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Rehe aus dem Garten vertreiben


Rehe im Garten sind auf den ersten Blick eine nette Abwechslung, doch können die Tiere mehr Schaden anrichten als gewollt. Glücklicherweise gibt es Methoden, um die Hirsche sanft zu vertreiben.

Video-Tipp

Auf den Punkt gebracht

  • Rehe halten sich besonders häufig an Ortsrändern auf, können aber auf Futtersuche mehrere hundert Meter in die urbanen Gegenden vorstoßen
  • das Wild kann Fraßschäden an Kulturpflanzen verursachen, die nur schwer zu beheben sind
  • laute Geräusche, die Anwesenheit von Menschen und Hunden sorgt dafür, dass sich die Tiere aus dem Staub machen
  • ein Zaun oder eine Hecke aus Dornenpflanzen in der geeigneten Höhe verwehrt dem Wild den Zugang zu Ihrem Grundstück
  • Vergrämungsmittel wie Blutmehl oder Schafwolle

Rehe fernhalten: 5 Maßnahmen

Wenn Sie Rehe in Ihrem Garten entdecken, geschieht das meist auf zwei unterschiedliche Arten. Zum einen entdecken Sie die Tiere, während sie sich auf Ihrem Grundstück aufhalten und sich gerade an Ihren Pflanzen verköstigen. Beim anderen Fall bemerken Sie die Fraßschäden, die durch die Tiere entstehen. Genau das ist der Grund, warum das Wild aus der eigenen Grünoase entfernt werden sollte. Die Schäden an Ihren Gewächsen sind einfach zu hoch. Speziell auf Laubbäume, Beeren- und Rosenbüsche haben es die Tiere abgesehen. Häufig werden bestimmte Maßnahmen genannt, die nach Erfahrungswerten jedoch nicht komplett zufriedenstellend sind:

Reh im Garten
  • CDs in Gehölze und Bäume aufhängen
  • Alufolie auf dem Grundstück verteilen
  • Flutlicht inklusive Bewegungsmelder
  • gut platzierte Windspiele

Der Nachteil an diesen Methoden ist die Klugheit der Tiere. Rehe können sich die Geräusche und visuellen Reize der genannten Methoden merken und gegebenenfalls ignorieren, da es niemals zu einer wirklichen Gefahr kommt. Sie bieten daher nur mäßigen Erfolg. Dennoch gibt es 5 passende Maßnahmen, mit denen Sie die Rehe aus Ihrem Garten vertreiben und dauerhaft fernhalten können.

Tipp: Wenn Sie genügend Zeit und mehrere Mitglieder in der Familie zur Verfügung haben, sollten Sie in Schichten überprüfen, ob sich die Tiere in Ihrem Garten aufhalten. Falls ja, machen Sie ein wenig Lärm, damit die Fluchttiere wieder verschwinden.

Zaun

Mit einem Zaun oder ähnlichen Abgrenzungen ist Ihr Garten besonders gut vor Rehen geschützt. Einen Zaun können die Tiere nicht überwinden, wenn die Mindesthöhe von 200 Zentimetern nicht unterschritten wird, da sie nicht so hoch springen können. Wichtig neben der Höhe ist eine feste Verankerung im Boden, da sie durch ihre Masse Zäune effektiv wegdrücken können. Als besonders effektiv hat sich sogenannter Wildschutzzaun etabliert, der durch seine geringen Anschaffungskosten sofort verwendet werden kann. Zäune sind ideal, wenn Sie eine langfristige Methode zur Sicherung des Gartens suchen.

Dornenhecke

Soll es kein Zaun für Ihr Grundstück sein, setzen Sie auf eine Dornenhecke. Es bieten sich speziell drei verschiedene Gattungen für diesen Zweck an:

Grüne Heckenberberitze, Thunberg-Berberitze, Berberis thunbergii

Die Hecke verhindert durch ihren dichten Wuchs und die Dornen, dass Rehe leichten Zugang zu Ihrem Grundstück haben. Zur gleichen Zeit bieten sie Lebensraum für andere Tiere wie Vögel oder zahlreichen Insekten. Wichtig bei der Dornenhecke ist eine Höhe von mindestens 170 Zentimetern. Falls diese nicht sofort beim Anlegen der Hecke erreicht werden, sollten Sie zusätzlich einen Zaun installieren. Dieser kann am Ende wieder entfernt werden.

Blutmehl

Besonders effektiv gegen Rehe hat sich Blutmehl erwiesen. Der Grund dafür ist der intensive Geruch nach Blut, der bei den Tieren den Fluchtinstinkt auslöst. Bei Blutmehl handelt es sich um einen Dünger, der aus Tierblut gewonnen wird. Getrocknet und mit Spurenelementen versetzt, bietet es speziell für Pflanzen hohe Mengen an Stickstoff. Bei Rehen dagegen sorgen Sie mit Blutmehl dafür, dass sie sich so weit wie möglich von Ihrem Grundstück fernhalten. Angewandt wird Blutmehl auf die folgende Art:

  • mit Wasser anmischen
  • in Sprühflasche füllen
  • dünn auf Pflanzen auftragen
  • Wirkungsdauer Sommer: bis zu zwei Monate
  • Wirkungsdauer Winter: bis zu sechs Monate

Tipp: Falls Sie nicht auf das Mehl setzen wollen, können Sie anstelle von diesem reines Tierblut verwenden. Dieses wird verdünnt aufgetragen und zeigt ebenfalls eine gute Wirkung.

