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Rasensamen: kann man zu viel säen?

zu viel Rasensamen säen - Titel

Eine schöne grüne Rasenfläche sollte in keinem Garten fehlen, egal ob als Zierrasen oder Spielfläche für tobende Kinder. Dabei ist nicht nur die Rasensorte wichtig, sondern auch die ausgesäte Menge. Wir beantworten die Frage, ob Sie zu viel Rasensamen säen können.

Auf den Punkt gebracht

  • zu viel Rasensamen schadet
  • Keimlinge entwickeln sich sonst schlecht
  • schließlich sterben viele ab
  • je nach Rasenmischung 30 bis 40 g pro Quadratmeter säen
  • ideale Menge stets richtig berechnen

Große Mengen schaden

Mancher Hobbygärtner lässt sich bei der Anlage einer Rasenfläche von dem Motto „Viel hilft viel“ leiten, um vielleicht schneller zu einer schönen grünen und dichten Rasenfläche zu kommen. Dieser Leitsatz sollte jedoch bei der Aussaat von Rasensamen keine Beachtung finden. Nur bei einer richtigen Dosierung des Samens wird sich dauerhaft eine nachhaltige und sehr robuste Rasenfläche entwickeln. Säen Sie hingegen zu viel Rasensamen, kann dies schwerwiegende Folgen haben, denn aus einem Samenkorn wächst eine Graspflanze in Größe von 8 x 8 cm:

  • junge Keimlinge konkurrieren um Wasser, Nährstoffe und Licht
  • Pflanzenwurzeln bekommen wenig Luft
  • Behinderung der Pflanzen untereinander bei der Entwicklung und beim Wachsen
  • erhöhtes Absterben von Keimlingen
  • Bildung von vermehrtem Rasenfilz
  • dadurch schlechtere Belüftung des Bodens und der Rasenfläche
  • Rasenfläche muss häufig vertikutiert werden
  • mitunter Änderung der Zusammensetzung der Rasenmischung
  • da manche Sorten konkurrenzfähiger sind als andere
  • damit auch Änderung der Eigenschaften der Mischung (Belastbarkeit etc.)
Rasensamen

Daneben hat aber auch eine zu geringe Ausbringung von entsprechendem Saatgut eine entscheidende Auswirkung auf die Anlage einer Rasenfläche, beispielsweise

  • kahle Stellen im Rasen
  • größere Zwischenräume zwischen einzelnen Graspflanzen
  • schnelle Ausbreitung von Unkräutern wie Hornklee, Löwenzahn oder Gänseblümchen

Aus den vorher genannten Gründen ist es daher wichtig, die genaue Menge an benötigtem Rasensamen zu kennen.

Hinweis: Die meisten Rasenmischungen bestehen hauptsächlich aus zwei verschiedenen Grassorten, dem Wiesenrispengras (Poa pratensis) und dem Deutschen Weidelgras (Lolium perenne). Je nach Verwendung ist dabei das Mischungsverhältnis unterschiedlich.

Ideale Menge berechnen

Die einzelnen Hersteller geben auf ihren Verpackungen Anwendungshinweise hinsichtlich der Menge, damit Sie nicht zu viel Rasensamen säen. Allerdings muss gesagt werden, dass hier nicht jede Rasenmischung gleich ist. So werden In der Regel 30 bis 40 g pro Quadratmeter in Abhängigkeit der Rasensorte angegeben:

  • Sport- und Spielrasen durchschnittlich 30 g pro Quadratmeter
  • Zierrasen 25 g pro Quadratmeter
  • zur Lückenausbesserung 5 g pro Quadratmeter

Daneben können die Angaben der Hersteller auch variieren, gerade bei qualitativ minderwertigem Saatgut, sprich billigeren Sorten sind oft größere Mengen erforderlich, da die Keimquote gering ist. Generell sollte bei der Berechnung für die ideale Menge Saatgut folgende Formel genutzt werden:

Aussaatfläche in Quadratmetern x Samenmenge in g pro Quadratmeter (zu finden auf Verpackung) = benötigte Aussaatmenge

Dazu ein Beispiel: 100 Quadratmeter Fläche x 30 g Saatgut pro Quadratmeter = 3000 g

Mehr Saatgut sollten Sie dann auch für diese Fläche nicht verwenden.

Rasen säen

Hinweis: Nicht nur die ideale Menge Saatgut ist für einen Erfolg wichtig, sondern auch der richtige Zeitpunkt der Aussaat. Die Bodentemperatur sollte stets über 10 °C liegen. Optimal eignen sich dazu die Monate April / Mai und August / September.

Richtige Technik

Auch mit einer falschen Aussaattechnik, können Sie mitunter den Rasensamen nicht flächendeckend ausbringen und werden zu wenig oder zu viel auf vereinzelten Stellen säen. Daher sollten Sie bei der Aussaat Folgendes beachten:

  • Fläche in drei oder vier Stücke einteilen
  • Ausbringung mit Streuwagen
  • diesen richtig einstellen
  • Stück für Stück damit abfahren
  • zum Schluss nochmals in Querrichtung über die Fläche fahren
  • kleinere Samenhäufchen mit Harke leicht verteilen
  • bei Ausbringung mit Hand rückwärts gehen
  • schwungvoll Samen gleichmäßig verteilen

Hinweis: Rasensamen nur leicht mit der Harke einarbeiten, nicht mit Erde bedecken (Lichtkeimer). Anschließend gut mit einer Walze andrücken, alternativ mit einem Brett festtreten.

Häufig gestellte Fragen

Wie sollte der Boden für eine Rasensaat vorbereitet werden?

Der Boden muss von Steinen, Ästen oder Wurzelresten befreit werden. Dazu ist eine tiefgründige Lockerung notwendig, entweder mit einer Motorhacke oder mit einem Spaten. Anschließend wird der Boden mit einem Rechen eingeebnet und mit einer Rasenwalze gefestigt. Alternativ kann der Boden auch zwei Wochen zur Festigung stehen gelassen werden. Vor der Aussaat wird er dann mit dem Rechen etwas aufgeraut.

Welche Pflege braucht der Rasensamen nach der Aussaat?

In der Regel keimt der Rasensamen nach acht bis 14 Tagen. Dazu benötigt er allerdings ausreichend Feuchtigkeit. Es ist nun eine regelmäßige Wassergabe notwendig. Gewässert sollte die Fläche vornehmlich in den Morgen- oder Abendstunden für ungefähr 10 bis 15 Minuten werden. Dabei ist darauf zu achten, dass der Wasserstrahl nicht zu hart ist, sonst werden die Samenkörner ausgespült. Optimal wäre hier der Einsatz von Rasensprengern zur gleichmäßigen Beregnung der Fläche.

Wann sollte der neu ausgesäte Rasen gemäht werden?

Erstmals sollte der Rasen gemäht werden, wenn er acht bis zehn Zentimeter hoch ist. Dann haben sich die jungen Graspflanzen ausreichend im Boden eingewurzelt. Die Einstellung des Rasenmähers sollte auf eine Höhe zwischen fünf und sechs Zentimetern erfolgen. Danach ist eine Mahd wöchentlich oder alle vierzehn Tage sinnvoll, aber nicht bei Temperaturen über 30 °C, da sonst die jungen Grashalme verbrennen. Nach spätestens acht Wochen ist die Rasenfläche dann voll belastbar.

Maria liebt die exotische Pflanzenwelt. Neben ihrem Zitronenbaum "John Lemon" findet man bei ihr Zuhause unter anderem auch ein Avocado-Bäumchen und eine Ananas-Pflanze.

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