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Reifenspuren auf Pflaster richtig entfernen

Reifenspuren auf Pflaster entfernen

Gepflasterte Einfahrten, Carports oder Parkplätze zeigen schnell Abnutzungserscheinungen vom regelmäßigen Befahren. Lesen Sie hier, mit welchen Mitteln und Methoden sich Reifenspuren auf Pflaster richtig entfernen lassen.

Video-Tipp

Auf den Punkt gebracht

  • sanfte Methode zur Vermeidung von Oberflächenbeschädigungen des Pflasters wählen
  • Reinigung hängt vom jeweiligen Steinmaterial und Verschmutzungsgrad ab
  • Produkte aus dem Handel und Haushaltsmittel geeignet
  • leichte Reifenspuren mit Wasser und Spülmittel entfernen
  • für hartnäckigere Spuren zu Schmutzradierer, Lösungsmitteln oder Poliermaschine greifen

Schnell reagieren

Autoreifen auf Pflastersteinen - Nahaufnahme
Reifenspuren sind typische Abnutzungserscheinungen.

Reifenspuren entstehen durch Gummi, das sich durch den normalen Abrieb selbst bei geringer, langsamer Reifenumdrehung auf dem Pflaster abzeichnet. Das Problem besteht in dem enthaltenden Weichmacher im Gummi. Dieser legt sich wie eine Schutzschicht über die Pflasteroberfläche und sorgt dort für eine permanente Verfärbung, die das Entfernen der Reifenspuren gänzlich erschwert bis unmöglich macht. Aus diesem Grund sollten Sie Pflastersteine regelmäßig in kurzen Zeitabständen und bereits bei geringfügigen Reifenspuren zügig reinigen.

Leichte Reifenspuren entfernen

Zeichnen sich erste Reifenspuren auf dem Pflaster ab, lassen sich diese meist noch mit Spülmittel, einem Schrubber und Wasser entfernen. Hierbei ist folgendermaßen vorzugehen:

  • Pflaster mit warmem Wasser benässen
  • Reifenspuren mit Spülmittel oder Schmierseife abdecken
  • mit Schrubber oder Bürste leicht einreiben
  • zehn bis 15 Minuten einziehen lassen
  • heißes Wasser über Flecken gießen, nochmals schrubben und abkühlen lassen
  • mit Gartenschlauch und hohem Wasserdruck Pflaster abspritzen
  • alternativ: Hochdruckreiniger (nicht auf Fugen richten!)
rotierender Aufsatz am Hochdruckreiniger auf Pflastersteinen

Hinweis: Der Einsatz eines Hochdruckreinigers raut die Pflaster-Oberfläche auf. Feuchtigkeit gelangt tief in die Poren hinein. Das fördert die Bildung von Flechten und Pilzen. Mit dem richtigen Aufsatz bearbeiten Sie die Flächen schonender.

Mittelmäßig starke Reifenspuren entfernen

Ein echter Expertentipp, um Reifenspuren auf Pflaster zu entfernen, ist die Verwendung von Schmutzradierern, wie es sie beispielsweise in jedem gut sortierten Baumarkt zu kaufen gibt. Solange die Spuren noch relativ „frisch“ und oberflächlich sind, lassen sie sich einfach wegradieren. Allerdings ist dies je nach zu bearbeitender Flächengröße mit viel körperlichem Einsatz verbunden. Deshalb ist es ratsam, den Schmutzradierer sofort anzuwenden, sobald eine Reifenspur erkennbar ist. Das mindert zwar den Arbeitsaufwand nicht, aber teilt diesen in kleinere Etappen über einen längeren Zeitraum auf.

Hartnäckigere Reifenspuren

Wenn das Spülmittel nicht mehr funktioniert, sitzt das Gummi bereits zu fest im Pflaster oder unter der Weichmacherschicht. Dann helfen nur noch schwerere Geschütze.