Schafwolle

Schafwolle hat wie Blutmehl eine abschreckende Wirkung auf Rehe, da sie den Geruch nicht aushalten. Unbehandelte Wolle von Schafen hat einen durchdringenden, einzigartigen Geruch, der selbst für viele Menschen unangenehm in der Nase ist. Genau dieses Prinzip machen Sie sich zu Nutze, wenn Sie die Wolle zum Vergrämen nutzen. Da die Tiere mit einem deutlich besseren Geruchssinn ausgestattet sind, können schon einige Ballen der Wolle ausreichen, sie von Ihrem Grundstück fernzuhalten. Wichtig dabei ist der Zustand der Schafwolle. Diese muss wie folgt beschaffen sein:

Rehe aus dem Garten vertreiben
  • ungewaschen
  • naturbelassen

Verteilen Sie unauffällig zwischen Ihren Pflanzen einige Fetzen der Wolle. Je nach Hartnäckigkeit der Tiere müssen Sie mehr verteilen, da sie sich nur ab einer bestimmten Menge fernhalten lassen. Schafwolle in der benötigten Qualität erhalten Sie in den meisten Fällen direkt vom Bauer.

Hunde

Der beste Freund des Menschen ist ideal, um Rehe von Ihrem Grundstück zu vertreiben. Hunde vereinen viele der Eigenschaften, die bei Rehen den Fluchtinstinkt auslöst. Sie sind laut, bewegen sich schnell und direkt und jagen in den meisten Fällen dem Wild hinterher. Selbst eine reine Spielaufforderung reicht aus, um die Tiere zu erschrecken und vom Grundstück zu vertreiben. Das macht den Hund zum besten Wildvertreiber überhaupt, selbst wenn es sich um kleine Hunderassen wie einen Chihuahua oder solche mit einem niedrigen Jagdtrieb wie Golden Retriever handelt. Falls Sie einen Hund haben, sollten Sie diesen so häufig wie möglich in den Garten lassen. Dabei müssen Sie aber einige Punkte beachten:

  • Grundstück sollte eingezäunt sein
  • Hund darf nicht schneller sein als die Rehe
  • aggressive Hunde sollten angeleint bleiben

Sie sind wichtig, damit den Wildtieren nichts zustößt und Ihr Hund ihnen nicht bis in den Wald folgt. Manche Vierbeiner verlieren sich so in ihrem Jagdtrieb, dass sie nicht mehr auf ihre Besitzer hören.

Häufig gestellte Fragen

Wie beschädigen Rehe Baumrinde?

Ist die Rinde von Bäumen beschädigt, handelt es sich um ein klassisches Verhalten von Rehböcken, das meist von Juni bis September, seltener im Frühling, stattfindet. Die Rehböcke reiben ihr Geweih an verholzten Gewächsen, um den Bast von ihrem Geweih zu „fegen“. Das Fegen hinterlässt nicht nur Schäden an der Rinde, sondern Teile des Basts an der Pflanze. Dadurch erkennen Sie genau, dass es sich um ein Reh gehandelt hat.

Lassen sich die Tiere durch ein Futterangebot in Schach halten?

Wenn Sie keine Möglichkeit zum Vertreiben der Tiere haben, können Sie diesen regelmäßig Futter in einer Ecke Ihres Gartens zur Verfügung stellen. Mit etwas Glück hält sich das Wild von den anderen Pflanzen fern und konzentriert sich ausschließlich auf die bereitgestellte Nahrung. Diese Methode gelingt nur, wenn der Garten groß genug ist, damit die Futterstelle weit genug entfernt platziert werden kann. Geeignete Nahrung umfasst Laubbaumtriebe, Gräser, Beeren, Kräuter und Nüsse.

Bietet sich der Einsatz von Ultraschallgeräten an?

Theoretisch klingt der Einsatz von Ultraschall als Weg zum Fernhalten der Tiere plausibel. Dennoch müssen Sie mit dieser Methode vorsichtig sein, da die Geräte nicht nur das Wild erschrecken. Aufgrund der Frequenz halten sich eine Vielzahl von anderen Besuchern fern, darunter Nagetiere, manche Vögel, Igel und noch viele andere, von denen einige zu den Nützlingen gehören. Selbst Kleinkinder und Ihre Haustiere können den Ultraschall als störend empfinden.

Was passiert, wenn sich ein Rehkitz alleine auf dem Grundstück aufhält?

Falls Sie ein Rehkitz entdecken, beobachten Sie es aus sicherer Entfernung und halten Sie Ausschau nach Verletzungen. Falls keine zu sehen sind, lassen Sie das junge Reh in Ruhe und warten ab. In den meisten Fällen wird die Mutter das Kitz wieder abholen. Menschliche Gerüche am Rehkitz sorgen dafür, dass das Jungtier verstoßen wird. Aus diesem Grund darf es niemals angefasst werden.

Wann sollte ein Förster in Bezug auf das Rehkitz kontaktiert werden?

Förster kümmern sich um Jungtiere, die ihre Mütter zum Beispiel durch einen Unfall verloren haben. Fiept das Rehkitz nur gelegentlich, wird die Mutter wiederkommen. Hält das Fiepen dagegen über Stunden an, müssen Sie vom Schlimmsten ausgehen. In diesem Fall sollten Sie sich sofort an einen Förster oder eine Rehkitzrettung melden, damit keine Raubtiere wie Füchse oder Krähen auf die Kitze aufmerksam werden. Bei Verletzungen verfahren Sie auf die gleiche Weise.

Autor
Maria liebt die exotische Pflanzenwelt. Neben ihrem Zitronenbaum "John Lemon" findet man bei ihr Zuhause unter anderem auch ein Avocado-Bäumchen und eine Ananas-Pflanze.

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