Korallenkaktus, Rhipsalis cassutha

Beim sogenannten Korallenkaktus (oder auch „Binsenkaktus“) der Gattung Rhipsalis stellt sich für viele Fans exotisch anmutender Zimmerpflanzen die Frage, ob es sich um eine giftige und damit potentiell gefährliche Pflanzenart handelt. Diese Frage ist durchaus berechtigt und sollte bei Zimmerpflanzen grundsätzlich immer dann besonders dringend erörtert werden, wenn die jeweiligen Räumlichkeiten auch von Kindern und dem einen oder anderen Stubentiger bewohnt werden.

Giftstoffe

Enthält der Korallenkaktus Giftstoffe?

Die Korallenkakteen sind zwar nicht unbedingt zum Verzehr in irgendeiner Art und Weise geeignet, sie enthalten aber keine besonders erwähnenswerten Giftstoffe. Botaniker halten die Pflanze für „vermutlich unbedenklich“: Das bedeutet, dass bei den relativ wenigen Untersuchungen, die bisher an dieser Pflanzenart durchgeführt wurden, keine Belege für giftig wirkende Inhaltsstoffe gefunden wurden. Damit gilt der Korallenkaktus offiziell nicht als giftig, er sollte aber trotzdem mit einem gesunden Respekt behandelt und auch keinesfalls für den Verzehr genutzt werden. Das gilt u.a. für die folgenden, besonders beliebten Unterarten:

  •  Rhips. cassutha
  •  Rhips. cereuscula
  •  Rhips. baccifera
  •  Rhips. crispata
  •  Rhips. houlletiana

Der Ruf der Rhipsalis-Kakteen als giftige Zimmerpflanzen

In der Vergangenheit wurde an manchen Stellen vor dieser Pflanzenart gewarnt und auf eine mögliche Giftigkeit der länglichen Triebe hingewiesen. Wie schon angeführt, gibt es für giftige Inhaltsstoffe keine Belege. Allerdings liegt die Vermutung nahe, dass die Gefährlichkeit der Rhipsalis-Kakteen in der optischen Ähnlichkeit zu den Euphorbien begründet liegt. Schließlich gibt es einige Arten der sogenannten Wolfsmilchgewächse, die den Korallenkakteen optisch relativ ähnlich sehen und die auch tatsächlich in einem ernstzunehmenden Maß giftig sind.

Binsenkaktus, Rhipsalis baccifera
Binsenkaktus, Rhipsalis baccifera

Beim Korallenkaktus auf Nummer sicher gehen

Beim Erwerb von Zimmerpflanzen im Fachhandel kann man in der Regel davon ausgehen, eine richtig bestimmte und beschriftete Pflanze zu erhalten. Ob es sich beim gekauften Exemplar tatsächlich um einen Vertreter der Korallenkakteen und um kein Wolfsmilchgewächs handelt, lässt sich schnell und unkompliziert überprüfen: Wie es der Name vermuten lässt, sondern Wolfsmilchgewächse bei Schnittverletzungen oder abgebrochenen Pflanzenteilen sofort einen milchigen Pflanzensaft ab. Bei den Korallenkakteen ist der Pflanzensaft dagegen klar. Es genügt also, wenn mit Gummihandschuhen und einem scharfen Messer ein Schnitt an einer Stelle der Pflanze vorgenommen wird. Tritt danach nur transparenter Pflanzensaft aus, handelt es sich nicht um ein giftiges Wolfsmilchgewächs, sondern tatsächlich um einen verhältnismäßig unbedenklichen Korallenkaktus.

Risiken für Katzen

Die Haltung von Katzen in einer Wohnung mit Rhipsalis-Kakteen

Insbesondere wenn Katzen als reine Wohnungskatzen gehalten werden, fallen diese nicht selten über alle Zimmerpflanzen auf der Fensterbank her. Sollte eine Katze hin und wieder an den Korallenkakteen in der Wohnung nagen, so schadet das den Tieren in der Regel nicht. Es können aber natürlich auch schmackhaftere Alternativen wie eigens für diesen Zweck kultiviertes Katzengras angeboten werden, damit sich der Stubentiger mit seinem Heißhunger auf grüne Nahrungsbestandteile nicht gezwungenermaßen auf die Korallenkakteen stürzen muss.

Katzenhaltung mit Rhipsalis-Kakteen

Risiken für Kinder

Vorsichtsmaßnahmen bei Kindern in der Wohnung

Auch wenn von den Korallenkakteen grundsätzlich keine Gefahr auf Kinder ausgeht: Sobald sich Kinder regelmäßig unbeaufsichtigt in einem Raum aufhalten, sollten dort in für die Kinder erreichbarer Höhe auch nur absolut gesichert unbedenkliche Pflanzen aufgestellt sein. Das trifft zwar nach aktuellem Wissensstand auch auf die Korallenkakteen zu – es kann aber auch nicht schaden, eine solche Pflanze im Zweifelsfall für jüngere Familienmitglieder unerreichbar zu platzieren.

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