Lösungsmittelfreie Handelsprodukte

Der Handel bietet einige Reinigungsprodukte, um Reifenspuren von Pflaster zu entfernen, an. Diese sollten mild sowie säure- und lösungsmittelfrei sein. Geeignete Reinigungsmittel sind beispielsweise Remei und Gum Ex. Grundsätzlich sind die Produkte milder, desto basischer sie sind. Allerdings bedarf es dann aber auch mehr Reinigungsaufwand, weil das Produkt weniger Reinigungsintensität besitzt und nachzuhelfen ist. So funktioniert es in der Regel:

  • Mittel mit Wasser mischen (Mischverhältnis vom Verschmutzungsgrad abhängig)
  • Mischung mit Schwamm oder weicher Bürste in Pflaster einarbeiten
  • kurz einwirken lassen
  • mit Schwamm oder Lappen oberflächige Verschmutzung abwischen
  • mit Wasserschlauch oder Ähnlichem Pflaster abspülen

Poliermaschine

Steine mit Poliermaschine reinigen
Vorsicht: Wer Maschinen zum Abtragen der Pflasteroberfläche einsetzt, lässt die Steine zunehmend dünner sowie schmutz- und bruchempfindlicher werden.

Sind zahlreiche Reifenspuren schon länger auf dem Pflaster vorhanden, hilft meist nur noch eine maschinelle Reinigung durch Aufpolieren und Abschleifen, um sie vollständig zu entfernen. Am besten eignet sich dafür eine Einscheibenmaschine mit Diamantenpads. Diese sind bei manchen Baufachhändlern zu mieten, können aber auch im Zuge einer Dienstleistung gleich mit dem vollen Reinigungsservice bestellt werden. So funktioniert die maschinelle Reinigung:

  • Abtragung erster Reifenspuren durch oberflächliche Aufpolierung des Pflasters
  • Schleifpads für tiefer liegende Reifenspuren
  • tragen vorsichtig dünne Pflasterschichten ab
  • entfernen so Reifengummi
  • abschließend Grundierung bzw. Versiegelung auftragen
  • Pflaster nach Behandlung mit Poliermaschine anfällig für Verschmutzungen

Tipp: Ziehen Sie deshalb für die regelmäßige Anwendung andere Reinigungsmethoden vor und beschränken die maschinelle Methode auf die Grundreinigung, die Sie etwa alle drei oder vier Jahre durchführen.

Häufig gestellte Fragen

Eignet sich Essig zum Entfernen von Reifenspuren auf Pflaster?

Handelt es sich um herkömmliches Pflaster aus Beton, einem Naturstein oder anderen kalkhaltigen Materialien, sind Essig und andere säurehaltige Mittel wie beispielsweise Zitronensäure, auf keinen Fall anzuwenden. Die Säure greift das Material an, kann Risse und Löcher verursachen und hinterlässt unschöne Flecken, die dauerhaft bleiben.

Was hilft gegen Flechten auf Pflastersteinen?

Die günstigste und wirksamste Methode zur Entfernung von Flechten ist kochendes Wasser. Schütten Sie dies direkt auf die Flechten und lösen Sie diese mit einer weichen Bürste ab. Anschließend die Reste zusammenfegen und entsorgen.

Wie bekomme ich Grünbelag vom Pflaster entfernt?

Grünbelag wird schnell glitschig und zu einer Ausrutschfalle. Eine zügige Entfernung ist angeraten. Dazu verwenden Sie heißes Wasser, in das Sie großzügig Schmierseife einträufeln. Weichen Sie damit die betroffenen Pflastersteine einige Minuten ein und schrubben Sie den Grünbelag mit einer harten Wurzel- oder Drahtbürste ab. Alternativ und schonender für das Pflaster ist ein Spachtel, mit dem Sie den Grünspan einfach abschieben.

Autor
Mirko ist zwar studierter Anglist, beherrscht aber auch die Sprache der Pflanzen perfekt. Er wuchs quasi im Schrebergarten seiner Großeltern auf und verbringt den Großteil seiner Freizeit in der Natur, wenn er nicht gerade schreibt.
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