oktober muss keine Düngung gehören. Da das Gras nicht mehr viel wächst, benötigt es auch nicht mehr viele Nährstoffe. Trotzdem bietet das richtige Düngen im Herbst Vorteile. Allerdings müssen Sie einen anderen Dünger verwenden als im Frühjahr. Während es am Anfang der Wachstumsperiode darauf ankommt, das Graswachstum zu stimulieren, sollen im September oder Oktober die Graspflanzen gekräftigt werden.

1. Nicht geeignet sind stickstoffbetonte Düngemittel. Dazu gehört auch Kompost. Verrotteter Stallmist kann hingegen verwendet werden, da die Nährstoffabgabe den Winter über nur sehr langsam erfolgt.

2. Gut eignet sich kaliumbetonter Dünger, der als spezieller Herbstrasendünger verkauft wird. Er sorgt dafür, dass die Gräser fester und widerstandsfähiger gegen Frost werden.

Rasen düngen mit einem Streugerät
Ein Streugerät hilft beim gleichmäßigen Düngen.

3. Der Dünger wird gleichmäßig auf der Rasenfläche verteilt. Verwenden Sie dafür einen Streuwagen. Düngen Sie den Rasen an einem bedeckten Tag, auch wenn die Sonneneinstrahlung im Herbst nicht mehr so stark ist.

4. Der Rasen sollte anschließend bewässert werden. Steht Regen bevor, reicht das auch aus, um die Nährstoffe besser in den Boden einzubringen.

5. Erwarten Sie nicht, dass sich nach der Düngung noch viel im Rasen tut, er wird in dieser Jahreszeit nicht mehr viel grüner oder gesünder aussehen. Trotzdem haben Sie mit dieser Art Rasenpflege für optimale Startbedingungen in der neuen Vegetationsperiode gesorgt. Verzichten Sie unbedingt auf eine Nachdüngung, wenn sich kein sichtbarer Erfolg einstellt.