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Kann man Rhabarberblätter als Dünger verwenden?

Wer in der Küche Rhabarber verarbeitet fragt sich, ob die nicht verwendeten Blätter noch im Garten eine Verwendung finden könnten. Es kann durchaus Sinn machen, mit den Rhabarberblättern die weiteren Pflanzen im Beet oder Topf zu düngen.

Auf den Punkt gebracht

  • Rhabarberblätter enthalten viel Kalium
  • wichtiger Nährstoff für Pflanzen, um Wasserhaushalt zu regulieren
  • stärkt Pflanzen und erhöht Winterhärte
  • verbessert Aroma von Gemüse
  • Dünger aus Rhabarberblättern kann als Brühe oder auch als Sud hergestellt und verwendet werden

Vorteile Rhabarberblätter-Dünger

Es gibt sehr viele Vorteile, warum die Blätter nach der Verwendung des Gemüses nicht weggeschmissen sondern für den Garten zum Düngen noch weiter verarbeitet werden sollten:

  • Blätter enthalten viel Kalium
  • sehr wichtiger Nährstoff
  • erhöht Widerstandsfähigkeit gegen Umwelteinflüsse sowie Krankheiten und Schädlinge
  • verbessert Wasserhaushalt
  • in Trockenzeiten besonders wichtig
  • Winterhärte wird ebenfalls gestärkt
Rhabarberblätter als Dünger verbessert Aroma - Frau riecht an Tomaten

Hinweis: Wenn Sie einen Dünger aus Rhabarberblättern bei Gemüsepflanzen verwenden, werden Sie feststellen, dass sich der Geruch intensiviert und das Aroma verbessert.

Brühe herstellen

Soll eine Brühe aus den Rhabarberblättern hergestellt werden, dann ist diese auch gegen Schädlinge und Pilze an den Pflanzen einsetzbar. Die Herstellung ist ein wenig arbeitsintensiver als bei der Sudherstellung:

  • 500 Gramm frische Rhabarberblätter
  • gut zerkleinern
  • drei Liter Wasser
  • zusammen aufkochen lassen
  • danach abkühlen lassen
  • durch Mulltuch abseihen
  • alternativ sehr feines Sieb verwenden
  • zum Sprühen unverdünnte Brühe verwenden
  • zum Düngen mit Gießwasser mischen

Hinweis: Auch Brennnesseljauche ist zum Düngen gut geeignet. Diese muss allerdings immer wieder frisch angesetzt werden, da sie nicht sehr lange haltbar ist. Zudem riecht Brennnesseljauche auch noch sehr unangenehm.

Sud herstellen

Wer es sich einfach machen will, der kann auch schnell aus den Rhabarberblättern einen Sud herstellen, der als Dünger gut einzusetzen ist.

Rhabarbersud ansetzen
Für den Sud einfach die frischen Rhabarberblätter in ein Gefäß geben und mit Wasser auffüllen.
  • 1 kg Rhabarberblätter frisch
  • alternativ 50 Gramm getrocknete
  • ein Liter kaltes Wasser
  • einfach übergießen
  • abdecken
  • 24 Stunden stehen lassen
  • durch Sieb abseihen
  • mit Gießwasser mischen

Rhabarberblätter auf Kompost

Eine weitere Möglichkeit, um einen guten Dünger herzustellen, der zudem noch ein gutes Mischverhältnis von allen benötigten Mineralien und Stoffen für die Pflanzen und Beete im Garten besitzt ist, die Blätter mit dem weiteren biologischen Küchenabfall direkt auf den Kompost zu geben:

  • Blätter vorher leicht zerkleinern
  • so können sie sich schneller zersetzen
  • geben dem Kompost wichtiges Kalium
  • kann so auch im nächsten Jahr noch verwendet werden

Hinweis: Da es sich bei Rhabarber um ein Saisongemüse handelt, das nach Juni nicht mehr verwendet werden sollte, ist auch die Brühe oder der Sud nur saisonbedingt einsetzbar. Auf dem Kompost ist das freigesetzte Kalium aus den Blättern jedoch das ganze Jahr verfügbar.

Häufig gestellte Fragen

Können Rhabarberblätter nur zum Düngen genommen werden?

Nein, Rhabarber ist noch sehr viel vielseitiger. Sie können die hergestellte Brühe aus den Blättern auch gegen Blattläuse und andere Schädlinge an den Blättern der Gartenpflanzen verwenden. So können Sie, einmal hergestellt, die Brühe in verschiedenen Bereichen des Gartens anwenden. Zudem ziehen die Blätter auf den Beeten verteilt Nacktschnecken an, die Sie dann am Abend ganz einfach absammeln können.

Warum können nur die Blätter, aber nicht die Stängel verwendet werden?

Erstens möchten Sie die Stängel des Rhabarbers ja in der Küche verwenden, die Blätter hingegen sind Abfall. Wenn Sie die Brühe aber nicht nur zum Düngen sondern auch für die Schädlingsbekämpfung verwenden wollen, dann sind die für uns ungenießbaren Blätter hierfür besser geeignet. Denn sie enthalten mehr Stoffe wie Gerbstoffe, Oxalsäure sowie Anthrachinone, die die Blattläuse nicht vertragen.

Wie oft darf ich meine Pflanzen mit der Brühe oder dem Sud düngen?

Da es sich um einen natürlichen Dünger handelt der nur saisonbedingt eingesetzt werden kann, da die hergestellte Brühe nicht lange haltbar ist, können Sie die Pflanzen alle zwei bis drei Wochen düngen. So nehmen sie für die Vegetationszeit genügend Kalium auf und mehrjährige Pflanzen können sich auf diese Weise auch für einen Winter stärken.

Kann ich die gekochte Brühe haltbar machen?

Wenn Sie die gekochte, durchgezogene und erkaltete Brühe nach dem Abseihen nochmals kurz aufkochen, heiß in kleine Gläser der Flaschen mit Schraubverschluss füllen und danach direkt verschließen, sollte die Brühe ein paar Wochen haltbar sein und Sie mit der Ration an Dünger bis zum Herbst auskommen. Oftmals wird auch empfohlen, die Gläser nach dem Einfüllen und Schließen direkt für einigen Zeit auf den Kopf zu stellen, damit alles gut verschlossen bleibt.

Mirko ist zwar studierter Anglist, beherrscht aber auch die Sprache der Pflanzen perfekt. Er wuchs quasi im Schrebergarten seiner Großeltern auf und verbringt den Großteil seiner Freizeit in der Natur, wenn er nicht gerade schreibt.

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